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In diesseits – Das humanistische Magazin werden aktuelle politische, gesellschaftliche und ethische Debatten aus humanistischer Perspektive, mit Witz und Charme, Achtsamkeit und Tiefgang verfolgt. Dabei scheuen wir uns nicht, zuzustimmen oder Widerworte zu geben, zu loben oder zu kritisieren, zu empfehlen oder abzuraten, wenn es sich anbietet. diesseits weist auf Missstände hin und zeigt Alternativen auf, nicht damit wir uns selbst gefallen, sondern um Ideen und Wege für ein menschlicheres Zusammenleben aufzuzeigen. Source
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| Language | German |
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Search ArticlesLächelnd in den Widerstand
Viele Menschen haben sich in den letzten Tagen zum Wahlausgang in Sachsen-Anhalt ausgetauscht. In meinem Umfeld ging es um Bestürzung, offene Fragen und immer wieder darum, was „wir” tun können. Zunächst das Wichtigste vorweg: Wir sollten das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt ernst nehmen. Es ist keine Kleinigkeit, wenn Menschen nach der Macht greifen können, die unser Gesellschaftssystem abschaffen wollen und die Grundprinzipien unseres Zusammenlebens infrage stellen.
Gegen den politischen Klerikalismus in Spanien und Lateinamerika
Belén de Sárraga Hernández (10.07.1874 in Valladolid/Spanien – 09.09.1951 in Mexiko-Stadt) war Journalistin, Schriftstellerin, Politikerin, Feministin, Mitglied in Freimaurerlogen, eine international tätige Freidenkerin und politische Aktivistin, vor allem in Spanien und Lateinamerika. Als Tochter eines politisch liberalen Offiziers aus Puerto Rico studierte sie im spanischen Barcelona Medizin und promovierte dort.
Motivation: Menschenliebe
Humanist*innen treten für Selbstbestimmung am Lebensende ein. Unser innerster Antrieb ist Liebe zum Menschen und zum Menschsein. Und weil das so ist, wollen wir, dass dieses einzigartige Leben bis zuletzt eines sein kann, das der Würde, dem Willen und der Persönlichkeit jedes Menschen gerecht wird. Diese Haltung wurzelt tief in dem, was wir als Menschen im Licht der Evolution sind: kooperative und prosoziale Wesen. Wir überleben, wachsen und werden menschlich in Beziehung zu anderen.
Wenn das Leben eines Menschen den Abschied gestaltet
Eine humanistische Trauerfeier folgt keiner starren Liturgie und keinem vorgegebenen Ablauf. Im Mittelpunkt steht der verstorbene Mensch: sein Leben, sein Wirken, seine Beziehungen, seine Eigenheiten, seine Brüche, sein Humor und das, was ihn für andere unverwechselbar gemacht hat. Die Grundlage dafür ist ein ausführliches und sehr persönliches Gespräch mit den Angehörigen. Dabei geht es nicht allein um Lebensdaten.
Von der niederländischen und schweizerischen Suizidhilferegelung lernen?
Der in Deutschland gesetzlich ungeregelte Freiraum bei der Hilfe zur Selbsttötung – andere sprechen von einer Grauzone – ist einzigartig. Die Ausgangslage geht auf eine deutsche bzw. preußische Rechtstradition zurück, nach der die Beihilfe zu einer erlaubten Tat – hier der Selbsttötung durch eigene Hand – dann auch straffrei bleiben muss.
Dem Tod begegnen, bevor er uns begegnet
Über Sterben, Tod und Trauer zu sprechen, fällt vielen Erwachsenen schwer. Jugendliche erleben häufig noch stärker, dass diese Themen ausgeklammert, beschönigt oder mit schnellen Antworten beiseitegeschoben werden. Im Rahmen der Vorbereitung auf die Humanistische Jugendfeier des Humanistischen Verbandes Deutschlands | Hessen haben wir deshalb bewusst einen ganzen Workshop diesem wichtigen Lebensbereich gewidmet. Gemeinsam besuchten die Jugendlichen eine Pietät.
Eine Frau braucht einen Mann so dringend wie ein Fisch ein Fahrrad
Gloria Steinem war mehr als eine Ikone der amerikanischen Frauenbewegung. Der oben zitierte Satz stammt nicht von ihr, sondern von der australischen Sozialaktivistin Irina Dunn. Steinem wurde das Zitat jedoch oft zugeschrieben und sie hat maßgeblich zu seiner Verbreitung beigetragen. Und: der Satz will Männer nicht abwerten. Er bedeutet, Abhängigkeit nicht mit Liebe zu verwechseln.
Krankenschwester und Kämpferin für die Selbstbestimmung von Frauen
Geboren wurde sie als Margaret Higgins in Corning, im Norden des Staates New York. Ihre Mutter wurde in 22 Jahren 18-mal schwanger. Sie brachte elf Kinder lebend zur Welt und starb bereits im Alter von 50 Jahren, geschwächt und krank. Margaret musste sie und die jüngeren Geschwister pflegen und ihre Ausbildung zurückstellen. Nach dem Tod der Mutter wurde sie Krankenschwester, heiratete, bekam drei Kinder und zog in das Bohème-Viertel von New York.
Auftanken in gelebter Vielfalt und Teilhabe
Zum Abschluss der Sommerferien hat ein ganz besonderes Festival im Walesby Forest in England Tausende Menschen begeistert. Es ließ eindrücklich erleben, wie kraftvoll und lebensfroh sich Tage echter Begegnung, des voneinander Lernens und gemeinsamen Feierns anfühlen können. Menschen mit unterschiedlichsten Lebensrealitäten konnten hier gemeinsam visionieren, tanzen, singen und ausruhen, getragen von einer Kultur des Respekts, des Mitgefühls und der Verantwortung für Mensch, Tier und Natur.
Gegensätze überwinden: Plädoyer für Vernetzung und ergebnisoffene Beratung
Ein von Schwerkranken häufig geäußerter Wunsch „Ich möchte sterben“ wird in der Hospiz- und Palliativversorgung in aller Regel als Ausdruck von Ambivalenz (das heißt mit Schwankung zum doch noch „Weiterleben wollen“) wahrgenommen. Das Verständnis zu einem entsprechenden Auftrag gilt respektvollem Hinhören und offenem Ansprechen – nicht aber zu einem Handeln im Sinne von Suizidassistenz.