Die Furche
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Die FURCHE, österreichische Wochenzeitung. Orientierung, Analyse und Hintergrund zu den wesentlichen Fragen der Zeit. Source
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Recent Articles
Search ArticlesSozialwissenschaftler Gottfried Schweiger: „Eine glückliche ist nicht gleich eine gute Kindheit“
Viele denken bei der Frage nach einer guten Kindheit wahrscheinlich an das individuelle Wohlbefinden als Kind, an subjektive Erlebnisse und Gefühle. Eine gute Kindheit ist aber mehr als der Blick in die privaten vier Wände, sagt Gottfried Schweiger, Wissenschaftler an der Universität Salzburg. Der Staat und vor allem die Gesellschaft haben einen hohen Anteil daran, ob Kinder später von einer guten oder schlechten Kindheit sprechen werden.
85. Geburtstag von Andreas Kohl: Partei-Zuchtmeister, bibelfester Gärtner, Familienmensch
Beim FURCHE-Interview mit dem Ersten Nationalratspräsidenten Andreas Khol streifte der Fotograf den in der Mitte des Büros platzierten, präsidialen Blumenstock.
Aufbruch zur Mitte
Kürzlich stand ich vor einem Schild mit dem Hinweis „Zum Maislabyrinth“. Die Freundin neben mir meinte: „Ein Labyrinth, das ist doch ein christliches Symbol!“ Stimmt – zum Teil. Das Labyrinth ist auch ein christliches Symbol. Aber „Maislabyrinthe“ sind meist gar keine Labyrinthe, sondern Irrgärten. Im Maisfeld geht es um ein fröhliches Gemeinschaftsvergnügen, das auf Irrläufer setzt. In einem klassischen Labyrinth, ob nun auf Kreta oder in Chartres, kann man hingegen nicht in die Irre gehen.
„Eine glückliche ist nicht gleich eine gute Kindheit“, sagt ein Sozialwissenschaftler
Viele denken bei der Frage nach einer guten Kindheit wahrscheinlich an das individuelle Wohlbefinden als Kind, an subjektive Erlebnisse und Gefühle. Eine gute Kindheit ist aber mehr als der Blick in die privaten vier Wände, sagt Gottfried Schweiger, Wissenschaftler an der Universität Salzburg. Der Staat und vor allem die Gesellschaft haben einen hohen Anteil daran, ob Kinder später von einer guten oder schlechten Kindheit sprechen werden.
Charles Sanders Peirce' unbequeme These über Erkenntnis
Der Philosoph und Mathematiker Charles Sanders Peirce vertritt eine unbequeme These: Neue Erkenntnis beginnt nicht mit heroischer Wahrheitsliebe, sondern mit einer Störung. Eine Erwartung wird enttäuscht, etwas passt nicht mehr zusammen – und aus dieser Irritation, dem Riss im Gewohnten, entsteht der eigentliche Antrieb zur Erkenntnissuche.
Rainer Moritz' Lieblinge der Weltliteratur in „Mögen Sie Madame Bovary?“
Ja, es gibt sie, und bibliophile Menschen kennen gleich mehrere von ihnen: Lieblingsfiguren der Literatur. Zum richtigen Zeitpunkt bei der Hand, können sie wie ein Trostpflaster einen Tag erhellen, für gute Laune sorgen oder zum Nachdenken anregen. Es sind Figuren, deren Geschichten man immer wieder gerne liest, um in andere Welten einzutauchen, sich in vergangene Zeiten hineinzuversetzen oder zu vergewissern, dass die eigene Lebensrealität doch nicht so tragisch ist wie die imaginierte.
„Meld dich, ja?“
„Du kannst mich immer anrufen, ja? Das wird schon“, sagt er zu seinem Freund neben ihm. Die beiden jungen Männer sind noch außer Atem, sie sind der Straßenbahn hinterhergerannt und in der letzten Sekunde hineingesprungen. Kein leichtes Unterfangen bei 32 Grad Außentemperatur. Jetzt legt der eine dem anderen tröstend seine Hand auf den Oberarm. Das sieht nach frischem Liebeskummer aus. Manchmal hat man Angst, in solchen Situationen Freundinnen und Freunden nicht weiterhelfen zu können.
Neue Forschung: Wie nahe stand Jesus Qumran?
Die Schriftrollen von Qumran beflügeln seit ihrer Entdeckung Mitte des 20. Jahrhunderts die Fantasie der Menschen. Zahlreiche Bücher befassten sich mit mehr oder weniger belegbaren Theorien rund um die Entstehung der Schriften vom Toten Meer und die dort ansässige Gemeinschaft. Diese wird zumeist als strenggläubige Sekte beschrieben, die sich vom Jerusalemer Mainstream-Judentum abzugrenzen suchte.
Blätter eines Beobachters und Sprachvirtuosen
„Gehst diesem Mond … ein Stück entgegen, bewegst dich dann durch die nächsten Gassen in Mäandern …“ Als „Stadtflaneur“, der täglich schnellen Schrittes im Raum Wien unterwegs ist, sieht er sich aber, wie er in einem Interview meint, nur „an den mehrheitlich faulen Tagen“, vor allem sei er nämlich auch „ein Weinberg und Wienerwaldwanderer“. Julian Schutting ist sowohl körperlich als auch geistig noch sehr aktiv.
Psychiater Michael Lehofer über Ursachen von Sucht und erfülltes Leben
Bis Juni dieses Jahres war Michael Lehofer ärztlicher Direktor des LKH II in Graz und Leiter der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie. Nun ist er 70-jährig in den Ruhestand getreten. Von Untätigkeit ist beim bekannten Grazer Psychiater, Psychologen, Psychotherapeuten und Philosophen aber nichts zu merken. Erst jüngst ist sein neues Buch „Zu viel von Allem und zu wenig vom Richtigen“ (Kneipp Verlag) erschienen. Doch was ist das Richtige?