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Recent Articles
Search ArticlesNeuer Schutzmechanismus für Nervenzellen bei Multipler Sklerose entdeckt
MS: Bislang unbekannter Schutzmechanismus identifiziert „Überraschend war für uns vor allem, dass ein Protein des Komplementsystems direkt innerhalb der Nervenzelle eine solche Schutzfunktion übernehmen kann. Damit haben wir einen bislang unbekannten Mechanismus identifiziert, der neue therapeutische Ansatzpunkte zum Schutz von Nervenzellen bei MS eröffnen könnte“, sagt Prof. Dr. Manuel Friese, Direktor des Instituts für Neuroimmunologie und Multiple Sklerose des UKE und Leiter der Studie.
Krankenkassen: „Kein Millimeter Spielraum" bei Einsparungen
Gesetzliche Krankenkassen: steigende Ausgaben Die gesetzlichen Krankenkassen dringen angesichts weiter stark steigender Ausgaben auf eine strikte Umsetzung des Sparpakets für stabile Beiträge im kommenden Jahr. „Es ist kein Millimeter Spielraum“, sagte der Chef des Spitzenverbands, Oliver Blatt. Nur wenn alle bereits beschlossenen Sparmaßnahmen voll durchgezogen würden, könne die 2027 klaffende Lücke von 18 Milliarden Euro geschlossen werden.
Fettleber: Die stille Epidemie
Die Leber, außer zur Entgiftung für zahlreiche weitere essentielle Abläufe im Organismus unersetzlich, ist hart im Nehmen. Trotz Einschränkungen ihrer Funktion und selbst bei fortgeschrittenen pathologischen Veränderungen arbeitet sie meist standhaft weiter und verursacht lange Zeit keine Beschwerden. Stattdessen leidet sie stumm vor sich hin, bevor sie irgendwann Alarm schlägt. Vielfach erst dann, wenn bereits starke und mitunter irreversible Schäden entstanden sind.
Zi-Studie: Endometriose-Verläufe in Abrechnungsdaten nur unvollständig sichtbar
Erstdiagnosen 2017 und 2022 im Vergleich Im Jahr 2017 ist bei 42.752 Patientinnen nach zwei diagnosefreien Vorjahren erstmals eine Endometriose-Verdachtsdiagnose dokumentiert worden. Innerhalb des Indexquartals und der beiden folgenden Jahre erhielten 31,2% mindestens eine gesicherte Diagnose und 25,2% eine weitere Verdachtsdiagnose. Bei 44,5% fand sich keine weitere Endometriose-Diagnose. 2022 sind 70.463 Patientinnen mit erstmaliger Verdachtsdiagnose identifiziert worden.
Behandlungsfehler: Immer noch keine repräsentative Erfassung in Deutschland
Der Medizinische Dienst Bund hat kürzlich seine Jahresstatistik zu Behandlungsfehlern veröffentlicht. Demnach wurden im Jahr 2025 11.735 Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern erstellt. In jedem vierten Fall (3.098 Fälle) stellten die Gutachter:innen einen Behandlungsfehler mit Schaden fest, in 2.700 Fällen war der Fehler auch die Ursache für den erlittenen Schaden und in 97 Fällen führte der Fehler zum Tod oder trug wesentlich dazu bei.
Weniger junge Menschen konsumieren Alkohol – Rauschtrinken bleibt aber weiterhin auf hohem Stand
Immer weniger Jugendliche probieren Alkohol aus Im Jahr 2025 hatten 60,7% der männlichen und 57,0% der weiblichen Jugendlichen zumindest einmal im Leben Alkohol getrunken. Das sind rund ein Drittel weniger als 2001 (männlich: 88,3%; weiblich: 85,5%). Weniger zwölf- bis 17-jährige Jugendliche und weniger junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren konsumieren aktuell Alkohol.
Herzinfarktverdacht: Wie schnell ist eine sichere Diagnose möglich?
Troponin als zentraler Biomarker der Diagnostik Im Mittelpunkt der Diagnostik steht dabei das herzspezifische Troponin, ein Biomarker, dessen Konzentration im Blut Hinweise auf eine Schädigung des Herzmuskels liefert. Internationale Leitlinien empfehlen für die schnelle Abklärung bei Verdacht auf einen Herzinfarkt den sogenannten 0/1-Stunden-Algorithmus als bevorzugte Strategie. Dabei wird der Troponinwert bei Aufnahme und bereits nach einer Stunde erneut bestimmt.
Hirnaneurysmen: Häufigkeit in zwei Jahrzehnten verdoppelt
Hirnaneurysmen werden oft zufällig entdeckt Hirnaneurysmen sind sackförmige Aussackungen der Hirnarterien, die im Laufe des Lebens entstehen. In aller Regel verursachen sie keine Beschwerden und werden zufällig entdeckt – etwa bei einer Kernspinuntersuchung wegen Kopfschmerzen oder Schwindel.
Influenza-Impfstoffe: Paul-Ehrlich-Institut hat erste Impfstoffchargen freigegeben
Influenza-Impfstoff: Erste Impfstoffdosen freigegeben Da sich Influenzaviren fortlaufend verändern, passen die Hersteller ihre Impfstoffe jedes Jahr an die Virusstämme und –varianten an, die voraussichtlich in der kommenden Grippesaison zirkulieren. Diese Stammanpassung ist für die Grippesaison 2026/2027 inzwischen abgeschlossen, wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in einer Pressemitteilung berichtet.
Pflegeversicherung im Minus: Defizit erhöht Druck auf Pflegereform
GKV-Spitzenverband warnt vor „Alarmstufe Rot“ Verbandschef Oliver Blatt sagte, die Pflege sei akut in Not. „Es herrscht Alarmstufe Rot.“ Die Politik müsse schnell handeln, denn in wenigen Monaten sei „das Geld alle“. Insgesamt sei für dieses Jahr mit 1,2 Milliarden Euro Defizit zu rechnen – und das schon mit einem Darlehen des Bundes von 3,2 Milliarden Euro. Sonst läge das „ehrliche Ergebnis“ bei minus 4,4 Milliarden Euro.