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Search ArticlesMine - Killer Plattentests.de-Rezension
Sie hat sich's verdient "Comedyclips" nennt der SWR in einem Artikel die kurzen Videos, die Mine seit einigen Monaten erstellt und als Reels auf Instagram teilt. Darin lässt sie Originalausschnitte laufen, in denen prominente Männer misogyne und frauenverachtende Statements vom Stapel lassen, und spricht das Gesagte mit meist stoischer Miene synchron mit. Das Konzept ist so simpel wie genial und entlarvt, dass Alphamann-Ideologien nicht erst von Andrew Tate und Konsorten erfunden wurden.
Dottie Andersson - Andersson funeral home
Grinsen nach dem Donner Dottie Andersson ist eine faszinierende Person. Folgt man der Schwedin, die in Berlin lebt, auf einschlägigen Social-Media-Portalen, versteht man viel und wenig zugleich – aber wird gut unterhalten.
The Warning - Everything's falling
When the hurlyburly's done Auch als Fan hat man es ja bisweilen nicht leicht. Geschätzte Bands bleiben trotz hartnäckiger Werbung im Bekanntenkreis unverdient unter dem Radar der Allgemeinheit. Oder ihre Karriere wächst und gedeiht mit den Jahren. Dann werden die Bühnen größer, die Features prominenter – und die ersten Hörproben neuer Singles verlieren entsprechend an Intimität. Wie man zwischen diesen leicht überzeichneten Pfaden einen respektablen Mittelweg finden kann, zeigen The Warning.
Personal Trainer - Human assholes
Warum in die Ferne schweifen? Mal angenommen, man stünde so richtig auf ein anmachendes, dynamisches und abwechslungsreiches Amalgam aus unausgeschlafener Slackermusik und gitarrenbetontem (im Zweifelsfall gerne Akustik- gegenüber E-Gitarre im Vordergrund) Alternative Rock? Na, da würde man doch zunächst nach Großbritannien und in die Vereinigten Staaten von Amerika blicken.
Untitled With Drums - Made flesh
Bitte freimachen Gallien ist als Ganzes geteilt in drei Teile. Einen bewohnten die Belger, den zweiten die Aquitanier und den dritten die, die sich in eigener Sprache als Kelten bezeichneten und von den Römern Gallier genannt wurden. Aus Uderzos gallischem Dorf wissen wir, dass es damals keine Grenzen der Fantasie in Sachen Namensgebung gegeben hat.
Phoebe Bridgers - Lost weekend
Nach dem Ende Nach "Punisher" war Phoebe Bridgers überall und nirgends. Mit Boygenius gewann sie Grammys, spielte bei Taylor Swift, tauchte bei SZA und The National auf. Nur ihr eigenes Album ließ sechs Jahre auf sich warten. In dieser Zeit starb ihr Vater, eine Beziehung ging zu Ende, eine neue begann, und Bridgers zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. "Lost weekend" ist nun das Album, auf dem diese verlorene Zeit wieder auftaucht. Die erste Single "Lost boys" liefert den perfekten Einstieg.
Mary In The Junkyard - Role model hermit
Magischer Eskapismus Experimentelle Bands schießen im Vereinigten Königreich gerade wie bunte Pilze aus grauem Boden, ob jetzt in der Londoner Windmill-Bubble oder anderen Talentschmieden. Westside Cowboy, die kürzlich mit Geese auf Tour waren, bringen sich noch in Stellung, Man/Woman/Chainsaw haben mit "Cannonball" ihr entzückend-freidrehendes, gigantisches Debüt bereits unter die Leute gebracht.
Opus Kink - The sweet goodbye
Wrack im Frack Habt Ihr eigentlich auch so viel Liebe dafür, wenn schon der Bandname exakt beschreibt, worauf man sich bei einem Album einstellen kann? Dann werden die Scheunentore Eurer Herzen für Opus Kink sperrangelweit geöffnet sein. Sinnbildlich ließe sich "Opus" lesen als das Versprechen einer Großtat, eines unskalierbaren Monstrums, einer Kopfgeburt aus fiebrig verzweigten Strängen und angefixter Ideen, jedoch mit handwerklicher Brillanz. Und als Gegenstück eben Kink.
Lambchop - Punching the clown
Samtfäuste für ein Halleluja Kurt Wagner hatte einen Plan. So wie immer, wenn Lambchop ein neues Album veröffentlichen – denn auch nach 33-jährigem Bestehen ruhen sich die US-Amerikaner nicht auf ihrem bisherigen Schaffen aus, sondern probieren mit jedem Werk etwas Neues. Die Idee für "Punching the clown" entstand, als Wagner einen ihm unbekannten Song zwischen Folk, Country und Gospel im Autoradio hörte und von dessen Einfachheit fasziniert war.
Healing Wound - Bodies of heavenly violence
Das Tor zur Hölle Wo fangen wir hier denn am besten an? Vielleicht mit einer Plattitüde. Flach spielen, hoch gewinnen: "Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck." Irgendetwas Positives muss es ja haben, jederzeit die Berliner Konzertlocations aufsuchen zu können. Eine davon hat einen sehr speziellen Ruf, der hier eigentlich nicht groß Thema sein soll, sie dient hier einfach nur als Ort. Das Berghain.