Eine Brücke entsteht normalerweise dort, wo sie später steht: über dem Tal, getragen von einem Gerüst, das vom Talboden aufsteigt. Bei den vier neuen Talübergängen der S31 bei Sieggraben war das anders. Hier wuchs das Brückendeck hinter dem Widerlager, am festen Hang, und schob sich dann in Etappen über die Pfeiler hinaus ins Leere, bis es das andere Ende des Tals erreichte. Takt für Takt, jeweils bis zu 24,5 Meter, rückte das Tragwerk so vor, im Rhythmus von rund einem Abschnitt pro Woche.