Ukraine verstehen
Online/Digital
"Ukraine verstehen" ist ein Themenprojekt des Zentrums Liberale Moderne (LibMod). Deutschland spielt für die Entwicklungen in der Ukraine eine Schlüsselrolle - sowohl in der historischen Verantwortung, als auch in der aktuellen Politik. Neben Veranstaltungen und der Website ukraineverstehen.de wollen wir aktuell, kompakt und Fakten basiert das deutsche Publikum informieren. Kommentare und Analysen pointieren unsere Haltung: Wir setzen uns für die Weiterentwicklung der demokratischen Prozesse in der Ukraine ein. Wir möchten mit unserer publizistischen Arbeit dazu beitragen, dass die demokratische Transformation in der Ukraine gelingt. Source
Actions
Media Outlet details
| Scope | International |
|---|---|
| Language | German |
| Country | Germany |
|
Similarweb UVM |
Request pricing |
|
Comscore UVM |
Request pricing |
Recent Articles
Search ArticlesDeutschlands Energiehilfe für die Ukraine im Praxistest
In der Kleinstadt Bilopillja in der Region Sumy, nahe der Grenze zu Russland, lebten vor Beginn der Großinvasion rund 16.000 Menschen, heute sind es noch 6.000 bis 7.000. Durch russische Angriffe sind nahezu alle Umspann- und Heizwerke in der Region beschädigt worden, kritische Einrichtungen der Stadt sind auf Notstromversorgung angewiesen.
"Ein zermürbender Kreislauf"
Tage endlosen Luftalarms Die russische Armee verstärkt ihre Angriffe auf die zivile, wirtschaftliche und militärische Infrastruktur der Ukraine. Neben Raketen setzt sie eine neue Generation von Angriffswaffen ein, die wegen ihres Düsenantriebs als reaktive Drohnen bezeichnet werden. Sie fliegen höher und schneller als die üblichen Shahed-Drohnen. Auch die Taktik des Beschusses hat sich geändert.
Ermittlungen der Antikorruptionsorgane verstärken Personalmangel im politischen Kyjiw
Manche Personalrochaden der ukrainischen Führung ergeben nicht nur für Außerstehende wenig Sinn, sondern sind selbst für Entscheidungsträger:innen im politischen Kyjiw kaum nachvollziehbar. Das gilt etwa für den jüngsten Umbau der Regierung Mitte Juli, der zur Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow und zu den nahezu größten Straßenprotesten im Land seit 2014 führte.
„Wir haben eine Alternative, aber die Russen haben keine“
Der Krieg der Lagerhäuser Seit Anfang Juli greift die Ukraine gezielt Lagerhäuser des russischen Onlinehändlers Wildberries an. Bis zum 12. August traf sie 20 Standorte, rund ein Fünftel der Lagerkapazitäten des Konzerns. Die Folgen sind erheblich: Wildberries gilt als kremlnah, zugleich drohen Tausenden kleinen und mittleren Händlern Verluste oder sogar die Pleite. Trotzdem fragen ukrainische Medien, wie sinnvoll diese Angriffe sind.
Grenzüberschreitender Stromhandel in der Ukraine: Preissignale und Regulierung
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und vor allem die Vollinvasion von 2022 haben die Bedeutung des grenzüberschreitenden Stromhandels für die Ukraine grundlegend verändert. Während die Ukraine im Jahr 2022 noch ein Strom-Nettoexporteur war, wurden Importe nach den systematischen russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur zu einem wichtigen Bestandteil einer sicheren Energieversorgung. Stromimporte tragen heute entscheidend zur Versorgungssicherheit bei.
Russlands ballistische Bombardements verheißen der Ukraine einen harten Winter
Ende Juli habe ich zum zweiten Mal in diesem Jahr die ukrainische Hauptstadt Kyjiw besucht. Bei meiner Reise im Februar bei zweistelligen Minusgraden und ständigen Stromausfällen herrschte noch Optimismus, den Winter beinahe überstanden zu haben. Nun ist trotz des schönen Sommerwetters und der Erfolge des ukrainischen Militärs die Stimmung deutlich gedämpfter. Das liegt vor allem an der Sorge vor dem nächsten Winter.
Die Ukraine zwischen strategischer Partnerschaft und politischer Mobilisierung in Polen
Nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Ende Mai einer Militäreinheit den Ehrennamen „Helden der UPA“ verliehen hatte, verschärften sich die ukrainisch-polnischen Spannungen, in deren Zentrum zwei verschiedene Perspektiven auf ein gewaltvolles Kapitel der geteilten Geschichte beider Länder liegt.
Verlängerter Schutz, aber nicht für alle
Mitte Juli verlängerten die EU-Staaten den vorübergehenden Schutzstatus von ukrainischen Kriegsflüchtlingen und deren Familienangehörigen um ein weiteres Jahr, bis zum 4. März 2028. Damit gingen die EU-Länder auf einen Vorschlag der EU-Kommission ein. Den Schutz auf EU-Ebene hatte der Rat der Europäischen Union im März 2022 infolge der Großinvasion zunächst für ein Jahr eingeführt und anschließend mehrfach verlängert.
Schlaglicht auf Selenskyjs Personalpolitik
Im zweiten Sommer in Folge tragen die Menschen in Kyjiw und anderen ukrainischen Städten ihren Protest gegen staatliche Entscheidungen auf die Straße. Im vergangenen Jahr wandten sie sich gegen die Einschränkung der Unabhängigkeit zentraler Antikorruptionsorgane, die Wolodymyr Selenskyj daraufhin wieder zurücknahm. Damals wie heute protestieren vor allem diejenigen, die ohnehin politisch aktiv sind und dem Präsidenten eher kritisch gegenüberstehen.
Der KI-Soldat: Werden Maschinen künftig den Menschen im Krieg ersetzen?
Am Mittag des 1. Juni 2025 hielt in der russischen Region Irkutsk, 4.000 km östlich der ukrainischen Grenze, ein Lkw an. Das Dach des Anhängers öffnete sich, von dort starteten kleine Quadrokopter-Drohnen, die zum Luftwaffenstützpunkt „Belaja“ flogen, wo sie mehrere strategische Bomber der russischen Streitkräfte zerstörten. Fast zeitgleich hielten Lastwagen in den Regionen Murmansk, Rjasan und Iwanowo an, wo sich dieses Szenario wiederholte.