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Recent Articles
Search ArticlesInhalt der Ausgabe Nr. 35 vom 27. August 2026
Leitartikel: Waffen für alle (ausser die Ukraine) Diese Woche Kommentar : Déjà-vu im Voranschlag Kommentar: Ganz im Sinne der Blochers Kommentar: Geldsegen für Konzerne Siedlergewalt im Westjordanland: Unter Belagerung Brandy Butler: «Niemand kann mir das wegnehmen» Rechtsextremismus: Im identitären Universum Migrationspolitik: Die Angst schläft nie Ebola im Kongo: Einsatz am Limit Gastbeitrag: Zwei Urteile, aber nur eine Antwort Wetterleuchten: Die Ukraine war neutral Rechtsruck in...
Durch den Monat mit Ahmed Ajil und Kambez Nuri (Teil 4) : Scheitern Sie an Ihren Ansprüchen?
Ahmed Ajil und Kambez Nuri über den Prozess, eigene Männlichkeitsvorstellungen zu hinterfragen, und warum das schmerzhaft, aber auch befreiend ist. «Ich möchte ein guter Verbündeter sein» – «Aber uns wird nicht beigebracht, die Scham auszuhalten»: Kambez Nuri und Ahmed Ajil. WOZ: Ahmed Ajil, Kambez Nuri, in Ihrem Podcast «Keshmesh» behandeln Sie als Sozialarbeiter und Forscher oft Fragen zum Thema Männlichkeit.
Filmfestival Venedig : Streit im Programm
Eine Woche vor dem cineastischen Wettbewerb wirft das Mammutprojekt eines Exilrussen seine Schatten voraus. Alles sah danach aus, als könne man die Vorberichte zum Filmfestival von Venedig mit der vertrauten Klage darüber beginnen, dass im Wettbewerb neben zwanzig Regisseuren mal wieder nur eine einzige Regisseurin vertreten sei. Dann kamen zwei Filme dazwischen.
Spatzen auf Kanonen : Teenager für eine Stunde
Was für eine Liebeserklärung an die beste Freundin: «Danke, dass du meine weisse Hose kontrollierst auf Menstruationsblut. […] Danke, dass du mit mir den Schwangerschaftstest in der Schule gemacht hast.» So singt das Mädchen, das mit rund zwanzig Gleichaltrigen auf der Bühne steht. Ihr Teenagerdasein ist an diesem Abend Programm.
Slacker : Als Faulheit Musik gebar
Simon Reynolds schreibt über Indierock zwischen 1984 und 1994, und der Film «Trainspotting» wird dreissig. Es sind Geister, die überraschend zur Gen Z führen. Der Widerwille, zu arbeiten, zu funktionieren, an eine Hypothek zu denken, gehört zu jeder anständigen Jugend. Die achtziger Jahre werden im Pop oft genauso spassbetont bunt erinnert wie das nachfolgende Jahrzehnt.
Jason Arday : Die Wahrheit der Ordnung
Alle dürfen erfolgreich sein, aber nicht alle dürfen scheitern: Das zeigt der Fall des jüngsten Schwarzen Professors an der Universität Cambridge. Jason Arday (1985–2026). Mitte August wurde der Soziologe Jason Arday tot in seiner Wohnung aufgefunden. Der 41-jährige, 2023 noch als jüngster Schwarzer Professor in der Geschichte der Universität Cambridge gefeiert, war kurz zuvor von seinem Posten zurückgetreten.
Gooning : Kommst du noch oder goonst du schon?
Wie eine Onlinebewegung rund um exzessives Masturbieren zur Bewältigungsstrategie im digitalen Kapitalismus wurde. «Gibt es überhaupt einen zeitlichen und gesetzlichen Rahmen, in dem das Internet nicht zu einem hocheffizienten Produzenten von Nischen für Selbstmordkulte wird? Ich kann es mir nur schwer vorstellen.» Es ist ein düsterer Punkt, an dem die Recherche des New Yorker Journalisten Daniel Kolitz über die Gooning-Szene landet.
Migrationspolitik : Die Angst schläft nie
Die Schweiz schafft vermehrt Geflüchtete in die Türkei aus. Mehrere Beispiele zeigen: Betroffenen droht dort die Inhaftierung gleich nach der Ankunft. Um 5.30 Uhr stand die Polizei im Haus: Nur die Solidarität der anderen Bewohner:innen des Rückkehrzentrums Ober Halden verhinderte die Ausschaffung von Dilan Ö. und ihrer Familie in die Türkei. Am Fuss des Pfannenstiels zwischen Zürich- und Greifensee liegt die Gemeinde Egg, in ländlicher Idylle zwischen Feldern der malerische Ortsteil Hinteregg.
Wetterleuchten : Die Ukraine war neutral
Anna Jikhareva nimmt lieb gewonnene Mythen auseinander Diese Woche feierte die Ukraine ihren 35. Geburtstag. In Kyjiw begrüsste Wolodimir Selenski ausländische Staatsgäste, in Berlin spannten Aktivist:innen ein Antidrohnennetz über das Brandenburger Tor; auch in Zürich wurden Blumen getragen, Reden gehalten, Lieder gesungen. Am 24.
Rechtsextremismus : Im identitären Universum
Nächste Woche stehen die Anführer der Jungen Tat in Zürich vor Gericht. Der Prozess behandelt die Vergangenheit der Gruppe – wie aber lässt sie sich heute verorten? Er sieht aus wie der geschniegelte Leserreporter eines aufstrebenden Lokalmediums.