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Articles by Anja Blum
Bestsellerautorin Annemarie Schoenle: „Tussis wird es immer geben“
Ein reicher Schnösel, eine schöne Klosterschwester, ein uneheliches Kind und ein Happy End: Das Stück „Der Lügner und die Nonne“ von Curt Goetz strotzt nur so vor Klischees, Anzüglichkeiten, altmodischen Geschlechterrollen und moralischen Fragwürdigkeiten. Trotzdem hat sich die Bestsellerautorin Annemarie Schoenle aus Poing bereiterklärt, die hundert Jahre alte Komödie für eine Theatergruppe aus der Mottenkiste zu holen und zu entstauben.
Nach plötzlichem Tod des Bürgermeisters: Grafing verabschiedet sich von Christian Bauer
Die Stadt Grafing ist vergleichsweise klein, knapp 14 000 Menschen leben dort. Trotzdem ist ihrem verstorbenen Bürgermeister nun eine Art Mini-Staatsbegräbnis zuteilgeworden. Zahlreiche Trauergäste aus Grafing und darüber hinaus erweisen Christian Bauer die letzte Ehre mit ganz großem Ornat, nicht nur mit vielen Ministranten, Kerzen und Weihrauch, sondern auch mit Fahnen, Uniformen und Schärpen, mit Orgelklängen, Popmusik sowie bewegenden Worten.
Leo Ott schafft Drohnen aus dem 3D-Drucker
Wie gut, dass die Familie von Leo Ott so viel Platz zur Verfügung hat. In einer ehemaligen Schreinerei in Moosach haben sich der Bildhauer Hubert Maier und seine Frau Maja Ott, Malerin, bereits vor rund 30 Jahren ein Refugium eingerichtet, in dem sie wohnen und künstlerisch arbeiten können. Und neuerdings gibt es dort, neben diversen Ateliers, auch eine „Raketenwerkstatt“.
Grafing: Plötzlicher Tod des Bürgermeisters schockiert die Stadt
Wie konnte das passieren? Das ist die Frage, die sich im Moment alle Grafingerinnen und Grafinger stellen. Egal, wen man fragt: Alle sind am Mittwoch fassungslos angesichts des völlig überraschenden Todes von Bürgermeister Christian Bauer (CSU). Dieser war am Dienstagabend während einer Sitzung des städtischen Bauausschusses zusammengebrochen und trotz sofortiger Versuche, ihn zu reanimieren, gestorben.
Markt Schwabener schreibt über den Überlebenskampf im Klinikbett – und im Weltraum
So richtig gut funktioniert das mit der Prothese bislang nicht. Matthias Triebel freut sich bereits, wenn sein künstlicher Arm in der passenden Position hängt. Aber die Kaffeetasse auf dem Tisch damit greifen zu können, davon ist der 53-Jährige weit entfernt. „Noch!“, sagt er und lächelt. Die neue Extremität mittels kleiner Muskelkontraktionen in der Schulter zu steuern, das sei eben genauso schwierig, wie eine völlig neue Sprache zu lernen, sagt der Markt Schwabener.
Markt Schwaben: Ebersberger Landrat hält zweite Asylunterkunft für unnötig
„Kopfschütteln, Unverständnis und Unmut“: So beschreibt der Ebersberger Landrat die Reaktionen auf eine geplante Unterkunft für Geflüchtete in Markt Schwaben. Angesichts der sinkenden Zahl von Asylsuchenden und einem bayernweiten Abbau von Unterkünften liege das Verständnis der Menschen für diese Investition „im Minusbereich“, schreibt Robert Niedergesäß in einem Brief an Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU).
Demenz: Welche Wohnform ist die beste für Patienten und Angehörige
Wenn ein Mensch an Demenz erkrankt, stellen sich für Familien schwierige Fragen: Kann das Leben zu Hause noch funktionieren? Wie lang können sich Partner und Angehörige kümmern, ohne sich komplett zu verausgaben? Ist ein Altern in Würde möglich? In Bayern leben derzeit circa 270 000 Menschen mit Demenz, Fachleute rechnen bis 2040 mit einem Anstieg auf 380 000 Betroffene. Mit der anlässlich des Welt-Alzheimertags am 21.
Defizite bei Sprache und Wutanfälle: Herausforderungen der Kitas und Eltern
Die Ergebnisse einer neuen Pisa-Studie erschüttern Deutschland. Es wird heftig über die Gründe dafür diskutiert, warum Kinder hier vor allem beim Lesen im internationalen Vergleich weit zurückliegen. Auch in Bayern sind wieder Erstklässler eingeschult worden, denen grundlegende Fähigkeiten fehlen: Frust aushalten, Konflikte friedlich lösen, mit der Schere umgehen. Und viel zu viele sprechen nicht gut genug Deutsch, um dem Unterricht folgen zu können.
Markt Schwabens Bürgermeisterin: Schulbetrieb trotz Baumängeln sicher
Passend zum ersten Schultag versichert die Bürgermeisterin von Markt Schwaben, Walentina Dahms (CSU), dass ein Aufenthalt im kommunalen Schulzentrum trotz diverser Baumängel nicht gefährlich sei. „Nach dem derzeitigen Kenntnisstand gibt es keine personengefährdenden Mängel, die einen sicheren Schulbetrieb infrage stellen“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus.
Wir bringen die Wiesn in Schwung
Von SZ-Autorinnen und -Autoren 14. September 2026 | Lesezeit: 15 Min. Es mag manche erstaunen, aber die Wiesn beginnt nicht auf der Theresienwiese. Lange, bevor die ersten Masskrüge gefüllt, die Karussells angestellt und die Zelte geöffnet werden, ist rund um München viel in Bewegung: Brezen werden gebacken, Ochsen aufgezogen, Brauereipferde gepflegt, Käse hergestellt und Senf abgefüllt.
Buchtipp: Von „Alf“ bis „Zauberwürfel“ - eine Spurensuche in den 1980er-Jahren
Die Sendung mit der Maus. Capri-Sonne. Gummitwist. Manchmal reicht ein einziges Bild oder Wort – und plötzlich ist man wieder zwölf Jahre alt. So erging es auch Erik Lenhard aus Grafing, als er im Netz über das Foto eines alten Klettergerüsts stolperte. Sofort war die Erinnerung an seine Kindheit in den Achtzigerjahren wieder da – und ließ ihn nicht mehr los. Also begann Lenhard zu schreiben.
Markt Schwaben: Bürgermeisterin blockt Diskussion um Baumängel am Schulzentrum ab
Mit Ketten versperrte Fluchtwegtüren, Unfallgefahr auf rutschigen Treppen, chronische Wasserschäden, hygienische Mängel: Um die Sicherheit der Menschen im neuen Schulzentrum Markt Schwaben ist es momentan nicht allzu gut bestellt. Deswegen hat die Fraktion Zukunft Markt Schwaben (ZMS) nun bei der Gemeinde die Einberufung einer öffentlichen Sondersitzung zur Grund- und Mittelschule beantragt.
Gesundheitsprävention in Bayern: Ist Oma nur vergesslich oder schon dement?
Senioren, die sich benehmen, als erlebten sie gerade ihren ersten Schultag? Keine Seltenheit für Lea Dütsch und ihre Kolleginnen, die an diesem Tag im Ebersberger Landratsamt zu Gast sind. Sie bieten dort Menschen ab 65 Jahren kostenlose Kurztests ihrer Gedächtnisleistung an. Und viele, die daran teilnehmen, sind sichtlich nervös. „Die Stunde der Wahrheit!“, entfährt es einer 83-Jährigen aus Vaterstetten, als sie das Zimmer betritt.
Besonderer Theaterabend: Lebensfreude trotz Parkinson
Im Grunde wusste Susanne Schmid bereits sehr genau, dass mit ihr etwas nicht stimmte, als sie vor etwa drei Jahren zum Arzt ging. „Meine Stimme wurde immer leiser, die Schrift krakeliger, mein Gang gebeugter. Ein Bein habe ich nachgezogen.“ Trotzdem war die Diagnose dann ein Schock: Parkinson. Vor mehr als 40 Jahren hat die gelernte Landschaftsgärtnerin mit ihrem Mann Werner Schmid eine Bio-Gärtnerei in Hermannsdorf bei Glonn gegründet.
Haarer Seniorin nach Schockanruf: „Sie schämt sich in Grund und Boden“
Die Liebe zu ihrem Sohn wurde einer Seniorin aus Haar zum Verhängnis: Weil kriminelle Anrufer ihr weis machten, dass das Leben ihres Sohnes in Gefahr sei, übergab die 94-jährige Erna S. ihre gesamten Ersparnisse an eine bislang unbekannten Frau.
Interview: Wie hält man durch im Ehrenamt?
Ehrenamtliches Engagement sei kein Sprint, sondern ein Marathon, sagt Berndt Lohmüller. „Dafür braucht es einen langen Atem.“ Der 76-jährige Psychiater und Psychotherapeut aus Zorneding ist selbst vielfach ehrenamtlich tätig. Er arbeitet im Vorstand der Alzheimer Gesellschaft Ebersberg mit, kümmert sich als „Refudoc“ um Asylsuchende, bringt sich bei den Grünen ein und organisiert jedes Jahr ein Tennisturnier.
SZ-Serie: Wasser bewegt: Vom Banker zum Bademeister
Wenn das keine Leidenschaft ist: Jens Drescher hat seine Stelle bei einer Bank gekündigt, um Bademeister zu werden. Seit 2022 wacht er mit Begeisterung über die Sicherheit der Badegäste im Grafinger Freibad.
Kommunales Missmanagement: Pfusch am Schulbau in Markt Schwaben
Das kommunale Schulzentrum in Markt Schwaben ist auf den ersten Blick ein schönes, modernes Gebäude – es hat den Praxistest jedoch in vielerlei Hinsicht nicht bestanden. Gerade mal ein Jahr ist seit der Eröffnung vergangen, trotzdem ziehen sich bereits erhebliche Baumängel wie ein roter Faden durchs ganze Haus. Sie reichen von rein ästhetischen Makeln über Fehlkonstruktionen mit Ekelpotenzial bis zu Mängeln, die den Schulbetrieb behindern und Kinder gefährden.
Ausbildungsplätze rund um München: Wie junge Menschen ins Berufsleben starten
Kunstschätze erhalten Am ersten Praktikumstag als Kirchenmalerin sei es passiert, sagt Nele Riefstahl. „Ich stand vor meiner ersten Fassade und wusste: Das ist es.“ Erhebend sei nicht nur die Fahrt mit den Lastenaufzug gewesen. Sie durfte auch gleich mit dem Pinsel und Silikatfarbe loslegen. „Ein Traumberuf“, sagt die 22-Jährige, die in der Meisterwerkstatt von Bernd Flassak in Wolfersdorf bei Freising ihre Ausbildung macht.
Katastrophenschutz in Bayern: Was, wenn der Wald brennt?
30 – 30 – 30. Diese Zahlenkombination kann man sich gut merken. Zum Glück. Denn sie markiert die Wetterlage, ab der Vegetationsbrände zum Inferno werden können. Temperaturen von mehr als 30 Grad, eine relative Luftfeuchtigkeit von unter 30 Prozent und eine Windstärke von mindestens 30 Kilometern pro Stunde: „Ab da wird es ganz kritisch“, sagt der Ebersberger Kreisbrandmeister Robert Wagner. „Dann gibt es eine Feuerfront, die sich unheimlich schnell ausbreiten kann.“
Feuerwehrübung im Ebersberger Forst: Was, wenn der Wald brennt?
30 – 30 – 30. Diese Zahlenkombination kann man sich gut merken. Zum Glück. Denn sie markiert die Wetterlage, ab der Vegetationsbrände zum Inferno werden können. Temperaturen von mehr als 30 Grad, eine relative Luftfeuchtigkeit von unter 30 Prozent und eine Windstärke von mindestens 30 Kilometern pro Stunde: „Ab da wird es ganz kritisch“, sagt der Ebersberger Kreisbrandmeister Robert Wagner. „Dann gibt es eine Feuerfront, die sich unheimlich schnell ausbreiten kann.“
Kein Rollen, kein Klettern: Grafing streicht „Skatertage“
Eineinhalb Monate Ferien – das ist eine lange Zeit. Doch zumindest in den ersten beiden Wochen mussten sich daheimgebliebene Familien in Grafing bislang keinerlei Sorgen machen. Schließlich lockten nicht nur die Freuden des Freibads, sondern gleich nebenan auch die coolen „Skatertage“. Doch damit ist es jetzt vorbei. Mehr als zwanzig Jahren lang hatte die Stadt in der angenehm kühlen Eissporthalle des EHC Klostersee ein Ferienprogramm angeboten.
Liedermacher und Sozialarbeiter: „Über die Musik kann ich mit schwierigen Kids kommunizieren“
„Das Tolle an Sio ist, dass er es auch etwas leiseren Kids ermöglicht, mal ihre Stärken zu zeigen.“ So fasst Tobi das Geschehen von soeben zusammen. Der 15-Jährige sitzt mit seiner Familie im Garten des Landschulheims Elkofen, das an diesem heißen Nachmittag sein Sommerfest feiert. Und zum offiziellen Programm hat auch ein musikalischer Auftritt gehört: Da konnte Tobi am Klavier glänzen, und Laurin, 16 Jahre alt, mit seiner Stimme.
Tierschutz in Ebersberg: Sture Störche trotzen der Bahn
Die Sturheit der Tiere und der Protest der Menschen haben sich gelohnt: Ein Storchenpaar bei Ebersberg hat zum zweiten Mal erfolgreich gebrütet und drei Küken großgezogen. Die Jungvögel sind bereits so groß wie ihre Eltern und unternehmen erste Flugübungen. „Sie springen in die Luft, flattern ein paar Sekunden im Wind und landen dann wieder im Horst“, erklärt Richard Straub vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) im Landkreis Ebersberg.
Bevölkerungsschutz: „Auch Unverletzte brauchen manchmal Hilfe“
Der Betreuungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) spielt eine zentrale Rolle, wenn Menschen in Notlagen geraten. Ziel dieser Helferinnen und Helfer ist es, rasch an eine Einsatzstelle zu gelangen, die Betroffenen zu beruhigen und ersten Unterstützungsbedarf zu klären. Die Betreuung ist damit ein entscheidender Baustein im modernen Bevölkerungsschutz. Die BRK-Bereitschaft in Markt Schwaben möchte sich in diesem Bereich breiter aufstellen und hat eine „Fachgruppe Betreuung“ gegründet.
Lebenshof für Tiere und Kinder: Drama um die Alte Mühle Bruck spitzt sich zu
Die Alte Mühle Bruck ist in vielerlei Hinsicht ein besonderer Ort. Der Hof im Landkreis Ebersberg dient nicht dem Ertrag von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, sondern dem Wohl von Tieren und Kindern. Pferde, die anderswo keinen Platz mehr haben, weil sie alt und krank sind, finden dort eine neue Aufgabe: jungen Menschen, die ihrerseits ebenfalls Unterstützung benötigen, in therapeutischen Angeboten zu helfen.
Graffiti-Ausstellung: Wie aus Sprayern Künstler wurden
Graffiti ist ja von Natur aus eine eher kurzlebige Kunstform. Sie findet sich an Zügen, Brücken, Hauswänden und wird meist schnell wieder entfernt. Was für ein Glücksfall also, dass Tassilo Sussmann aus Ebersberg, Jahrgang 1971, in seiner Jugend als Sprayer stets auch eine kleine Kamera dabei hatte und damit die Entstehung der Graffiti-Szene in München und Umgebung dokumentierte. Etwa 1500 Fotos umfasse seine Sammlung, sagt er beim Rundgang durch die Galerie des Ebersberger Kunstvereins.
Ebersberg: Moderner Zirkus beim Kulturfeuer im Klosterbauhof
„Jeder kann lernen, an einem Vertikaltuch hochzuklettern, selbst als Erwachsener“, sagt Karin Paulsburg und lächelt aufmunternd. „Klar, kopfüber irgendwo gehangen sind die meisten zuletzt als Kind auf dem Spielplatz – doch wenn man sich mal überwunden hat, ist das überhaupt nicht schlimm.“ Ganz im Gegenteil: Luftartistik mache Spaß und fördere „ganz nebenbei“ sowohl Kraft als auch Beweglichkeit.
Ebersberg: Kein Geld für Igel-Auffangstation
Der Wille wäre da – allein, es mangelt an Geld. Der Landkreis Ebersberg wird das Ansinnen des Bundes Naturschutz (BN), eine zentrale Auffangstation für kranke und verletzte Igel einzurichten, vorerst nicht unterstützen. Zumindest nicht finanziell. So das Ergebnis einer neuerlichen Debatte im Umweltausschuss. Angesichts seiner finanziellen Lage hat der Kreis beschlossen, bis auf Weiteres keine neuen freiwilligen Leistungen mehr zu genehmigen.
Die Münchner Schotterebene bietet Wohnkomfort bereits seit der Steinzeit
Foto: Arge Poing/oh Foto: Arge Poing/oh Weil Poing wächst, kommt die Vergangenheit zum Vorschein. Ein Rundgang über eine der größten Ausgrabungsflächen in Bayern offenbart Siedlungsstrukturen aus fünf Jahrtausenden. Archäologie Die Münchner Schotterebene bietet Wohnkomfort bereits seit der Steinzeit Foto: Arge Poing/oh Foto: Arge Poing/oh Weil Poing wächst, kommt die Vergangenheit zum Vorschein.
Geplante Reform: Was macht Bayern falsch, dass die Kita hier so teuer ist?
Weil das System der Kinderbetreuung in Bayern kurz vor dem finanziellen Kollaps steht, hat die Staatsregierung eine Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (Baykibig) angestoßen. Der Entwurf soll noch vor der Sommerpause im Landtag beschlossen werden und bereits zum Jahreswechsel in Kraft treten.
Markt Schwabens Weiherspiele und ihre schwimmenden Theaterkulissen
Die Hose des Chefs hat einen langen Riss. Ob Michael Siegert das selbst bemerkt hat? Vermutlich schon, doch um solche Nebensächlichkeiten dürfte er sich an diesem Nachmittag am Kirchweiher in Markt Schwaben kaum kümmern. Zu viele andere, dringendere Aufgaben warten auf ihn, den Vorsitzenden des Theatervereins: Absperrgitter aufstellen, Bühnenarbeiten koordinieren, kalte Getränke gegen die Hitze verteilen, Pressegespräch führen. Danach steht die erste Hauptprobe an.
Landkreis Ebersberg: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Landratsamt
Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen das Landratsamt Ebersberg, im Raum steht der Vorwurf der Untreue. Weitergehende Angaben könne man angesichts des laufenden Verfahrens allerdings nicht machen, teilte ein Pressesprecher am Freitag mit. Auch aus dem Landratsamt gibt es bislang keine genaueren Informationen: Die Behörde wisse noch nichts von dem Verfahren, sagte eine Sprecherin am Freitagnachmittag. Deswegen könne man erst kommende Woche Stellung nehmen.
Historiker-Streit: Hat Josef Wintrich NS-Verbrechen mitgetragen?
Lässt sich die Essenz eines Lebens aus Akten destillieren? Ja, natürlich, würden Historiker wohl sagen. Dass sie sich derart uneins sind über das Ergebnis wie bei dem Juristen Josef Wintrich, kommt aber vermutlich eher selten vor. Die Kernfrage ist: Welche Rolle spielte der einstige Präsident des Bundesverfassungsgerichts während der NS-Zeit? War er ein Opportunist, der sich anpasste, um Karriere zu machen? Oder war er ein Aufrechter, der sich anpasste, um im Rahmen seiner Möglichkeiten Gutes zu tun?
Verhandlung in Ebersberg: Dirty Talk mit dem LKA
Als Erwachsener ahnt man schnell, in welche Richtung sich der Chat mit „Nala“ entwickeln wird. Entwickeln soll. Wo sie sich denn gerade aufhalte, will der Mann von dem vermeintlichen Mädchen wissen, und ob es „schön warm“ sei im Bett? Was sie denn anhabe? Einen Pyjama? „Wie süß!“ Und ja, schon bald wird der Mann noch deutlicher: Ob es denn für sie okay sei, wenn er sie auf ihren Mund küsse, fragt er, und ob sie sich schon mal selbst gestreichelt habe, etwa zwischen den Beinen?
Grafinger Kneipenfest: Hits in allen Gassen
Hier knallt ein bekannter Beat aus dem Fenster, dort wabert ein vertrautes Gitarrenriff um die Ecke, überall laden lieb gewonnene Melodien zum Mitsingen ein: „Covers sind halt einfach sehr dankbar für so eine Veranstaltung“, sagt Rudi Baumann, künstlerischer Leiter des Grafinger Kneipenfests, und grinst. Schließlich sollen die Besucher an diesem Abend ganz ausdrücklich von Lokal zu Lokal ziehen.
Kuriose Orte: Baiern ist Bilderbuch-Bayern
Nein, das ist kein Schreibfehler. Wer Bayern wie im Bilderbuch erleben will, sollte einmal nach Baiern fahren. Die Gemeinde im südlichen Landkreis Ebersberg bietet alles, was das Heimatherz höher schlagen lässt: In sanft geschwungener Voralpenlandschaft reihen sich kleine Ortschaften und traditionelle Höfe aneinander. Dazwischen blühende Wiesen, Kuhweiden, Pferdekoppeln, Wälder und Felder. Nach jeder Kurve oder Steigung eröffnet sich ein immer wieder neues entzückendes Panorama.
Neue Hoffnung für die Alte Mühle Bruck
Regen über der Alten Mühle in Bruck verheißt eigentlich nichts Gutes. Wenn nämlich zu viel davon fällt, tritt ein Bach über die Ufer, überschwemmt Koppeln und Ställe. Doch die Menschen und Tiere hier haben eine besondere Art entwickelt, mit Widrigkeiten umzugehen. „Regen schenkt uns Zeit“, heißt es in einem Social-Media-Reel des Gnaden- und Therapiehofs. „Zeit füreinander.
Streit um Machtverhältnisse im Grafinger Stadtrat
Es ist gerade einmal die zweite Sitzung des neu gewählten Grafinger Stadtrats – doch schon schrammt das Gremium an seinem ersten Zerwürfnis vorbei. Aus vermeintlichen Formalien entwickeln sich dabei Fragen der Macht. Im Zentrum stehen interne Regelungen zur Arbeit des Stadtrats: eine Satzung, die unter anderem die Größe der Ausschüsse bestimmt, sowie eine Geschäftsordnung, die festlegt, nach welchem Verfahren die Sitze in diesen Ausschüssen vergeben werden.
Spitzensport in der Region: Ein Hexenkessel voller Sand
Es dauert nicht lange, dann klingelt das Telefon. „Entschuldigung, da muss ich schnell hingehen“, sagt Barthel Spranger, „das ist die Spedition“. Nach kurzem Hin und Her steht fest, wann die Palette geliefert wird. Um was für Waren es sich dabei handelt? „Das weiß ich nicht“, lautet Sprangers überraschende Antwort.
Grafing: Schuss mit Schreckschusspistole in Tiefgarage führt zu Gerichtsverfahren
Es müssen heftige, chaotische Szenen gewesen sein, die sich an einem Abend im Februar 2025 rund um den Grafinger Stadtbahnhof abgespielt haben. Zwei größere Gruppen junger Menschen sind dort aneinandergeraten, warum eigentlich, das weiß keiner mehr so genau. Jedenfalls kam es zu allerhand Aggressionen, Geschrei, Drohungen, Prügeleien, sogar Messer und Pistolen waren im Spiel, manche Beteiligten flüchteten, andere rannten hinterher.
Zu den Wolken und durch den Schlamm: Sport-Events in der Münchner Region
Sie katapultieren sich mit einem Stab über hohe Latten, laufen kilometerweit, kraulen durchs Wasser und treten in die Pedale: Für Sportlerinnen und Sportler beginnt die Saison der großen Wettkämpfe. Das hat seinen Reiz: Mit Hunderten von Athletinnen und Athleten gemeinsam an den Start zu gehen und bei Radrennen, Triathlon, Schwimmen oder Rudern die Kräfte zu messen, spornt oft zu Höchstleistungen an.
Was bei Hund und Katze gegen Zecken hilft
Gerade gestern wieder ist es passiert. Krabbelt doch so ein kleines, schwarzes – pardon – Mistvieh in Finns Nacken herum. Wie gut, dass der Mischlingshund von SZ-Redakteurin Karin Kampwerth über einen großen Anteil an weißem Fell verfügt. Denn da kann man die Zecken oft abpflücken, bevor sie sich in die Haut saugen. Bei seinem pechschwarzen Kumpel sieht das schon anders aus. Sein Frauchen schwört deshalb auf eine Kautablette, die drei Monate lang gegen das Spinnentier wirkt.
Ein Herz für alte Schachteln
Foto: Peter Hinz-Rosin Foto: Peter Hinz-Rosin Foto: Peter Hinz-Rosin Foto: Peter Hinz-Rosin Allerorts verfallen leer stehende Gebäude. Ist eine Sanierung wirklich oft zu teuer? Ein junger Immobilienunternehmer aus Vaterstetten zeigt, dass es auch anders geht. Ein Rundgang durch das denkmalgeschützte Postamt in Markt Schwaben. Lost Place Ein Herz für alte Schachteln Foto: Peter Hinz-Rosin Foto: Peter Hinz-Rosin Allerorts verfallen leer stehende Gebäude. Ist eine Sanierung wirklich oft zu teuer?
Kultur: Tour durch eine kreative Landschaft
Zu den Veranstaltungen der Gruppe Kunststoff gehört neben der Betrachtung von Kunst auch immer das Diskutieren über ihre Konzepte. Kein Wunder also, dass sich die Mitglieder nun Gedanken machen über Tradition und Innovation, über die Herausforderung „Künstliche Intelligenz und/oder künstlerische Intelligenz“. Digitale Tools versus Pinsel, Meißel und Co., menschliche Vorstellungskraft versus algorithmische Wahrscheinlichkeiten: Wie beeinflusst das alles die zeitgenössische kreative Praxis?
Grafinger Stadtrat: Nur die Frauen verlieren
Ausgesprochen harmonisch ist die erste Sitzung des neuen Grafinger Stadtrates am Dienstagabend über die Bühne gegangen. Sogar die Besetzung diverser Posten, von den Stellvertretern des Bürgermeisters bis zu den Jugend- und Seniorenvertretern, wurde geräuschlos vollzogen. Die Absprachen haben offenbar funktioniert. Vielleicht auch deshalb, weil die Machtverhältnisse in dem Gremium inzwischen alles andere als ungeklärt sind.
Ausstellung in Grafing: Zeitreise durchs Klassenzimmer
Ein Thema, bei dem wirklich jede und jeder mitreden kann, hat sich das Museum Grafing für seine nächste Sonderausstellung ausgesucht: Unter dem Titel „Von der Schiefertafel zum Whiteboard“ widmet sich die Schau der Geschichte des Schulwesens. Kurator Bernhard Schäfer hat dafür allerhand Exponate zusammengetragen, die das jahrhundertelange Bemühen um Bildung im Ort darstellen.
Wirtschaft in der Region: Streik bei Elektronikkonzern Avnet erfolgreich
Nach drei Streiktagen haben sich IG Metall und Arbeitgeber bei Avnet Logistics in Poing auf eine Einigung verständigt. Rund 350 Beschäftigte profitieren von der tariflichen Lösung, die nach 14-stündigen Verhandlungen in der Nacht auf Donnerstag erzielt wurde. „Wir haben unsere Streikziele erreicht“, sagte IG-Metall-Chefin Sibylle Wankel. Entscheidend sei die „Solidarität und Entschlossenheit“ der Beschäftigten gewesen.
Höchste Eskalationsstufe bei Avnet in Poing
Gewerkschafts-Rot ist die Farbe der Stunde im Technologiepark von Poing, denn der Widerstand ist sichtbar: Die Beschäftigten des Logistikzentrums von Avnet haben sich entschieden, die Pläne des amerikanischen, börsennotierten Elektronikkonzerns mit einem unbefristeten Streik zu beantworten.
Markt Schwaben: Unbekannte observieren Putzfrauen
Menschenleer ist der Sportpark in Markt Schwaben, wenn die Reinigungskräfte frühmorgens ab halb fünf dort ihr Werk verrichten. Zumindest normalerweise. Seit einigen Monaten nämlich haben Maria Gegner und ihre Mutter Anja von der Gebäudereinigung GSG an der Sportstätte regelmäßig Besuch. Besuch von ihnen unbekannten Männern. Mal war es nur einer, mal waren es drei. „Eine Frau war auch mal dabei“, sagt Maria Gegner.
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