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Articles by Barbara Klimke
Ukrainische Gymnastik-Weltmeisterin: Trainieren unter Bomben
Es regnete Kuscheltiere von den Tribünen. Taisiia Onofriichuk aus Kiew verließ die Matte, wie immer in den vorangegangenen Tagen, mit einem Arm voller Teddys und Stoffhasen. Kurz darauf stand sie ganz oben auf dem Treppchen in der Frankfurter Festhalle und sah gerührt und gefasst, wie die ukrainische Flagge hochgezogen wurde. Es ließ sich nur ahnen, was das für sie bedeutete.
Gymnastin Darja Varfolomeev gewinnt WM-Gold im Mehrkampf: Die Tigerin zeigt die Kralle
Nichts ist wichtiger als Kontrolle in dieser Sportart aus Grazie und Präzision. Und Darja Varfolomeev stand immer noch kerzengerade, als die Anspannung längst verflogen war. Sie gab reihenweise Interviews, nur wenn die Kameras kurz zur Seite schwenkten, lockerte sie kaum merklich die Knie. Drei Tage Konzentration und Kraftanstrengung lagen am Freitagabend hinter ihr, in denen sie Ball, Band, Reifen und Keulen unter ihren Willen zwang.
Weltmeisterin Darja Varfolomeev: Die Deutsche gewinnt in Frankfurt im Mehrkampf
Ein kleines Lächeln, mehr Gefühlsregung erlaubte sich Darja Varfolomeev am Freitagabend nicht, als die letzte Wertung der Juroren verkündet wurde. Dann sank sie doch an die Schulter ihrer Trainerin Julia Raskina-Rizzo. Sie hat sich zum dritten Mal nacheinander zur Königin der Rhythmischen Sportgymnastik gekürt: Wie voriges Jahr in Rio und 2023 in Valencia gewann sie den Mehrkampf mit den vier Handgeräten, Reifen, Ball, Keulen und Band.
Rhythmische Sportgymnastik: Darja Varfolomeev tanzt in vier WM-Finals
Nach der Qualifikation ist vor dem Wettkampf, und Darja Varfolomeev wusste, wie sie einen Teil des Abends vor dem Mehrkampffinale der Weltmeisterschaft in Frankfurt am Main verbringen würde: Die nächste Trainingseinheit stand an. Ihre Sportart, die Rhythmische Sportgymnastik, erfordert eine Artistik, die nur mit Hingabe und unendlichen Wiederholungen zu erreichen ist. 35 Stunden pro Woche in der Halle zu verbringen, ist nicht die Ausnahme, sondern eher das Minimum.
Rhythmische Sportgymnastik: Darja Varfolomeev tanzt in vier WM-Finals
Nach der Qualifikation ist vor dem Wettkampf, und Darja Varfolomeev wusste, wie sie einen Teil des Abends vor dem Mehrkampffinale der Weltmeisterschaft in Frankfurt am Main verbringen würde: Die nächste Trainingseinheit stand an. Ihre Sportart, die Rhythmische Sportgymnastik, erfordert eine Artistik, die nur mit Hingabe und unendlichen Wiederholungen zu erreichen ist. 35 Stunden pro Woche in der Halle zu verbringen, ist nicht die Ausnahme, sondern eher das Minimum.
Darja Varfolomeev bei der WM: Eine Gymnastin, wie es in Deutschland noch keine gab
Darja Varfolomeev tanzt auf der Matte. Und sie tanzt jetzt auch durch den Bewertungskatalog ihrer Sportart, den Code of Points. Vor Kurzem hat sie ein Element erfunden, das nach ihr benannt ist und offizielle Anerkennung der Juroren der Rhythmischen Sportgymnastik (RSG) gefunden hat. Es geht so: Sie dreht auf einem Bein eine Pirouette, hält den Oberkörper waagerecht, spreizt das andere Bein nach oben und zieht den Fuß von hinten mit der Hand an den Hinterkopf. Für normale Menschen unmöglich.
DESG: Eskalation auf dem Eis
Es braucht Mut, Bundeskaderathlet zu sein. Nicht nur, um auf schmalen Kufen mit Geschwindigkeiten um 50 km/h um die Kurven zu jagen. Sondern auch, um sich auf einen Stuhl zu setzen, wenn die Kamera läuft, und über seine Wahrnehmung von Entscheidungen im Verband zu reden. „Ich fühle mich eingeschüchtert, ich fühle mich bedrängt“, sagte ein Eisschnellläufer vor mehr als einem Monat in einem Bericht der ARD. Ein zweiter fühlte sich „niedergemacht“.
DESG: Einschüchterung von Athleten? Eskalation auf dem Eis
Es braucht Mut, Bundeskaderathlet zu sein. Nicht nur, um auf schmalen Kufen mit Geschwindigkeiten um 50 km/h um die Kurven zu jagen. Sondern auch, um sich auf einen Stuhl zu setzen, wenn die Kamera läuft, und über seine Wahrnehmung von Entscheidungen im Verband zu reden. „Ich fühle mich eingeschüchtert, ich fühle mich bedrängt“, sagte ein Eisschnellläufer vor mehr als einem Monat in einem Bericht der ARD. Ein zweiter fühlte sich „niedergemacht“.
Serena Williams startet mit Schwester Venus im Doppel in Wimbledon.
Im Haus von Serena Williams gibt es eine Schatzkammer. Vor einigen Jahren hat sie die Tür für das Kamerateam eines Architekturmagazins geöffnet. Der überraschend lichte Raum barg ihre Gold- und Silbersammlung, angehäuft in drei Dekaden als Profisportlerin: Regal an Regal mit Pokalen, 77 allein als Einzelspielerin, darunter eine Auswahl der Repliken ihrer 23 Grand-Slam-Trophäen. Braucht sie wirklich mehr davon? Sie spiele Tennis, um zu gewinnen, hat Serena Williams früher betont.
Comeback von Serena Williams: Kurzauftritt in Berlin
Kurz hielt sie inne auf dem Weg hinaus, malte ein paar Autogramme auf die Bälle und Zettel von Kindern, dann war sie aus dem Stadion verschwunden: Der mit Spannung erwartete Auftritt von Serena Williams beim Berliner Rasentennisturnier dauerte nur anderthalb Stunden, sie unterlag im Doppel mit der Tschechin Karolina Muchova 4:6, 4:6 gegen das Duo Giuliana Olmos (Mexiko) und Erin Routliffe (Neuseeland).
French-Open-Sieger: Alexader Zverev veränderte alles – aber nicht sein Team
Das Stadion hatte sich schon geleert, als sich Alexander Zverev, den Pokal auf dem Knie, mit seinem Vater und Trainer, mit Bruder, Mutter, Oma, Physiotherapeut, Sparringspartnern, Assistenten und bestem Freund den Fotografen stellte. Auch drei Hunde, samt Dackel Mishka, mussten mit aufs Bild. Und doch war es weniger ein Familienfoto als ein Abbild einer geschäftlichen Erfolgsgemeinschaft: „Wir sind endlich Grand-Slam-Sieger“, rief Zverev seinem Anhang nach dem Matchball zu.
French-Open-Sieger: Alexander Zverev veränderte alles – aber nicht sein Team
Das Stadion hatte sich schon geleert, als sich Alexander Zverev, den Pokal auf dem Knie, mit seinem Vater und Trainer, mit Bruder, Mutter, Oma, Physiotherapeut, Sparringspartnern, Assistenten und bestem Freund den Fotografen stellte. Auch drei Hunde, samt Dackel Mishka, mussten mit aufs Bild. Und doch war es weniger ein Familienfoto als ein Abbild einer geschäftlichen Erfolgsgemeinschaft: „Wir sind endlich Grand-Slam-Sieger“, rief Zverev seinem Anhang nach dem Matchball zu.
Varfolomeev schließt die Lücke in der Vita
Elf Weltmeistertitel hat Darja Varfolomeev schon ertanzt mit Ball, Reifen, Band und Keulen. Olympiasiegerin ist sie außerdem. Was ihr fehlte bis zum Wochenende, war ein kontinentaler Triumph im Mehrkampf, und auch diese kleine Lücke in der Vita der immer noch erst 19 Jahre alten Gymnastin aus Schmiden ist jetzt geschlossen.
Parasport: Ein bitterer Umweg über Lanzarote
Die deutschen Para-Leichtathleten fliegen im November außerplanmäßig auf die Kanaren. Die Gruppenreise stand ursprünglich zwar nicht im Terminkalender, allerdings war auch nicht vorauszusehen, dass die Europameisterschaft so spät ersatzlos gestrichen wird. Bundestrainerin Marion Peters suchte deshalb nach Alternativen. Ein Lehrgang auf Lanzarote ersetzt also den Saisonhöhepunkt.
Absage der EM der Para-Leichtathletik: „Sie kriegen es nicht auf die Kette“
Die deutschen Para-Leichtathleten fliegen im November außerplanmäßig auf die Kanaren. Die Gruppenreise stand ursprünglich zwar nicht im Terminkalender, allerdings war auch nicht vorauszusehen, dass die Europameisterschaft so spät ersatzlos gestrichen wird. Bundestrainerin Marion Peters suchte deshalb nach Alternativen. Ein Lehrgang auf Lanzarote ersetzt also den Saisonhöhepunkt.
Tennisspielerin Eva Lys: Gegen alle Widerstände
Tennisspielerinnen kennen eine Reihe guter Gründe, ihren persönlichen Auftakt zur Sandplatzsaison nach Stuttgart zu verlegen. Im Südwesten Deutschlands lässt sich auch an kühlen Apriltagen die Rutschfestigkeit des roten Ziegelmehlbelags ohne Daunenweste unter dem Hallendach ausprobieren. Nicht unwichtig ist auch der Hauptpreis, der am Kopfende der Centre Courts geparkt ist: in diesem Jahr ein Cabriolet in Zitronenfaltergelb.
Grand Prix in Stuttgart: Eva Lys dreht verloren geglaubtes Match gegen Badosa
Tennisspielerinnen kennen eine Reihe guter Gründe, ihren persönlichen Auftakt zur Sandplatzsaison nach Stuttgart zu verlegen. Im Südwesten Deutschlands lässt sich auch an kühlen Apriltagen die Rutschfestigkeit des roten Ziegelmehlbelags ohne Daunenweste unter dem Hallendach ausprobieren. Nicht unwichtig ist auch der Hauptpreis, der am Kopfende der Centre Courts geparkt ist: in diesem Jahr ein Cabriolet in Zitronenfaltergelb.
Rudern: Oxford triumphiert mit Lilli Freischem im Boat Race
Im vergangenen Jahr saß sie noch im Verliererboot, am Samstag nun hat Lilli Freischem, 26, aus Köln im Oxford-Achter Wind und Wellen besiegt sowie ihre im Cambridge-Achter rudernde jüngere Schwester Mia geschlagen. Es war ein lang herbeigesehnter Triumph in dem Traditionsduell der Elite-Universitäten, der erste seit acht Jahren für Oxfords Frauenteam, und für die Ruderinnen im dunkelblauen Boot deshalb eine Erlösung.
28. Spieltag der Bundesliga: Neun-Tore-Spektakel in Leverkusen, Fairplay in Hamburg
Der Samstag des 28. Bundesliga-Spieltags war einer mit mehr Geschichten, als sich hier auf die Schnelle erzählen lassen. Von wegen Osterruhe, von wegen Besinnlichkeit. Tore gab es, und zwar zuhauf. Allein neun Stück erlebten die Zuschauer in Leverkusen, wo Bayer gegen Wolfsburg ein bemerkenswertes Comeback hinlegte. Und fünf waren in Freiburg zu bestaunen, wo die Bayern ein Comeback in letzter Minute schafften. An der Spitze ist in der Liga also weiter alles klar, aber dahinter?
Ruder-Klassiker Boat Race: Kölner Schwestern beim Schlagabtausch
Morgens um 5.52 Uhr fährt die Bahn von Cambridge nach Ely, die Verbindung, sagt Mia Freischem, ist stadtbekannt. Denn das ist der tägliche Frühzug, den die Ruderer nehmen, um auf dem Flüsschen Great Ouse zu trainieren. Um neun Uhr sind sie zurück, pünktlich zum Vorlesungsbeginn. Ungefähr zur selben Zeit sitzt Lilli Freischem in Oxford in einem Minibus, das Bootshaus in Wallingford liegt zwanzig Autominuten entfernt.
Eiskunstläuferin Kaori Sakamoto: Eine Rose als Vermächtnis
Es sind nicht nur die Sprünge, die entscheiden. Die große Kunst des Eislaufs besteht darin, auch den richtigen Ton zu finden. Keiner Frau gelang das in den vergangenen Jahren so meisterhaft wie der fabelhaften Kaori Sakamoto aus Japan, die ihre Karriere mit dem vierten Weltmeistertitel ausklingen ließ, zu Patricia Kaas’ Interpretation von Edith Piafs „La vie en Rose/Non, je ne regrette rien“.
Eiskunstläufer Ilia Malinin: Gold in der Therapiekür
Es gibt eine Grenze, auch für Weltrekordler. In Prag, beim letzten Wettkampf der Saison, hat Ilia Malinin eine Bilanz seines professionellen Schaffens gezogen. „In den letzten Jahren habe ich so viel für meinen Sport getan“, hat er gesagt. „Jetzt ist es Zeit, dass ich meinen eigenen Weg gehe, an mich denke und mal tue, was ich möchte.“ Es sind Sätze wie man sie sonst von Menschen hört, die im Alter auf ihr Lebenswerk zurückblicken.
Eiskunstlauf-Weltmeister Hase/Volodin: Auf der Höhe ihrer Kunst
Ein Tanz auf Messers Schneide, nichts anderes ist Eiskunstlauf. Die Kunst besteht darin, zu vergessen, dass man sich auf Glatteis bewegt, dass man auf einer scharfen Kante springt und balanciert. Loszulaufen, ohne einen Gedanken an Sturz und Risiko zu verschwenden, „ohne Angst vor Fehlern“, wie Minerva Hase sagt, ist die schwierigste Aufgabe. Wenn es gelingt wie am Donnerstag, als sie mit Nikita Volodin übers Eis zu schweben schien, können Paarläufer Weltmeister werden.
Trump und die Eishockey-Olympiasiegerinnen: Warum die US-Frauen dem Weißen Haus fern blieben
Die Absage war höflich und formvollendet formuliert: Aufrichtig dankbar sei das Eishockeyteam für die Einladung, der Rede des Präsidenten zur Lage der Nation beizuwohnen. Bedauerlicherweise aber, so hieß es, machten anderweitige, frühere getroffene Verpflichtungen akademischer und professioneller Natur im Nachgang der Olympischen Spiele eine Anwesenheit der Spielerinnen unmöglich.
Podcast zu Olympia: Wie diese Spiele die Defizite des deutschen Sportsystems zeigen
17 Tage, 116 Entscheidungen, 349 Medaillen – und nun sind sie vorbei, die 25. Olympischen Winterspiele, die so viele und vielseitige Geschichten geliefert haben. Was bleibt hängen von dieser Edition in Italien? Wie sind diese Winterspiele einzuordnen, auch im Vergleich zu den Vorgängern in Sotschi, Pyeongchang und Peking? Welche Athletinnen und Athleten ragen heraus? Was lässt sich aus 2026 für die olympische Zukunft schließen?
Johannes Lochner im Viererbob: Letzte Fahrt und noch einmal Gold bei Olympia
Am Sonntagmittag, als die Sonne an einem weiteren Prachttag in den Dolomiten hoch über den Gipfeln stand, pilgerten die Menschenmassen vom Ziel der Bobbahn ein paar Kurven den Hang hinunter. Es waren so viele gekommen wie nie zuvor in den vergangenen zwei Wochen: Freunde und Verwandte der Athleten waren darunter, Anhängerschaften in Nationalfarben, auch Kolleginnen wie Lisa Buckwitz und Laura Nolte.
Sieg für Nolte und Levi im Zweierbob: Gold für die schnellsten Freundinnen
Erst ganz zum Schluss hatte Deborah Levi eine Zehntelsekunde Verzug, aber da war sie schon im Ziel. Sie musste eine Weile am Helm nesteln, ehe sie ihn vom Kopf zog. Erst dann konnte ihr Laura Nolte endlich in die Arme fallen. Vier Jahre nach dem Olympiasieg von Peking haben die beiden besten Freundinnen im Eiskanal erneut olympisches Gold im Zweierbob gewonnen.
Verflixte vierte Plätze: Kommentar zum deutschen Abschneiden bei Olympia
Als die fabelhafte Alysa Liu ihre Schlusspirouette drehte, ehe sie den Kontrahentinnen lachend um den Hals fiel, dürfte die Fußnote in der Ergebnisliste nur wenigen Zuschauern in der Mailänder Arena aufgefallen sein. Die Kür fand ohne deutsche Beteiligung statt. Der Verband, der über Weltklasse-Paarläufer verfügt, hatte keine Einzelathletin nominiert: Im früheren Katarina-Witt-Wunderland gibt es derzeit keine herausragende Eisprinzessin mehr. Es blieb bei diesen wenigen Ausnahmen.
Bobfahren in Deutschland: Erfolge und Dominanz
Vier Bob- und Rodelbahnen stehen in Deutschland, in Winterberg, Königssee, Oberhof und Altenberg. Mehr hat kein anderes Land zu bieten. Das ist einer der Gründe, warum die Gazetta dello Sport beim olympischen Zweierbob-Finale stöhnte: „Sempre la Germania“, immer dieselben, die Medaillen abräumen, in diesem Fall Bob Deutschland I, II und III.
Cortinas neue Bobbahn bei Olympia: Der Stolz der Ampezzini
Man kann sie noch sehen, die Relikte der historischen Bahn. Oben am Berg stehen letzte Betonteilstücke im Gelände, überwuchert, teilweise zugewachsen und mit Moos bedeckt. „Die Natur hat sich das zurückgeholt“, sagt Mike Richter vom Ingenieurbüro IBG und Partner aus Leipzig.
Cortinas neue Bobbahn bei Olympia: Erst Ruine, dann Streitfall, jetzt Vorzeigeprojekt
Man kann sie noch sehen, die Relikte der historischen Bahn. Oben am Berg stehen letzte Betonteilstücke im Gelände, überwuchert, teilweise zugewachsen und mit Moos bedeckt. „Die Natur hat sich das zurückgeholt“, sagt Mike Richter vom Ingenieurbüro IBG und Partner aus Leipzig.
Lena Dürr im Slalom: Nach einer Sekunde ist alles vorbei
Ins Ziel ist Lena Dürr am Mittwoch nicht mehr gekommen. Auch nicht zur letzten Zwischenzeit, zur vorletzten oder drittletzten. Stattdessen verschwand sie schon oben von der Piste, gleich am Anfang, direkt nach dem Start. Sie katapultierte sich in den Hang und blieb im ersten Tor mit dem Ski hängen. Ein klassischer Einfädler. „Worst case“, sagte sie später. „Eine Katastrophe.“
Olympia 2026: Dramatisches Ende im Slalom für Lena Dürr - nach einer Sekunde ist alles vorbei
Ins Ziel ist Lena Dürr am Mittwoch nicht mehr gekommen. Auch nicht zur letzten Zwischenzeit, zur vorletzten oder drittletzten. Stattdessen verschwand sie schon oben von der Piste, gleich am Anfang, direkt nach dem Start. Sie katapultierte sich in den Hang und blieb im ersten Tor mit dem Ski hängen. Ein klassischer Einfädler. „Worst case“, sagte sie später. „Eine Katastrophe.“
Gold für Bobfahrer Johannes Lochner - und auch Silber und Bronze für Deutschland
Es sind Abschiedswochen für Johannes Lochner, aber dass ihn Wehmut umwehen würde, wenn er in Cortina die letzten Male mit einem Bärensatz in den Bob springt, muss niemand befürchten. Er wisse gar nicht, was er nach der finalen Fahrt zuerst anfangen soll, hat er vor einigen Wochen wissen lassen: „Am Tag eins nach der Karriere habe ich genügend Pläne.“ Die Liste seiner unerledigten Aufgaben als Sachverständiger, Ingenieur, Programmierer sei lang.
Bobpilotin Laura Nolte: Gold verloren, Silber gewonnen
Monobob ist „kein Wettkampf für Herzschwache“, sagt Bundestrainer René Spies, das Olympiafinale auf der Bahn von Cortina war imstande, nicht nur bei den Zuschauern kurz den Puls hochzutreiben. In drei Läufen lag Laura Nolte aus Unna, 27 Jahre, in Führung. Nach dem letzten hielt sie die Hand hoch und zeigte mit Daumen und Zeigefinger einen Zentimeterabstand an: Um vier Hundertstelsekunden hatte sie Gold verloren und Silber gewonnen.
Monobob bei Olympia 2026: Nolte verliert Gold im letzten Lauf
Monobob ist „kein Wettkampf für Herzschwache“, sagt Bundestrainer René Spies, das Olympiafinale auf der Bahn von Cortina war imstande, nicht nur bei den Zuschauern kurz den Puls hochzutreiben. In drei Läufen lag Laura Nolte aus Unna, 27 Jahre, in Führung. Nach dem letzten hielt sie die Hand hoch und zeigte mit Daumen und Zeigefinger einen Zentimeterabstand an: Um vier Hundertstelsekunden hatte sie Gold verloren und Silber gewonnen.
Skirennfahrerin Lena Dürr bei Olympia: Der verflixte zweite Durchgang
Azurblauer Himmel spannte sich über die Gipfel der Dolomiten bei Cortina d’Ampezzo, den Monte Cristallo, Punta Sorapiss, Lagazuoi, die Tofanen. Die Februarsonne ließ die Piste glitzern, Schnee knirschte unter den Füßen. Es war über Nacht frostiger geworden, und wenn sich Lena Dürr einen Skitag hätte aussuchen dürfen, dann einen Prachttag wie diesen. Sie schwang ab und strahlte: „Eine Genussfahrt“, sagte Dürr.
Streng gehütete Geheimnisse: Silber und Bronze für Deutschland im Skeleton
Skeleton ist eine Geheimwissenschaft. Das liegt zum einen daran, dass nur wenige Menschen jemals bäuchlings, Kopf voran und die Nase über dem Eis, mit Geschwindigkeiten um 125 km/h durch eine Röhre geschossen sind. Erfunden haben diesen Sport übrigens vor hundert Jahren die sich im Engadin langweilenden Engländer. Ein Geheimnis bleibt Skeleton aber auch deshalb, weil alle wissenschaftlichen Erkenntnisse streng gehütet und „intern behandelt werden“, wie der deutsche Cheftrainer Christian Baude sagt.
Ilia Malinins vepatzte Kür bei Olympia: Der schwarze Tag des Eisprinzen
Erst ein paar Monate ist es her, dass Ilia Malinin einen Blick in seine Seele gab. Er war erst 20, zweimaliger Weltmeister, seit zwei Jahren ungeschlagen, und vollführte Sprünge auf dem Eis wie kein anderer. Als „Quad-God“, Gott der Vierfachen, hatte er sich einmal jugendlich-übermütig selbst bezeichnet. Inzwischen nannte ihn so die halbe Welt.
Erfolgreichste Winter-Olympioniken Deutschlands: Das siebte Gold der Doppel-Tobis
Die olympische Sause ist vorbei. Aber spätestens im März sind Tobias Wendl und Tobias Arlt zurück in den Dolomiten, nur ein paar Täler entfernt von Cortinas Eiskanal. Sie haben sich für den Sellaronda-Wintermarathon angemeldet, ein Tour-Rennen, nicht im Schlitten, sondern auf Ski. Zum einen fühlen sie sich im Alter von 38 Jahren fit wie nie. Zum anderen verbringen die beiden Familienväter erstaunlicherweise auch nach 25 Jahren abseits des Sports noch immer gern Zeit miteinander.
Olympia-Wintersportler Deutschland: Erfolge in Cortina
Es lag etwas in der Luft an diesem frostigen Abend in den Dolomiten. Ein Empfangskomitee war zum Zielbereich des Olympic Sliding Centers hochgestapft, darunter Skirennfahrinnen wie Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann. Das Finale der Rodelwettbewerbe ist immer ein Gemeinschaftserlebnis, das liegt am Format. Aber weil sich die neue Eisbahn, nachts beleuchtet, wie ein helles Band vom Berg bis an den Ortsrand schlängelt, hatte die Team-Staffel Massen an Olympiatouristen angelockt.
Olympia 2026: Rodel-Staffel holt Gold - ein besonderer Triumph für Wendl/Arlt
Es lag etwas in der Luft an diesem frostigen Abend in den Dolomiten. Ein Empfangskomitee war zum Zielbereich des Olympic Sliding Centers hoch gestapft, darunter Skirennfahrerinnen wie Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann. Das Finale der Rodelwettbewerbe ist immer ein Gemeinschaftserlebnis, das liegt am Format. Aber weil sich die neue Eisbahn, nachts beleuchtet, wie ein helles Band vom Berg bis an den Ortsrand schlängelt, hatte die Team-Staffel Massen an Olympiatouristen angelockt.
Olympia-Sieg von Skifahrerin Federica Brignone: Ein Comeback, das Italien glücklich macht
Wenn sie ehrlich zu sich war, dann hatte sie kaum daran geglaubt. Weder daran, so schnell wieder auf die Beine zu kommen, noch daran, dass sie die Knochen wieder rechtzeitig in den Skischuh zwängen würde. Und schon gar nicht, dass sie bei den Winterspielen in Italien, in ihrem Land, oben am Starthaus stehen würde: in den Dolomiten unter dem an diesem Tag von Wolken verdeckten Dreizack der Tofanen.
Eiskunstläufer Ilia Malinin: Der Engel mit dem Höllensprung
Video: NBC Olympics Video: NBC Olympics Ilia Malinin verschiebt die Grenzen des Eiskunstlaufs: Er ist der Einzige, der den schwierigsten aller Sprünge, den Vierfach-Axel, beherrscht. Annäherung an ein Phänomen. Video: NBC Olympics Video: NBC Olympics Der Engel mit dem Höllensprung Video: NBC Olympics Video: NBC Olympics Ilia Malinin verschiebt die Grenzen des Eiskunstlaufs: Er ist der Einzige, der den schwierigsten aller Sprünge, den Vierfach-Axel, beherrscht. Annäherung an ein Phänomen. 12.
Eiskunstläufer Ilia Malinin und der schwierigste Sprung: Wie ihm der Vierfach-Axel gelingt
Video: NBC Olympics Video: NBC Olympics Ilia Malinin verschiebt die Grenzen des Eiskunstlaufs: Er ist der Einzige, der den schwierigsten aller Sprünge, den Vierfach-Axel, beherrscht. Annäherung an ein Phänomen. Video: NBC Olympics Video: NBC Olympics Der Engel mit dem Höllensprung Video: NBC Olympics Video: NBC Olympics Ilia Malinin verschiebt die Grenzen des Eiskunstlaufs: Er ist der Einzige, der den schwierigsten aller Sprünge, den Vierfach-Axel, beherrscht. Annäherung an ein Phänomen. 12.
Eitberger und Matschina gewinnen Silber im Doppelsitzer bei Olympia
Zum vierten Mal nacheinander haben Tobias Wendl und Tobias Arlt bei Olympischen Spielen das Treppchen betreten. Und als sie das weiße Hermelin-Plüschtier in Empfang genommen hatten und die Medaillen vom Hals baumelten, nahmen sie die Plakette in die Hand und schauten noch einmal genau hin: Sie hatten einen recht ungewöhnlichen Bronze-Schimmer.
Olympia 2026: Zwei Medaillen bei den Doppelsitzern - eine ist historisch
Zum vierten Mal nacheinander haben Tobias Wendl und Tobias Arlt bei Olympischen Spielen das Treppchen betreten. Und als sie das weiße Hermelin-Plüschtier in Empfang genommen hatten und die Medaillen vom Hals baumelten, nahmen sie die Plakette in die Hand und schauten noch einmal genau hin: Sie hatten einen recht ungewöhnlichen Bronze-Schimmer.
Emma Aicher bei Olympia: Sie hält die Balance und wirft Ballast ab
Manche nehmen ihn mit ins Bett, bei anderen liegt er auf dem Nachttisch. Wieder andere hängen ihren Klumpen Edelmetall am Band im Zimmer an den Türhaken. Und was macht Emma Aicher, 22, mit ihren Silbermedaillen nach den Rennen, wenn der Trubel, die Gratulationen, die Feierei beginnen? Sie übergibt sie am Abend dem langjährigen DSV-Pressesprecher und Teambegleiter.
Emma Aicher bei Olympia: Schon zweimal Silber geholt - und heute beim Super-G?
Manche nehmen ihn mit ins Bett, bei anderen liegt er auf dem Nachttisch. Wieder andere hängen ihren Klumpen Edelmetall am Band im Zimmer an den Türhaken. Und was macht Emma Aicher, 22, mit ihren Silbermedaillen nach den Rennen, wenn der Trubel, die Gratulationen, die Feierei beginnen? Sie übergibt sie am Abend dem langjährigen DSV-Pressesprecher und Teambegleiter.
Rodel-Gold für Julia Taubitz: Sie hat den Drachen besiegt
Um 19.11 Uhr am Dienstagabend stieß sich Julia Taubitz ab im Startbereich. Von da aus ging es direkt in die enge Kurve Sento, dann ins Labyrinth, in die Belvedere, die Antelao, benannt nach einem Gipfel der Dolomiten, hinein in die Cristallo. Weiter und weiter einem ungewissen Ausgang entgegen. Dreimal schon war Taubitz in diesem Einsitzer-Rodelwettbewerb durch die Pista Olimpica Eugenio Monti gerast, einmal mit Bahnrekord.
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