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Theologie als Wissenschaft lebt von Voraussetzungen, die sie selbst nicht garantieren kann. Deren Essenz versteht sich als eine axiomatische Ewigkeitsentscheidung zugunsten des der Theologie vorgegebenen Wertegehalts ihrer grundlegenden Thesen. Mit dieser sprachlichen Anlehnung an Ernst-Wolfgang Böckenförde gilt für eine verantwortliche Theologie Gleiches wie für den freiheitlich-säkularen Staat: die Bindung ihrer Freiheit an vorpositive Werte.
Bereits heute sehen viele Gläubige in Benedikt XVI. einen Kirchenlehrer der Moderne. Auch wenn das Urteil darüber wohl erst der Kirche der kommenden Generationen zustehen mag, ist das Empfinden, das sich darin ausdrückt, nachvollziehbar. Mehr noch, es ist in der Tat berechtigt. Ein vertiefter Blick in die schier unbegrenzt anmutende Lehr- und Verkündigungstätigkeit als Professor, Bischof und Papst lässt dafür zwei charakteristische Säulen erkennbar werden.
Das kirchliche Gesetzbuch betont, dass zum Empfang der Sakramente unter anderem eine „rechte Disposition“ gehört. Darunter ist eine Haltung zu verstehen, die der Würde des Sakraments entspricht. Sie umfasst sowohl die Bereitschaft zu einer bewussten Vorbereitung als auch die Einsicht in das unverdiente Heilshandeln Gottes, das im Sakrament greifbar wird.
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