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Articles by Conrad Seidl
Seidl über die SPÖ: „Eine Arbeiterklasse als solche gibt es nicht mehr“
In der SPÖ dreht sich derzeit vieles um Parteispitze, Funktionen und interne Machtverhältnisse. Doch damit ist das eigentliche Problem noch lange nicht gelöst. Conrad Seidl sieht die Krise wesentlich tiefer: Der Sozialdemokratie geht jene gesellschaftliche Verankerung verloren, auf der sie einst ihren politischen Erfolg aufgebaut hatte. Früher reichte das rote Umfeld weit über die Parteiorganisation hinaus.
SPÖ in der Krise: Wie lange hält die Regierung noch durch?
Ist der Machtkampf in der SPÖ tatsächlich vorerst beigelegt oder beginnt die Debatte um die Parteispitze schon bald von Neuem? Im Mittelpunkt der Sendung stehen die neue Führungsstruktur der Sozialdemokraten und die Frage, welchen Kurs die Partei künftig einschlagen wird. Die Unruhe beim Koalitionspartner setzt zugleich die ÖVP unter Druck. Wie lange kann die Zusammenarbeit in der Bundesregierung unter diesen Voraussetzungen funktionieren?
Beer trophy 2024: Falstaff jury selects the best beers
The Falstaff Beer Trophy 2024 reveals the best of the best. Once again this year, a panel of experts met for a blind beer tasting in the Falstaff tasting room in Vienna. Following the tradition of recent years, Roland Graf presided over the panel tasting.
Die 24 beliebtesten Bierlokale in Wien
Entdecken Sie die traditionsreiche Bierkultur Wiens mit einer Auswahl unserer beliebtesten Bierlokale. Ob Helles, Pils oder Weizenbier – Die Bierkultur in Wien ist reichhaltig und tief verwurzelt mit einer langen Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Die Stadt beherbergt eine Vielzahl von gemütlichen Biergärten, traditionellen Brauhäusern und modernen Craft-Brauereien.
Das sind die Top 10 Breweries in Wien
Die Stadt Wien bietet Besucher:innen oft nicht nur ein hohes Maß an Kultur oder Geschichte, sondern besitzt auch eine abwechslungsreiche Kulinarik. Das gilt sowohl für Speisen als auch für Getränke, nicht nur die Weinszene, sondern auch besonders die Braulandschaft Wiens hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Renaissance erlebt, wobei die Braumeister ihre traditionellen Wurzeln wiederentdeckt und innovative Wege beschritten haben.
Mehr als nur Wiener Lager: Wiens Biervielfalt
Die Wiener Brauer haben sich ihrer Geschichte besonnen und den Stil wiederbelebt, der die Stadt in der Bierwelt verankert hat. Aber das ist nur ein kleiner Ausschnitt der aktuellen Biervielfalt. Wenn man als Wiener vor drei Jahrzehnten die Bierwelt bereist hat, dann wurde man gelegentlich um die Meinung zu einem rötlichbraunen, vollmundigen und elegant gehopften Bier gebeten, das einem der Braumeister stolz als »Vienna Lager« präsentiert hat. Nun, schmeckt das so, wie bei euch daheim? Nein, leider.
Mehr als nur Wiener Lager: Wiens Biervielfalt
Die Wiener Brauer haben sich ihrer Geschichte besonnen und den Stil wiederbelebt, der die Stadt in der Bierwelt verankert hat. Aber das ist nur ein kleiner Ausschnitt der aktuellen Biervielfalt. Wenn man als Wiener vor drei Jahrzehnten die Bierwelt bereist hat, dann wurde man gelegentlich um die Meinung zu einem rötlichbraunen, vollmundigen und elegant gehopften Bier gebeten, das einem der Braumeister stolz als »Vienna Lager« präsentiert hat. Nun, schmeckt das so, wie bei euch daheim? Nein, leider.
»EI PII EY« – oder die Revolution der Bierszene - Falstaff
Erfolg hat bekanntlich viele Väter. Und beim Erfolg, den das India Pale in den letzten fünf Jahrzehnten in der internationalen Bierszene verbuchen konnte, können eine Reihe ganz unterschiedlicher Männer die Vaterschaft für sich beanspruchen.
Kunasek krempelt Heeresorganisation um
Weniger hohe Kommanden, dafür mehr Kapazität bei der Katastrophenhilfe in den Bundesländern.Wien – Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) hat den Generalstab am Mittwoch angewiesen, die Heeresorganisation neu zu strukturieren.
AUVA-Zerschlagungspläne der Regierung: Unfall-Verunsicherung
Türkis-Blau will bei der Unfallversicherung sparen – und riskiert damit, dass der Unfallschutz durchlöchert wirdHistorisch betrachtet ist die Unfallversicherung der älteste Teil der Sozialversicherung: Wer einen Dampfhammer betreibt, so dachten die Politiker im 19. Jahrhundert, der setzt seine Mitarbeiter einer besonderen Verletzungsgefahr aus.
Fall Skripal: Ursprung von Chemiewaffen schwer zu beweisen
Oberst Johann Aigner, ABCAbwehrexperte des Bundesheers, sagt dem Standard ganz klar: "Ich würde mir das nicht zutrauen." Im Fall der gegen den Ex-Agenten Sergej Skripal in Salisbury eingesetzten Substanz Nowitschok gilt als sicher, dass es sich um eine noch in der Sowjetunion entwickelte Substanz handelt. Chemiker verweisen aber unter Zusicherung ihrer Anonymität darauf, dass ein Labor, das eine solche Substanz identifiziert hat, diese auch selbst herzustellen in der Lage sein muss.
Cartellverband gedenkt seiner Opfer im Nationalsozialismus
Und das gelte nicht zuletzt in der Haltung zum Nationalsozialismus: "Schon zehn Jahre bevor Hitler in Deutschland an die Macht gekommen ist, am 21.
ÖVP hält SPÖ in Umfrage weiter auf Distanz
Altbundeskanzler Christian Kern liegt in der Kanzlerfrage zwölf Punkte hinter Amtsinhaber Sebastian KurzLinz – Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat in der – theoretischen – Kanzlerfrage weitere Punkte gegen seinen Amtsvorgänger Christian Kern (SPÖ) gewonnen. Mit 38 Prozent liegt Kurz deutlich besser als zu Jahresbeginn, während Kern in den letzten Wochen auf 26 Prozent zurückgefallen ist.
Aprilscherze als Brauchtum des derben Humors
Dass das in unserer Kultur gerade am 1. April passiert, hat womöglich mit der Überlieferung zu tun, dass der 1. April der Geburtstag (nach anderer Lesart der Todestag) des Judas Ishkarioth, der Jesus an die Römer ausgeliefert hat, sein soll. Der Tag wäre demnach ein Unglückstag. Und weiterem Unglück beugt man vor, indem man sich mit Humor wappnet.
In Österreich glauben mehr Menschen an Esoterik als an Gott
"Die Glaubenswelt der Österreicherinnen und Österreicher ist von großer Beliebigkeit geprägt. Jeder pickt sich heraus, woran er gerne glauben will – und hält sich dabei wenig an die Vorgaben der Religionsgemeinschaften. Selbst von denen, die sich in der Kirche engagieren, glauben nur drei Viertel, dass es ein Leben nach dem Tod gibt", sagt Werner Beutelmeyer, Chef des Linzer Market-Instituts, das jedes Jahr eine Osterumfrage für den Standard durchführt.
Bundesheer: Zu wenige Helikopter, zu wenige Piloten, zu wenig Geld
Die neue Soko des Bundesheeres soll wegen der veralteten Saab und der teuren Eurofighter einmal mehr den allfälligen Bedarf an neuen Abfangjägern, also Überschallflugzeugen, überprüfen, nicht jedoch die Effizienz der Helikopterflotte. Fest steht allerdings, dass die 22 Alouette 3, die unter anderem auch zu Bergeflügen von Zivilisten im Gebirge herangezogen werden, ab 2023 am Boden bleiben müssen.
Heer hofft auf mehr Geld für Hubschrauber
Wien – Kaum hat Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) sein Budget erstellt – schon stehen einige Ressortchefs um Nachverhandlungen an. Der Erste in dieser Reihe: Mario Kunasek (FPÖ). "In den nächsten Wochen" will der Verteidigungsminister mit dem Wächter über die Staatsfinanzen in "intensive Gespräche" eintreten, um Sondermittel für das Bundesheer herauszuholen – vor allem für die betagte Hubschrauberflotte des Bundesheeres, die es zu erneuern gilt.
Schlechte Noten für SPÖ-Chef Kern als Oppositionsführer
Das habe auch damit zu tun, dass der Ex-Kanzler in seiner früheren Rolle viel stärker geglänzt hat: In der Bundeskanzler-Direktwahlfrage hatte Kern in seiner besten Zeit vor einem Jahr 39 Prozent – jetzt sind es immer noch 26 Prozent, "da ist der Schluss zulässig, dass Kern viel eher die Kanzlerschaft als die Oppositionsführung zugetraut wird. Kern kann Kanzler, das hat er ja auch schon bewiesen. Die Leute fragen sich aber: Kann er auch Oppositionschef?", sagt Pfarrhofer.
Van der Bellen gilt nur für 52 Prozent als moralische Autorität
Nach gut einem Jahr im Amt hatten die früheren Bundespräsidenten üblicherweise deutlich größere Teile der Bevölkerung hinter sichLinz – 14 Monate war der Bundespräsident im Amt – und zwei Dritteln der Bevölkerung gefiel er inzwischen sehr gut oder gut. Das war der Befund des Linzer Market-Instituts in einer Umfrage für den STANDARD.
Verlogenes Wehrbudget
Natürlich gäbe es Möglichkeiten, dies strukturell zu ändern: Würde das Heer konsequenter am Verfassungsgebot des Milizsystems ausgerichtet, stünden mehr Soldaten für weniger Geld zur Verfügung – was allerdings zulasten der Wirtschaft ginge. Und zweitens müsste für die Ausrüstung etwa dreimal so viel Geld in die Hand genommen werden wie jetzt.
Causa Silberstein schadete SPÖ viel weniger als vermutet
Wörtlich heißt es in der Studie: "Entgegen der Annahme, die SPÖ müsse in Folge der Causa Silberstein die schwersten Verluste hinnehmen, war die SPÖ diejenige Partei, die die Anhänger von Anfang September am besten bei sich hielt. Zusätzlich schaffte es die Partei, potenzielle Wähler der Grünen, der Liste Pilz, der Neos und von anderen Parteien von sich zu überzeugen.
Pro und Kontra: U-Ausschuss zum Verfassungsschutz
Denn bei einer Pressekonferenz oder einer Sondersitzung des Nationalrats kann Innenminister Herbert Kickl etwa lästige Fragen vom Tisch wischen oder in Donald-Trump'scher Manier als Fake-News und Verschwörung der Linken abtun – nicht aber, wenn er Parlamentariern aller Couleur stundenlang unter Wahrheitspflicht und gestützt durch Akten aus dem eigenen Ressort Rede und Antwort stehen muss.
Mindestsicherung: Trotz VfGH-Entscheids bleibt Regierung bei Plänen
Wien / St. Pölten – "Natürlich" respektiere die Bundesregierung Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofs, an den türkis-blauen Plänen ändere sich trotzdem nichts, ließen die Regierungskoordinatoren am Montagnachmittag wissen.
ÖVP legt nach Landtagswahlen weiter zu
Die ÖVP hat von den Ergebnissen der Landtagswahlen in besonderem Maß profitiert – die Grünen stehen dagegen besonders geschwächt daLinz – 33 Prozent für die ÖVP, 29 Prozent für die SPÖ und acht Prozent für die Neos in der neuesten Umfrage des Linzer Market-Instituts: Das bedeutet, dass diese drei Parteien gegenüber der Nationalratswahl im vergangenen Herbst gestärkt worden sind.Die FPÖ hat dagegen rund zwei Prozentpunkte verloren und die Grünen haben nach dem Wechsel von Eva Glawischnig zu...
Experten halten Familienbonus für EU-rechtswidrig
Antwort: Die Regierungsspitzen haben am Donnerstagnachmittag gemeinsam mit mehreren Familien samt Kindern den "Familienbonus plus" gefeiert, der am Freitag in Begutachtung geht. Bundeskanzler Sebastian Kurz und Familienministerin Juliane Bogner-Strauß (beide ÖVP) versprechen mit dieser Steuersenkung um insgesamt 1,2 Milliarden Euro, Österreich zum "familienfreundlichsten Land Europas" zu machen. Der Familienbonus ist ein Steuerabsetzbetrag von 1500 Euro pro Kind, das in Österreich lebt.
Pro und Kontra: Steuerlicher Familienbonus
Will die Regierung allen Familien – und nicht nur jenen aus ihrer Kernwählerschicht – ordentlich unter die Arme greifen, sollte sie zusätzliches Geld so ausgeben, wie das skandinavische Länder vorzeigen: für bessere Kinderbetreuung, damit Frauen Kind und Job unter einen Hut bringen können. Österreich hat da zwar aufgeholt, doch immer noch schließen Kindergärten und Co vielerorts zu oft und zu früh.
Autonomes Autofahren: Computer auf vier Rädern
Insgesamt verspricht das autonome Auto mehr Sicherheit und Komfort – und es hat kein AlkoholproblemAlkolenker hier, Raser dort. Vogelzeigen an der Kreuzung, schimpfende Fußgänger, vor denen ein Autofahrer "nur noch schnell" vorbeigefahren ist, auf dem Zebrastreifen. Angeber-SUVs im Stadtverkehr.
Nichtwähler bleiben größte politische Gruppe Tirols
Innsbruck/Wien – Vergleicht man das Ergebnis der Tiroler Landtagswahl mit jenen Wählerzahlen, die dieselben Parteien bei der Nationalratswahl in Tirol mobilisieren konnten, so gibt es fast nur Verlierer: Die Volkspartei mit Sebastian Kurz konnte im vergangenen Oktober 158.092 Tirolerinnen und Tiroler gewinnen, bei der Landtagswahl am Sonntag gab es dagegen nur 141.691 Stimmen für die Platter-ÖVP.
Bosnien und Kosovo: Truppenbesuch zeigt Lücken des Heeres auf
Pristina/Sarajevo/Tuzla – Wenn Verteidigungsminister Mario Kunasek die österreichischen Eufor-Soldaten in Bosnien besucht, werden alte Erinnerungen wach. 19 Jahre ist es her, da war der freiheitliche Politiker selbst noch ein junger Unteroffizier, hat sich zum ersten Mal zu einem Auslandseinsatz gemeldet. Da war der Krieg noch in schlimmster Erinnerung, die Unterbringung spartanisch: Kunasek nächtigte in einem Zweimannzelt, das zum besseren Schutz in einer leeren Fabrikhalle aufgestellt war.
Umfrage zeigt leichte Erholung der Grünen, Schwächeln der Liste Pilz
Würde jetzt der Nationalrat neu gewählt, käme die ÖVP auf 34 Prozent, SPÖ und FPÖ auf je 25, die Neos auf sieben und die Grünen auf fünf ProzentWien – Die Stimmung für die Regierung ist gut wie schon lange nicht mehr: Laut dem aktuellen Österreich-Trend, das der Meinungsforscher Peter Hajek für ATV erstellt hat, gibt es eine Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher, die die Arbeit der Regierung positiv einschätzen.Hajek: "Erstmalig seit 2009 wird eine Regierung und ihre Arbeit – knapp,...
Transparenz sieht anders aus
Es wäre keine Schande für die Regierung, Kritik an ihren Plänen zu dokumentieren"Ist ein Gutachten nicht gut, / kann's leicht sein, dass es verschwinden tut", sangen die Biermösl Blosn schon vor einem Vierteljahrhundert.
Grüne Neugründung: Mehr als eine Umweltpartei
Den Grünen geht es ein bisschen so wie dem Hirtenjungen in der Äsop'schen Fabel: Der hatte die Dorfbewohner ohne Not zu Hilfe gegen den bösen Wolf gerufen – und als der Wolf dann tatsächlich angegriffen hat, hat niemand mehr die Warnung ernst genommen. In ähnlicher Weise wurden jahrelang das "Waldsterben", die "Verseuchung" unserer Lebensmittel mit Gentechnik oder die "Klimakatastrophe" politisch vermarktet – bis die Menschen abgestumpft waren gegen den Alarmismus der Grünen.
Grüne suchen den Neubeginn - fast bei null
Am Rand des Treffens "Grüne Zukunft", zu dem die Parteiakademie "Grüne Bildungswerkstatt" eingeladen hat, erinnert sich Anschober an diese alten Zeiten, zieht Vergleiche, tröstet sich damit, dass man nicht ganz am Anfang steht – "aber realistischerweise muss man sagen, dass wir fünf Jahre verloren haben". Fünf Jahre, in denen die Grünen nicht im Nationalrat sitzen; fünf Jahre, in denen sich viel von der rund um die parlamentarische Arbeit aufgebauten Kompetenz wieder verlaufen wird.
"Neue Grüne" suchen ihre Themen - und einen Zugang zu ihren Wählern
Bei der Globalisierung habe man gesehen, dass sie viel zu schnell geht, bei der Digitalisierung gehe es noch schneller – mitsamt den Auswirkungen für die Menschen in Österreich. Daher müsse man diese Prozesse politisch gestalten. Wenn man die Systemfrage radikal stelle, dann komme man zu Klimawende und Verkehrswende – die grüne Regierungsbeteiligung in Wien und Tirol habe zu verbilligtem öffentlichem Verkehr geführt, "da muss man sich mal umschauen in Europa, wo man sonst so etwas findet".
Wilhelm Brauneder, Professor für Rechtsgeschichte und rechte Geschichte
Als Jörg Haider in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre versuchte, den Einfluss der Burschenschafter in der FPÖ zurückzudrängen und gegen Deutschtümelei auftrat, sagte Brauneder mit der ihm eigenen professoralen Freundlichkeit, dass auch er von Tümelei nichts halte – "so wie es eben ein Unterschied ist, ob jemand fromm ist oder ob jemand frömmelt".
Republik vs. Airbus: Auf den Eurofighter-Hersteller warten weitere Probleme
Viel lästiger könnten die Folgen von zwei Strafanzeigen in Wien und einer in Washington, D.C. sein. In den Wiener Verfahren geht es um den Verdacht des Betrugs, der Bestechung, Geldwäscherei und Untreue. Und zwar einmal beim Kauf (dieses Verfahren hatte der ehemalige Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil angestoßen) und einmal bei den Gegengeschäften (eine Anzeige von Pilz). Diese Verfahren laufen weiter, notwendige Unterlagen aus München liegen bereits in Wien.
Bislang pessimistische FPÖ-Wähler kommen Optimismus der Restbevölkerung näher
Mit der blauen Regierungsbeteiligung stieg auch die Zuversicht. 49 Prozent der Österreicher bezeichnen sich derzeit als Optimisten, 23 Prozent als PessismistenLinz – Über viele Jahre konnte man an der Frage, ob jemand Optimist oder Pessimist ist, relativ sicher vorhersagen, welcher Partei der Betreffende zuneigt: "Die Pessimisten, das waren immer die Freiheitlichen. Der Spitzenwert war im Dezember 2015 – da haben sich 61 Prozent der FPÖ-Wähler als Pessimisten bezeichnet.
Kulturgeschichte des Abhörens: Von Katzen, Wanzen und Spionen
In jedem Menschen steckt ein guter Kern. Das mag schwer zu glauben sein, wenn es sich bei dem betreffenden Menschen um einen Nazi oder Kommunisten, einen Islamisten oder einen Mafiaboss handelt. Aber der Glaube an das Gute auch im Gegner erleichtert die geheimdienstliche Tätigkeit sehr. Der Bolschewist zum Beispiel. Ist der nicht am Ende vielleicht sehr tierfreundlich?
Wanzen: Extrem lästig, peinlich, kaum auszurotten
Der Aufwand, Wanzen zu finden und zu entfernen, ist erheblich größer, man spricht von mindestens einer Stunde pro Quadratmeter eines zu säubernden Raumes. Von gefundenen Wanzen erfährt man selten – denn wer von Abhöraktionen betroffen ist, gilt in vielen Kreisen als nicht mehr vertrauenswürdig, weil Informationen unkontrolliert abfließen könnten.
Jeder Zweite glaubt, dass Regierung Reiche begünstigt
Die vielgelobte Familienpolitik der Regierung kommt vor allem bei der jüngeren Bevölkerung kaum anLinz – Beinahe jeder zweite Wahlberechtigte ist der Meinung, dass die aktuelle türkis-blaue Regierung vor allem Reiche begünstigt. Das geht aus einer in der Vorwoche durchgeführten Umfrage des Linzer Market-Instituts für den Standard hervor.
Studentenbünde: So treiben es die Burschen
Als staatsgefährdend galten sie von allem Anfang an. Das hat schon der alte Metternich gewusst, der mit den Karlsbader Beschlüssen vom August 1819 die sich eben an den Universitäten etablierenden Burschenschaften zu unterdrücken versucht hat. Denn in ihren Anfängen standen Burschenschaften für Weltoffenheit und Freiheit, was von den Herrschenden in Österreich und den Staaten des Deutschen Bundes nach den Napoleonischen Kriegen gar nicht gern gesehen wurde.
Wo die Wählerstimmen herkommen - und wohin sie wandern
Antwort: Tatsächlich haben die Grünen an Prozenten – nämlich 1,64 Prozentpunkte – und an Stimmen (20.428) verloren. Dass sie sich dennoch als Sieger fühlen, hängt damit zusammen, dass ihnen vielfach vorausgesagt wurde, sie könnten überhaupt aus dem Landtag fliegen. Das ist nicht passiert, die Grünen haben so gesehen also über die negativen Prognosen "gesiegt".
Pro und Kontra: Proporzregierungen in den Bundesländern
Wer das Wesen des Proporzes verstehen will, muss weit in die Geschichte unserer Republik zurückgehen. Muss sich in Erinnerung rufen, wie Klassenkampf und Reaktion das Klima bis hin zu Bürgerkrieg und Diktatur vergiftet haben – und muss sich auch daran erinnern, dass die österreichische Politik in den Jahren nach 1945 durchaus Lernfähigkeit bewiesen hat.
Die Abhörwanze in Straches Büro wirft viele Fragen auf
FPÖ-Chef Strache erklärte, er habe gleich nach der Angelobung am 18. Dezember seinen Generalsekretär gebeten, beim Abwehramt, einem der Nachrichtendienste des Bundesheeres, eine Prüfung seines Büros im Palais Dietrichstein am Wiener Minoritenplatz auf Abhöranlagen in Auftrag zu geben. Auch zu Oppositionszeiten habe man regelmäßig von privaten Experten derartige Untersuchungen durchführen lassen, heißt es in der FPÖ.
ÖVP Niederösterreich muss um absolute Mehrheit bangen
Market erhob auch, in welchen Bereichen sich die Niederösterreicherinnen und NIederösterreicher Verbesserungen in der nächsten Gesetzgebungsperiode wünschen. An der Spitze der Wunschliste stehen Arbeitsplätze, Ausbildung und leistbarer Wohnraum. Besonders unzufrieden sind die Befragten mit der Entwicklung des Wohnungsmarktes: Jeder Zweite meint, dass sich da die Situation in den vergangenen fünf Jahren verschlechtert hätte.
Liste Pilz: Aufmerksamkeitspolitik
Umso schmerzhafter war es für ihn, wegen Vorwürfen sexueller Belästigung aus der Bahn geworfen zu werden. Exil. Schweigegelübde. Schmerzliches Vermissen der Aufmerksamkeit. Aber auch so viele Rufe, so viele Anrufe, dass er selbst vermisst werde: Was soll denn aus seinem Projekt bloß werden, so ganz ohne ihn? Eine berechtigte Frage. Da ist kein herausragender politischer Inhalt, schon gar kein Programm auszumachen – Inhalt, Programm und Name hießen bisher Pilz. Immerhin den Namen will die Liste ändern.
Werben um eine Viertelmillion Wähler, denen die Partei abhanden gekommen ist
Daraus ist nichts geworden. Aber immerhin gab es sowohl auf Landes- als auch später auf Bundesebene Achtungserfolge und sogar Regierungssitze in drei der vier Bundesländer, in denen in diesem Frühjahr gewählt wird. Die Niederösterreich-Wahl am 28. Jänner bildet den Auftakt: Hier steht mit Johanna Mikl-Leitner an der Spitze von Land und ÖVP eine neue Listenführerin zur Wahl, nachdem sich Erwin Pröll vor nicht einmal einem Jahr zurückgezogen hat.
Die Neuerfindung der alten Verwaltungsreform
Bei der Regierungsklausur in Seggau will die Regierung den Anstoß zu einer großen Verwaltungsreform und Kompetenzneuverteilung gebenWien – Eines muss man den Bemühungen um eine effizientere Verwaltung zugestehen: Sie gebären Worte von unvergleichlicher Poesie.
Nur jeder Vierte glaubt, dass Integration von Zuwanderern gelingt
Auf die konkretere Frage, was die heimischen Wahlberechtigten für das neue Jahr erwarten, sagen nur 25 Prozent, dass es gelingen wird, "Zuwanderer in die österreichische Gesellschaft zu integrieren". Diese Erwartungshaltung hat gegenüber den Vorjahren stark abgenommen. In der Umfrage zum Jahreswechsel 2016/17 hatten noch 37 Prozent gemeint, die Integration von Zuwanderern würde gelingen.
Vier Landtagswahlen: Türkis-blaue Testwahlen
Dies umso mehr, als im Regierungsprogramm vielfach steht, was man alles "gemeinsam mit den Bundesländern" umsetzen will – was verklausuliert heißt, dass der Bund die Länder auf Linie bringen und entmachten will. Aber solcher Reformschwung ist nicht allen Wählern geheuer – nicht dem schwarzen, konservativen Kern der türkisen Wählerschaft, der nicht unbedingt experimentierfreudig ist.
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