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Articles by Eva Brutmann
Mit südsteirischem Wein in die Pariser Botschaft
Sauvignon Blanc aus der Südsteiermark trifft auf französische Weinkultur: Beim Empfang zum österreichischen Nationalfeiertag in der österreichischen Botschaft in Paris war auch das Weingut Hirschmugl vom Seggauberg (Leibnitz) vertreten. Zwischen Diplomaten, Wirtschaftsvertretern und internationalen Gästen bot sich die Gelegenheit, mit steirischem Wein auf einem der anspruchsvollsten Weinmärkte Europas auf sich aufmerksam zu machen.
Ihr Pferd kämpfte ums Überleben – jetzt hilft sie anderen
Dreimal täglich braucht Shetlandpony Shakira Augentropfen. Für seine Besitzerin, die berufstätig ist, wäre das kaum zu organisieren. Die Behandlung ist der letzte Versuch, das betroffene Auge zu retten. Andernfalls droht dessen Entfernung. Deshalb steht Shakira derzeit in Jöß (Gemeinde Lang). Hier kümmert sich Clarissa Voglmüller um Pferde, deren Versorgung über den gewöhnlichen Stallalltag hinausgeht.
Vom Pflegekind zur Landeshauptfrau: Klasnics Appell
Waltraud Klasnic war neun Jahre alt, als sie durch Zufall erfuhr, dass sie adoptiert worden war. Beim Stöbern hatte sie die Scheidungspapiere ihrer Adoptiveltern entdeckt – und damit ein Stück ihrer eigenen Geschichte. Aufgewachsen war sie bei einer Frau, die im Laufe ihres Lebens insgesamt elf Pflegekinder aufgenommen hatte. „Ich habe die beste Mutter gehabt, die es gibt.
Biber gräbt Fischteichen in Straß das Wasser ab
Seit Anfang Juli kommt kein Tropfen mehr an. Wo früher frisches Wasser in den Fischteich floss, herrscht heute Trockenheit. Zwei- bis dreimal täglich fährt Engelbert Fötsch deshalb zu seiner Fischerhütte im Wald bei Straß (Bezirk Leibnitz), um Wasser aus einem Brunnen in seinen Teich zu pumpen. Bis zu 3000 Liter schafft die Pumpe pro Stunde. Für seine Fische ist sie mittlerweile die Lebensversicherung. Seit mehr als 20 Jahren hegt und pflegt Fötsch seinen Teich.
Seit acht Monaten vermisst: Wo ist die Südsteirerin Michaela B.?
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen. Chronik Seit acht Monaten vermisst: Wo ist die Südsteirerin Michaela B.? Seit 13. Februar ist die vierfache Mutter aus St. Georgen an der Stiefing spurlos verschwunden. Ihre Familie ist verzweifelt. Neue Ermittlungen werfen immer mehr Fragen auf. © Privat Seit 13. Februar 2026 fehlt von der 48-jährigen Michaela B. aus St. Georgen an der Stiefing jede Spur.
Musikschul-Kürzungen: Südweststeirische Ortschefs uneins
Ein formloses Schreiben aus dem Büro von FPÖ-Landesrat Stefan Hermann, das die Streichung bisheriger Landeszuschüsse für Musikschulen ankündigt – und schon steht in Wildon die nächste Finanzierungsfrage im Raum. Rund 220 Kinder besuchen dort die öffentliche Musikschule. Die Gemeinde kämpfe bereits mit einem jährlichen Abgang im sechsstelligen Bereich, schildert Bürgermeister Christoph Grassmugg (ÖVP). Er sieht dringenden Handlungsbedarf: „Es ist jedem klar, dass gespart gehört“, sagt Grassmugg.
Vaters Kunst, Tochters Mode: Kreatives Duett in Deutschlandsberg
Kräftige Farben, verschlungene Linien, Formen, die erst auf den zweiten Blick etwas preisgeben. In der Stadtgalerie Deutschlandsberg hängen Bilder von Walter Sabetzer. Und gleich daneben begegnet man ihnen wieder: als Stoffprints auf Röcken, Hosen und anderen Kleidungsstücken. Was der Vater auf die Leinwand bringt, verwandelt seine Tochter Marlen in Mode. Die gemeinsame Ausstellung „natürlich“ erzählt aber auch davon, wie unterschiedlich zwei Menschen mit denselben Farben umgehen können.
Warum Holcim jetzt große Flächen in der Südsteiermark verkauft
Auf einer Waldfläche nahe Retznei stehen nach den Schäden des vergangenen Winters kaum noch Bäume, auf der anderen Straßenseite ein verpachteter Maisacker. Beide Grundstücke gehören zu Flächen, die einst im Zusammenhang mit dem Steinbruch als Ausgleichsflächen geschaffen oder erworben wurden – etwa um Eingriffe in Natur und Landschaft an anderer Stelle auszugleichen und Flächen zu renaturieren. Heute werden sie für den Betrieb des 1908 gegründeten Zementwerks nicht mehr benötigt.
Von Liebe bis zum Spitzen-BH: Kunst in Ehrenhausen
Auf dem Bild „Zuschnitt“ fehlen den Frauen die Arme. Kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung. Hinter dem Bild steckt eine Botschaft: Wie bei einem Schnittmuster, das erst durch den Zuschnitt seine Form bekommt. Leitner bringt ihre Überzeugung auf den Punkt: „Man darf sich im Leben selber entwerfen. Das darf man wirklich.“ Es ist eine von vielen persönlichen Geschichten, die die Künstlerin Romana Leitner derzeit im Ehrenhausner Gwölb erzählt.
Lebring-St. Margarethen bekommt größten beweglichen Solarpark
Noch ist es ein Acker, doch bald werden sich hier mehr als 30.000 Solarmodule mit der Sonne drehen. In Bachsdorf in der Gemeinde Lebring-St. Margarethen hat die Energie Steiermark den Baustart für die größte bewegliche Photovoltaikanlage der Steiermark eingeläutet. Rund zwölf Millionen Euro werden investiert, im Sommer 2027 soll der Solarpark in Betrieb gehen. Auf rund 20 Hektar entsteht eine Anlage mit einer Leistung von rund 19 Megawatt.
Nach Kilger-Pleite: Schloss Gamlitz öffnet sich neu
„Eine Regions-Vinothek war schon immer unser Wunsch“, sagt Bürgermeister Friedrich Partl. Im alten Gewölbe von Schloss Gamlitz bekommt er nun Gestalt: eine Vinothek, in der sich die Weine der Region verkosten, trinken und kaufen lassen. Es soll auch ein Treffpunkt für jene werden, die hier daheim sind. Noch vor wenigen Monaten bangten Brautpaare um ihre Feiern im Schloss Gamlitz.
Junge zeigen in Deutschlandsberg, was Lehre kann
Aus altem Kunststoff wird wieder Filament für den 3D-Drucker, aus Fruchtmasse entstehen gefriergetrocknete „Fruit Bites“: Wer wissen will, was Lehrlinge heute können, muss ihnen beim Erklären nur ein paar Minuten zuhören. Bei der Bildungsmesse Deutschlandsberg präsentierten junge Menschen ihre selbst entwickelten Projekte – und damit ganz nebenbei auch ihre Lehrberufe.
Nach Aufruf: Happy End für 1200 südweststeirische Legehennen
„Die Pipsi ist eine ganz Zahndürre.“ Helmut Meyer aus Schrötten in Hengsberg schaut auf einen seiner sieben Neuzugänge und schmunzelt. Sollte der Legehenne bis zum Winter noch Federkleid fehlen, ist die Sache für ihn klar: „Dann stricken wir ihr halt ein Wintermanterl", schmunzelt Meyer. Bei seiner Frau Heidelinde und ihm leben mittlerweile rund 47 Hühner – Sulmtaler, Sperber, Weiß- und Grünleger. Geschlachtet werden bei ihm keine Tiere.
Deutschlandsberg: Neue Chance für Langzeitarbeitslose
Robert spricht leise, fast zögernd. Seinen Nachnamen möchte er nicht in der Zeitung lesen, über sein bisheriges Leben nur wenig erzählen. Nur so viel: Wieder ins Arbeitsleben zurückzufinden, sei „sehr schwierig“. Vor allem Motivation und Tagesstruktur hätten ihm bis jetzt immer gefehlt. Philipp erzählt offener, auch er möchte ohne Nachnamen genannt werden. Nach längerer Krankheit und mehreren Jahren ohne Arbeit ist das Beschäftigungsprojekt für ihn „ein Wiederanfang“.
Gamlitzer Boutiquehotel erfindet sich neu
Weinkisten werden geliefert, Systeme hochgefahren, letzte Abläufe getestet. Hoch über Gamlitz ist die Aufbruchstimmung spürbar: Das Boutiquehotel „Fräulein Leni“ steht vor seinem Comeback. Seit der Winterpause war das Haus geschlossen. Nach wirtschaftlicher Prüfung hatte man Anfang 2026 entschieden, vorerst nicht mehr aufzusperren. Am 17. September folgt der Neustart – mit deutlich verändertem Konzept.
Lebensplatz für 200 südweststeirische Legehennen dringend gesucht
Astrid lässt sich gern auf den Arm nehmen und ist die „Kuschelmaus“. Heidi kommt mit nur einem Flügel bestens zurecht und Gisi legt ihre Eier gerne ins Katzenkisterl. Auf dem Hof von Angelika Höller-Schmitt und Britta Schmitt in Schrötten bei Hengsberg haben Hühner Namen, ihre ganz speziellen Eigenheiten und mitunter sogar einen Lieblingsplatz auf der Couch. Legeleistung interessiert hier niemanden.
Wenn Igelmütter ihre Jungen im Stich lassen
Schlumpfinchen wiegt gerade einmal etwas mehr als eine Tafel Schokolade. 112 Gramm brachte das Igelmädchen auf die Waage, als es mit zwei Geschwistern bei Michaela Machnitsch landete. Doch nicht nur das Gewicht war ein Problem: Das linke Vorderbein stand unnatürlich nach hinten. Für einen Igel kann das einem Todesurteil gleichkommen. „Das Vorderbein braucht er zum Überleben, um Futter und Insekten auszugraben“, sagt Machnitsch.
Warum der südsteirische Wald von morgen anders aussehen wird
Gerodete Flächen, Äste und Rindenreste: In einem Waldstück bei Heimschuh (Bezirk Leibnitz) lässt sich ablesen, wie schnell aus einem Wetterschaden ein wirtschaftlicher werden kann. Der Bestand war in den 1980er-Jahren fast ausschließlich mit Fichten aufgeforstet und danach kaum gepflegt worden. Am 20. Februar beschädigte Nassschnee rund die Hälfte der labilen Bäume. Der Waldbesitzer arbeitete zunächst nur einen Teil des Schadholzes auf.
Südsteirischer Wein zwischen Eisbergen und Eisbären
Drei Flaschen. Sicher verstaut hinter Gummizügen, falls die „Fridtjof Nansen“ einmal stärker schlingert. Georg Regele muss in seiner Kabine nicht erst aufs Etikett schauen. Sauvignon, Weißburgunder und Co. kennt er in- und auswendig. Sie kommen schließlich aus dem eigenen Weingut in Ehrenhausen. Tausende Kilometer von daheim entfernt, irgendwo vor Grönland, wirkt dieser Anblick trotzdem anders. „Für uns war das schon super“, erzählt Regele.
Diese 26-Jährige bringt Klassik ins Weingewölbe
Ein paar Takte genügen und Kristin Hütter ist abgetaucht in ihre Welt. Eben noch erzählt die 26-Jährige im Nannerl G’wölb von Erzherzog Johann Weine in Ehrenhausen vom neuen Konzertjahr, dann sitzt sie am Bösendorfer und spielt. Ottorino Respighi zuerst, später Beethoven und Albéniz. Den Sommer über hat der Flügel pausiert, vor dem Saisonstart muss er noch nachgestimmt werden. Vater Thomas kontrolliert das Instrument regelmäßig und füllt Wasser im Befeuchtungssystem nach.
Mr. Ferrari: „In Leibnitz bin ich einfach der Heri“
Herr Kasper, ausgerechnet „Mr. Ferrari“ kommt mit dem Fahrrad zum Sommergespräch. Wird Ihnen der Ferrari langsam zu viel? Das E-Bike gibt mir Ruhe. Ich fahre über die Weinberge, da kann ich abschalten. Im Ferrari bist du nie unbeobachtet, so ein Wagen zieht die Blicke immer auf sich. Das macht einen gewissen Druck. Es weiß ohnehin jeder, dass ich Mr. Ferrari bin. Ich muss das nicht ständig zeigen. Ich will jetzt mehr genießen. Sie sagen „mehr genießen“.
Moonlight-Blue, Schilcher und jede Menge „Hetz“
Moonlight-Blue mit rosa Aufschrift: Schon die heurigen Schilcherlauf-Leiberln fallen auf. „Nach 36 Jahren wird es irgendwann schwierig, eine Farbe herauszusuchen, die wir noch nicht gehabt haben“, schmunzelt Christian Skamletz, Chef des Organisationsteams. Am Samstag zieht sich das auffällige Blau wieder wie ein Band durch Stainz, wenn gelaufen, gewalkt und gefeiert wird. Zwischen 1900 und 2000 Starter erwartet Skamletz zum heurigen Schilcherlauf.
Demenz: Warum Wegschauen längst keine Option mehr ist
Eine Sonnenblume kann in diesen Septembertagen in Leibnitz mehr sagen als viele Worte. Sie ist das internationale Symbol für unsichtbare Erkrankungen und Beeinträchtigungen. Wer sie trägt, signalisiert: Ich brauche vielleicht mehr Zeit, Verständnis oder Unterstützung. Genau darum geht es beim fünften „Langen Tag der Demenz“, der in Leibnitz längst kein einzelner Tag mehr ist. Von 11. bis 28. September rückt die Stadt das Thema ins Zentrum.
„Sicherheit gefährdet“: Kos fordert Stopp des neuen Polizei-Modells
70 bis 80 Streifen weniger, mehr als 400 fehlende Journaldienststunden im Monat und kleinere Polizeiinspektionen, die an einzelnen Tagen unbesetzt bleiben könnten: Mit diesen Befürchtungen wendet sich der Leibnitzer Bürgermeister Daniel Kos in einem mehrseitigen Schreiben an Landespolizeidirektor Gerald Ortner und die Landesregierung. Sein Bezirk ist einer von fünf österreichischen Pilotregionen für das neue Dienstzeit-Management der Polizei.
Einmal im Leben: Riesen-Agave blüht in Schwarzau
Wer die Blüten der Agave im Garten der Kollmanns fotografieren will, muss hoch hinaus – sprich auf eine sehr lange Leiter. Rund sieben bis acht Meter ragt der Stängel der Pflanze inzwischen über den Garten in Schwarzau. Ganz oben leuchten die gelben Blüten – manche sind bereits am Verblühen. Für Franz Kollmann und seine Frau Eva ist es ein seltenes Schauspiel. Ihre Agave blüht heuer zum ersten – und zugleich letzten Mal.
„Veralgter“ Aldriansee: Jetzt soll ein Plan für alle Seen kommen
Sie sorgten für Gesprächsstoff: dichte Teppiche aus Wasserpflanzen auf dem Aldriansee in Tillmitsch. Badegäste versuchten, die lästigen Schlingpflanzen zumindest in den Schwimmbereichen selbst zu roden. Hitze und der stark gesunkene Grundwasserspiegel hatten das Wachstum der Makrophyten begünstigt. Nun steht fest: Mit einem einmaligen Abmähen soll es nicht getan sein. Gemeinde und Bezirkshauptmannschaft wollen ein Gesamtkonzept erarbeiten, das auch die umliegenden Seen einbezieht.
Ärzte-Engpass: Versorgungszentrum in Gleinstätten soll Lücke schließen
Es staubt, Wände fallen, Schutt wird abtransportiert. Dort, wo Generationen einst die Schulbank drückten und später Patienten auf ihren Hausarzt warteten, herrscht derzeit Baustellenbetrieb. Das historische Gebäude nahe dem Schloss Gleinstätten wird für seine neue Aufgabe umgebaut. Anfang 2027 eröffnen die Elisabethinen Graz hier ihr zweites Gesundheitszentrum in der Südsteiermark nach Leibnitz.
Fendrich vergaß sie nicht: Eine Einladung, die berührt
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen. Leute & Stars Fendrich vergaß sie nicht: Eine Einladung, die berührt Vor Jahren spielte Rainhard Fendrich für Menschen mit Behinderung in Kainbach. Nun überrascht er sie vor seinem Konzert am Leibnitzer Grottenhof. © Rjf-musik.marcelbrell Seit 45 Jahren steht Rainhard Fendrich auf der Bühne. Seine Jubiläumstour führt ihn am 28. August auf die Grottenhof-Bühne Eva Brutmann Redakteurin Regionalredaktion Leibnitz & Deutschlandsberg vor 9 Stunden27.
2000 Maisballen gegen die Dürre – Bauern helfen Bauern
Die Maschinen laufen, der Mais wird gehäckselt, siliert und zu Ballen gepresst. Möglichst rasch soll das Futter dorthin, wo die Vorräte knapp werden. Während auf dem Hof der Familie Ertl in Mönichgleinz bei Groß St. Florian gearbeitet wird, brodelt es bei den anwesenden Bauern. „Diese Bundesregierung ist rücktrittsreif, das Dürre-Hilfspaket ist in Wahrheit ein Belastungspaket“, macht Rudi Gutjahr, Landeskammerrat und Landesobmann des Unabhängigen Bauernverbands (UBV) Steiermark, seinem Ärger Luft.
Wagna: Seit mehr als 80 Jahren ist die Trafik Familiensache
Finn hat seinen Platz mitten im Geschehen. Acht Monate ist der jüngste Hart alt, rund um ihn gehen E-Zigaretten über die Budel, Lottoscheine und Rubbellose werden ausgegeben, Stammkunden schauen herein. Einer nimmt nur schnell seine gewohnte Packung mit, ein anderer bleibt etwas länger – zum Reden. Mutter Alina-Jana Hart (26), Großvater Volker, Großmutter Sandra und bald auch Onkel Niklas (15) greifen zusammen. Bei den Harts wird die Trafik nicht nur betrieben. Sie wird gelebt.
Fünf Tage, ein Weindorf: Leibnitz feiert die Weinwoche
Ein Glas Wein, ein Platz unter den Bäumen und Zeit für ein Gespräch mit jenen, die ihn gemacht haben: Genau darin sieht Weinbaudirektor Martin Palz den Kern der Steirischen Weinwoche in Leibnitz. „Regionalität, Qualität und Genusskultur stehen im Vordergrund“, sagt der langjährige Organisator. Für ihn ist es heuer ein besonderes Fest: Nach rund einem Vierteljahrhundert in der Organisation ist es seine letzte Weinwoche in dieser Funktion.
Seggauer Schlossmatineen: Wie schwer kann ein „Oasch“ sein?
„Wia schwaar a Oasch sei kau!“: Wer am 13. September im Weinkeller von Schloss Seggau Platz nimmt, erfährt auch, was hinter diesem ungewöhnlichen Titel steckt. Die Spur führt zu François Villon. Der französische Dichter geriet im Mittelalter immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt und wartete zeitweise auf seine Hinrichtung. Im Angesicht des Galgens schrieb er mit schwarzem Humor darüber, wie schwer sein Hinterteil wohl für seinen Hals werden würde. H. C.
Leibnitz: Martin Palz nimmt Abschied von der Weinwoche
Wenn viele seiner Kollegen im Weinbau im Sommer kurz durchatmeten und in den Urlaub verschwanden, begann für Martin Palz die intensivste Zeit des Jahres. Seit 2006 ist er Geschäftsführer der Steirischen Weinwoche, schon ab 2002 war er in die Organisation eingebunden. Damals war er knapp 26. Heuer organisiert der steirische Weinbaudirektor das Fest am Leibnitzer Marenzigelände zum letzten Mal. „Beides“, sagt Martin Palz auf die Frage, ob Wehmut oder Erleichterung überwiegt.
Größter Apfelproduzent Österreichs in St. Georgen vor schwieriger Ernte
Noch hängen die Äpfel an den rund 500.000 Bäumen auf Gut Neudorf, doch eines steht für Dietmar Schweiggl schon fest: Die Ernte wird heuer spürbar geringer ausfallen. Nicht nur mengenmäßig. Die wochenlange Hitze lässt die Äpfel heuer deutlich kleiner bleiben. „Im Schnitt reden wir im Moment von ungefähr 20 Millimetern weniger, die Trockenheit hat das Wachstum massiv gebremst“, sagt der Obstproduzent.
Wildon startet Spendenaktion gegen die Hitze
Dienstag, 11 Uhr, 21 Grad. Nach den heißen Wochen fühlt sich der Vormittag vor der Mittelschule Wildon beinahe ungewohnt an. Doch gerade an diesem Ort zeigt sich, warum die Gemeinde handeln will: Rund um Bushaltestelle und Parkplatz dominieren Asphalt und versiegelte Flächen. An heißen Tagen „brennt es da hin, das ist unerträglich“, sagt Gemeinderat Werner Kammel (Grüne).
Defekter Lift isoliert Bewohner im ÖZIV-Haus Deutschlandsberg
Seit drei Wochen führt für manche Bewohner des ÖZIV-Hauses in der Hörbingerstraße kein Weg mehr nach draußen. Der Lift im zweistöckigen Gebäude ist defekt. Für Menschen, die auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, werden damit wenige Stufen zu einer unüberwindbaren Hürde. 1997 wurde das Haus eröffnet, 16 barrierefreie Wohnungen gibt es, rund 25 Menschen leben hier. ÖZIV-Bezirksobmann Helmut Schneidler klagt: „Ich vermisse das Soziale.
Als sich in Kitzeck der Mond vor die Sonne schob
Normalerweise gehört der Weingarten oberhalb von Kitzeck am Abend den Reben, der Aussicht und der Ruhe. An diesem Mittwoch ist alles anders. Kennzeichen von Graz über Klagenfurt und Marburg bis Passau, dazwischen Picknickdecken, Klappstühle und Teleskope. Aus einem Lautsprecher tönt Bryan Adams. Manche haben ein Flascherl Wein dabei, andere Proviant oder Buschenschankjause für eine lange Nacht. „Wahnsinn, was da los ist“, sagt eine Besucherin, die spontan alleine aus Oberlupitscheni hergefahren ist.
Wagna setzt gegen Tigermücken auf Mithilfe der Bürger
Ein Kübel im Garten, Wasser im Blumenuntersetzer oder eine offene Regentonne: Viel braucht die Asiatische Tigermücke nicht, um einen geeigneten Platz für ihre Eier zu finden. In Wagna sorgt das Thema für Aufmerksamkeit. „Wir bekommen immer wieder Anfragen und E-Mails zu Sichtungen“, bestätigt Amtsleiter Stefan Matic. Die Rückmeldungen zeigten, dass die Bevölkerung sensibilisiert sei.
Leitring: Richard Lipp tauschte Zahlen gegen Hopfen und Malz
Um sechs Uhr früh hat Richard Lipp an diesem Tag den Kessel angeworfen. Hausbier steht auf dem Programm, ein klassisches Märzen und sein meistverkauftes Bier. Fünf bis sechs Wochen wird es gären und reifen, ehe es in die Flasche kommt. „Unter vier Wochen bleibt bei mir kein Bier im Tank.“ Wer das Bieratelier am Ahornweg in Leitring betritt, merkt schnell, dass hier mehr als nur produziert wird.
Weststeirischer Bestatter startet KI-Angebot für den letzten Gruß
Ein paar Fragen beantworten, eine Stimmprobe abgeben, auf Wunsch auch eine Videoaufnahme machen – und am Ende auf „Abschließen“ drücken. In wenigen Minuten entsteht daraus eine persönliche Botschaft, gesprochen mit der eigenen Stimme, auf Wunsch auch von einem digitalen Avatar. Nicht für den nächsten Geburtstag oder den Polterabend, sondern für die eigene Trauerfeier. Hinter dieser Idee steht das Grazer Start-up „Lebensstimmen“.
Südsteirerinnen öffnen „The Hof“ für Köpfe mit Ideen
Bohrmaschine statt Bücherstapel, Schleifstaub statt Schreibwaren. Wo jahrzehntelang Romane oder Füllfedern verkauft wurden, ist derzeit Baustelle. Seit der Schließung der Buchhandlung Hofbauer steht das Geschäft am Leibnitzer Hauptplatz leer. Nun schlagen Leni Koinegg und Veronika „Nika“ Mitteregger dort ein neues Kapitel auf: Im Herbst eröffnen sie „The Hof“, eine Mischung aus Coworking-Space, Café und Treffpunkt für kreative Köpfe. Die Idee entstand aus dem eigenen Alltag.
Wildon: Badesee verwandelt sich in Fotogalerie
Zwischen Badetaschen, Fahrrädern und gemütlichen Liegeplätzen stehen sie am Wegesrand: großformatige Porträts, 1,4 mal 1,4 Meter groß, mitten im Grünen. Bis 26. August macht die Wanderausstellung „Menschenbilder“ den Wildoner Badesee wieder zur Freiluftgalerie. Das Projekt wurde 2012 von Christian Jungwirth mit Unterstützung der Landesinnung der steirischen Berufsfotografen ins Leben gerufen und feiert heuer seine 15. Auflage. Seit Beginn dabei ist der Wildoner Fotograf Robert Sommerauer.
Partielle Sonnenfinsternis über Kitzeck – danach fallen Sterne
Die Liegestühle stehen bereit, rundherum soll es möglichst dunkel sein. Keine Straßenlaterne, kein grelles Licht. Exakt um 19.24 Uhr beginnt über den Köpfen der Besucher das Schauspiel: Langsam schiebt sich der Mond vor die Sonne. „Wenn man merkt, sie wird angeknabbert – das ist immer der tollste Moment“, sagt Gerhard Glitzner vom Steirischen Astronomen Verein. Die Gemeinde Kitzeck macht den 12. August gemeinsam mit den Astronomen zu einem besonderen Abend.
Wo Worte fehlen, lässt dieser Weststeirer Musik sprechen
Wenn Christian Gruber die Harmonika auspackt, dauert es meist nicht lange, bis sich etwas verändert. Füße beginnen zu wippen, Hände klatschen im Takt. Menschen, die zuvor still im Sessel oder Rollstuhl saßen, singen plötzlich eine Zeile mit. „Das ist noch immer das gleiche schöne Gefühl wie am ersten Tag“, sagt der 43-Jährige. „Wenn man einem alten oder kranken Menschen eine Freude machen kann, kriegt man so viel zurück.
Verschollene Urkunde tauchte auf Schloss Stainz wieder auf
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen. Chronik Verschollene Urkunde tauchte auf Schloss Stainz wieder auf Vor laufender Kamera tauchte ein historischer Schatz wieder auf: Die Ernennungsurkunde Erzherzog Johanns zum Reichsverweser wird nun dauerhaft gezeigt. © UMJ/Schloss Stainz Barbara Müller leitet die Museen in Schloss Stainz.
Tillmitsch: Hitze befeuert Algenplage im Aldriansee
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen. Chronik Tillmitsch: Hitze befeuert Algenplage im Aldriansee Der Aldriansee ist heuer von dichten Wasserpflanzen durchzogen, der stark gesunkene Grundwasserspiegel begünstigt das Wachstum. Die Behörde prüft. © KLZ/Brutmann Die Wasserpflanzen reichen bis an die Oberfläche und bilden dichte Inseln Eva Brutmann Redakteurin Regionalredaktion Leibnitz & Deutschlandsberg vor 1 Stunde5. August 2026 um 15:00
Deutschlandsberg: Gastgeberin tauscht Café gegen neue Freiheit
Draußen hat es 35 Grad. Die Damen am Nebentisch im Café-Restaurant Keller am Deutschlandsberger Hauptplatz haben kleine Tischventilatoren vor sich stehen. Ingrid Reiterer sitzt mittendrin, entspannt und ohne große Wehmut. „Meine Gäste gehen mir schon ab. Aber ich genieße die Pension“, sagt sie. Nach beinahe 25 Jahren in ihrem Café Gill hat sie am 19. Juli zum letzten Mal zugesperrt.
Hitze bringt weststeirischem Eisproduzenten zweistelliges Umsatzplus
Beim weststeirischen Speiseeisproduzenten Valentino lässt sich der Sommer in Litern messen. Bis zu 8000 Liter Eis verlassen täglich das Werk in Deutschlandsberg – rund 120.000 Kugeln. Bleibt es mehrere Tage so heiß wie derzeit, ändert sich der Produktionsplan binnen Stunden: Schokolade wird gedrosselt, Zitrone rückt vor. „Ein heißer Tag im Juli oder August macht mehr Umsatz als der ganze November“, sagt Firmengründer und Mitgesellschafter Wolfgang Halbauer.
Gamlitz: Abschied von Weinbauer Josef „Pepi“ Nekrep
Josef „Pepi“ Nekrep und das Leben seiner Familie mit einem Wachkoma-Patienten waren erst vor wenigen Wochen Thema in der Kleinen Zeitung. Sohn Günter Nekrep schilderte dabei einfühlsam und eindringlich, was es bedeutet, einen geliebten Menschen zwischen Hoffnung, Nähe und völliger Ungewissheit zu begleiten. Nun ist der Gamlitzer Weinbauer am 31. Juli gut ein Jahr nach seinem schweren Schlaganfall gestorben. Seine Familie erinnert sich an einen stillen, herzensguten Menschen.
Leibnitzerin sucht Menschen, die Kindern beim Lesen helfen
Ein Satz, eine Seite, ein kleines Erfolgserlebnis: Ab September sollen ehrenamtliche Lesepatinnen und Lesepaten Kinder an Pflichtschulen im Bezirk Leibnitz begleiten. Das Interesse ist groß: 14 Schulen würden das Angebot laut Initiatorin Sabine Sammer gerne nutzen. Noch fehlen jedoch genügend Menschen, die bereit sind, regelmäßig etwas von ihrer Zeit zu schenken. Sammer kennt die Probleme aus ihrem früheren Beruf als Integrationslehrerin an einer Grazer Brennpunktschule.
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