Konrad Schuller
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Be as courageous as you can.
(Timothy Snyder, „On Tyranny“)
Korrespondent, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung #Ukraine
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Articles by Konrad Schuller
Putins Siegesplan in der Ukraine scheitert – aber er hat einen neuen
Wladimir Putin hat seinen Siegesplan für die Ukraine gewechselt. Den alten hatte er 2024 formuliert. „Unsere Truppen stoßen auf der ganzen Kontaktlinie vor“, sagte er damals. „Jeden Tag, mehr oder weniger“, bis die Ukraine keine Soldaten mehr habe. Am Ende würde Russland den Feind an der Front aufreiben. Es kommt gerade anders. Der russische Vormarsch steckt fest, die Verluste steigen. Nach Meinung des britischen Militärs hat Russland inzwischen anderthalb Millionen Soldaten verloren.
Rente mit 63: Wie Union und SPD jetzt Kompromisse suchen
Am Ende eines Monats, der in drei Landtagswahlen die Mitte der Republik erschüttert hat, rücken die Führungen von SPD und Union zusammen. Gleich mehrmals hat das zuletzt zu Eskalationsspiralen von Lob und Gegenlob geführt. Lars Klingbeil erntete Applaus aus den Kulissen der CDU, nachdem er von seinen „konstruktiven und produktiven“ Gesprächen mit dem christdemokratischen Digitalminister Karsten Wildberger geschwärmt hatte.
Wie realistisch ist eine CDU-Minderheitsregierung?
Wer deutsche Bräuche liebt, hatte gerade eine gute Woche. Wie bei den Funkenfeuern im Allgäu, einer Volksgaudi mit Hexenverbrennung, wo in Ermangelung echter Hexen am Ende eine Strohpuppe brennen muss, trugen die Spitzen der CDU ein Phantasiemonster zum Scheiterhaufen: das Gespenst einer eigenen Regierung – einer Minderheitsregierung nach Austritt aus der Koalition mit der SPD. Das erste Streichholz warf der Bundeskanzler.
Hauptstadtgerüchte: Ein Gespenst namens Minderheitsregierung
Wer deutsche Bräuche liebt, hatte gerade eine gute Woche. Wie bei den Funkenfeuern im Allgäu, einer Volksgaudi mit Hexenverbrennung, wo in Ermangelung echter Hexen am Ende eine Strohpuppe brennen muss, trugen die Spitzen der CDU ein Phantasiemonster zum Scheiterhaufen: das Gespenst einer eigenen Regierung – einer Minderheitsregierung nach Austritt aus der Koalition mit der SPD Das erste Streichholz warf der Bundeskanzler.
CDU-Minderheitsregierung: Nur ein Gespenst?
Wer deutsche Bräuche liebt, hatte gerade eine gute Woche. Wie bei den Funkenfeuern im Allgäu, einer Volksgaudi mit Hexenverbrennung, wo in Ermangelung echter Hexen am Ende eine Strohpuppe brennen muss, trugen die Spitzen der CDU ein Phantasiemonster zum Scheiterhaufen: das Gespenst einer eigenen Regierung – einer Minderheitsregierung nach Austritt aus der Koalition mit der SPD. Das erste Streichholz warf der Bundeskanzler.
Russland abschrecken: Paragraphen als Waffe
Für die Bundesregierung stand in dieser Woche eines fest: Der Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle vom 4. August war ein Angriff Russlands. Außenminister Johann Wadephul und Innenminister Alexander Dobrindt haben die Zuschreibung am Dienstag bestätigt, und zu den bemerkenswerten Details der Verkündung gehört, dass es keinen Krach in der Koalition gab. Obwohl die zuständigen Minister beide von der Union kommen, gab es von der SPD keinen relevanten Querschuss.
Berlin sucht Antworten auf Russlands hybride Eskalation
Für die Bundesregierung stand in dieser Woche eines fest: Der Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle vom 4. August war ein Angriff Russlands. Außenminister Johann Wadephul und Innenminister Alexander Dobrindt haben die Zuschreibung am Dienstag bestätigt, und zu den bemerkenswerten Details der Verkündung gehört, dass es keinen Krach in der Koalition gab. Obwohl die zuständigen Minister beide von der Union kommen, gab es von der SPD keinen relevanten Querschuss.
Nord Stream Sprengungen: Waren die Pipelines ein legitimes Ziel?
Am 26. September 2022 erschütterte eine Explosion den Boden der Ostsee. In 80 Meter Tiefe waren drei von vier Strängen der russischen Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 von Sprengsätzen zerfetzt worden. Schnell fiel der Verdacht auf Kiew. Das Land kämpfte damals seit sieben Monaten gegen Russlands Invasion. Die Bundesregierung unter Olaf Scholz fürchtete eine Eskalation und suchte nach Gründen, der Ukraine nur minimale Hilfe zu gewähren.
Russland greift Deutschland an: Jetzt ist Zeit für Abschreckung
Wir müssen Russland von weiteren Taten abschrecken 28.08.2026, 11:18Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Die Drohne am Leipziger Flughafen war ein russischer Angriff auf Deutschland. Wer das nicht ausspricht, spielt Putins Spiel. Anhören Teilen Verschenken Drucken Zur App Russland greift Deutschland an. Nicht so offen wie die Ukraine, aber tödlich entschlossen. Nicht mehr in Estland oder Spitzbergen droht seine Aggression gegen den Westen akut zu eskalieren, sondern in der Bundesrepublik.
Krieg in der Ukraine: Wie sich Russlands eingefrorene Milliarden doch noch nutzen ließen
Es war eine einfache Rechnung: Einerseits schuldet Russland der Ukraine viel Geld. Jede Rakete, die in Kiew ein Krankenhaus zerstört, lässt die Summe steigen. Weltbank, Vereinte Nationen und EU haben zuletzt Wiederaufbaukosten von 509 Milliarden Euro errechnet. Andererseits liegt viel russisches Geld in Europa: etwa 210 Milliarden Euro der Zentralbank, angelegt größtenteils beim Finanzinstitut Euroclear in Belgien, eingefroren im Jahr 2022. Warum also nicht dieses Geld an Kiew geben?
Chinas Wirtschaftsangriff: Ist Deutschland zu lieb zu China?
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FAZ+ Drohender Handelskrieg : Waren wir zu nett zu China? Bildbeschreibung ausklappen China greift Europas Wirtschaft sehr gezielt und sehr aggressiv an. In Deutschland will man nun umdenken. Zusammenfassung Anhören Teilen Verschenken Drucken Zur App In der schwäbischen Provinz hat das chinesische Zeitalter begonnen. Bosch, der größte Autozulieferer der Welt, baut Stellen ab und räumte kürzlich in Schwäbisch Gmünd eine Halle für den chinesischen Roboterhersteller Estun.
By Rüdiger Soldt Verified, Ralph Bollmann Verified, Gustav Theile Verified, Konrad Schuller Verified, Benjamin Wagener Verified
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Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Wie Russlands eingefrorenes Vermögen genutzt werde könnte
Es war eine einfache Rechnung: Einerseits schuldet Russland der Ukraine viel Geld. Jede Rakete, die in Kiew ein Krankenhaus zerstört, lässt die Summe steigen. Weltbank, Vereinte Nationen und EU haben zuletzt Wiederaufbaukosten von 509 Milliarden Euro errechnet. Andererseits liegt viel russisches Geld in Europa: etwa 210 Milliarden Euro der Zentralbank, angelegt größtenteils beim Finanzinstitut Euroclear in Belgien, eingefroren im Jahr 2022. Warum also nicht dieses Geld an Kiew geben?
Ukraine: Warum Selenskyjs Konflikt zum Wendepunkt werden kann
Die Ukraine hat sich im Krieg gegen Russland zuletzt gut geschlagen, und trotzdem hat Präsident Selenskyj die zwei wichtigsten Männer an der Spitze der Streitkräfte gefeuert: Verteidigungsminister Fedorow und den Oberbefehlshaber, General Syrskyj. Er konnte nicht anders, sagt er, denn die zwei seien nicht miteinander ausgekommen. Einerseits ist das desaströs, denn vielleicht wird Russlands Krieg nach der Parlamentswahl im September noch brutaler.
Kommentar: Selenskyjs Konflikt mit Fedorow kann zur Chance werden
Die Ukraine hat sich im Krieg gegen Russland zuletzt gut geschlagen, und trotzdem hat Präsident Selenskyj die zwei wichtigsten Männer an der Spitze der Streitkräfte gefeuert: Verteidigungsminister Fedorow und den Oberbefehlshaber, General Syrskyj. Er konnte nicht anders, sagt er, denn die zwei seien nicht miteinander ausgekommen. Einerseits ist das desaströs, denn vielleicht wird Russlands Krieg nach der Parlamentswahl im September noch brutaler.
Im Knock-out-Kampf gegen China: Wettbewerb der politischen Systeme
Es gibt jetzt das Wort von der „chinesischen Dampfwalze“. Das ist der Titel einer Studie, die von der französischen Regierung unlängst veröffentlicht wurde. Eine Grafik darin zeigt, wie China Autos exportiert: So, dass dort, wo die Walze drüberrollt, kein Gras mehr wächst. Wachstum von einer Million auf acht Millionen zwischen 2018 und 2025. In Deutschland zur selben Zeit ein Rückgang von knapp fünf auf gut drei Millionen. In anderen Branchen ist es ähnlich. China gewinnt, westliche Länder verlieren.
Volkmann und Hofreiter warnen vor Gefahren durch China
Außenpolitiker aus den Fraktionen von Union und Grünen verlangen gemeinsam mehr Härte im Systemwettbewerb mit China. Der Abgeordnete Johannes Volkmann, der Mitglied des CDU-Vorstands ist, und der Vorsitzende des Europaausschusses, Anton Hofreiter von den Grünen, wiesen am Dienstag in einem gemeinsamen Presseauftritt auf Gefahren hin, die Deutschlands Wirtschaft und Deutschlands Demokratie ihrer Ansicht nach durch China drohen.
Europa muss die Ukraine an sich binden - aus eigenem Interesse
Russlands Armee steckt in der Ukraine fest, die EU hat die Beitrittsverhandlungen mit Kiew eröffnet, und Donald Trump hat im Kreis der G 7 zugesagt, Moskau härter unter Druck zu setzen. In Berlin hofft man deshalb, dass Wladimir Putin einem Waffenstillstand bald zustimmen könnte. Das kann sein. Wahrscheinlich ist es aber nicht, denn Putin hat Grund, noch weiterzukämpfen. Seine nächste Chance ist die Präsidentenwahl in Frankreich 2027.
Ukraine-Verhandlungen: Bundesregierung sieht Russland in einer Position der Schwäche
Berlin hofft wegen der jüngsten Misserfolge Russlands im Krieg gegen die Ukraine auf Waffenstillstandsverhandlungen innerhalb der nächsten Monate unter maßgeblicher Beteiligung Europas. Deutsche Regierungsvertreter sagten am Mittwoch vor Journalisten, jetzt öffne sich langsam „ein Fenster für Gespräche der europäischen Seite mit Russland“. Die harten Kämpfe der letzten Tage zeigten aber, dass bis dahin wohl noch „Monate“ vergehen dürften.
Péter Magyar im Interview: Wo Orban Recht hatte
Herr Ministerpräsident, Sie haben in Ungarn einen historischen Wahlsieg errungen, obwohl die frühere Regierung von Viktor Orbán Sie mit Schmähkampagnen überzogen hat. Wie können Sie das Land wieder versöhnen? Ich kenne Viktor Orbán schon lange. Was im Wahlkampf passiert ist, war keine Überraschung für mich, auch wenn es in anderen Ländern kaum vorstellbar ist. Die Schmutzkampagne lief nicht nur gegen mich persönlich, sondern auch gegen meine Familie, Kollegen, Freunde.
Cem Özdemir und Hendrik Wüst Schwarz-Grün in Deutschland?
Drei Punkte zu Schwarz-Grün. Punkt eins: Vor einer Woche hat die Ko-Vorsitzende der Grünen Franziska Brantner in der F.A.S. drei Politiker besonders gelobt: Konrad Adenauer, Helmut Kohl und Wolfgang Schäuble. Alle drei sind Legenden der CDU. Punkt zwei: Vor zwei Wochen wurde Brantners Amtsvorgänger im Parteivorsitz, Cem Özdemir, Chef einer grünschwarzen Regierung in Baden-Württemberg.
Grüne und CDU/CSU strecken die Fühler aus
Drei Punkte zu Schwarz-Grün. Punkt eins: Vor einer Woche hat die Ko-Vorsitzende der Grünen Franziska Brantner in der F.A.S. drei Politiker besonders gelobt: Konrad Adenauer, Helmut Kohl und Wolfgang Schäuble. Alle drei sind Legenden der CDU. Punkt zwei: Vor zwei Wochen wurde Brantners Amtsvorgänger im Parteivorsitz, Cem Özdemir, Chef einer grünschwarzen Regierung in Baden-Württemberg.
Fünf Dinge, die der Westen jetzt für Kiew tun muss
Friedrich Merz will der Ukraine jetzt Garantien im Sinne der EU-Beistandsklausel anbieten – und zwar noch vor einem formellen Beitritt. Das ist wichtig, denn als Baustein eines künftigen Friedens könnte das dazu beitragen, dass Wladimir Putin einen Waffenstillstand nicht nur dazu nutzt, seiner Armee vor dem nächsten Überfall Ferien zu gönnen. Die EU-Beistandsklausel ist keine Kleinigkeit.
Grüne-Chefin Franziska Brantner über nukleare Abschreckung und Helmut Kohl
FAZ+ Grünen-Chefin Brantner : „Wir befinden uns in einem neuen nuklearen Zeitalter“ Bildbeschreibung ausklappen Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner war lange gegen Atomwaffen. Jetzt will sie einen britisch-französischen Nuklearschirm für Europa – und zitiert die großen alten Männer der CDU. Zusammenfassung Anhören Teilen Verschenken Drucken Zur App Frau Brantner, Sie verlangen eine Debatte über europäische nukleare Abschreckung. Wie soll so etwas gehen?
Interview: Franziska Brantner über nukleare Abschreckung
FAZ+ Grünen-Chefin Brantner : „Helmut Kohl hatte recht“ Bildbeschreibung ausklappen Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner war lange gegen Atomwaffen. Jetzt will sie einen britisch-französischen Nuklearschirm für Europa – und zitiert die großen alten Männer der CDU. Zusammenfassung Anhören Teilen Verschenken Drucken Zur App Frau Brantner, Sie verlangen eine Debatte über europäische nukleare Abschreckung. Wie soll so etwas gehen? Mein Ziel ist eine Europäische Verteidigungsunion.
Russland droht Europa: Angriffsszenarien analysiert
Eine russische Chronologie: Im Februar 2026 droht der frühere Präsident Medwedjew mit Atomschlägen gegen Verbündete der Ukraine. Im April behauptet der Sekretär des Sicherheitsrats, Schojgu, Finnland und die baltischen Länder stellten der Ukraine ihren Luftraum für Angriffe auf Russland zur Verfügung, und verweist auf das „Selbstverteidigungsrecht“ seines Landes. Und Mitte Mai sagt Präsident Putin, Russlands Raketen hätten auf der Welt nicht ihresgleichen.
Gefahren für Deutschland: USA drohen mit Abzug, Russland droht mit Krieg
Zwei Entwicklungen verdichten sich zur Bedrohung für Deutschland. Erstens stationiert Russland seit Jahren Iskander-Raketen und andere weitreichende Waffen im Gebiet Kaliningrad und an der polnisch-belarussischen Grenze. Je nach Typ und Beladung können sie bis Berlin oder noch weiter fliegen, und Wladimir Putins Herolde drohen regelmäßig, dass das wirklich geschehen könnte, wenn Deutschland oder andere Länder der Ukraine weiter beistehen.
Drohnen im Ukrainekrieg: Wie sie das Schlachtfeld dominieren
„Coach“ ist Hauptmann bei der Brigade „Chartija“, und die letzte Nacht war schwer. Es hatte Nebel gegeben, und Nebel heißt: Die Drohnen, die sonst jede Maus sehen, sehen heute nichts. Und sie können niemanden töten. Also können die Russen angreifen und die Ukrainer auch. Und sie können Verletzte bergen, für die es sonst keine Rettung gibt, weil Sanitäter nicht durchkommen. Außer eben, wenn Nebel ist. „Coach“ erzählt: Zwei waren da draußen.
Ukrainekrieg: Wo Drohnen alles beherrschen
„Coach“ ist Hauptmann bei der Brigade „Chartija“, und die letzte Nacht war schwer. Es hatte Nebel gegeben, und Nebel heißt: Die Drohnen, die sonst jede Maus sehen, sehen heute nichts. Und sie können niemanden töten. Also können die Russen angreifen und die Ukrainer auch. Und sie können Verletzte bergen, für die es sonst keine Rettung gibt, weil Sanitäter nicht durchkommen. Außer eben, wenn Nebel ist. „Coach“ erzählt: Zwei waren da draußen.
Ukrainische Einheiten: „Krieg ist wie Geschäft. Nur tragischer“
Am 9. Dezember 2025 hob Wladimir Putin sein Champagnerglas und verlieh Generalleutnant Sergej Kusowljew den Orden „Held der Russischen Föderation“. Das war drei Wochen, nachdem der General gemeldet hatte, der hart umkämpfte Eisenbahnknoten Kupjansk im Osten der Ukraine sei nun endlich russisch.
Krieg als Geschäft: Einblick in die Brigade Chartija
Am 9. Dezember 2025 hob Wladimir Putin sein Champagnerglas und verlieh Generalleutnant Sergej Kusowljew den Orden „Held der Russischen Föderation“. Das war drei Wochen, nachdem der General gemeldet hatte, der hart umkämpfte Eisenbahnknoten Kupjansk im Osten der Ukraine sei nun endlich russisch.
„Krieg ist wie Geschäft. Nur tragischer“
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Reportage aus dem Ukraine-Krieg: „Krieg ist wie Geschäft. Nur tragischer“
Am 9. Dezember 2025 hob Wladimir Putin sein Champagnerglas und verlieh Generalleutnant Sergej Kusowljew den Orden „Held der Russischen Föderation“. Das war drei Wochen, nachdem der General gemeldet hatte, der hart umkämpfte Eisenbahnknoten Kupjansk im Osten der Ukraine sei nun endlich russisch.
Ukraine-Krieg: Warum der Donbass gerade der tödlichste Kriegsschauplatz der Welt ist
Einfahrt ins Donbass bei Nacht. Vorne ein Kontrollpunkt der Ukrainer. Licht aus. Die Russen sind nah, und Scheinwerfer ziehen Drohnen an. Also Dunkel-Slalom durch die Sperren. Der Posten, ein schwarzer Schattenriss vor gestapelten Betonblöcken, nickt, winkt freie Fahrt. Das Donbass im Osten der Ukraine ist gerade der tödlichste Kriegsschauplatz der Erde. Seit vier Jahren versucht Wladimir Putin, es zu erobern.
Der Donbass in der Ukraine ist gerade der tödlichste Kriegsschauplatz der Welt
Einfahrt ins Donbass bei Nacht. Vorne ein Kontrollpunkt der Ukrainer. Licht aus. Die Russen sind nah, und Scheinwerfer ziehen Drohnen an. Also Dunkel-Slalom durch die Sperren. Der Posten, ein schwarzer Schattenriss vor gestapelten Betonblöcken, nickt, winkt freie Fahrt. Das Donbass im Osten der Ukraine ist gerade der tödlichste Kriegsschauplatz der Erde. Seit vier Jahren versucht Wladimir Putin, es zu erobern.
Wie die Europäer die Ukraine künftig unterstützen wollen
Als Wolodymyr Selenskyj am Dienstag das Treffen der EU-Außenminister in der ukrainischen Hauptstadt Kiew besuchte, sagte er einen auffälligen Satz: „Die Herzen in Amerika sind nicht kalt geworden.“ Auffällig war das, weil es zwischen ihm und der amerikanischen Regierung zuletzt keineswegs warmherzig zugegangen war.
Vermisste Soldaten in der Ukraine: Tausende warten auf Gewissheit
Vitalij hat seine Sachen nicht ausgepackt. Seine Sporttasche, sein Rucksack und sein Wäschebeutel liegen in seinem Zimmer am Boden, in einem Block am Rand von Kiew, wo in den Wohnungen die immer gleichen Einbauvitrinen aus Kunstholz stehen. Vitalij Styagailo hat seine Sachen nicht ausgepackt, weil er aus dem Krieg nicht zurück ist.
Piloten auf Menschenjagd
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Ukraine-Krieg: Punkte für die Tötung eines russischen Drohnen-Piloten
Der Gefechtsstand liegt unter der Erde. Eine Wand ist bedeckt mit Bildschirmen, davor sitzen Männer mit Kopfhörern. Es ist still. Ein Bildschirm zeigt eine Landkarte mit farbigen Symbolen, ein anderer eine Totale des Kampfgebiets aus großer Höhe. Wieder andere sind unterteilt, jedes Segment zeigt das Livebild von der Kamera einer Drohne. Ein ukrainischer Soldat hat eines der Drohnenvideos angeklickt, jetzt füllt es den Bildschirm: ein zerbombtes Dorf von oben.
EU-Außenminister gedenken des russischen Massakers in Butscha
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Dienstag Ungarn scharf kritisiert. Er wies darauf hin, dass Ungarns Widerstand gegen einen geplanten 90-Milliarden-Euro-Kredit der Europäischen Union an sein Land Vorbereitungen auf den nächsten Kriegswinter verzögere und damit Menschenleben in Gefahr bringe.
Johann Wadephul in Kreisau: Ein Ort der Versöhnung zwischen Deutschen und Polen
Und wieder ist es Kreisau. Das kleine Dorf in Niederschlesien, das heute polnisch Krzyżowa heißt, stand am Anfang des Neuanfangs zwischen Polen und Deutschland. Am 12. November 1989 hatte der Befreiungsimpuls, der von der polnischen Gewerkschaft Solidarność ausgegangen war, ganz Osteuropa erfasst. Gerade war in Berlin die Mauer gefallen, und jetzt, nur drei Tage später war der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl schon hier.
Ukraine: Suche nach vermissten Soldaten
Vitalij hat seine Sachen nicht ausgepackt. Seine Sporttasche, sein Rucksack und sein Wäschebeutel liegen in seinem Zimmer am Boden, in einem Block am Rand von Kiew, wo in den Wohnungen die immer gleichen Einbauvitrinen aus Kunstholz stehen. Vitalij Styagailo hat seine Sachen nicht ausgepackt, weil er aus dem Krieg nicht zurück ist.
Wadephul in Kreisau: Ein Ort der Versöhnung zwischen Deutschen und Polen
Und wieder ist es Kreisau. Das kleine Dorf in Niederschlesien, das heute polnisch Krzyżowa heißt, stand am Anfang des Neuanfangs zwischen Polen und Deutschland. Am 12. November 1989 hatte der Befreiungsimpuls, der von der polnischen Gewerkschaft Solidarność ausgegangen war, ganz Osteuropa erfasst. Gerade war in Berlin die Mauer gefallen, und jetzt, nur drei Tage später war der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl schon hier.
NATO-Manöver vor Portugal: Ukraine „versenkt“ alliierte Fregatte
Ein multinationales Marineteam unter ukrainischer Führung hat bei der NATO-Übung „REPMUS/Dynamic Messenger 2025“ in der Rolle des „Feindes“ die Verwundbarkeit von NATO-Seestreitkräften offengelegt und mindestens eine alliierte Fregatte „versenkt“. Eine direkt beteiligte Person aus der Ukraine berichtete der F.A.Z., in fünf Übungsszenarien seien dabei vor der Küste Portugals der Schutz von Häfen und Geleitzügen, aber auch der Angriff auf Geleitzüge geübt worden.
Ukrainer besiegen NATO in Manöver
Ein multinationales Marineteam unter ukrainischer Führung hat bei der NATO-Übung „REPMUS/Dynamic Messenger 2025“ in der Rolle des „Feindes“ die Verwundbarkeit von NATO-Seestreitkräften offengelegt und mindestens eine alliierte Fregatte „versenkt“. Eine direkt beteiligte Person aus der Ukraine berichtete der F.A.Z., in fünf Übungsszenarien seien dabei vor der Küste Portugals der Schutz von Häfen und Geleitzügen, aber auch der Angriff auf Geleitzüge geübt worden.
Ukraine und der Irankrieg: Als Selenskyj plötzlich einen Trumpf hatte
Am fünften März, dem sechsten Tag des amerikanisch-israelischen Angriffs auf Iran, geschahen im Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und der Ukraine zwei Dinge zugleich. Das erste: Donald Trump griff zu einer Metapher, die er vor einem Jahr bei seinem legendären Wortgefecht mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus schon einmal gebraucht hatte, bevor er seinen Gast dann einfach vor die Tür setzte.
Macron will Frankreichs Atomschirm für Verbündete ausbreiten
FAZ+ Frankreichs Atomschirm : Eine völlig neue nukleare Zusammenarbeit 08.03.2026, 20:57Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Macron hat den Verbündeten angeboten, seinen Atomschirm über sie auszubreiten. Damit das funktioniert, müssten sie Frankreich konventionell den Rücken freihalten.
Was Deutschland für Frankreichs Atomschirm tun müsste
FAZ+ Frankreichs Atomschirm : Eine völlig neue nukleare Zusammenarbeit 08.03.2026, 20:57Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Macron hat den Verbündeten angeboten, seinen Atomschirm über sie auszubreiten. Damit das funktioniert, müssten sie Frankreich konventionell den Rücken freihalten.
Nukleare Abschreckung: Wird Frankreich unsere neue Schutzmacht?
Am Morgen des russischen Überfalls auf die Ukraine sagte Wladimir Putin einen Satz, der in die Geschichte der atomaren Abschreckung eingegangen ist: „Wer immer sich uns in den Weg stellt . . . muss wissen, dass Russland ohne Zögern antworten wird und dass es Folgen geben wird, wie ihr sie in eurer ganzen Geschichte nicht gesehen habt.“ Es war eine Drohung mit der Bombe – und sie war erfolgreich.
Wie Europa bei seiner Verteidigung unabhängiger werden will
FAZ+ Sieben Rüstungsprojekte : Die neuen Waffen der Europäer 14.02.2026, 09:07Lesezeit: 8 Min. Bildbeschreibung ausklappen Das britisch-italienisch-japanische „Global Combat Air Programme“ (GCAP) will bis 2035 das Kampfflugzeug „Tempest“ entwickeln.Visualisierung Picture Alliance Trump sieht die EU als Gegner, Putin droht mit Atomwaffen: Noch sind die Europäer bei ihrer Verteidigung auf Amerika angewiesen. Sieben Projekte sollen jetzt Abhilfe schaffen.
Rüstungsprojekte: Die neuen Waffen der Europäer
FAZ+ Sieben Rüstungsprojekte : Die neuen Waffen der Europäer 14.02.2026, 08:10Lesezeit: 8 Min. Bildbeschreibung ausklappen Das britisch-italienisch-japanische „Global Combat Air Programme“ (GCAP) will bis 2035 das Kampfflugzeug „Tempest“ entwickeln.Picture Alliance Trump sieht die EU als Gegner, Putin droht mit Atomwaffen: Noch sind die Europäer bei ihrer Verteidigung auf Amerika angewiesen. Sieben Projekte sollen jetzt Abhilfe schaffen.
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