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Articles by Florian Asamer
Was bleibt uns also noch bis Weihnachten zu tun?
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. November also. Was soll ich sagen? Sogar die eine Stunde Winterzeitreserve, die im Jahreszeiten-Hosenfutter noch eingenäht war, ist schon verbraucht. Die Blätter rauschen von den Bäumen. Es ist, was es ist. Und zwar dunkel, bis auf Weiteres. Freilich, und das ist mir wichtig festzustellen, viel besser als heuer hätte es aus einem Freiluftwinkel betrachtet kaum sein können. Was bleibt uns also noch bis Weihnachten zu tun?
Was man beim Herumkramen so findet
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Der Jüngste hat also erstmals einen Berufswunsch geäußert. Er will Pokémon-Trainer werden. Beim Herumkramen im mittleren Zimmer hat der 16-Jährige nämlich einen alten Nintendo DS Gameboy des Mittleren gefunden. Der ist nach ein paar Stunden Aufladen tatsächlich immer noch komplett funktionstüchtig. Im Spielslot steckt ein Pokémon-Spiel, und der Jüngste ist für einige Tage komplett begeistert.
Drei Mal umgezogen ist einmal abgebrannt
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Anlässlich des Umzugs des Mittleren aus seiner bisherigen WG in eine andere Wohnung möchte ich gern ein paar Learnings mit Ihnen teilen. Man kann ja nie wissen, wofür es noch gut ist.
Danke Peter, danke KUF!
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. da Auseinandergehen ja bekanntlich nicht so einfach ist, hat Peter Kufner es eben auf die Peter-Kufner-Art getan. An einem gewöhnlichen Dienstag erscheint heute seine letzte Zeichnung auf der Debattenseite der „Presse“, während Peter vermutlich irgendwo im Süden in seinem Campingbus in die selbst gewählte Pension startet. Mehr als 21 Jahre, nachdem am 9. April 2005 sein erster KUF für die „Presse“ erschienen ist.
Eierschwammerl-Gespräche
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Im Herbst ist gut Eierschwammerl-Gespräche führen. Zum Beispiel über die beste Zubereitungsart. Bei uns zu Hause sind die Nenne-sie-niemals-Pfifferlinge in einer hellen Rahm-Petersilie-Sauce (also eher wie bei einem Zürcher Geschnetzelten) zubereitet worden, dazu wurden Knödel gereicht. Semmel- oder Servietten-, je nach Aufwand und Anlass.
Kurz, Kern, Zeiler: Sehnsucht nach der guten, alten Zeit
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Ob Andreas Babler im x-ten Anlauf nun von einem der vielen Brutusse in der SPÖ tatsächlich gemeuchelt wird, sollte sich in den nächsten Tagen klären. Doch das Mitleid mit dem glücklosen Traiskirchner Ex-Bürgermeister, der auszog, um als nächster roter Bundeskanzler auf den Ballhausplatz zurückzukehren, sollte sich in engen Grenzen halten.
Was tut der Papa-Anruf-KI-Agent?
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Die Kommunikation innerhalb der Familie läuft ja in etwa so: Die drei Personen, die noch im selben Haushalt wohnen, stimmen sich mündlich miteinander ab. Allerdings bringt es der doch recht unterschiedliche Schlaf-Wach-Rhythmus zwischen den Eltern und dem Teenager mit sich, dass dazu nur unter der Woche vor dem Weg in Schule und Arbeit einigermaßen verlässlich Gelegenheit ist.
Der herzigste Hund der Welt
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Unser Hund ist wahnsinnig herzig. Vielleicht sogar der herzigste Hund der Welt (was übrigens ein unglaublicher Zufall ist, nachdem wir ja auch schon die herzigsten Kinder der Welt haben). Der Hund ist aber auch erschreckend lebensuntüchtig. Er läuft auf riesige Stiere hinter Elektrozäunen ebenso enthusiastisch zu wie auf Artgenossen, mit denen er spielen will.
Helden in Not und der Post-Ferien-Alltag
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Ein Vorteil, wenn man sich länger nicht gesehen hat, ist ja, dass man über alles sprechen kann, was in letzter Zeit passiert ist. Worüber wir wegen der Sommerpause auch noch nicht geredet haben, ist, dass ich mir im Sommer „Odyssee“ von Christopher Nolan angeschaut habe. An einem dieser 40-Grad-Tage in Wien in einem ausverkauften Erdgeschoß-Filmhaus im Alsergrund. Ohne Klimatisierung natürlich. Auch ohne merkbare Lüftung.
Bablers Vater, Stockers Enkel und Kickls Bergbruder: Die Koalition taumelt in den Herbst
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Beginnen wir mit dem heikelsten Thema. Dem ohnehin mit Ablöse bedrohten Andreas Babler wird nun auch noch vorgeworfen, seinen Vater auf der Warteliste für eine Hüft-OP vorgereiht zu haben. Die SPÖ dementiert, das Krankenhaus dementiert. Babler selbst dementiert auch und verweist in einem emotionalen Video empört auf eine Grenzüberschreitung, gegen die man sich gemeinsam wehren müsse.
Wer hat schon Lust auf Ende August?
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Wer hat schon Lust auf Ende August? Frage ich mich. Und natürlich Sie. Sicher einige Eltern, die nach acht Wochen Ferien am Ende sind mit ihrem Latein, jedenfalls mit der Organisation von Betreuung, Events und Urlauben. Aber vielleicht auch ein paar Schüler, die Lagerkoller haben, im Zimmer vor der Konsole oder im Lager für Tennis, Segeln oder Wasauchimmer.
ORF-Chef Pig: Wollen Problemfälle in eine „Bad Bank“ auslagern
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Die Presse: Wer als Gebührenzahler in der TVthek nachschauen will, was der neue ORF-Generaldirektor Clemens Pig in der „Zib 2“ sagt, muss sich zuvor Werbung anschauen. Finden Sie das gerechtfertigt? Clemens Pig: Ich finde es gut, dass es ein Mischmodell gibt, mit dem sich der ORF finanziert – mit einem Teil aus Werbung. Ich bin ein Verfechter dieses hybriden Modells und damit auch der Haushaltsabgabe.
„Ich weiß nicht, wie viel ich als ORF-Chef verdienen werde“
Wer als Gebührenzahler in der TVthek nachschauen will, was der neue ORF-Generaldirektor Clemens Pig in der „Zib 2“ sagt, muss sich zuvor Werbung anschauen. Finden Sie das gerechtfertigt? Clemens Pig: Ich finde es gut, dass es ein Mischmodell gibt, mit dem sich der ORF finanziert – mit einem Teil aus Werbung. Ich bin ein Verfechter dieses hybriden Modells und damit auch der Haushaltsabgabe.
Danke der Nachfrage!
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Danke der Nachfrage! Sehr gut bisher. Der gemeinsame Urlaub zu fünft steht erst an, deshalb wurden die familiären Berührungspunkte im bisherigen Sommer oft von W-Wörtern bestimmt: Wochenendtrip, Wirtshaus, Weltmeisterschaft, Wimbledon und WhatsApp-Familiengruppe. Okay, die funktioniert bei uns per SMS, aber das fängt leider nicht mit W an.
Die FPÖ hat Umfragewerte wie die Höchsttemperaturen
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Mit „Wieder mal in New York!“, dabei auf den Straßen Manhattans mit aufgekrempeltem Hemd telefonierend, startet Sebastian Kurz sein Sommer-Update-Posting auf Instagram. Um dann – einmal mehr – zu erklären, nicht mehr zurück in die Politik zu wollen. Ein schwerer Schlag, vor allem für jenen Teil der Innenpolitik, der sich manisch dem Kurz-Watching verschrieben hat.
Der Hund spinnt
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Gerade erst haben wir den Mai begrüßt, schon ist der Juni vorbei. Keine Angst, das ist noch nicht die Kolumne, in der das erste Mal steht: Es herbstelt. Aber der Hund spinnt. Unsere tägliche Morgenrunde absolviert er, als wären wir das erste Mal im Amazonas mit unerhörter Flora und Fauna unterwegs und nicht wie tagein, tagaus im altvaterischen Wienerwald.
Das ist wohl die gerechte Strafe
Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Alle sprechen immer über den Start der Sommerferien, dabei wird ein viel wichtigerer Termin gern übersehen: der Notenschluss. Also jener Zeitpunkt, ab dem das Zeugnis schon feststeht, aber doch noch zwei Wochen vom Schuljahr übrig sind. Hat man keine Nachprüfung, ist das fast die süßeste Zeit des Sommers. Die ganzen Ferien noch vor sich und trotzdem schon frei.
Partyvorbereitung mit Triggerwarnung
Die Party zum 25. Geburtstag des Mittleren steigt bei uns zu Hause. Wir sind allerdings nicht eingeladen, sondern müssen am Wochenende auswärts übernachten. Ich kaufe also davor noch ordentlich ein. Getränke und Snacks stehen da im Mittelpunkt. Wie man als Eltern verantwortungsvoll mit dem Thema Alkohol umgeht, ist ähnlich schwierig wie die vermaledeite Bildschirmfrage. Lösungsversuche, die zu weit von der Realität entfernt sind, verfehlen da wie dort jede Wirkung.
Das Bermuda-Dreieck des Reisens
Wenn man im Frühsommer in Europa unterwegs ist, gibt es drei harte Währungen. Und ich spreche nicht von Euro, Plastikkarte oder Handy-Hinhalten. Ich meine Schatten, Wasser und Toilette, wobei diese drei Dinge auf schicksalshafte Weise zusammenhängen. Findet man nämlich keinen Schatten, braucht man mehr Wasser, was wiederum zwangsläufig zu Bedürfnis Nummer drei führt. Je touristischer es wird, desto weniger frei verfügbaren Schatten gibt es. Für W und C muss man dann zahlen. Im besten Fall.
Ein paar witterungsunabhängige Gedanken
Ich hatte eine nette Unterhaltung über Gorpcore mit unserer inspirierenden Lifestyle-Redaktion, die bald mit einem eigenen Podcast starten wird. Psst, weil das ist noch ein Geheimnis, aber Sie können sich ruhig schon einmal vorfreuen.
Österreich ist ein (D)ORF
Österreich ist ein Dorf. Das ist beileibe keine Neuigkeit. Aber wer Zweifel hatte, konnte diese in den vergangenen Wochen bei einer sehr österreichischen Version der Erfolgsserie „Succession“ ausräumen. Im Nachfolgerennen für Roland Weißmann um den prominentesten Medien-Chefsessel im Land spielten schwarz-rot-pinke Familien-Interessen wieder einmal die Hauptrolle.
ORF-Kandidat Pig: „Keine Zusage – auch nicht vom lieben Gott“
Die Presse: Was wird sich für das Publikum mit einem ORF-Chef Pig ändern? Clemens Pig: Die klare Strategie heißt österreichisches Programm. Verwechselbare Inhalte, die wir aus anderen Streaming-Plattformen kennen, sollen deutlich heruntergefahren werden und der ORF soll neue Formate anbieten, die die österreichische Sprache, die österreichischen Regionen, die österreichischen Denkweisen und auch die unterschiedlichen Milieus viel besser abbilden. Das ist aber viel teurer, wie wir wissen.
„Keine Zusage – auch nicht vom lieben Gott“
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen. „Keine Zusage – auch nicht vom lieben Gott“ Interview. Clemens Pig, Favorit im Rennen um den ORF-Chef, will mehr österreichisches Programm und hat keine Zusage der ÖVP. © Clemens Fabry Clemens Pig gilt als Favorit für den Posten des zukünftigen ORF-Chefs © Clemens Fabry
Und wie ist Ihr Mai so?
Es gibt noch ein paar Nachwehen zum Muttertag, falls diese Formulierung in dem Zusammenhang nicht unstatthaft ist. Der Hund und ich haben von unserer Morgenrunde neulich nämlich einen Wiesenblumenstrauß mitgebracht. Zu Hause habe ich den Frühlingsstrauß dann als verspätetes Muttertagsmitbringsel des Hundes geframt, weil er ja nicht wissen konnte, dass Anfang Mai Muttertag war. Erstens hat er weder Handy noch Kalender, und zweitens wurde das Event bei uns eher stiefmütterlich behandelt.
Budget, Heer, ORF: Diese Koalition liefert eben nicht!
Als Leitartikler hat man nur ein begrenztes Repertoire des Nachdrucks zur Verfügung, das man sparsam einsetzen sollte. Wie etwa ein Rufzeichen im Titel. Sonst bemüht man sich nämlich um Zurückhaltung, indem man etwa redliches Bemühen (auch ohne durchschlagenden Erfolg) in Kenntnis der schwierigen Umstände wohlwollend bewertet. So geschehen mit Schwarz-Rot-Pink seit Amtsbeginn.
48 Stunden im Süden
Wir frühstücken also zu zweit in diesem kleinen Hotel bei unserem 48-Stunden-Trip in den Süden. Ja, das kommt davon, wenn man sich Angebotsnewsletter von Billigfluglinien schicken lässt. Gegenüber sitzt eine fünfköpfige Familie mit (wahrscheinlich) Großmutter. Die drei Kinder sind noch richtig klein, sind also überall zu finden (bzw. zu suchen), nur nicht an ihrem Frühstückstisch. Mutter, Vater und Großmutter laufen abwechselnd dem Kleinsten hinterher, dazwischen muss die Mittlere aufs Klo.
Kohlehydrate und andere Ungerechtigkeiten
Zu den großen Ungerechtigkeiten im Leben gehört, wenn man als mittel-älterer Mann einem jungen Mann beim Essen zuschauen muss. Der Jüngste schaufelt zu allen Tages- und Nachtzeiten ungerührt Unmengen an Kohlehydraten und Zucker in sich hinein, ohne dass es an seinem Körper irgendetwas ändert. Außer vielleicht, dass er noch ein bisserl wächst und besser ausschaut als am Tag davor.
Anfang Mai, Anfang Mai, Anfang Mai
Der Jüngste hat sich doch tatsächlich zum ersten Mal darüber beklagt, weniger Schule zu haben. Ab nächstem Jahr entfallen nämlich Französisch-Stunden. Ausgerechnet in einem der Fächer also, die er mag und sinnvoll findet. Mit dem Mittleren unterhält er sich manchmal länger in einem Küchen-Französisch. Das ist lustig und funktioniert erstaunlich gut. Diese Stundenkürzung ist der (absichtlich) verheimlichte Kollateralschaden aus dem Weniger-Lateinstunden-Gesetz.
„Die Presse“ neu: Wir ordnen ein, Sie wählen aus
Wer die „Presse“ liest, sucht in der Regel nicht noch ein paar Schlagzeilen mehr. Sondern Orientierung, Einordnung und Journalismus, der über das tägliche Grundrauschen hinausgeht. Genau daran haben wir unser digitales Produkt neu ausgerichtet. Die neue Startseite ist deshalb kompakter geworden. Nicht, weil wir Ihnen weniger zeigen wollen, sondern weil Sie bei gleich vielen Inhalten schneller zu dem kommen sollen, was wichtig ist.
Dieses Doppelbudget ist leider nur halb so gut
Bei den Verhandlungen zu den vergangenen Koalitionen hat sich immer mehr herausgestellt, dass Programme für fünf Jahre nicht mehr den Anforderungen der Realität entsprechen. Zu viel ändert sich zu rasch, besser wären einzelne Pakete, die rasch abgearbeitet werden können, um danach flexibel zu sehen, was als Nächstes nötig ist.
Nicht nur der April macht, was er will
Man soll den Rasen zwei Mal mähen, bevor man ihn vertikutiert und dann neu ansät. Sagt der Gärtner. Das alles aber besser nicht vor Mai. Der Rasen schaut allerdings gerade nicht so aus, als könnte man ihn noch im April ein zweites Mal mähen. Vor allem nachdem ich ihn noch nicht einmal einmal gemäht habe. So ähnlich geht es mir auch mit meinen Haaren. Die werden immer weniger, ausgehend von einem ohnehin erschütternd schütteren Niveau.
Der Fall Weißmann als Ablenkungsmanöver
Roland Weißmann ist Geschichte. Der seit Wochen inhaltlich bekannte Chatverlauf macht eine Weiterbeschäftigung als ORF-Chef undenkbar. Ob der für einen Vorgesetzten absolut inakzeptable Kontakt zu einer Mitarbeiterin auch im engsten juristischen Sinn als sexuelle Belästigung zu qualifizieren ist, werden Straf-, Arbeits- und Zivilgerichte zu klären haben. Im landläufigen Sinn liegt natürlich ein nicht zu rechtfertigendes sexuelles Bedrängen vor.
Ich fürchte, da ist etwas dran
Manche Dinge erledigen sich von selbst. Das Social-Media-Verbot kommt just ein paar Tage nach dem 16. Geburtstag des Sohnes, der noch bei uns wohnt. „Mich betrifft das zum Glück nicht mehr“, sagt er und schaut auf sein Handy. Der Jüngste ist gegen diese ganzen Verbote. Nicht, weil er die Problematik nicht sieht. Er weiß, dass er zu viel am Handy ist, hat Brainrot installiert, um sich selbst zu begrenzen. Aber er ist skeptisch, was die neuen Gesetze betrifft.
Söhne nach Athen tragen
Wir haben also zum Start der Osterwoche drei Söhne nach Athen getragen. Das war zuerst gar nicht so einfach, weil der Online-Check-in der Billigfluglinie nicht checken konnte, dass der Jüngste zu Beginn der Reise noch 15, an deren Ende aber schon 16 Jahre alt sein würde. Dann aber sehr einfach, weil nach zwei Stunden Flug plötzlich Frühling war und ganz viel Gewusel im Freien.
Den Problemhaufen in überschaubare Teile zerlegen
Wir feiern nun schon die sechsten Ostern in Folge, zu denen das höchste christliche Kirchenfest von Durchhalteparolen überlagert wird. Doch von Mal zu Mal schwindet merklich die Überzeugung, alles könnte einfach so wieder gut werden.
True-Crime zum Löffeln
Richtung Ostern dreht sich ja alles um das Suchen. Und apropos ist mir da schon länger aufgefallen, dass bei uns in der Besteckschublade jede Menge Löffel fehlen (Löffel – Hase – Ostern, Sie merken schon, hier klickt schon wieder alles!). Da sie aber weder golden noch silbern sind, wobei ja angeblich hauptsächlich Zweitere gestohlen werden und man mit Ersteren im Mund aufwächst, fällt Diebstahl als Erklärung weg. Unsere Löffel sind nichts Besonderes, man kann mit ihnen löffeln.
Es gibt viele Arten von gescheit
Wir sprechen am Esstisch wieder einmal über künstliche Intelligenz. Der Jüngste ist – wenig überraschend – sehr pro eingestellt. Sein Tenor: Alles, was langweilig und mühsam ist, macht künftig ChatGPT für uns. Und das besser, als wir es jemals könnten. Der Mittlere, der seine Diplomarbeit gerade auch mit einiger KI-Hilfe schreibt, ist da schon skeptischer. „Man lernt gerade bei Sachen, die mühsam sind, eine ganze Menge.“ Ein Satz, der von mir stammen könnte.
Viele der besten Geschichten beginnen genau so
Hüte dich vor der anekdotischen Evidenz, heißt es da gern in der Redaktionskonferenz, wenn aus den Erfahrungen Einzelner auf allgemeingültige Phänomene zu schließen versucht wird. Und trotzdem beginnen viele der besten Geschichten genau so. Ich kann aus dem engeren Familienkreis (streng anekdotisch, wie es sich für inzwischen aus der Mode gekommene Ich-Kolumnen gehört) berichten, dass man Operationstermine bekanntermaßen nicht so ohne Weiteres zeitnah bekommt.
ORF vs. „Die Presse“: (k)ein Vergleich
Wenn Sie diesen Text lesen, dann sind Sie in der Regel Abonnentin oder Abonnent (Vielen Dank dafür!). Denn „Die Presse“ hat sich vor Jahren entschieden, ihre journalistischen Inhalte gedruckt wie digital konsequent nur mehr gegen Bezahlung zugänglich zu machen. Dieser Schritt ist unumgänglich, um relevanten Journalismus mit Mehrwert nachhaltig finanzieren zu können. Auch der ORF ist ein Bezahl-Rundfunk.
Haie, Berge, Rechthaber und Rechthabende
Seit Jahresbeginn war viel von Angriffen besonders aggressiver Bullenhaie zu lesen. In Australien kamen diese wegen der warmen Witterung recht nahe ans Ufer und haben dort Menschen attackiert. Alles, was mit Meer zu tun hat, interessiert mich, das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass wir keines haben. Die Berge dafür weniger, vielleicht, weil in Österreich so viele herumstehen.
Die Chef-Frage ist sekundär: Der ORF muss sich fragen, was er leisten soll
Über die genauen Gründe für den Hals-über-Kopf-Rücktritt des ORF-Chefs wird wohl noch länger spekuliert werden. Ein Faktum aber bleibt bestehen: Vor der im Sommer anstehenden Neuwahl der Führung des mit meilenweitem Abstand größten Mediums des Landes werden die Karten völlig neu gemischt. Mit Roland Weißmann ist der favorisierte Kandidat aus dem Rennen. Wie es weitergeht, ist wohl gerade die meistdiskutierte Personalfrage der Republik.
Ohne Erfahrung war es lustiger
Der Älteste geht also mit einer Frau ins Kino. Ich rate ihm, den Filmtitel („No Other Choice“) als Anknüpfungspunkt für eine Konversation zu nützen. Meine Witze sorgen in meiner Familie übrigens bestenfalls für ein Augenverdrehen. Der Jüngste, der mithört, meint: „Ich dachte, man geht ins Kino, damit man eben nicht reden muss.“ Ich dachte immer, man geht ins Kino, weil es dort dunkel ist.
Wer ist Sharon Stone?
Selbst nicht beim Opernball seiend, erreichen mich doch Nachrichten aus dem Inneren der Wiener Staatsoper. Ein SMS mit einem verwackelten Handyfoto von Sharon Stone zum Beispiel, die übrigens gerade in ein Mobiltelefon und nicht auf den schönsten Ballsaal der Welt schaut. Vielleicht war ja auch der Bildungsminister dort und hat das gesehen. Sharon Stone, das ist schon was, denke ich mir und dabei vor allem an „Casino“ von Martin Scorsese.
Ich habe die Vögel zwitschern hören
Es wird also heller. Ich habe mich nach mehreren Anläufen schließlich für einen hoffnungsvollen Einstieg in diese Kolumne entschieden. Zuerst wollte ich nämlich schon die Frage aufwerfen, ob es eigentlich außer mir alle ganz normal finden, dass drei Wochen und ein paar Zerquetschte nach dem Ende der Weihnachtsferien schon die Semesterwoche beginnt. Zumindest hier im Osten Österreichs. Wo außer vom Ein- und Aus- und wieder Ein- und dann wieder Auspacken noch niemand wirklich erschöpft sein kann.
Vom Fuchs zum Maulwurf mutieren
Wir haben da also neulich so eine alte Zeichnung vom Mittleren gefunden. Darauf waren die Familienmitglieder als Tiere. Ich war ein Fuchs. Der Jüngste sieht das, und als ich ihn frage, welche Tiere wir denn aus seiner Sicht wären, bekomme ich ohne Zögern einen „Maulwurf“ umgehängt. Auf das „Warum“ bekomme ich wenig schmeichelhafte Dinge, wie „lebt unter der Erde“ und „sieht nicht so gut“, zu hören.
Barfuß Eisessen bei minus drei Grad
Wenn die Wettervorhersage stimmt, erreichen Sie diese Zeilen schon in den Plusgraden. Also kein Nachtfrost mehr und immerhin einstellige Tagestemperaturen. Ich schreibe Ihnen also quasi als der Mann, der aus der Kälte kommt. Der erste Jänner seit Jahren mit Dauerfrost, Eis und zumindest einer sehr dünnen Schneedecke wurde bei uns teilweise aufgenommen wie ein Wintereinbruch in Texas. Überrascht, ausgeliefert, zähneklappernd.
Ein Zwischenwahlkampf ums Heer zur Unzeit
Es gibt wohl kaum einen Bereich, in dem zum Schaden Österreichs seit Jahrzehnten mehr dilettiert und herumgemurkst wird, als die Sicherheitspolitik. Deshalb ist es nur folgerichtig, dass über ein funktionierendes Bundesheer, das im Sinne von Verteidigungsfähigkeit buchstäblich wieder überlebenswichtig wird, nicht die Regierung mit der Hilfe von Experten, sondern die Bevölkerung per Daumen mal Pi entscheidet.
Ein Wurmloch und 80er-Musik
Ach ja, da fällt mir ein, wir haben vor Kurzem „Stranger Things“ gesehen. Das ist echt nicht originell und wäre kaum berichtenswert, hätten wir nicht fast die ganze Staffel zusammen mit dem Jüngsten angeschaut. Der schaut nämlich so gut wie keine Serien mit uns. Und eigentlich auch überhaupt nicht. Serien und Filme sind ihm in der Regel zu langatmig und -weilig. Zumindest sagt er das immer und kokettiert dabei gern mit seiner kurzen Aufmerksamkeitsspanne.
Erst einmal klarkommen und reinfinden
Da ich noch kein Sauerkraut gegessen habe (das heißt übrigens nichts und kann auch bis weit in den Herbst so bleiben), darf ich Ihnen noch ein glückliches neues Jahr wünschen. Die Buben habe ich natürlich nach ihren Vorsätzen für 2026 gefragt, und ihre Antwort zeugt von Weisheit und Reife: „Erst einmal klarkommen und dann schauen, wie man so reinfindet“, haben die beiden Älteren gemeint.
Das „Warum“ verstehen, um ein „Weiter“ zu finden
Gegen Ende des Jahres kann es sich lohnen, noch einmal kurz an den Anfang zu blicken. In diesem Fall gleich weiter zurück an den Beginn des Jahrtausends. Oder des 21. Jahrhunderts, für jene, die es nicht ganz so hoch hängen wollen.
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