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Articles by Gudrun Springer
Und täglich staut das Elterntaxi
Zehn Minuten vor acht. Es wird eng. Vier Fahrzeuge halten gleichzeitig in zweiter Spur in der Zennerstraße, einer kurzen Sackgasse in Wien-Penzing. Autotüren öffnen sich, Kinder schälen sich von Rücksitzen und trippeln in offenen Jacken Richtung Schultor. Ihr Fußweg misst keine zehn Meter. Anderer Wiener Bezirk, ähnliche Szenen. Die sechsjährige Tochter von Maria M.
Aggressionen im Spital: Seit Jahren überlastet
Allein an drei Ambulanzen des Wiener Wilhelminenspitals wurden im Vorjahr mehr als 250 verbale und körperliche Übergriffe registriert. Der Krankenanstaltenverbund (KAV) stockte das Wachpersonal auf und installiert nun auch erste Überwachungskameras. Das soll die Sicherheit erhöhen, kann aber nichts an gesellschaftlichen Entwicklungen ändern, die dem Problem wohl zugrunde liegen, geschweige denn am Andrang auf die Ambulanzen.
Probleme mit aggressiven Patienten in Wiener Spitalsambulanzen
Wien – In ihrer ersten Arbeitswoche begann ein alkoholisierter Patient im Wartebereich laut zu werden und zu schimpfen. Diplomkrankenschwester Theresa Führer fühlte sich überfordert. "Man lernt in der Diplomschule nicht, wie man damit umgehen soll", sagt die 24-Jährige. Sie hielt sich bei dem Vorfall in der Unfallambulanz des Wilhelminenspitals in Wien-Ottakring im Hintergrund, ihr passierte nichts.
Bericht: Bedingungen in Jugendwohneinrichtungen fördern sexuelle Gewalt
Wien – Der Bericht mit dem Titel "Kinder und ihre Rechte in öffentlichen Einrichtungen" ist von trauriger Aktualität. Seit mehreren Tagen machen Fälle angeblicher Missstände in Wohngemeinschaften mit Kindern und Jugendlichen in Niederösterreich und im Burgenland Schlagzeilen.
Ehe für alle ab 2019: FPÖ wirft ÖVP "doppeltes Spiel" vor
Entscheidung soeben bekanntgegebenWien – Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat sich in dieser Session mit der Frage befasst, ob der Ausschluss gleichgeschlechtlicher Paare von der Ehe verfassungskonform ist.Zur möglichen Ehe-Öffnung für homosexuelle Paare – für sie ist bisher nur die eingetragene Partnerschaft vorgesehen – führte der VfGH eine amtswegige Prüfung durch.
Österreicher spendeten 2016 mehr denn je, Trendumkehr erwartet
Wien – Die Spendenorganisationen verzeichneten ein absolutes Rekordjahr. 2016 spendeten die Österreicher den Zahlen des Fundraising Verbands Austria (FVA) zufolge insgesamt rund 640 Millionen Euro – so viel wie nie zuvor. FVA-Geschäftsführer Günther Lutschinger blickt dennoch "mit ein bisschen Sorge" in die Zukunft, denn heuer dürfte nach langem Aufwärtstrend eine Trendumkehr bevorstehen: Laut Hochrechnung werden 630 Millionen Euroan Spenden erwartet.
Influenza-Schnelltest in Wiener Spitälern soll bei Grippewelle helfen
Wien – Als die Grippewelle vergangenen Winter ungewöhnlich früh losbrach und die Zahl der Neuerkrankungen schon in den Weihnachtsferien stark anstieg, kam es in Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) zu Engpässen. Zeitweise mussten dutzende Patienten in Betten auf dem Gang liegen. Heuer seien die Stadt und ihre Spitäler gut vorbereitet, versicherte der KAV am Mittwoch, der derzeit auch wegen der Kostenexplosion und Verzögerungen beim Bau des Krankenhauses Nord in den Schlagzeilen ist.
Unterhaltsgarantie: Mütter und Väter wären sich einig
Derlei wäre Frau M. erspart geblieben, gäbe es eine Unterhaltsgarantie – würde der Staat also unter bestimmten Umständen für Zahlungen in einer gewissen Mindesthöhe an Alleinerziehende einspringen. Im Oktober schien es kurz, als würde sich der Nationalrat darauf einigen können – auf Anstoß der Liste Pilz in einer TV-Diskussion. Die Höhe sollte sich laut SPÖ am Regelbedarf orientieren, womit der Aufwand für Unterkunft, Kleidung etc. gemeint ist.
Junge Männer auf der Suche nach einem neuen Männerbild
In der auf allen Medienkanälen hochemotional geführten Debatte über Sexismus und sexuelle Belästigung sitzt eine kleine Elite auf der Anklagebank: ältere, mächtige Männer. Frauen berichten weltweit von sexuellen Anzüglichkeiten bis hin zu Vergewaltigungen – einzelne melden sich auch mit Kritik an der Anti-Sexismus-Kampagne zu Wort. Und wie denken Männer, die jung sind und noch am Anfang ihrer Berufskarriere stehen, über Sex, Sexismus und #MeToo? Fühlen sie sich betroffen oder verunsichert?
Gerüchte über Aufhebung des Rauchverbots sorgen für Aufschrei
Wien – Lange konnte im Café Prückel zur Melange gequalmt werden, in den letzten Jahren in einem Bereich hinter einer Glaswand. Seit zirka einem Jahr besteht in dem Kaffeehaus an der Wiener Ringstraße aber ein generelles Rauchverbot, wie es laut aktueller Gesetzeslage ab 1. Mai 2018 für die gesamte Gastronomie in Österreich gilt.
Tägliche Raucher: OECD-Schnitt sinkt, Anteil in Österreich gleichbleibend
Wien – Eigentlich ist es beschlossene Sache, dass im Mai 2018 kommenden Jahres ein generelles Rauchverbot in der österreichischen Gastronomie in Kraft tritt. Die FPÖ ist aber kein Freund davon – und die Frage, inwieweit sich an der Gesetzeslage wieder etwas ändern könnte, derzeit wohl Teil der Koalitionsverhandlungen.
Gesundheitshotline: Stagnierende Anrufzahlen in Wien
Der Beratungsservice soll dazu beitragen, das Gesundheitssystem – insbesondere die Spitalsambulanzen – zu entlasten. Tendenziell mehr Anrufe gehen am Wochenende, in der Früh und abends ein – also dann, wenn niedergelassene Ärzte schlecht erreichbar sind Häufigste Beweggründe, in Niederösterreich 1450 zu wählen, waren Rückenschmerzen, Erbrechen, Insektenstiche, Schwindel und Bauchschmerzen.
Kinderarmut: Vom Stress, sich vieles nicht leisten zu können
Eine der als armutsgefährdet geltenden Gruppen in Österreich sind Alleinerziehende beziehungsweise deren Kinder. So erzählt Frau S. dem STANDARD von ihrer Zeit nach der Scheidung: "Meine Kinder konnten weder Urlaube noch Schulskikurse besuchen." Ihr Ex-Mann sei arbeitslos gewesen, sie sei nach der Scheidung "mit den Kindern samt sämtlichen Schulden" allein dagesessen. Der Einkaufszettel habe "in dieser Zeit nur die wichtigsten Grundnahrungsmittel beinhalten" dürfen.
Gesetzliche Gratwanderung in der Gruselnacht
Wien – Frau Barbara beobachtet dieses Jahr bei den Halloween-Einkäufen einen Hang zu Verkleidungen als Skelett, Harley Quinn (eine Figur aus "Batman" , Anm.), Trump und Horrorclowns, wie die Verkäuferin im K+K Domgasse in der Wiener Innenstadt aufzählt, wobei K+K für "Kostüm und Klamauk" steht. Die Wahl fällt also oft auf Figuren, in die man sich am einfachsten mithilfe einer Maske verwandelt.
Erste Beratungsstelle nur für Frauen mit Fluchtgeschichte
Wien – Auf der Flucht und neu angekommen in einem fremden Land, geht es für die meisten Frauen erst einmal um alles andere als sie selbst. "Dann sind die Kinder irgendwann in der Schule, die Frauen können das erste Mal durchschnaufen, und da kommt allmählich die Frage auf: Was ist jetzt mit mir?" So schildert es Alexandra Gröller, Geschäftsführerin des Diakonie-Flüchtlingsdiensts.
Virtuelle Rückkehr jüdischer Emigranten nach Wien
Wien – Trudy Jeremias wuchs als Trudy Epstein in einer nach ihren Worten "viel zu großen" zweistöckigen Villa in Wien-Hietzing auf. Die meiste Zeit verbrachte sie draußen mit den Söhnen des Gärtners. Deren Vater sei "ein großer Nazi" gewesen, der die Familie oft anzeigte. Eine Stunde Religionsunterricht pro Woche war "das Einzige, was in meinem Leben mit jüdisch wirklich zu tun gehabt hat", sagt Jeremias. Dann kam 1938 und der "Anschluss".
Was Sie unbedingt über Pflege wissen sollten
Der Pflegebereich ist eine komplexe Materie. Ein Glossar zum besseren VerständnisPflegebedürftigeRund 455.000 Menschen in Österreich sind als pflegebedürftig eingestuft, von diesen bezogen im Mai 2017 nach Angaben des Sozialministeriums 447.519 Pflegegeld, bei den übrigen 7.720 ruhte der Bezug aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes.
Mangelhaftes Wissen über die Regelblutung
Eine Umfrage unter 1100 Jugendlichen ergab große Wissenslücken beim Thema Menstruation – Zwei Ministerien nahmen dazu StellungWien – Die Ergebnisse einer Online-Umfrage unter 1100 Mädchen und Buben im Alter von 13 bis 17 Jahren zum Thema Menstruation ergab vor einigen Monaten große Wissenslücken bei Jugendlichen.
Von Grippewellen und der Lehre aus der Gangbettenmisere
Antwort: Noch ist es nicht so weit: Zwar ging der Wiener Grippemeldedienst für die erste Oktoberwoche aufgrund der Meldungen von Ärzten auf wienweit 3700 Grippefälle – eine Hochrechnung mit einer Schwankungsbreite von 850 Fällen -, allerdings handelte es sich dabei um grippale Infekte. Denn das Zentrum für Virologie an der Medizinischen Universität Wien hat heuer noch keinen Fall von "echter" Influenza in Österreich nachgewiesen.
Abbau der Donauuferbahn verzögert sich
Abtragen einer Teilstrecke der längst stillgelegten Nebenbahn in Niederösterreich sollte am Montag beginnen, wurde aber gestopptSt. Pölten / Wien – Gegen das Abtragen von Schienen der Donauuferbahn regt sich später Widerstand. Eine Gruppe Radfahrer protestierte vor rund einer Woche für den Erhalt der Teilstrecke zwischen Lehen und Weins-Ysperdorf im Bezirk Melk.
Rad-Protest gegen Abriss der Donauuferbahn
Auflassungsbescheid für Nebenbahn im Bezirk Melk liegt längst vor – Aktivisten geht es um "Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung"St. Pölten / Wien – Es ist reichlich spät für einen Aufschrei.
Rat auf Draht: Geldsorgen zum 30-Jahr-Jubiläum
Wien – Als alles begann, war Rat auf Draht noch kein Rund-um-die-Uhr-Notruf. Der Beratungsdienst verzeichnete auch noch deutlich weniger Anrufe als heute. Probleme wie Cybermobbing, Sexting oder Grooming kamen für Kinder und Jugendliche zudem erst rund zwei Jahrzehnte später durch Smartphones und Internet auf. Aber vieles hat sich seit der Gründung am 3.
Mehrere Parteien für Ausbau der persönlichen Assistenz
Interessenvertreter fordern schon lange persönliche Assistenz für mehr Menschen mit Behinderung – Die Politik reagiertWien – Seit langem fordern Interessenvertretungen für Menschen mit Behinderung eine Ausweitung der persönlichen Assistenz für die Erledigung von Alltagstätigkeiten.
Pflegeskandal: Übergriffe ohne rasche Konsequenzen
Patient "Berti H." wiederum, der per Magensonde ernährt werden musste, sei von den verdächtigten Pflegern "mit der Faust wuchtig in den Bauch geschlagen worden". Als er "Stuhlprobleme" gehabt habe, sei ihn "von den Pflegern Speiseöl in den Mund oder ins Sondensackerl geleert" worden. Dabei hätten die Pfleger ihn ordinär beschimpft. Mittwochnachmittag wurden zwei der fünf Verdächtigen wegen Tatbegehungsgefahr festgenommen, über U-Haft soll bis Donnerstag entschieden werden.
Pflege: Wie Österreichs Parteien den Spagat schaffen wollen
"Pflege geht uns alle an", mahnt denn auch Sozialminister Alois Stöger (SPÖ). Die Zahlen zeigen unerbittlich: Pflege betrifft sehr viele Menschen ganz unmittelbar. Insgesamt waren im Mai 2017 genau 455.239 Personen in Österreich pflegebedürftig. Sie erhalten rund 2,5 Milliarden Euro an Pflegegeld. Rund 80 Prozent von ihnen werden zu Hause von Angehörigen umsorgt – wie eine Studie des Bundesinstituts für Gesundheitswesen im Jahr 2005 gezeigt hat. Die meisten der Pflegenden sind Frauen.
Konvertitin mit kritischem Geist wird Diakonie-Chefin
Ihre Sorgen waren unbegründet: Die 43-Jährige wird mit 1. September 2018 Michael Chalupka nach 24 Jahren an der Spitze des evangelischen Hilfswerks Diakonie ablösen. Bis sie die Leitung der Wohlfahrtsorganisation übernimmt, bleibt Moser Pfarrerin in Wien-Simmering – ein Beruf, den sie seit einem Jahr ausübt. Beide Ämter seien "Herzensangelegenheiten", sagt die auch am Institut für öffentliche Theologie und Ethik der Diakonie Lehrende, die sich zuletzt etwa dem Thema Sterbehilfe widmete.
Wien passte Mindestsicherung heuer bis dato nicht an
Ein Wiener hat seine diesbezüglichen Beobachtungen der Volksanwaltschaft mitgeteilt. In einem dem STANDARD vorliegenden Antwortschreiben Günther Kräuters heißt es dazu nicht nur, dass "nicht zweifelhaft ist, dass die Wiener Landesregierung gesetzlich verpflichtet ist, eine entsprechende Verordnung (zur Erhöhung, Anm.) zu erlassen".
Schnabl in St. Pölten einstimmig zum Soziallandesrat gewählt
Der Chef der SP Niederösterreich ist seit Donnerstag Landesregierungsmitglied, das auch für Gesundheit und Asyl zuständig istSt. Pölten – Die niederösterreichische Landesregierung hat ein neues Mitglied: Franz Schnabl, seit Juni Chef der niederösterreichischen Sozialdemokraten, ist seit Donnerstag Landesrat.
Parkpickerl-Befragung in Simmering Ende September
Wien – Eine Stunde lang ist Orhan C. Montagvormittag mit seinem Auto durch Simmeringer Gassen gekurvt, wie er sagt. Inzwischen hat er sich am Ende einer Sackgasse nahe der Grenze zum Bezirk Favoriten ins Halteverbot gestellt und wartet, bis in Sichtweite ein Platz frei wird. "Ich wohne da oben", C. zeigt auf einen Wohnbau direkt vor ihm. "Meine Kinder warten auf mich." Seit 17 Jahren lebe er hier, seit drei bis vier Monaten sei die Parkplatzsituation schwierig, seit zwei Wochen unerträglich.
Oberlaa liegt ab Samstag an der U-Bahn
Wien – Wer auf Jubiläen Wert legt, für den wäre der richtige Zeitpunkt zur Eröffnung der U1-Verlängerung in den Süden Wiens erst 2018 gewesen. Dann ist es genau 40 Jahre her, dass der U-Bahn-Tunnel zwischen Karlsplatz und Reumannplatz den Betrieb aufnahm. Reumannplatz hieß die südliche U1-Endstation bis heute, ab Samstag sollte man sich an Oberlaa gewöhnen. Routen und Betriebszeiten von 14 Buslinien werden an die neue U1 angepasst. Die Straßenbahnlinie 67 fährt ab 2.
Häupl übergibt Parteivorsitz: Wiener Schweigemeister
So knapp vor der Nationalratswahl bleibt dem Wiener SPÖ-Chef nur, die Gräben in seiner Partei so gut es geht zu verdeckenDass sich Michael Häupl maximal drei Monate nach der Nationalratswahl von der Spitze der Wiener SPÖ zurückziehen wollte, ist seit Frühjahr bekannt. Nun ließ der Wiener Bürgermeister die Öffentlichkeit wissen, dass Ende Jänner der Wechsel stattfinden soll.
Tausende Bäume fallen Pilz zum Opfer
"Der Pilz ist so gut wie überall in Österreich vorhanden", sagt Thomas Cech, Leiter der Abteilung für Phytopathologie am Bundesforschungszentrum für Wald (BFW), die sich unter anderem mit Pilzen, die Baumkrankheiten verursachen, befasst. Gebiete nahe Bächen und Flüssen, vor allem in Voralpenregionen, seien besonders betroffen. Der Pilz ist seit rund zehn Jahren in Österreich verbreitet – "man kann von einer Pandemie in Zentral- und Nordeuropa sprechen", sagt Cech.
Wie in Österreich nicht zugelassene Medikamente in Spitäler kommen
Wien – Spitälern wurde ein in Österreich nicht zugelassenes Krebsmedikament geliefert, am Mittwoch wurde bekannt, dass die Firma Koanaa Healthcare deshalb angezeigt wurde. Das Hanuschspital hatte dessen Arzneimittel mit dem Wirkstoff Melphalan wegen Engpässen beim Original angefordert. Die Ages Medizinmarktaufsicht wusste weder davon etwas, noch weiß sie aktuell von Engpässen.
Nach Tod eines Rekruten: Staatsanwaltschaft und zwei Kommissionen ermitteln
Horn/Wien – In der Öffentlichkeit kursieren voneinander abweichende Darstellungen der Umstände des Todes eines Rekruten in Horn. Der 19-Jährige soll vergangenen Donnerstag, am bisher heißesten Tag des Jahres, nach drei Kilometern Marsch über Schwindel geklagt haben, war bewusstlos geworden und wenig später gestorben. Die Staatsanwaltschaft Krems ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen unbekannt beziehungsweise wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Umständen.
Heiß, heißer, brütend: Von Tropennächten und Hitzeschäden
Wien – Saharastaub weht über Wälder und Straßen, der Mond wacht über Tropennächte – derzeit scheint es so, als läge Österreich deutlich näher am Äquator. Auch nach Sonnenuntergang kühlt es nur wenig ab: Die Nacht auf Mittwoch wurde von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg) erneut als Tropennacht eingestuft. Die Mindesttemperatur fiel also nicht unter 20 Grad Celsius – was an 79 ZAMG-Messstellen der Fall war.
Hauptverband: E-Card mit Foto wird Bürgerkarte
Hauptverbandschef Biach erwartet Verordnung für E-Medikation im Herbst – Elga spare ab 2021 in der Verwaltung jährlich 80 Millionen Euro einWien – Die E-Card soll künftig nicht nur mit Foto versehen werden. Sie soll auch als Bürgerkarte fungieren, erklärte Alexander Biach, Chef des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger, am Mittwoch in einem Hintergrundgespräch.
Leitfaden für längere Mobilität von Heimbewohnern
Wien – Menschen, die über Jahre gepflegt werden, verlieren oft nach und nach die Fähigkeit, sich selbstständig fortzubewegen. Obwohl das häufig der Fall ist, wird erst seit ein paar Jahren erforscht, wie verbreitet Bettlägerigkeit in der Langzeitpflege ist und wie es dazu kommt.
NÖ-Tierschutzverband in weiten Teilen für neues Tierschutzgesetz
Krems/Wien – Für Tiere im Internet neue Besitzer suchen darf in Österreich seit kurzem nur, wer eine bewilligte Räumlichkeit hat, in der ausreichend geschultes Personal vor Ort ist. In Wien wurden Verstöße gegen dieses neue Gesetz bereits bestraft, was vergangene Woche einen Aufschrei des Wiener Tierschutzvereins nach sich zog, dessen Präsidentin Madeleine Petrovic das Gesetz für verfassungswidrig hält. Die Bundesregierung versprach eiligst eine Überarbeitung bis Herbst.
Verein: Behörden wissen wenig über Regeln bei Pflege
Zuständig für die Einhaltung der Regeln sind die Bezirkshauptmannschaften (BHs) beziehungsweise Magistrate. Sie wissen laut Jürgen Holzinger von Chronisch Krank aber nur ungenügend darüber Bescheid. "Erst letzte Woche habe ich zwei BHs am Telefon darüber aufgeklärt", sagte Holzinger am Dienstag bei einer Pressekonferenz, zu der Grünen-Sozialsprecherin Judith Schwentner geladen hatte. Werden Regeln nicht eingehalten, müssten sich Betroffene aber an die BHs wenden.
Private Gesundheitsausgaben: Nicht gut aufgehoben
Viele Menschen fühlen sich im Kassenarztsystem nicht mehr gut aufgehobenMan hat es nun schwarz auf weiß: Honorare für Wahlärzte machen einen beträchtlichen Teil der privaten Gesundheitsausgaben der Österreicher aus. Das zeigen Detailauswertungen von Statistik-Austria-Daten. Die Zahnmedizin ist im ambulanten Bereich bei den direkten Selbstzahlungen von Privathaushalten zwar mit 674 Millionen Euro der größte Brocken, doch gleich darauf folgen die Ausgaben für Wahlärzte (511 Millionen).
Prüfer kritisieren volle Gefängnisse und Sprengelzwang für Schüler
Volksanwaltschaft präsentierte Niederösterreich-Report und fordert Rederecht im LandtagSt. Pölten – Der Titel des 129-Seiten-Reports lautet "Bericht der Volksanwaltschaft an den Niederösterreichischen Landtag". Präsentiert wurde er am Donnerstag aber nicht vor Abgeordneten im Landhaus an der Traisen, sondern vor Journalisten im Seminarraum eines St. Pöltener Hotels. Genau an diesem Umstand übte Günther Kräuter, derzeit Vorsitzender der Volksanwaltschaft, Kritik.
Pro und Kontra: Abriss von Hitlers Geburtshaus
Ein Geburtshaus übt immer eine gewisse Faszination aus und zieht Touristen an. Insbesondere jene, die den darin Geborenen bewundern. Deshalb erhält das Gebäude mit Adresse Salzburger Vorstadt Nr. 15 in Braunau am Inn regelmäßig Besuch von Rechtsextremen. Sie posieren und feiern vor den beigefarbenen Mauern, hinter denen Adolf Hitler zur Welt kam. Fotos davon wandern ins Netz und ziehen weitere Ewiggestrige an.
Elf Prozent mehr Waffenbesitzer in Österreich
Zahl der Waffenbesitzer und der Waffen binnen einen Jahres deutlich angestiegen – Kritik an psychologischen TestsWien – Insgesamt 282.135 Personen in Österreich besitzen eine Waffe. Damit weisen aktuelle Zahlen des Waffenregisters laut Innenministerium elf Prozent mehr Waffenbesitzer auf als vor einem Jahr. Insgesamt sind demnach 957.301 Waffen registriert. Auch diese Zahl ist seit 1. Juli 2015 deutlich gestiegen: um 63.544 Stück.
Experte: Krankenkassen sollen Gestalter statt Verwalter sein
Czypionka warnt davor, zu große Hoffnungen in das Einsparungspotenzial unmittelbar bei der Verwaltung zu setzen. Das IHS nahm 2010 eine Bestandsaufnahme der Verwaltung im Gesundheitssystem vor, der zufolge Österreich 2008 mit rund 3,5 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben verglichen mit anderen Sozialversicherungsländern verhältnismäßig wenig für Verwaltung der Gesundheitsversorgung ausgab.
Bawag löste Konto von Österreichisch-Arabischem Verein auf
Wien – Die Bawag hat ein Bankkonto des Österreichisch-Arabischen Kulturzentrums (OKAZ) aufgelöst. Diesen Vorgang hat die Bank auf STANDARD-Anfrage am Mittwoch bestätigt, nachdem die Zeitung Jerusalem Post berichtet hatte, dass ein "Terrorkonto" des austro-arabischen Kulturzentrums von der österreichischen Bank geschlossen worden sei, was die Zeitung Heute aufgriff.
Einsperren möglich, Abweisen ohne jegliche Prüfung nicht
Wien – Sebastian Kurz (ÖVP) nennt Australiens Einreise- und Asylsystem als gutes Beispiel, an dem sich die Europäische Union zumindest teilweise orientieren sollte. Beispielweise würde dann durch illegale Einreise in die Europäische Union das Recht auf Asyl verwirkt. Das ist nach jetziger menschenrechtlicher Lage nicht möglich, sagt Europa- und Völkerrechtsexperte Walter Obwexer im STANDARD-Gespräch. Aber was wäre im rechtlichen Rahmen? Wie ist die Lage derzeit?
Mehr Kinder mit Diabetes: Schulen nicht vorbereitet
Derzeit kommt laut FSW für rund 45 Schulkinder mit chronischen Erkrankungen Hauskrankenpersonal in Wiener Schulen – wie mit Diabetes in Schulen umgegangen wird, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden. In einigen Fällen braucht es die pflegerische Hilfe nur für wenige Wochen zur Einschulung. Pro Stunde bezahlen Eltern – so sie Pflegegeld erhalten – in Wien 7,88 Euro Selbstbehalt.
Schüler mit Diabetes: Lähmende Angst
Sowohl Lehrer als auch Eltern teilen also die lähmende Angst, etwas falsch zu machen. Dieses Gefühl scheint zum Teil die Sorge um das Wohlergehen der Kinder zu überschatten. Dass mobiles Pflegepersonal, wie etwa in Wien, in Schulen einspringt und schult, kann ein Lösungsansatz sein, müsste aber noch flächendeckend möglich werden. Kinder können durch Über- oder Unterzuckerung in große Gefahr geraten. Im Notfall wäre die Gesetzeslage dann zwar klar – Erste Hilfe darf nicht unterlassen werden.
Ab Juni sollen Drogendeals nicht mehr sichtbar sein
Wien – Eine Novelle des Suchtmittelgesetzes tritt am Mittwoch in Kraft. DER STANDARD hat sich angesehen, was sich dadurch ändert – fünf Fragen und Antworten rund um Drogendelikte, Strafhöhen, Polizeiarbeit, Platz für Häftlinge und die erst zu Jahresbeginn in Kraft getretene Strafrechtsreform. Frage: Was ändert die Novelle des Suchtmittelgesetzes, die am Mittwoch in Kraft tritt? Antwort: Durch die Novelle soll die Polizei leichter gegen das Drogendealen im öffentlichen Raum vorgehen können.
Barrierefreiheit: Frist abgelaufen, Kritik aufrecht
Zehn Jahre ist es alt, aber erst seit knapp fünf Monaten ist das Bundesbehindertengleichstellungsgesetz bei baulichen Maßnahmen in der Privatwirtschaft in Österreich voll anzuwenden. Gebäude, deren Errichtung vor 2006 bewilligt wurde, sollten nun also barrierefrei sein. Aber es gelten Ausnahmen: zum Beispiel wenn eine Adaptierung mit "unverhältnismäßigen Belastungen" verbunden wäre. Die Behindertenanwaltschaft sieht in manchem noch großen Aufholbedarf. Etwa bei der Inklusion in der Bildung.
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