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Articles by Helen Ringleb
Lukas fordert Mindestlohn in Werkstätten für Menschen mit Behinderung
Lukas hat fünf Jahre in Werkstätten für Menschen mit Behinderung gearbeitet. Dort hat er 1,35 Euro pro Stunde verdient und Wasserhähne zusammengeschraubt. Als Kind hatte er eine Hirnhautentzündung und seitdem ein Handicap. „Lesen und schreiben kann ich nicht so gut, wie andere. Außerdem habe ich einen Sprachfehler.“ Lukas hätte lieber im Medienbereich gearbeitet und dort ein Praktikum gemacht als in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Das sei dort aber nicht gefördert worden.
Johannas Herz schlägt auf der rechten Seite
Dass Johanna ihren 30. Geburtstag feiern kann, ist ein medizinisches Wunder. Sie wird mit nur einem Lungenflügel geboren und trägt das Herz auf der rechten Seite. Ihre Lebenserwartung wird nach ihrer Geburt auf zwei Jahre geschätzt. „Die Ärzte haben damals gesagt: ‚Es ist eine Laune der Natur.‘“ Als Kind wächst Johanna so ‚normal‘ wie möglich auf. „Meine Mutter hat mir eigentlich immer alles erlaubt.
Neuer Sporttrend in der Pfalz: Männer-Pilates
Die Männer trainieren ganz gerne unter sich. Da können sie sich etwas lockerer geben. Die Soundkulisse ist auf jeden Fall etwas anders als im gemischten Kurs. Es ist immer lustig. Stefan hat sich vor einigen Monaten etwas Besonderes für die Männer in seinem Ort ausgedacht: Eine reine Männer Pilates Gruppe. „Manche Männer trauen sich nicht, wenn Frauen dabei sind so eine Sportart auszuüben.
Diagnose Alzheimer mit 57 Jahren - Beate pflegt ihren Mann Frank
„Der Arzt sagt zu meinem Mann: ‚Alzheimer mit frühem Beginn.‘ Dann dreht sich mein Mann zu mir um und sagt: ‚Für dich wird es schlimmer.‘“ Als Frank die Diagnose Alzheimer bekommt, ist er erst 57 Jahre alt. Inzwischen ist er 63 und im Alltag komplett auf die Hilfe seiner Frau Beate angewiesen. Frank lebt oft in seiner eigenen Welt und redet nicht mehr viel. „Er braucht zu allem Begleitung und Aufsicht.
Mitgelitten - Saskias Mann erkrankt schwer an Covid - SWR Heimat
„Als liebender Mensch leidet man genauso mit. Man macht nicht weiter mit seinem Leben, man wartet ab und hofft das Beste.“ Im Dezember 2020 infizieren sich Saskia und ihr Mann Sven mit dem Coronavirus. Beide haben starke Symptome, doch nach fünf Tagen geht es Sven nicht besser. Saskia ruft den Krankenwagen. „Der Zustand war so schlimm, er musste sofort intubiert und ins künstliche Koma versetzt werden.“ Für Saskia beginnt eine schwere Zeit.
Sven erkrankt schwer an Corona und liegt vier Monate auf der Intensivstation
„Todesangst – ganz klar. Das ist der Moment, wo man merkt, dass es jetzt ums nackte Überleben geht.“ Im Dezember 2020 erkrankten Sven und seine Frau Saskia an Corona. Sie sind beide jung (damals 36 und 33), nicht vorerkrankt und sportlich. Nach einer Woche geht es Saskia besser, aber Svens Gesundheitszustand verschlechtert sich rapide. „Mein Gesicht ist grau geworden und meine Lippen blau. Meine Frau hat dann den Krankenwagen gerufen.“ Für eine richtige Verabschiedung bleibt keine Zeit mehr.
Betroffenen von Missbrauch Mut machen
„Ich möchte allen Betroffenen von sexuellem Missbrauch Mut machen, sich Hilfe zu suchen, darüber zu reden, das Thema anzugehen. Sich nicht die Schuld für irgendetwas zu geben, weil als Betroffener hat man niemals die Schuld für das, was einem passiert ist.“ Als sie elf Jahre alt ist, wird Melissa sexuell missbraucht – über ein Jahr lang. Der Täter stammte aus dem näheren Umfeld. „Gesprochen habe ich als erstes mit Freunden meiner Familie und meiner Mama.
Laura arbeitet im Kinderhospiz
„Das Schönste an meinem Beruf ist die Arbeit mit den Kindern. Die bedeutet mir wahnsinnig viel.“ Laura arbeitet seit vier Jahren als Kinderkrankenpflegerin im Hospiz Bärenherz. Die Gäste dort sind zwischen null und 27 Jahren alt. Das Hospiz soll ein Wohlfühlort sein, deswegen wird nicht von Patienten gesprochen, sondern von Gästen. „Im Kinderhospiz schenke ich den Kindern und Jugendlichen schöne Momente, wo es doch im Alltag von ihnen oft sehr schwer ist“, sagt Laura über ihre Arbeit.
Ivana arbeitet mit ihren Therapiebegleithunden Sissi und Helga im Hospiz
„Über 100 Menschen sind in Begleitung meiner Hunde verstorben. Für die Angehörigen ist das das letzte Bild, was sie haben. Dann bekommt der Tod auf einmal was Schönes, was Angenehmes, was man ohne den Hund nie geschafft hätte – sonst würde man immer nur den toten Menschen sehen.“ Ivana ist Palliativschwester und bietet in Erwachsenen- und Kinderhospizen tiergestützte Therapie an. Maximal zwei Stunden am Tag begleiten sie Sissi und Helga bei der Arbeit.
Trudel und Erich heiraten nach 33 Jahren Verlobung
„Unsere Liebe hat sich entwickelt. Es ist echte Liebe und Treue. So sind wir heute noch verbunden.“ (Trudel (84) ist seit 33 Jahren mit Erich (89) verlobt.) Trudel und Erich haben sich im Chor vor 35 Jahren kennen und lieben gelernt.
Schmuckproduktion unter fairen und nachhaltigen Bedingungen
Nora ist Goldschmiedin und verwendet aus Überzeugung ausschließlich fair produzierte Rohstoffe und arbeitet nachhaltig. „Nachhaltigkeit bedeutet für mich, dass das was ich tue, einen positiven Effekt hat.“ Sie arbeitet mit Recycling-Gold und -Silber und fertigt auch aus alten Schmuckstücken neue an. Zudem verzichtet Nora auf die sonst üblichen chemischen Hilfsmittel des Goldschmiedehandwerks, um die Umwelt, sich selbst und ihre Mitarbeiter zu schonen.
Tobias aus Freiburg läuft 1.233 km den Rhein entlang
Einfach die Sportschuhe anziehen, den Rucksack mit Wasser mitnehmen und loslaufen! Tobias läuft 1.233 km den Rhein entlang, von der Quelle in der Schweiz bis zur Mündung in den Niederlanden. Mikro-Abenteuer erleben, das ist gerade während Corona der Wunsch von vielen. Aber sich aufzuraffen, ist dann die andere Sache. So ging es auch Tobias. Er will schon lange eine große Wanderung machen. „Ich habe nach einer Strecke gesucht, die mich reizt. Der Rhein beginnt vor meiner Haustür.
Von der Stadt aufs Land
Er ist eigentlich Wirtschaftsingenieur, sie Verwaltungsbeamte. Matthias und seine Lebensgefährtin Evelyn haben ihre Jobs aufgegeben und betreiben seit Februar 2021 einen Milchbetrieb im rheinhessischen Grolsheim. Vorher hatten sie nie etwas mit Kühen zu tun. Das Melken hat sich Matthias autodidaktisch beigebracht: „Einfach by doing, so klappt es am besten. Ins kalte Wasser. Ich habe aber auch einen Kurs gemacht.“ Landwirtschaft statt Büro-Job „Vor dem Computer sitzen, das engt einen ein.
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