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Articles by Lothar Heinke
Gedenken an Erichs Lampenladen : Vor 45 Jahren wurde der Palast der Republik eröffnet
Kleine Erinnerung an vergangene Zeiten in einer anderen Welt: Vor 45 Jahren wurde an der Spree der Palast der Republik eröffnet, und das gleich mehrmals: Für die Bauarbeiter mit Eisbein und Bier, für die Hautevolee mit Spargel und Sekt. In der Nähe von Ulbrichts „Protzkeule“ oder „Walters Renommierstengel“ stand nun „Erichs Lampenladen“ oder der „Ballast der Republik“ – Volkes Mund ist hart, aber gerecht.
Die Impferei der Älteren muss endlich belohnt werden
Jaaa, liebe Staatsoberen und Stadtlenker, wir alten weisen Frauen und weisen Männer haben bis jetzt alles mitgemacht, was ihr von oben verordnet habt. Wir sind mit der von Euch und mit unseren Steuergeldern spendierten Taxen zu den Impfzentren gefahren worden, wir haben dort die Herzlichkeit der Helfer genossen, auch bei den Tests, die uns Impflingen mit ihrem Urteil („negativ“) bestätigt haben, dass alles okey ist. Also: Uns kann keena, nicht mal dieses fiese Corona-Monster.
Sechs Geschichten von der Berliner Weltzeituhr
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Die Weltzeituhr am Alexanderplatz war schon zu DDR-Zeiten ein beliebter Treffpunkt, sei es für Liebespaare, Jugendliche, Demonstranten – und ist bis heute Hintergrund vieler Touristen-Fotos und Berlin-Motiv in Filmen und Musikvideos. Lesen Sie weiter mit Tagesspiegel Plus Nie waren verlässliche Informationen wichtiger Exklusive Inhalte für Tagesspiegel Plus-Leser Der preisgekrönte Tagesspiegel Checkpoint Ohne Risiko: Jederzeit kündbar Schon Digital-Abonnent? Hier anmelden
By Lothar Heinke, Robert Ide Verified, Cristina Marina, Andreas Conrad Verified, Annette Kögel Verified
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Der Tagesspiegel
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Berliner Orte, an denen die Zeit stehengeblieben ist
„Weiß oder rot?“, so lautete im alten West-Berlin die Gegenfrage, wenn man sich in einer Kneipe erkundigte, ob man einen Wein bekommen könne. Kneipen waren die große Attraktion in West-Berlin. Die Stadt war ein Anziehungspunkt für Studenten, die die kleinbürgerliche Enge ihrer westdeutschen Elternhäuser hinter sich lassen oder es vermeiden wollten, zur Bundeswehr eingezogen zu werden.
Berliner Orte, an denen die Zeit stehen geblieben ist
„Weiß oder rot?“, so lautete im alten West-Berlin die Gegenfrage, wenn man sich in einer Kneipe erkundigte, ob man einen Wein bekommen könne. Kneipen waren die große Attraktion in West-Berlin. Die Stadt war ein Anziehungspunkt für Studenten, die die kleinbürgerliche Enge ihrer westdeutschen Elternhäuser hinter sich lassen oder es vermeiden wollten, zur Bundeswehr eingezogen zu werden.
Das Verbotene reizt immer: So kamen DDR-Leser an den Tagesspiegel
Es war einmal… ganz einfach: Der interessierte Zeitungsleser aus dem Berliner Osten fuhr oder ging über die real existierende, aber nur durch ein Schild markierte Grenze zum nächsten Kiosk und erwarb „seine“ West-Zeitung. Die Auswahl war groß, sie reichte vom „Spandauer Volksblatt“ über den „Telegraf“, den Tagesspiegel bis hin zur Boulevardzeitung, den „Abend“ oder die „Morgenpost“. Es konnte auch, einmal in der Woche, „Die Zeit“, „Der Spiegel“, „Stern“, oder die „Quick“ sein.
20 Jahre Reichstagsverhüllung von Christo: Und es war Sommer
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Wann zünden die Raketen? Ein Raumschiff war gelandet. Der Himmel war blauer als sonst, die Sonnenstrahlen intensiver, kosmisch war etwas verrutscht zu unseren Gunsten. Verschwunden das hässliche dunkle Gebäude – an seiner Stelle stand das silbrige Gefährt mit seinen Landeraketen in den Türmen. Früher hatten wir auf der Wiese Fußball gespielt, jetzt lagerten die Menschen da, als wollten sie die Energie aufnehmen, die von der glänzenden Wundererscheinung ausging.
By Rüdiger Schaper, Lothar Heinke, Gunda Bartels, Deike Diening Verified, Nicola Kuhn, Frederik Hanssen Verified
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Der Tagesspiegel
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Steinige Erinnerung: Holocaust-Mahnmal besteht seit 15 Jahren
Er denkt ein paar Sekunden nach, dann antwortet Stiftungschef Uwe Neumärker auf die Frage nach dem emotionalsten Moment: „Da gab es viele. Aber noch immer ist mir dieser Moment vor 15 Jahren in wacher Erinnerung: Ich stehe, ganz allein, zwischen den 2700 Betonquadern. Ein blauer Himmel spannt sich über das graue Stelenfeld. Hier und da kommt eine weiße Wolke und verdunkelt die Sonne. Es ist still. Mich umschließt der Stein. Ich bin allein in einer anderen Welt.
Roomservice für alle Gäste: Wie das Hotel Adlon in der Coronavirus-Krise arbeitet
Auch hier, im luxuriösen Ambiente und auf dem weichen Teppich, ist alles anders als sonst: kein Taxi vor der Tür, an der kein Zerberus steht und seinen Zylinder lüftet. In der Lobby des Hotels Adlon herrscht Stille. Die Bar ist geschlossen, das Piano schweigt. Nur das Tröpfeln des Elefantenbrunnens in der Eingangshalle hat etwas Lebendiges. Ist auch dieses Luxushotel zum Opfer von Corona geworden? Wie man’s nimmt.
Vor 30 Jahren in Berlin: Erinnerungen an die erste freie Wahl der DDR
Das war noch nie da: Du schiebst den Vorhang an der Wahlkabine beiseite, gehst rein, liest dir den langen Zettel mit den Namen der Parteien (19) und Wahlbündnisse (5) durch und machst Dein Kreuz im runden Kreis Deines Favoriten. Fertig. Vor der Tür des Wahlbüros hält dir einer vom ZDF das Mikrofon unter die Nase und will wissen, wen Du gewählt hast. Ich tue dem Mann den Gefallen, ich habe nichts zu verbergen. Wir leben in einer neuen Zeit. Im wunderbaren Jahr der Anarchie.
Geister-Einkaufszentrum: Potsdamer Platz Arkaden stehen vor Komplett-Umbau
Berlins Spatzen, diese neugierigen Schlingel, pfeifen es von allen Dächern, und jene, die direkt unter dem gläsernen Zelt der Potsdamer Platz Arkaden ihren Unwillen heraustschilpen, sind hörbar sauer auf das, was ihnen bevorsteht: Krach und Staub, leere Fensterhöhlen, weder Brotkrümel noch Eiswaffeln. Und wenig Publikum.
Schinkel-Bau in Mitte : Friedrichswerdersche Kirche öffnet wieder die Türen
Eine frohe Botschaft für alle, die alte Kirchen mögen, die Fans von Karl Friedrich Schinkel sind und die auf die baldige Wiedereröffnung der Friedrichswerderschen Kirche gehofft hatten: Das neogotische Gotteshaus steht wieder in alter Pracht und Schönheit am Werderschen Markt. Am 18. und 19. Januar öffnen sich die schweren Türen wieder – zum ersten Mal seit sieben Jahren.
Weltpremiere von „Berlin. Berlin“: Goldene-Zwanziger-Show startet im Admiralspalast
Es liegt ja irgendwie in der Luft, dass in dem vor der Tür stehenden Jahr 2020 an die sprichwörtlichen goldenen Zwanziger des vorigen Jahrhunderts erinnert wird. Stoff gibt es genug, Ideen auch, die Doppelgängerinnen von Marlene Dietrich oder Josephine Baker warten schon hinter dem Glitzervorhang vom Admiralspalast: Der Tanz auf dem Vulkan startet am 19. Dezember als große Show „Berlin. Berlin“ zur Weltpremiere im Admiralspalast am Bahnhof Friedrichstraße und gastiert ab 7.
100 Jahre Jubiläum: Der Friedrichstadt-Palast sollte das Las Vegas an der Spree werden
Den 29. Februar 1980 wird jeder, der ihn im weiten Rund des alten Friedrichstadt-Palasts erlebte, nie vergessen: Die Abendvorstellung war die letzte in diesem traditionsreichen Haus gleich rechts neben dem Berliner Ensemble. Am Schluss des maritimen Programms „Seekiste“ kämpfte Intendant Wolfgang E. Struck mit den Tränen. Die Damen vom Ballett standen an der Rampe und heulten hemmungslos, und auch im Saal flossen die Tränen. Im Varieté der 3000 senkt sich zur „Berliner Luft“ der Eiserne Vorhang.
Neue Show im Wintergarten - Berlin - Tagesspiegel
[Bis 26. Janauar. Termine und Tickets ab 30 Euro: www.wintergarten-berlin.de.] Da lodern die Feuer, verschwinden die Menschen, tauchen plötzlich wieder auf, wechseln blitzschnell ihr Outfit, verrenken die biegsamen Glieder und lächeln, als ob das alles ein einziger großer Spaß zu sein scheint.
Grundstein für „Palais am Brandenburger Tor“ gelegt: Bauprojekt gegenüber von Holocaust-Mahnmal gestartet
In einer tiefen Baugrube, wo einst meterdicke Reste von Bunkern lagen, wurde am Freitag der Grundstein für das „Palais am Brandenburger Tor“ gelegt. Der Neubau entsteht nach einem Entwurf der Leipziger Fuchshuber Architekten direkt gegenüber dem Holocaust-Mahnmal an der Cora-Berliner-Straße, die später eine autofreie Zone werden soll. Der knapp 30 Meter hohe Bau wird direkt vor die letzten, 1990 errichteten Edel-Plattenwohnungen gestellt.
Erinnerungen an die DDR – 70 Jahre nach ihrer Gründung
Bitte nicht erschrecken, sondern einfach weiterlesen: „Die fortwährende Herstellung, Festigung und Entwicklung der Übereinstimmung von gesellschaftlichen, kollektiven und individuellen Interessen ist die grundlegende Bewegungsform der qualitativ neuen Widersprüche des Sozialismus und zugleich der Weg, sie bewusst als Triebkräfte des gesellschaftlichen Fortschritts zu nutzen.
Berliner Fernsehturm feiert 50-jähriges Jubiläum: „Nu also, Genossen, hier kommt er hin“
Er ist unübersehbar, woher man auch kommt. Er markiert die Mitte Berlins. Und ist längst zum Wahrzeichen geworden. Ohne ihn sind Berlin und seine City undenkbar: der Fernsehturm. Am 3. Oktober 1969, zum 20. Jahrestag des Bestehens der DDR, eröffnete die Staatsführung der DDR das 365 Meter hohe Bauwerk und pries es zu Recht als ingenieurtechnische Hochleistung. Namen und Nachrichten aus Ihrem Berliner Bezirk - z.B. mit Laura Hofmann aus Berlin-Mitte Kostenlos bestellen Zum 50.
Berliner Fernsehturm feiert 50-jähriges Jubiläum
Er ist unübersehbar, woher man auch kommt. Er markiert die Mitte Berlins. Und ist längst zum Wahrzeichen geworden. Ohne ihn sind Berlin und seine City undenkbar: der Fernsehturm. Am 3. Oktober 1969, zum 20. Jahrestag des Bestehens der DDR, eröffnete die Staatsführung der DDR das 365 Meter hohe Bauwerk und pries es zu Recht als ingenieurtechnische Hochleistung. Namen und Nachrichten aus Ihrem Berliner Bezirk - z.B. mit Laura Hofmann aus Berlin-Mitte Kostenlos bestellen Zum 50.
Videoprojekt „Glaube. Liebe. Revolution“: Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg zeigt Berlin kurz vor der Wende
Wir nähern uns den Zeiten, als vor 30 Jahren das neue Leben in Deutschland begann: Vorboten des Mauerfalls. Gestern vor 30 Jahren zum Beispiel wurde das Neue Forum offiziell als neue Bürgerbewegung bei den staatlichen Stellen der DDR angemeldet und auch murrend anerkannt. Der Evangelische Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg und die Konrad-Adenauer-Stiftung stellten am Donnerstag im Schöneberger Rathaus ihr gemeinsames Videoprojekt „Glaube. Liebe.
Besondere Sehenswürdigkeit an ehemaligem Grenzübergang: Panzer für den Checkpoint Charlie
Der frühere Kulturstaatssekretär Tim Renner hat mir eine Idee geklaut. Ich bin ganz sauer. Er möchte, laut „BZ“, die Friedrichstraße mit zwei ausgedienten Panzern sperren lassen. Und da fängt der Quatsch ja schon an. Wieso sollen die Panzer, vermutlich ein amerikanischer Patton mit ’nem weißen Stern und ein russischer T 54 mit dem roten Stern, nebeneinander stehen und die Friedrichstraße blockieren. Die standen sich damals, am 27.
Chef vom Berlin Story Bunker: Der Helm war sein Schutzengel
„Wenn ich tot gewesen wäre, wäre das ziemlich blöd. Ich habe noch sehr viel vor“, sagt Wieland Giebel und lächelt etwas gequält. Der Chef vom Berlin Story Bunker in der Schöneberger Straße hatte am 18. Mai einen Schutzengel in Form eines Fahrrad-Helms. Es war ein Sonnabend, Feierabendzeit.
1. FC Union vor dem Relegations-Rückspiel: Das achte Köpenicker Weltwunder
Ab Montag, 22 Uhr 22, könnte die Welt in Köpenick eine ganz andere sein. Naja, das Schloss bleibt stehen, das Rathaus auch, der sagenhafte Hauptmann spukt weiter durch die Gassen der Altstadt und die Ausflugsschiffe ankern an der Spreepromenade. Nein, all das bleibt den Köpenickern erhalten. Aber es kommt etwas Neues dazu.
"Gitler kaputt" - Berlin - Tagesspiegel
Schon wie das Archiv des einstigen Kriegsfotografen Valery Faminsky entdeckt wurde, ist eine kleine Sensation. „2016 fand ich eine Online-Anzeige, in der die Negative eines sowjetischen Fotografen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zum Verkauf angeboten wurden“, erzählt der Moskauer Fotograf Arthur Bondar. Er reagierte sofort, traf sich mit der Anbieterin und erfuhr, dass Faminsky und dessen Frau verstorben waren, aber keiner der Verwandten mit dessen Archiv etwas anfangen konnte.
Alternative Geschichte: Als die DDR zum Weltmarktführer wurde
Zunächst mal waren alle Anwesenden baff und wurden blass und blässer, als der Staatsratsvorsitzende in seiner Rede zur Eröffnung des Thomas-Müntzer-Gedenkjahres seine berüchtigten Worte sprach, dass die Mauer noch „in fünfzig und auch in hundert Jahren bestehen bleibt, wenn die dazu vorhandenen Gründe noch nicht beseitigt sind“. Irgendwie muss E. H.
Alternative Geschichte: Als die DDR2 zum Weltmarktführer wurde
Zunächst mal waren alle Anwesenden baff und wurden blass und blässer, als der Staatsratsvorsitzende in seiner Rede zur Eröffnung des Thomas-Müntzer-Gedenkjahres seine berüchtigten Worte sprach, dass die Mauer noch „in fünfzig und auch in hundert Jahren bestehen bleibt, wenn die dazu vorhandenen Gründe noch nicht beseitigt sind“. Irgendwie muss E. H.
Staatsbibliothek Berlin: Die Vermessung der Welt und des Schäferbergs
Erst gehen wir durch verschlungene Wege, die vom Baustaub kalkweiß geworden sind. Dann öffnet sich eine Stahltür wie zu einem Tresor. Eintritt ins Wunderland. Es ist kühl und hell in den hohen Räumen mit ihren geheimnisvollen Schränken, die nichts Geringeres in sich bergen als die Welt.
Silvester 1989: So feierte Berlin nach dem Mauerfall
Dieses Silvester ’89 in Berlin war ein ganz besonderer Freuden- und Feiertag. Einer, den es so nie wieder gab. Und geben wird. Das „Freude, schöner Götterfunken“ wurde selten so inbrünstig gesungen, manche aber schwiegen betreten, weil ihnen unheimlich war, was da auf sie zu kam. Die DDR mit ihren Mechanismen war zwar noch da, aber nur als schemenhafter Staat, von dem jeder wusste, dass ihm die Abwicklung bevorstand.
Silvester 1989: So feierte Berlin den Jahreswechsel nach dem Mauerfall
Dieses Silvester ’89 in Berlin war ein ganz besonderer Freuden- und Feiertag. Einer, den es so nie wieder gab. Und geben wird. Das „Freude, schöner Götterfunken“ wurde selten so inbrünstig gesungen, manche aber schwiegen betreten, weil ihnen unheimlich war, was da auf sie zu kam. Die DDR mit ihren Mechanismen war zwar noch da, aber nur als schemenhafter Staat, von dem jeder wusste, dass ihm die Abwicklung bevorstand.
Berliner Schloss: Letzte Chance für einen Boxenstopp
„Wohlhabend ist, wenn man mit Geld, das man nicht hat, Dinge kauft, die man nicht braucht, um damit Leute zu beeindrucken, die man nicht mag.“ Alexander von Humboldts Erkenntnis und andere Bonmots des Weltreisenden stehen in großen Lettern im Lift, der uns zum Café auf der Humboldt-Box bringt. Nur bis zum Sonntag gibt es noch die Chance, die grandiose Aussicht auf das Zentrum der Stadt zu genießen. Dann ist Schluss.
Berliner Schloss: Ausstellung in der Humboldt-Box endet
„Wohlhabend ist, wenn man mit Geld, das man nicht hat, Dinge kauft, die man nicht braucht, um damit Leute zu beeindrucken, die man nicht mag.“ Alexander von Humboldts Erkenntnis und andere Bonmots des Weltreisenden stehen in großen Lettern im Lift, der uns zum Café auf der Humboldt-Box bringt. Nur bis zum Sonntag gibt es noch die Chance, die grandiose Aussicht auf das Zentrum der Stadt zu genießen. Dann ist Schluss.
Berlin-Mitte: Eine überirdische Schönheit der Stadt
Die Oranienburger Straße in der Berliner Mitte ist wieder da angekommen, wo sie schon einmal war. Sie hüllt sich in staubige graue Bauplanen, die wie Fetzen an den Fassaden hängen. Sie ist laut, schmuddelig, vernarbt.
Zum Erdogan-Besuch: So wohnt sich's in der Sperrzone
Die Polizei rennt ziemlich aufgeregt hin und her. In der Behrenstraße, also an der Hinterseite vom Hotel Adlon, werden alle Laternen schön blank geputzt. Auch im Untergrund rumort es: Polizisten beobachten die orangefarbene Truppe der BSR, wie sie jeden Gullydeckel anhebt, um ein langes Rohr wie einen Elefantenrüssel in die Unterwelt zu dirigieren. Was das soll, wissen nur die Beteiligten.
Rückschau an den Sommer: Erinnerungen an den Rekord-Sommer in Berlin
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Wer Hiddensee liebt, der sichert sich seinen Sonnenplatz schon Monate vorher, am besten zu Weihnachten. Es ist ein Lottospiel: Himmelblau im September oder Regen? Ach, wenn Engel verreisen... Das nie endende Hoch lag schwer wie Blei oder leicht wie eine Möwenfeder über dem „söten Länneken“. In Neuendorf ist vieles anders als in den Touristenhochburgen Kloster und Vitte. Stille. Jede kreischende Möwe stört die Andacht.
By Anke Myrrhe Verified, Lothar Heinke, Susanne Kippenberger, Elisabeth Binder Verified, Annette Kogel, Annette Kögel Verified, André Görke
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Der Tagesspiegel
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Rückschau: Erinnerungen an den Rekord-Sommer in Berlin
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Wer Hiddensee liebt, der sichert sich seinen Sonnenplatz schon Monate vorher, am besten zu Weihnachten. Es ist ein Lottospiel: Himmelblau im September oder Regen? Ach, wenn Engel verreisen... Das nie endende Hoch lag schwer wie Blei oder leicht wie eine Möwenfeder über dem „söten Länneken“. In Neuendorf ist vieles anders als in den Touristenhochburgen Kloster und Vitte. Stille. Jede kreischende Möwe stört die Andacht.
By Anke Myrrhe Verified, Lothar Heinke, Susanne Kippenberger, Elisabeth Binder Verified, Annette Kogel, Annette Kögel Verified, André Görke
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Der Tagesspiegel
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Vom Kulturpark zum Lost Place - der Plänterwald in Berlin
Eines Tages in den sechziger Jahren hatte die Obrigkeit das Gefühl, dass da was fehlt im Staate DDR. In Moskau gab es so etwas, im Westen auch. Die lange Geschichte von Brot und Spielen fiel den Leuten ein, Brot gab es genügend in Dritteldeutschland, aber Spiele? Große Spiele? Vergnügungen? Da saßen die deutschen demokratischen Republikaner regelrecht auf dem Trockenen, jedenfalls in der eigenen Hauptstadt. Und damit dies nicht so bliebe, sollte dem Volk ein Geschenk gemacht werden – zum 20.
Glosse "Von Tag zu Tag": Stiller Stricksport in der S 1
Gestern in der S 1: Touristen, Hand- und Kopfarbeiter, Studiosi. Manche dösen und gähnen. Drei lesen Bücher. Zwei telefonieren. Zehn beblicken oder beklicken ihre Handys und Suchmaschinen, bespielen ihre Jahrhunderterrungenschaft oder teilen Tante Frieda Neuigkeiten aus dem S-Bahn-Tunnel mit: „Bin gerade Anhalter, setz doch schon mal die Kartoffeln auf!“ Nur eine widersetzt sich: Versunken sitzt sie am Fenster in der Ecke und zeigt, dass sie das ganze Ringsum nix angeht.
Berlin-Bücher: Wo die Gondeln Trauer tragen
Eines Tages in den sechziger Jahren hatte die Obrigkeit das Gefühl, dass da was fehlt im Staate DDR. In Moskau gab es so etwas, im Westen auch. Die lange Geschichte von Brot und Spielen fiel den Leuten ein, Brot gab es genügend in Dritteldeutschland, aber Spiele? Große Spiele? Vergnügungen? Da saßen die deutschen demokratischen Republikaner regelrecht auf dem Trockenen, jedenfalls in der eigenen Hauptstadt. Und damit dies nicht so bliebe, sollte dem Volk ein Geschenk gemacht werden – zum 20.
Theater Distel: Lachen aus Notwehr
Frei nach Loriot formuliert Astrid Brenk die Kampfaufgabe ihres Betriebes so: „Ein Leben ohne ,Distel‘ ist möglich, aber sinnlos“. Sinnvoll wäre es also nach Ansicht der Geschäftsführerin, ein Leben mit den Späßen des Kabarett-Theaters gegenüber dem Bahnhof Friedrichstraße zu führen, zu Lachen und manchmal auch zu Weinen. Oder beides. Das haben die Distelfinken seit nunmehr 65 Jahren ganz gut hinbekommen.
Varieté-Theater in Tiergarten: "Staunen": Wintergarten startet mit neuem Programm
Der Wintergarten nimmt in seinem neuen Programm jenes Motto spielerisch ernst, mit dem er 1992 in der Potsdamer Straße neu geboren wurde: „Dem Staunen gewidmet“. Was damals André Heller dem Varieté mit auf den Weg gab, erschöpft sich nicht im Titel des neuesten Programms „Staunen. Circus of Stars“.
Union Berlin: Saisonauftakt im Kölner Dom
Nach all dem Springen, Schwimmen, Laufen, Werfen und Stoßen nun mal wieder zurück zum Treten des runden Leders: Fußball ist wieder da. In der 2. Bundesliga muss Berlins 1. FC Union am Montag um 20.30 Uhr beim 1. FC Köln antreten. Ist das David gegen Goliath? Ausgerechnet Kölle! Da gab es mal eine 6:0 Klatsche aus Berliner Sicht, lange her, heute „müssen wir das Beste daraus machen, sonst können wir ja gleich anrufen und sagen, dass wir gar nicht erst kommen“, sagt Unions Trainer Urs Fischer.
DDR-Geschichte in Berlin: Ehemaliges Vopo-Gefängnis soll Lernort werden
Was lange währt, wird vielleicht doch noch gut: Das seit Jahren angekündigte Projekt der Öffnung des früheren Polizeigefängnisses in der Keibelstraße als Lern- und Erinnerungsort soll nun nicht länger auf der langen Bank der Bildungsverwaltung schmoren. Staatssekretär Mark Rackles (SPD) kündigte gestern an, dass sich nun eine „Agentur für Bildung“ um die „Bespielung“ des einstigen Knasts am Alexanderplatz kümmert. In dem Lernort sollen zunächst Schüler der 9. bis 13.
Nach der WM-2018: Spitzen-Idee: Ein Fußball-Stadtderby für Berlin
In Berlin schnüren sie nun wieder bald die Toeppen. Die Jungen und die Alten Herren, tausende in den Ligen, dazu die Ladys. Und an der Spitze die beiden Berliner Vereine mit der republikweitesten Präsenz, den meisten Mitgliedern und dem größten Anhang: Hertha und Union. Und da kommt mir eine Idee: Ganz früher gab es mal so eine Art Stadtmeisterschaft. Wie wäre es, wenn unsere beiden besten Klubs ihren Fans kurz vor dem Saisonbeginn ein Geschenk machen? Hertha gegen Union, Union gegen Hertha?
Einstein Unter den Linden : Café-Einstein-Gründer Gerald Uhlig ist verstorben
In dem Eckhaus mit seinen kaffeebraunen Ledersitzen füllen nicht nur die Namen von Prominenten aus Kunst und Politik die dickleibigen Vorbestellungsbücher – hier kann, so er noch einen Platz findet, jedermann freundlich begrüßter Gast sein. Udo Lindenberg in der gemütlichen Sitzecke hinten links ebenso wie Joschka Fischer, die alten und neuen Granden der SPD und die Kanzlerin, daneben die vielen „Linden“-Touristen aus dem eigenen Land.
Bauarbeiten in Berlin: Nazi-Bunker in Mitte ausgegraben
In der Cora-Berliner-Straße 2, wo bis vor einiger Zeit ein brauner Holz-Pavillon stand, in dem Touristen ihren Hunger und Durst stillten, wird jetzt der Baugrund für einen geplanten Wohnungsneubau untersucht. Das Spannende ist: Was könnte sich im Untergrund der ehemaligen Ministergärten befinden? Keller? Gänge? Rohre? Ein Bagger legte in den letzten Tagen eine Betonschicht frei, Gesteinsproben ergaben, dass das Bauwerk in den dreißiger Jahren errichtet wurde.
Berlin-Mitte: Nazi-Bunker in Berlin ausgegraben
In der Cora-Berliner-Straße 2, wo bis vor einiger Zeit ein brauner Holz-Pavillon stand, in dem Touristen ihren Hunger und Durst stillten, wird jetzt der Baugrund für einen geplanten Wohnungsneubau untersucht. Das Spannende ist: Was könnte sich im Untergrund der ehemaligen Ministergärten befinden? Keller? Gänge? Rohre? Ein Bagger legte in den letzten Tagen eine Betonschicht frei, Gesteinsproben ergaben, dass das Bauwerk in den dreißiger Jahren errichtet wurde.
70 Jahre nach der Berlin-Blockade: Wie Ost-Berliner die Luftbrücke erlebten
Die Blockade war auch im Osten eine wilde Zeit. Drei Jahre nach Kriegsende hatten nicht nur die Bewohner der drei Westsektoren all den Lebensmut aufzubringen, der ihnen noch verblieben war. Auch die Berliner im Ostsektor hinter dem Brandenburger Tor sahen sich Problemen ausgesetzt. Das Brummen der Flugzeuge, die mit ihrer Fracht das westliche Berlin am Leben erhalten wollten, assoziierte jenes Grollen am Himmel, das dreieinhalb Jahre zuvor die Berliner in Ost und West in Angst versetzt hatte.
"Bluffbrücke": Die Luftbrücke aus Ost-Berliner Sicht
Die Blockade war auch im Osten eine wilde Zeit. Drei Jahre nach Kriegsende hatten nicht nur die Bewohner der drei Westsektoren all den Lebensmut aufzubringen, der ihnen noch verblieben war. Auch die Berliner im Ostsektor hinter dem Brandenburger Tor sahen sich Problemen ausgesetzt. Das Brummen der Flugzeuge, die mit ihrer Fracht das westliche Berlin am Leben erhalten wollten, assoziierte jenes Grollen am Himmel, das dreieinhalb Jahre zuvor die Berliner in Ost und West in Angst versetzt hatte.
Berliner Stadtgeschichte: Die letzten DDR-Kaufhallen werden abgerissen
Die ältere Dame mit ihrem roten Wuschelkopf und den lustig blinkernden Augen schiebt ihren Einkaufswagen an die Edeka-Supermarkt-Kasse. „Hallo!“, sagt die Kassiererin. „Hallöchen!“, ruft die Kundin, „heute is’ mal wieder Hitze anjesaacht.“ „Wie immer“, pflichtet ihr die Kassiererin bei und scannt dabei flink eine Tüte Milch, Käse, Brot und ein kleines Fläschchen Rotkäppchen-Sekt in ihr Gerät. Die Frau schiebt den Warenkorb aus dem Stau an der Kasse. „Nicht mehr lange“, sagt sie.
Alltag der DDR: Der Blick zurück
Ja, das Interesse am Osten Deutschlands, am Leben und Treiben in der DDR mit ihren landschaftlich so reizvollen Gegenden zwischen Ostsee und Thüringer Wald, scheint eher zu- als abzunehmen. Und das gilt auch und gerade für diesen Moloch, unsere einst geteilte Stadt: Was war früher? Und was ist heute? Und dazwischen? Was ist schön alt oder neu hässlich, und was muss man unbedingt gesehen haben?
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