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Articles by Michael Simoner
Der Zauber der falschen Lilien
Landwirtschaft 5 hours ago Geld verdienen mit Unkraut: Anbauen, was andere rausreißen #77 ndr.de - Kuhlage / Mogwitz • 5h Schafgabe, Kamille, Spitzwegerich - eigentlich Pflanzen, die kein Landwirt auf seinem Acker haben möchte. Doch Werner Klemme aus dem lippischen … Balkonpflanzen Now Diese 7 Balkonpflanzen sorgen bis in den Spätsommer für Farbe familie.de - Jessica Fowler • 31m Der Sommer auf dem Balkon ist wie ein kleiner Urlaub zu Hause – zumindest solange die Pflanzen mitspielen.
Gesetz gegen Gaffer: Kampagnen fehlen
Das Video war eine Klickgranate auf Youtube: Junge Leute auf der Rückfahrt aus dem Urlaub kommen an einem Verkehrsunfall vorbei; ein Auto brennt, die Feuerwehr löscht, auf dem Boden liegt eine verkohlte Leiche. Auf die Aufforderung der Einsatzkräfte hin, das Gaffen und Filmen mit dem Smartphone zu unterlassen, reagieren die Freunde patzig. "Krasser Unfall, und wir sind live dabei" lautet der Text zu einem Foto des verbrannten Opfers, das ein Bursch via Handy seiner Mutter schickt.
Fremdenrechtspaket kostet mehr als zwei Millionen Euro
Das geplante Fremdenrechtspaket kommt Österreich nicht billig. Allein die Überprüfung, ob Asylwerber Bargeld haben, würde mehr als eine Million Euro pro Jahr kostenWien – Das geplante Fremdenrechtspaket, das am Mittwoch vom Ministerrat beschlossen wurde und das gleichzeitig in Begutachtung ging, beinhaltet auch massive Kosten.
Kickls mutloses Asylpaket
Intime Kenner der österreichischen Fremdengesetze können wahrscheinlich nicht einmal die Eingangshalle des Justizpalasts am Wiener Schmerlingplatz füllen. Den wirklichen Durchblick haben nur wenige. Kaum ist eine Reform durch, müssen den frischgedruckten Gesetzesbüchern bereits Zusatzblätter über wieder neue Regelungen beigelegt werden. Vor allem das Asylrecht wurde in den vergangenen zehn Jahren öfter novelliert als jede andere rechtliche Materie.
Suche nach einem neuen nationalen Drogenkoordinator
Inzwischen orientiert sich das österreichische Suchthilfekonzept wieder mehr am Grundsatz Hilfe statt Strafe als an Repression. Im "Epidemiologiebericht Sucht 2017 – illegale Drogen und Tabak" heißt es, dass es gelungen sei, die Behandlungsrate von suchtkranken Menschen "massiv zu erhöhen". Etwa zwei Drittel aller rund 30.000 Opioid-Abhängigen in Österreich befinden sich in ärztlicher Behandlung, fast 19.000 davon bekommen Ersatzdrogen verschrieben.
Ausspioniert und bespitzelt: Skandale im staatspolizeilichen Dienst
Legendär sind die löchrigen Socken von Bundespräsident Franz Jonas. Sie waren in einem Geheimdossier vermerkt, das die Staatspolizei, also die Vorläuferabteilung des BVT, in den 1960er-Jahren angelegt hatte. Ernster Hintergrund der heiteren Episode war der erste größere Spitzelskandal der Nachkriegsgeschichte, der zeigte, wie stark die Staatspolizei nach Ende des Zweiten Weltkriegs von den Nachrichtendiensten der Alliierten unterwandert waren.
Auch Innenministerium will Prüfung von Verfassungsschutz einleiten
Maximilian Edelbacher, der bis 2006 als leitender Polizist in Wien tätig war und seit seiner Pensionierung als Experte für Korruptionsprävention u. a. für die Uno, die OSZE und die EU tätig ist, geht hart ins Gericht mit der Causa BVT. Er sieht politische Hintergründe: "In 40 Jahren der Beschäftigung mit dem Thema Korruption kann man sich nicht des Eindrucks erwehren, dass es in Österreich schlimmer geworden ist.
Messer und Prügel sind die häufigsten Tatwaffen
Gemäß den Daten, die das Bundeskriminalamt am Donnerstag für den STANDARD ausgehoben hat, wurden im Jahr 2007 bei 189 angezeigten Fällen Messer und in 74 Fällen Hiebwaffen verwendet. 2016 ergab die Auswertung der Tatmittel schon 743 Messerattacken und 410 Angriffe mit Baseballschlägern, Stangen oder Schwertern. In Prozenten: ein Plus von 293 Prozent bei Stichwaffen, plus 454 Prozent bei Hiebwaffen. Messer und Prügel sind die bei weitem am häufigsten verwendeten Tatwaffen bei Gewaltdelikten.
Nach Hausdurchsuchung Urlaub für Chef des Verfassungsschutzes
Wien – Mitten in der größten Krise seiner Organisation geht Verfassungsschutz-Chef Peter Gridling auf Urlaub. Aus freien Stücken, wie das Innenministerium am Mittwoch betont. Glauben will man das im Umfeld des Verfassungsschutzes nicht ganz. Zu eng liegen Hausdurchsuchungen, Suspendierungen, Urlaubsantrag und das Auslaufen von Gridlings Funktionsperiode zeitlich beisammen. Deren Leiter ist Wolfgang Preiszler, freiheitlicher Gewerkschafter und Gemeinderat in Guntramsdorf.
Sachwalterreform: Bluff oder Blöße
Die türkis-blaue Regierung dürfte mehr Budgetprobleme haben, als bisher bekanntAm vielschichtigen Erwachsenenschutzgesetz, mit dem die 30 Jahre alten Sachwalterregelungen novelliert werden sollen, haben Experten jahrelang getüftelt. Im Vorjahr wurde es von allen Parlamentsparteien einstimmig beschlossen. Ein großer Wurf, hieß es damals, es gab viel Applaus.
Masse schafft keine Klasse
Kickl muss darauf achten, die Dienststellen nicht nach dem Gießkannenprinzip zu bedienen, sondern die Beamten dort einzusetzen, wo sie am meisten gebraucht werden. Keine leichte Aufgabe, denn wenn es um unterbesetzte Dienststellen geht, liegt die Steiermark mit einem Minus von 250 ganz vorn. Nur in Wien und im Burgenland gibt es laut einer parlamentarischen Anfragebeantwortung des Ministeriums mehr Polizisten als eigentlich vorgesehen. Wien ist aber andererseits der Hotspot der Kriminalität.
Rauchverbot: Ja, nein, weiß nicht
Es ist wieder einmal so weit. Die Anmeldung des Volksbegehrens, mit dem die Ärzteschaft doch noch das generelle Rauchverbot in österreichischen Lokalen durchsetzen will, wird bei Rauchern und Nichtrauchern wieder die Köpfe rauchen lassen. Je weiter auseinander die Positionen liegen, desto mehr werden sich Beteiligte beflegeln.
Starke Schneefälle halten Westösterreich auf Trab
Innsbruck – Bis zu anderthalb Meter Neuschnee binnen 48 Stunden: Die ergiebigen Schneefälle am Wochenende haben in Westösterreich zu einer extrem angespannten Lawinensituation geführt. Erstmals seit 1999, als es im Paznauntal zum verheerenden Lawinenereignis von Galtür mit insgesamt 38 Todesopfern gekommen ist, wurde in Teilen Tirols daher die höchste Warnstufe 5 ausgerufen.
Skigebiet Semmering: Schlechte Zwischenzeit
In dem Skigebiet am Semmering stand heuer bisher so mancher Lift länger als geplant stillAm Zauberberg laufen derzeit nicht nur Skifahrer Gefahr, einen Stern zu reißen. In dem kleinen Skigebiet am Semmering, das in der Vergangenheit immerhin Austragungsort von Ski-Weltcuprennen war (und im kommenden Jahr auch wieder sein soll), stand heuer bisher so mancher Lift länger als geplant still.
Was 2018 kommt: Wollen müssen können
Bestes Beispiel: das generelle Rauchverbot in Lokalen. Die Änderung im Tabakgesetz war eigentlich schon längst durch, sogar der Bundesrat, der als letzte skeptische Instanz galt, hatte seine Zustimmung zur Ausweitung des Nichtraucherschutzes gegeben. Doch Vizekanzler Heinz-Christian Strache hatte ein blaues Wahlversprechen einzulösen und blies dem generellen Rauchverbot in der Gastronomie das Licht aus. Vorläufig zumindest.
FPÖ will Massenquartiere für Asylwerber
Das Kapitel Inneres des Regierungsprogramms umfasst zahlreiche Verschärfungen im Asylrecht und erhält durch die jüngsten Aussagen des Wiener Vizebürgermeisters Johann Gudenus (FPÖ) zusätzliche Brisanz. In einem Interview in der ORF-Sendung Wien heute schlug er vor, Asylwerber in Massenquartieren am Wiener Stadtrand unterzubringen.
Demonstrationen gegen Türkis-Blau: Singende Omas und ein Chor aus Buhrufen
Am Montagmorgen liegt der Fokus aber erst einmal auf der Jetztzeit. An fünf Orten in Wien versammeln sich seit acht Uhr Demonstranten unterschiedlicher Lager, um von unterschiedlichen Ausgangspunkten aus dasselbe Ziel anzusteuern: den Heldenplatz, um dort ein Zeichen gegen die Beteiligung einer Rechtsaußenpartei in der Bundesregierung zu setzen. Das Arbeitsprogramm dieser Koalition, so Öllinger, "übertrifft eigentlich alles, was ich mir vorgestellt habe.
Neun Demos gegen Regierung: Verkehrskollaps in Wien erwartet
Acht Demonstrationszüge und eine Standkundgebung am Montagvormittag – Polizei bittet, Fahrten innerhalb des Gürtels zu meiden – ÖAMTC: "Völliger Verkehrszusammenbruch im Montagfrühverkehr"Wien – Nach Informationen des STANDARD sollen am Montagvormittag gleich neun Demonstrationen gegen die Angelobung der neuen türkis-blauen Regierung stattfinden. Das bestätigte die Landespolizeidirektion Wien am Sonntag.
Wie Türkis-Blau den Rauch beschwört
Antwort: Nein, die künftige Regierung will zwar ein Gesetz zurücknehmen, damit das Tabakgesetz von 2009 weiterhin gilt. Bis Anfang der 1990er-Jahre, als es noch keine Nichtraucherzonen gab, will man jedoch nicht zurückgehen. Neu ist ein Rauchverbot in Autos – also wenn Jugendliche oder Kinder im Auto sitzen. Antwort: EU-Verordnungen regeln die Abgabe sowie die Vermarktung von Tabakprodukten. Seit dem Vorjahr sind Schockbilder etwa von krebszerfressenen Lungen auf Zigarettenpackungen Pflicht.
Biometrische Gesichtserkennung: Schnell ermittelt
In Wahrheit ist das technisch faszinierende Update einer Verschärfung der Ein- und Ausreisekontrollen geschuldetVielflieger können sich freuen: Die neue biometrische Gesichtserkennung am Wiener Flughafen, die derzeit gerade im Probebetrieb läuft, wird Wartezeiten verkürzen.
Wiener Kindergartengesetz: Kindergarten Cop kommt
Zwanzig Kontrolleure der Stadt sind aber eindeutig zu wenigKindergärten liegen nicht nur den Wienerinnen und Wienern besonders am Herzen, wie die derzeitigen Proteste gegen die geplante Streichung der kostenlosen Nachmittagsbetreuung in Oberösterreich zeigen. Aber in der Bundeshauptstadt kommen die privaten Vorschulgruppen schon seit mehr als eineinhalb Jahren nicht mehr aus den negativen Schlagzeilen. Auch das nun im Wiener Landtag beschlossene Kindergartengesetz hat Kritiker kaum besänftigt.
Falscher Faschingsbeginn und Totengedenken am 11. 11.
Das Wecken der Narren am 11. November ist kein uralter Brauch, wie Roswitha Orac-Stipperger, die Chefkuratorin der Volkskundlichen Sammlung im Grazer Volkskundemuseum, erklärt. Vielmehr handle es sich um eine eher urbane Gepflogenheit, die erst Mitte des 20. Jahrhunderts als Folkloreimport aus dem karnevalnarrischen Rheinland nach Österreich schwappte – und hier zum Teil mit dem Martinstag am 11. November verschmolz, der im Brauchtum der Jahreskreise mit Erntedank- und Schlachtfesten verbunden war.
Islamkindergarten-Studie: Ein Spielball der Politik
Gleichzeitig wird in den dem Prüfbericht zugrunde liegenden Gutachten aber auch zum Teil deutliche Kritik an der wissenschaftlichen Güte geübt. Also ein Minus für die umstrittene Studie. Allerdings hat Aslan immer darauf hingewiesen, dass Vorstudie und Abschlussbericht zur Situation in islamischen Kindergärten in Wien keine repräsentativen Daten lieferten. So weit zum Fachlichen.
DNA-Fahndung: Seit 1997 mehr als 26.000 Straftaten geklärt
Der weltweit beachtete, wissenschaftliche Durchbruch kam pünktlich zum 20-jährigen Bestehen der polizeilichen DNA-Datenbank. Am 1. Oktober 1997 startete in Österreich die Sammlung von Tatortspuren und Mundhöhlenabstrichen von Verdächtigen. Von Anfang an waren die anonymen Analysen (Innsbruck) und die personalisierte Trefferauswertung (Wien) getrennt. In der Datenbank sind heute 216.494 Mundhöhlenabstriche und 211.106 biologische Tatortspuren gespeichert.
Drogenpolitik: Kurz und krank
Kurz wirft den in den 1990er-Jahren mühsam durchgesetzten Grundsatz "Therapie statt Strafe" einfach über den HaufenWer das Wahlprogramm von Sebastian Kurz liest, wird den Eindruck nicht los, dass es schon fertig war, als irgendjemand draufkam, dass auch noch etwas zur Drogenpolitik hineinmuss.
Pflegeskandal: Jammern hilft nichts
Es ist ein Jammer. Immer wenn menschenunwürdige Zustände in einer Einrichtung für pflegebedürftige Menschen überwunden erscheinen, taucht ein neuer Misshandlungsskandal auf, der eine ganze Berufsgruppe in Verruf bringt, die eigentlich wesentlich mehr Wertschätzung verdient hätte, als ihr seit Jahrzehnten zuteilwird.
Gesichtsverhüllung: Übers Ziel hinausgeschossen
In erster Linie geht es darum, muslimischen Frauen das Tragen von Nikab oder Burka in der Öffentlichkeit zu verbieten. Denn Ziel des Bundesgesetzes ist "die Förderung von Integration durch die Stärkung der Teilhabe an der Gesellschaft und die Sicherung des friedlichen Zusammenlebens in Österreich". Obwohl sich Experten nicht einig waren, ob das Gesetz Sinn macht oder unsinnig ist, wurde es politisch im Rahmen des jüngsten Fremdenrechtspaketes abgesegnet.
Polizei wird Gesichtsverhüllungsgesetz "behutsam, aber konsequent umsetzen"
Wien – Am 1. Oktober tritt in Österreich das im Juni beschlossene Antigesichtsverhüllungsgesetz (AGesVG) in Kraft. Michaela Kardeis, die Generaldirektorin für die öffentliche Sicherheit, ist weder glücklich noch unglücklich darüber, dass die Polizei die neuen Regelungen exekutieren muss. Sie erklärte am Donnerstag, wie die Polizei ihren Job erledigen wird: "Wir werden das Gesetz behutsam, aber konsequent umsetzen", sagte die Generaldirektorin.
Grenzkontrollen: Nicht überall dicht
Volksvertreter in ganz Europa fordern, die im November auslaufende EU-Genehmigung für Grenzkontrollen zu verlängernWenn man Politikern wie Innenminister Wolfgang Sobotka oder Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil zuhört, könnte man glauben, dass die Grenzen dicht sind und derzeit auf Straße und Schiene niemand unkontrolliert ins Land kommt.
Mauer auf dem Ballhausplatz: Lachnummer
Warum nicht offen kommuniziert wurde, dass die Zufahrt zum Zentrum der Macht im Lande baulich geschützt werden soll, ist ein RätselKarl Farkas, schau oba! Der Mauerbau zu Wien hätte einen wunderbaren Sketch für eine Doppelconférence mit Ernst Waldbrunn hergegeben.
Bundesheer: Schwere Vorwürfe eines Exrekruten gegen Gardekompanie
Horn/Wien – Nach dem Tod eines 19-jährigen Rekruten in Horn, der in Folge eines Marsches bei hochsommerlichen Temperaturen an Überhitzung verstorben ist, erhebt ein ehemaliger Grundwehrdiener massive Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Gardekompanie. Der Exrekrut (Name der Redaktion bekannt) absolvierte seinen Wehrdienst von November 2016 bis Mai 2017 bei der 1. Gardekompanie – also jener Einheit, der auch der verstorbene Grundwehrdiener angehörte. Die Grundausbildung fand ebenfalls in Horn statt.
Cybercrime: Peinlich berührt
Die jüngste Anzeigenstatistik gibt Grund zur Hoffnung. Meldungen von Cybercrime-Attacken sind drastisch gestiegenNaomi möchte in mein Land investieren. In dem Mail, das erst gestern durch den Spamfilter schlüpfte, spricht sie von 4,5 Millionen Dollar, die ihr Vater, ein Kakao- und Goldkaufmann aus Côte d'Ivoire, hinterlassen habe. Für meine "Dienstleistung" beim Finanztransfer bietet Naomi 20 Prozent ihres geerbten Geldes.Irgendwie happig, die gute Naomi.
Nur einen Steinwurf entfernt
Dass die Polizei gerade in Österreich einen Aufmarsch rechtsrechter Recken ermöglichen muss, ist in der Tat schwer verdaulich. Doch solange keine strafrechtlichen Bedenken gegen eine derartige Veranstaltung sprechen, gibt es an der Versammlungs- und Meinungsäußerungsfreiheit nichts zu rütteln. Gemessen am Aufgebot der Beamten war die Wiener Polizei gut aufgestellt. 1000 Polizisten für 1000 Identitäre und 1000 Gegendemonstranten. Aber es gibt auch deeskalierende Maßnahmen.
Flüchtlingskoordinator geht: In die Verlängerung
So überraschend das Engagement des früheren Raiffeisen-Generals Christian Konrad als Flüchtlingsbeauftragter der Regierung im Sommer des Vorjahres war, so überraschend ist auch seine Ankündigung, den Job im Herbst aufzugeben. Seine Bestellung laufe bis 30. September, "und ich werde so nicht weitermachen", kündigte er am Donnerstag im Ö1-Mittagsjournal an. Dabei hat der pensionierte Banker und passionierte Jäger seinen späten Spezialauftrag durchaus gut erledigt.
Ein Trend zum geteilten Elektroauto
Immer mehr Gemeinden in Niederösterreich leisten sich ein elektrisches Fahrzeug, das sich interessierte Einwohner aufteilen können. Förderungen machen die Anschaffung leistbar, das Manker E-Mobil kostete die Gemeinde beispielsweise 20.660 Euro, von Bund und Land gab es Zuschüsse in Höhe von 7000 Euro. Extrakosten von rund 80 Euro monatlich fallen für die Miete des Akkus an. Dazu kommen derzeit 80 Cent pro gebuchte Stunde und 15 Cent für jeden gefahrenen Kilometer.
Weltnichtrauchertag: Schocktherapie gegen Raucherlunge
Die WHO fordert Plain Packs, also Zigarettenpackungen ohne Markenlogos, dafür mit Schockbildern. In dieser französischen Trafik wurde dagegen protestiert. Frankreich und Großbritannien haben die Maßnahme aber trotzdem freiwillig als erste EU-Länder vor kurzem beschlossen. In Österreich sterben derzeit nach Expertenschätzungen zwischen 11.000 und 14.000 Menschen jährlich an den Folgen des Rauchens. Weltweit sind es sechs Millionen Menschen.
Staatsschützer büffeln Staatsschutz
Wien – Seit Wochen drücken Österreichs Staatsschützer die Schulbank. Am 1. Juli tritt das neue, umstrittene Staatsschutzgesetz in Kraft, und spätestens dann müssen alle 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) sowie der neun Landesämter die Re gelungen und deren praktische Umsetzung intus haben. Mit dem neuen Gesetz wird überhaupt die spezielle BVT-Ausbildung neu geregelt.
Drogenszene an der U6: Wo sind die Streetworker?
Entlang der Wiener U-Bahn-Linie U6, auch dort, wo die Wiener Linien derzeit die historischen Otto-Wagner-Stationen herausputzen, hat sich eine Suchtszene entwickelt, die es zuvor in Wien so nicht gegeben hat. In schlecht beleuchteten Abschnitten neben und unter der früheren Stadtbahn kommt es täglich zu Auseinandersetzungen zwischen Straßendealern, Kundschaft, Alkoholikern und Passanten. Am Pfingstsonntag kam es bei der Station Josefstädter Straße zu einer Massenschlägerei.
"Aktionsplan Sicheres Österreich": Abschreckschraube
Wer glaubt, dass Österreich mit immer schärferen Strafbestimmungen tatsächlich sicherer wird, ist entweder Justiz- oder Innenminister. Politisch ist es am einfachsten, an der Schraube der Abschreckung zu drehen, um sich Gehör zu verschaffen. Vor allem, wenn es sich, wie bei Wolfgang Sobotka, um Newcomer in der Wiener Herrengasse handelt. Jede und jeder seiner Vorgängerinnen und Vorgänger hat genau dasselbe getan.
Einbürgerungen: Kritik an Lopatka-Vorstoß
Wien – ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka will wegen der stark gestiegenen Asylwerberzahl die Staatsbürgerschaftsregeln verschärfen. "Andere Zeiten erfordern andere Gesetze", sagte er im Ö1-"Morgenjournal" am Mittwoch. Konkret will er den Umstand, dass Asylberechtigte bereits nach sechs Jahren Rechtsanspruch auf die österreichische Staatsbürgerschaft haben, auf die Mindestdauer von zehn Jahren ausdehnen. Auch bei allen anderen Antragstellern betrage die Wartezeit im kürzesten Fall zehn Jahre.
Wiener sind zufrieden aber pessimistisch
Wien – Die Anzahl von Strafanzeigen ist zwar in Wien erstmals seit 2001 wieder unter 200.000 gesunken, "doch wenn man Gesprächen am Stammtisch Gehör schenkt, liegt das subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung nicht gerade auf höchstem Niveau", sagt der Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl.
Asyl-Obergrenze: Amnesty-Chef wirft Regierung Betrug vor
Wien – "Wenn Firmen mit derart unrealistischen Zahlen kalkulieren, werden sie wegen Betruges verurteilt." Heinz Patzelt, der Generalsekretär von Amnesty International Österreich, lässt kein gutes Haar an der jüngst festgelegten Obergrenze für Asylwerber in Österreich. Wenn man bedenke, dass im Vorjahr 90.000 Flüchtlinge aufgenommen worden seien, sei es geradezu fahrlässig zu sagen, heuer ist bei 37.500 Schluss.
Terror: Diffuse Bedrohungslage in Österreich
Wien – Die Terroranschläge in Frankreich und die damit zusammenhängenden Razzien auch in Belgien und Deutschland haben nach Einschätzung des heimischen Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) das Bedrohungsszenario in Österreich kaum verändert. Seit Monaten herrsche eine erhöhte allgemeine Risikolage – jedoch ohne konkrete Hinweise auf Anschläge oder Attentate in der Alpenrepublik, wie auf Anfrage des STANDARD betont wird.
Fremdenfeindliche Delikte seit Jahresbeginn verfünffacht
Wien – 1201 Anzeigen wegen rechtsextrem motivierten Straftaten hat der Verfassungsschutz in den ersten drei Quartalen dieses Jahres registriert. Damit wurde bereits im September 2015 das Ausmaß des gesamten Vorjahres erreicht. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2014 lagen dem Verfassungsschutz 750 Rechtsextremismus-Anzeigen vor, insgesamt waren es 1201.
Wien im Rosenstolz: Wolfgang Ambros, der Geschichtenerzähler
Wien – Es kam, wie es kommen musste. "Schifoan" war die allerletzte Zugabe. Doch das zu singen hatte Wolfgang Ambros am Sonntagabend keine Lust mehr, also ließ er das Publikum zum Abschluss sich selbst vergnügen. Davor aber war das ausverkaufte Konzert einer der Höhepunkte des diesjährigen "Wien-im-Rosenstolz"-Festivals im Wiener Theater am Spittelberg.
Verfahrenshilfe für Flüchtlinge: Anwälte erwarten Mehraufwand
Wien – Der massive Anstieg der Flüchtlingszahlen heizt nun auch den Streit um eine Inflationsanpassung des Anwaltstarifs zwischen Justizministerium und Österreichischem Rechtsanwaltskammertag (Örak) an. Vom jüngsten Entscheid des Verfassungsgerichtshofs, dass auch in allen zivilrechtlichen Verfahren der Anspruch auf eine unentgeltliche Verfahrenshilfe besteht, werden nämlich auch Flüchtlinge in Asylverfahren profitieren.
Hinter den Kulissen des Tiergartens: Wo der Mull den Müll hinbringt
"Nacktmulle werden bis zu dreißig Jahre alt." Aber das ist noch nicht alles, was Zoologe Weissenbacher an Überraschungen parat hat. "Im Gegensatz zu anderen Nagetieren erkranken sie nicht an Krebs." Warum, ist eine Frage, auf die es noch keine Antwort gibt. Aber Krebsforscher rund um den Globus arbeiten daran. Gleich neben den Nacktmullen befindet sich der Gifttierraum – mit Schlangen, denen man niemals in die Quere kommen möchte. Das sei aber Zufall, sagt Tierpfleger Rupert Kainradl.
Sozialmanager mit Emotionen für Flüchtlinge
Peter Hacker, Chef des Fonds Soziales Wien, organisiert als Flüchtlingskoordinator Schlafplätze für fast 8000 FlüchtlingePeter Hacker kann richtig sauer werden. Als am Mittwoch einige Aktivisten der Sozialistischen Linkspartei die Pressekonferenz mit dem Wiener Flüchtlingskoordinator crashten, reagierte er fuchsteufelswild.
Gerald Tatzgern: Das freundliche Gesicht des Unerfreulichen
Der 48-jährige Wiener ist Chef der Schlepperjäger in ÖsterreichWenn das freundliche Gesicht Gerald Tatzgerns in der breiten Öffentlichkeit auftaucht, geht es in der Regel um unerfreuliche Nachrichten. Als Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung der Schlepperkriminalität, des Menschenhandels und des grenzüberschreitenden Prostitutionshandels im Bundeskriminalamt ist er einiges gewöhnt.
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