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Articles by Michaela Reibenwein
Doppelmord im Mühlviertel: Eine Wahnsinnstat, die alles veränderte
Es ist 8.30 Uhr in der Früh, als am 28. Oktober 2024 zwei Schüsse durch die hügelige Landschaft des Mühlviertels hallen. Der erste aus einer Pistole, der zweite aus einem Gewehr. Franz Hofer, Bürgermeister der Gemeinde Kirchberg ob der Donau, sackt auf einer Wiese bei Fraunschlag im Bezirk Rohrbach (OÖ) leblos zusammen. Wenig später wird ein weiterer Toter gefunden: Der pensionierte Polizist Josef Hartl wird in seinem Haus in Hölling (Gemeinde Arnreit) erschossen. Erst am 2.
Bei der Urteilsverkündung zittern Gunkls Hände
Kurz vor der Urteilsverkündung im Landesgericht für Strafsachen Donnerstag Nachmittag in Wien hält sich Kabarettist Günther Paal alias Gunkl an der Seitenlehne der Anklagebank fest. Seine Hände zittern stark. „Schuldig“, verkündet der Richter wenig später. Paal wird wegen sexuellen Missbrauchs einer Unmündigen und Besitz von sexualbezogenen Kindesmissbrauchsmaterial verurteilt. Und dann: „3 Jahre Haft, unbedingt.“ Durch die Zuhörerreihen geht ein Raunen.
„Gunkl“ vor Gericht: Missbrauchs-Prozess gegen Günther Paal
Am Donnerstag wird am Wiener Landesgericht für Strafsachen der „Fall Gunkl" verhandelt. Der KURIER berichtet live vom Prozess.
Gericht: Polizei wacht über Gunkl-Prozess
Wenn am Donnerstag um 10 Uhr die Verhandlung gegen Günther Paal alias Gunkl aufgerufen wird, wird der große Schwurgerichtssaal des Landesgerichts für Strafsachen gut gefüllt sein. Zahlreiche Medienvertreter haben sich im Vorfeld akkreditiert, auch internationale Medien sind darunter. Und nicht nur bei Journalisten dürfte das Interesse groß sein, auch etliche „normale“ Zuhörer haben sich im Vorfeld angemeldet. Im und vor dem Gericht dürfte einiges los sein.
Kochen wie im Häfn: Einblicke in eine Welt hinter Gittern
Im Großen Schwurgerichtssaal im Landesgericht für Strafsachen in Wien finden normalerweise große Prozesse statt. Am Donnerstag etwa der gegen Gunkl wegen sexuellen Missbrauchs einer Unmündigen und Besitz von sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial. Es gibt aber auch deutlich angenehmere Gründe, den Saal zu nutzen. Dienstagabend etwa für eine Buchpräsentation. „Taste of Prison - Rezepte und Geschichten aus der Justizanstalt Wien-Josefstadt“ heißt das Buch, das seit wenigen Tagen im Handel ist.
Zu integriert: Anna wurde von den eigenen Eltern verschleppt
Annas Eltern hatten genaue Pläne, wie die Zukunft ihrer Tochter aussehen sollte: Nach der Schule sollte sie einen Mann finden. Nicht irgendeinen. Sondern einen aus ihrem Herkunftsland. Mit dem sollte sie Kinder bekommen. Sie sollte ein sittsames Leben führen, ein Kopftuch tragen, sich um die Familie und den Haushalt kümmern. Und wenn es der Mann erlauben würde, könnte sie arbeiten gehen. Anna hatte andere Pläne: Matura, Studium, ein selbstbestimmtes Leben.
Hilferufe mitten in der Nacht: Ein Verein bringt Verschleppte zurück
Meltem Weiland ist immer in Alarmbereitschaft. „Manchmal läutet das Telefon mitten in der Nacht“, sagt die Leiterin des Vereins PeriFeri. Am anderen Ende der Leitung ist immer ein Notfall. Eine Person, die von Verwandten ins Ausland verschleppt wurde, der eine Zwangsheirat bevorsteht oder die ständige Gewalt als „Disziplinierungsmaßnahme“ erlebt. Und die nur einen Wunsch hat: zurück nach Österreich kommen zu können. Allein im ersten Halbjahr 2026 hat PeriFeri 92 verschleppte Personen dokumentiert.
Zu integriert: Anna wurde von den eigenen Eltern verschleppt
Annas Eltern hatten genaue Pläne, wie die Zukunft ihrer Tochter aussehen sollte: Nach der Schule sollte sie einen Mann finden. Nicht irgendeinen. Sondern einen aus ihrem Herkunftsland. Mit dem sollte sie Kinder bekommen. Sie sollte ein sittsames Leben führen, ein Kopftuch tragen, sich um die Familie und den Haushalt kümmern. Und wenn es der Mann erlauben würde, könnte sie arbeiten gehen. Anna hatte andere Pläne: Matura, Studium, ein selbstbestimmtes Leben.
Häfn-Tiramisu und Kaffeemaschinen-Toast: So schmeckt das Gefängnis
Essen macht nicht nur satt. Essen kann eine Umarmung sein, eine Erinnerung, Behaglichkeit, Wertschätzung, Freiheit und Selbstbestimmung. Es kann Trost spenden, Freude machen und Würde vermitteln. Essen im Gefängnis ist im Normalfall nicht viel mehr als Nahrungsaufnahme. Brot, eine kleine Margarine und einen kleinen abgepackten Aufstrich gibt es zum Frühstück. Dazu ungesüßten Tee oder wässrigen Kaffee. Doch einigen Insassen gelingt es, in den Hafträumen mit einfachsten Mitteln zu kochen.
Drogen gegen Sex: Quartett soll Mädchen missbraucht haben
Während im Großen Schwurgerichtssaal des Landesgerichts für Strafsachen in Wien protestiert wird, werden im Saal 212 vier Angeklagte von der Justizwache vorgeführt. Bei den Männern handelt es sich allesamt um Syrer, die zum einen einen schwunghaften Drogenhandel betrieben haben sollen. Zum anderen sollen sie unmündige Mädchen in ihre Wohnung gelockt, mit Drogen versorgt und im Gegenzug Sex verlangt haben. In einem Fall soll eine 15-Jährige sogar einem Unbekannten „verkauft“ worden sein.
Richter und Staatsanwälte protestieren: Lauter Aufschrei gegen Personalnot
Die Justiz wird selten laut. Am Mittwoch ist es anders. 485 Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte erhoben im Großen Schwurgerichtssaal des Landesgerichts für Strafsachen in Wien bei einer Protestversammlung ihre Stimme und machten auf den personellen Engpass aufmerksam. Nicht alle bekamen einen Platz, die Veranstaltung wurde in zwei weitere Verhandlungssäle übertragen.
Drogenhandel aus der Gefängniszelle: Prozess gegen 27-Jährigen
Anfang des Jahres wurden Drogenfahnder auf eine serbische Tätergruppe aufmerksam, die in Wien groß in den Kokain-Verkauf eingestiegen war. Die Ermittlungen führten unter anderem direkt in die Justizanstalt. Konkret nach Hirtenberg. Denn von dort aus soll ein 27-jähriger inhaftierter Serbe die Drogengeschäfte organisiert haben. Am Montag wurde deshalb im Landesgericht für Strafsachen in Wien gegen vier Männer verhandelt.
Die Justiz protestiert: „Wir können nicht mehr“
Die Justiz legt eine Pause ein. Statt rund 7.000 Verhandlungen wöchentlich in den heimischen Gerichten, finden in dieser Woche nur rund 300 statt. Die Richter und Staatsanwälte haben zur Aktionswoche für den Rechtsstaat aufgerufen - um auf den eklatanten Personalmangel aufmerksam zu machen. Die Gänge in den Gerichten sollten somit fast leer sein. Das Bild, das der Justizpalast in Wien abgibt, wird dem nicht unbedingt gerecht. Eine Menschenschlange wartet vor dem Gebäude auf Einlass.
Aktionswoche für den Rechtsstaat: Die Gerichte stehen still
Im und um das Landesgericht für Strafsachen in Wien herrscht an Wochentagen üblicherweise geschäftiges Treiben. Speziell am Vormittag ist es ein Kommen und Gehen. Angeklagte, Zeugen, Rechtsanwälte, Dolmetscher, Gerichtsmitarbeiter und Justizwache eilen über die Gänge, halten den Justizapparat im größten Gericht des Landes am Laufen. In der kommenden Woche wird das Bild ein anderes sein. In der „Aktionswoche für den Rechtsstaat“ finden nur die dringendsten Verhandlungen statt.
17-Jährige kam zum Babysitten nach Wien, landete im Bordell
Die 17-jährige Rumänin kam als Kindermädchen nach Wien. Doch wenig später arbeitete sie im Bordell. Geld sah sie dafür keines. Am Freitag steht deshalb ein Paar in Wien vor Gericht. Dem 50-Jährigen und der 33-Jährigen werden unter anderem Menschenhandel und Zuhälterei vorgeworfen. Die beiden (mittlerweile getrennten) Angeklagten leben in Wien von Sozialleistungen, haben drei gemeinsame Kinder. Sie lockten im Vorjahr das damals 17-jährige Mädchen als Babysitterin nach Wien.
Spionage-Krimi in Wien: Bekannter ukrainischer Journalist festgenommen
Vier Personen aus der Ukraine waren es, die der österreichische Nachrichtendienst DSN am 2. und 8. Oktober in Wien festsetzen ließ – sie sollen in Österreich spioniert haben, lautete der Vorwurf. Dass einer davon ein Mann war, den in der Ukraine jeder Zeitungsleser kennt, wirft Fragen auf: Mychajlo Tkatsch, Investigativreporter der Ukrajinska Prawda, dem landesweit wohl einflussreichsten Blatt. Er wurde zwölf Stunden von den österreichischen Behörden festgehalten.
Spionage-Krimi in Wien: Bekannter ukrainischer Journalist festgenommen
Vier Personen aus der Ukraine waren es, die der österreichische Nachrichtendienst DSN am 2. und 8. Oktober in Wien festsetzen ließ – sie sollen in Österreich spioniert haben, lautete der Vorwurf. Dass einer davon war ein Mann war, den in der Ukraine jeder Zeitungsleser kennt, wirft Fragen auf: Mychajlo Tkatsch, Investigativreporter der Ukraijnska Prawda, dem landesweit wohl einflussreichsten Blatt. Er wurde zwölf Stunden von den österreichischen Behörden festgehalten.
Nach Seitensprung: Hunderttausende Euro von prominentem Arzt erpresst
Der Herr Doktor ist eine Größe in seinem Fach, seine Privatklinik in den USA läuft bestens, was dem Mediziner durchaus zu ansehnlichem Wohlstand verholfen hat. Nach außen hin liefert er das perfekte Bild: beruflich erfolgreich und angesehen, daheim ein treusorgender Ehemann und Vater. Doch diese Idylle drohte nach einem Seitensprung in Wien zu kippen. Mehrere hunderttausend Euro zahlte der Arzt, um den Schein zu wahren. Denn seine kurze Liebschaft drohte damit, die Affäre öffentlich zu machen.
Karner: Türkei ist „Schlüsselland“ für Bekämpfung von Kriminalität und Migration
Die Türkei ist ein Schlüsselland für Österreich. Sowohl bei der Migration als auch bei der Terrorismus-Bekämpfung oder der Bekämpfung des organisierten Verbrechens. Am Dienstag traf Innenminister Gerhard Karner deshalb seinen türkischen Amtskollegen Mustafa Çiftçi zu einem Arbeitsgespräch in Ankara. „Abschiebungen und die Bekämpfung der organisierten Kriminalität sind die zentralen Themen in der Zusammenarbeit mit der Türkei.
Falsche Beauty-Ärztin: An diesem Tag sind die Opfer am Wort
Vor dem Verhandlungssaal 203 des Landesgerichts für Strafsachen in Wien sitzen am Donnerstag ausschließlich Frauen. Es sind viele. Sie alle sollen als Zeuginnen aussagen. Denn sie waren Kundinnen einer 46-jährigen „Frau Doktor“, die in Wirklichkeit gar keine war, mit Beauty-Klinik in bester Wiener Innenstadt-Lage. Zuhörer bekommen an diesem Tag ein Bild davon, was die Folgen der Behandlungen sind. Am schlimmsten hat es Snezana A. getroffen.
Angeblicher Neurochirurg prellte Hotel um 50.000 Euro
Der 44-jährige Angeklagte ist eigentlich ein Freund großer Worte. Ausführlich berichtet er am Donnerstag im Gerichtssaal in Wien darüber, welche Ausbildungen er hat. Experte im Banken- und Finanzberatungswesen, Coach, Biotech-Experte und Neurochirurg etwa. „Aber ich habe nie praktiziert, ich war in der Forschung“, präzisiert der US-Amerikaner. Auch Harvard erwähnt er am Rande. Gearbeitet habe er bereits auf der halben Welt.
Taylor-Swift-Anschlag: Verdächtiger sieht Persönlichkeitsrechte verletzt und blitzt ab
Beran A. posierte stolz mit Säbel und Rauschebart, veröffentlichte das Bild von sich selbst und schwor dem IS die Treue. Er soll ein Attentat auf das Taylor-Swift-Konzert im Sommer 2024 in Wien geplant haben und wurde deshalb zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Empfindlich reagiert der mutmaßliche Terrorist allerdings, wenn es um die Veröffentlichung seiner früheren Wohnadresse geht. Er klagt, weil er seine Persönlichkeitsrechte verletzt sieht.
Thomas Morgenstern zu Heli-Diebstahl: „Wie ein böser Traum“
Tagelang war Thomas Morgenstern für Medien nicht erreichbar. Dabei hätten viele versucht, ihn zu erreichen, um mit ihm über den verschwundenen Hubschrauber zu sprechen. Montag in den Morgenstunden wurde der Helikopter, wie berichtet, aus dem Hangar in Mauterndorf, Salzburg, entwendet. Seither suchen Polizei, Bundesheer und Austro Control nach der ungewöhnlichen Beute.
Stalkerin drohte mit Auftragskiller: Polizei musste Paar schützen
Es ist eine ausgesprochen zierliche Frau, die Dienstag Nachmittag aus der Untersuchungshaft in den Gerichtssaal in Wien gebracht wird. Doch genau sie war es, die ein Paar in Todesangst versetzte. Sogar schwer bewaffnete Polizisten riegelten die Wohnung des Paares ab, während sich die Bedrohten samt Eltern im Badezimmer verschanzten. Denn die Frau, so hatte sie es selbst zuvor bei der Polizei gemeldet, habe jemanden mit Waffen beauftragt, der den Ex und seine neue Freundin „fertigmachen“ solle.
Jenni Scharingers letzter Weg: Abschied einer Vielgeliebten
Unmenschliches hat die Familie Scharinger in den vergangenen acht Jahren durchgestanden. Auf der Suche nach ihrer Tochter, ihrer Schwester, die seit 22. Jänner 2018 spurlos verschwunden war. Und deren Ex-Partner im vergangenen August zu lebenslanger Haft plus Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum verurteilt wurde; nicht rechtskräftig. Doch diese Tage sind die Schlimmsten. Am kommenden Wochenende wird das Begräbnis von Jenni Scharinger in Hanfthal, Bezirk Mistelbach, stattfinden.
Berkan C.: Der Weg eines jungen Wieners in den IS-Terror
In Wien aufgewachsen, radikalisiert und verurteilt. In der Türkei bei der mutmaßlichen Planung von Anschlägen erschossen: Die Geschichte von Berkan C. wurde am Dienstag bekannt. „Österreichischer IS-Anhänger bei Polizeieinsatz in der Türkei getötet“ - unter diesem Titel veröffentlichte das Innenministerium Dienstag Früh eine Aussendung. Doch hinter der Geschichte steckt mehr. Berkan C. wurde bereits 2025 auffällig.
Mordversuch-Prozess in Wien: Angriff mit Glasscherbe
Es war die klassische letzte Aussprache nach einer Trennung. Doch danach sackte die Frau blutend im Stiegenhaus in Meidling zusammen. Rettungskräfte stellten später drei blutende Wunden im Bauchbereich fest. Zugefügt durch eine Glasscherbe, so die Anklage. Ihr Ex, ein 53-jähriger Tiroler, soll ihr das angetan haben. Er ist am Montag wegen Mordversuchs im Landesgericht für Strafsachen in Wien angeklagt. Grund für das Treffen am 13. September 2025 war die Schlüsselübergabe.
Zehn Jahre Haft nach Post-Überfall in Döbling für Wiederholungstäter
Stefan M. ist das Gefängnis nicht fremd. Schon sieben Vorstrafen hat der 61-Jährige wegen Vermögensdelikten in seinem Lebenslauf, insgesamt neun Jahre war er bereits hinter Gittern. Im Sommer plagten den gelernten, aber arbeitslosen Koch erneut Geldsorgen - und er tat das, was er auch in Vergangenheit tat: Er schmiedete einen kriminellen Plan. Er kundschaftete eine Postfiliale in Wien-Döbling aus, besorgte sich Schreckschusspistole und Maske. Am 9. Juni schritt er zur Tat.
Fall Jenni Scharinger: Mutmaßlicher Betrüger im Fall Grasser hielt Hand auf
Brigitta Scharinger ist durch die Hölle gegangen. Die Mutter von Jenni, jener 21-jährigen Frau, die acht Jahre lang als vermisst galt, hat nun zwar Gewissheit: Ihre Tochter wurde ermordet. Als sie sich trennen wollte, wurde sie vom heute 33-jährigen Ex-Partner erwürgt. Er wurde kürzlich in Wien zu lebenslanger Haft und Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum (nicht rechtskräftig) verurteilt.
Muslimbruderschaft: DSN nennt Details zu Derad
Viel wurde in den vergangenen Tagen über die Muslimbruderschaft berichtet, als dem Deradikalisierungsverein Derad, der 250 Personen betreut, dieser Betreuungsauftrag entzogen wurde. Auslöser war eine - erstmalige - Sicherheitsüberprüfung durch die DSN (Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst) im Juni 2026 im Auftrag des Justizministeriums. „Die vorliegenden Hinweise basieren auf unterschiedlichen Faktoren.
Wildpinkler schlugen Mann vor Schloss Vösendorf halb tot
Es war eine Kleinigkeit, die am 15. Mai dazu führte, dass ein 35-jähriger Mann mit Serienrippenbrüchen, einem Lungenriss und unzähligen weiteren Verletzungen vor dem Schloss Vösendorf lag. Der Physiotherapeut hatte einen jungen Mann angesprochen, der an die Schlossmauer gepinkelt hatte. „Kannst nicht da rüber gehen?“, meinte er und deutete auf einen Busch. Mehr brauchte es nicht. Der Bursche und vier seiner Freunde droschen und traten auf ihn ein. Auch ein Schlagring war dabei im Einsatz.
Frau in Wien sediert und vergewaltigt: 4 Jahre Haft für Ex-Partner
Was an diesem 5. Juli in einer Wohnung in Wien genau passiert ist, wird die Frau vermutlich niemals erfahren. Ihr fehlen mehrere Stunden. In dieser Zeit stand sie unter dem Einfluss eines starken Schlafmittels. Selbst hat sie das nicht genommen. Es war der Partner, der ihr das Medikament in einen Tee gemischt haben dürfte. „Danach hatten wir zwei Mal Sex“, sagt der Mann am Dienstag im Landesgericht für Strafsachen in Wien. Die Staatsanwaltschaft nennt das Vergewaltigung.
Mordfall Jennifer Scharinger: Ex-Freund in Wien vor Gericht
Acht Jahre nach dem Mord an der niederösterreichischen Studentin Jennifer Scharinger in Wien kommt es nun zum Prozess. Ihrem früheren Freund wird vorgeworfen, die damals 21-Jährige im Jänner 2018 in ihrer Wohnung ermordet und anschließend ihre Leiche am Truppenübungsplatz Allentsteig in Niederösterreich versteckt zu haben. Am 27. August muss sich Mairon K., wie er nach einer Namensänderung heißt, nun am Wiener Straflandesgericht vor einem Schwurgericht verantworten.
Mordfall Jenni Scharinger: Der lange Kampf einer Mutter
Fast acht Jahre lang nagte die Ungewissheit. Erst dann legte Mairon K., wie er nach einer Namensänderung heißt, ein Geständnis ab. Ja, er habe seine Freundin Jennifer Scharinger in Wien getötet und ihre Leiche auf dem Sperrgebiet des Truppenübungsplatzes Allentsteig (NÖ) versteckt. Jenni wurde nur 21 Jahre alt. Heute, Donnerstag, steht der nun 33-jährige Mairon K., ehemals Clemens T., in Wien wegen Mordes vor Gericht. Ein Narzisst.
Mord in Ottakringer Lokal: Eine Tat in „Wild-West-Manier“
Schüsse hallten am Abend des 6. November 2025 durch Wien-Ottakring. In einem türkischen Lokal in der Payergasse unweit des Yppenplatzes war es zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern gekommen. Ein 33-jähriger Tschetschene wurde getötet, ein 55-jähriger Serbe schwer verletzt. Am Freitag stehen nun drei Angeklagte wegen Mordes vor Gericht. Es handelt sich um Männer im Alter von 34, 36 und 39 Jahren.
Der Bumerang-Effekt: Wie gefälschte eMails den Grasser-Anwälten um die Ohren flogen
Am Tag nach dem Platzen der mutmaßlichen Fälschungs- und Betrugscausa rund um Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser ist die Aufregung noch immer groß. Der Fall könnte einem schlechten Film-Drehbuch entstammen.
Marion Hohenecker: Ex-Richterin unter Dauerbeschuss der Anwälte
Marion Hohenecker gilt als zielstrebige und akribische Frau. Für einen Monsterprozess rund um den Verkauf der 62.000 Buwog-Wohnungen mit 15 Angeklagten und einer 825 Seiten dicken Anklageschrift eine Idealbesetzung, möchte man meinen.
Causa Grasser: Anwälte wehren sich gegen Vorwürfe
Es klingt wie aus einem schlechten Film: Ein Mann namens Michael B. taucht Ende März 2025 aus dem Nichts auf, verspricht renommierten Anwälten brisante Beweise gegen eine Richterin – und er entpuppt sich am Ende als plumper Fälscher. Jetzt wehren sich Karl-Heinz Grassers Anwälte Manfred Ainedter, Dieter Böhmdorfer und Norbert Wess gegen den Vorwurf, sie hätten mit gefälschten E-Mails das Buwog-Verfahren manipulieren wollen. Der mysteriöse Zeuge „Herr Michael B.
Grasser-Anwälte: Wir sind auf Betrüger hereingefallen
Es klingt wie aus einem schlechten Film: Ein Mann namens Michael B. taucht Ende März 2025 aus dem Nichts auf, verspricht renommierten Anwälten brisante Beweise gegen eine Richterin – und er entpuppt sich am Ende als plumper Fälscher. Jetzt wehren sich Karl-Heinz Grassers Anwälte Manfred Ainedter, Dieter Böhmdorfer und Norbert Wess gegen den Vorwurf, sie hätten mit gefälschten E-Mails das Buwog-Verfahren manipulieren wollen. Der mysteriöse Zeuge „Herr Michael B.
Nach Boxkampf flogen am Praterstern die Fäuste
Der Kampf zwischen zwei Schwergewichtskämpfern war gerade zu Ende: Der Ukrainer Oleksandr Usyk hatte den Briten Daniel Dubois vor 90.000 Zuschauern souverän besiegt. Doch in Wien war das der Beginn einer wilden Schlägerei am Praterstern. Ein Russe und mehrere Ukrainer waren in Streit geraten. Am Ende erlitten mehrere Männer Verletzungen, darunter auch Brüche im Gesicht. Angeklagt sind im Landesgericht für Strafsachen in Wien der junge Russe und sein 21-jähriger Bekannter, ein Ukrainer.
Burschen prügelten auf Opfer ein und luden Video hoch
Ein Faustschlag gegen das Gesicht jagt den nächsten. Das Opfer kippt fast von der Parkbank, versucht, sich zu schützen. Vor ihm mehrere junge Männer, einer hält eine Schusswaffe in der einen und das Handy in der anderen Hand. Das Video von der Attacke unterlegen sie mit deutschsprachigem Gangsta-Rap und posten es in sozialen Medien. Fünf Burschen im Alter zwischen 15 und 16 Jahren sind am Montag in Wien wegen schweren Raubes, Diebstahls und schwerer Körperverletzung angeklagt.
Das Dolce Vita kommt Investor Danny K. teuer zu stehen
Investor Danny K. bezeichnet sich selbst gern als „Business Angel“. Doch vom Himmel ging es für ihn auf den harten Boden der Realität. Der 53-Jährige wurde am Montag nach einem mehrere Monate dauernden Prozess im Landesgericht für Strafsachen in Wien wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs und Urkundenfälschung zu fünf Jahren Haft verurteilt; nicht rechtskräftig. „Er ist als großer Investor aufgetreten, hat seinen Opfern das Blaue vom Himmel versprochen.
Mord im Pensionistenheim: Der Besucher mit den Plastikblumen
Yilmaz C. kannte die Park Residenz in Wien-Döbling. Schon in der Vergangenheit ging er hier ein und aus. Im Jahr 2016 freundete er sich mit einer betagten Bewohnerin an, brachte sie um 180.000 Euro und wurde deshalb zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Doch am 20. Jänner 2026 führte ihn sein Weg wieder dorthin. Der 61-Jährige brauchte dringend Geld. Wenige Stunden später war die 87-jährige Frau S. tot. Erstickt. In ihrem Mund fanden sich drei Ringe. Am Donnerstag ist Yilmaz C.
Nazi-Symbolik im Fußballstadion: „Bin nur Hooligan“
Der Geschichtsunterricht hat den 25-Jährigen nie interessiert, sagt er. Speziell die NS-Zeit gar nicht. „Ich bin nur Hooligan“, erklärt der Angeklagte am Donnerstag im Landesgericht für Strafsachen in Wien. Angeklagt ist er wegen Wiederbetätigung. Der Maurer ist Mitglied von „Unsterblich Wien“. Einer rechtsradikalen Hooligan-Gruppe, die 2013 von ihrem Verein, der Wiener Austria, ausgeschlossen wurde.
Mord im Pensionistenheim: Der Besucher mit den Plastikblumen
Yilmaz C. kannte die Park Residenz in Wien-Döbling. Schon in der Vergangenheit ging er hier ein und aus. Im Jahr 2016 freundete er sich mit einer betagten Bewohnerin an, brachte sie um 180.000 Euro und wurde deshalb zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Doch am 20. Jänner 2026 führte ihn sein Weg wieder dorthin. Der 61-Jährige brauchte dringend Geld. Wenige Stunden später war die 87-jährige Frau S. tot. Erstickt. In ihrem Mund fanden sich drei Ringe. Am Donnerstag ist Yilmaz C.
Geschäfte mit der russischen Rüstungsindustrie: Duo in Wien verurteilt
Sie sind Cousin und Cousine. Er, 28 Jahre alt und Maschinenbaustudent. Sie, 24, auffallend wortkarg. Die beiden waren Gesellschafter einer mittlerweile liquidierten Firma in Wien, die Waren an die russische Rüstungsindustrie geliefert haben. Und das ist streng verboten. Seit Jahren gibt es die EU-Sanktionen gegen Russland. Nun haben die Geschäfte ein Nachspiel vor Gericht.
Beziehung mit Teufel und Dämonen
Auf der einen Seite eine 47-jährige Friseurin und Lebensberaterin, der Esoterik nicht abgeneigt. Auf der anderen ein Marketing-Profi, 40, Epileptiker. Elf Monate waren sie ein Paar. Nun sehen sie sich vor Gericht wieder. Körperverletzung, Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung und gefährliche Drohung stehen im Raum. Keine Seltenheit im Landesgericht für Strafsachen in Wien. Doch diesmal muss die Frau als Angeklagte Platz nehmen. Die erste Zeit: Romantik pur.
Betrüger im teuren Anzug brachten Unternehmer um Geld
Ein Winzer aus NÖ, ein Schnapshersteller, ein Künstler aus Salzburg: Ihnen allen wurden lukrative Geschäfte in Aussicht gestellt. Die Geschäftsmänner traten in teuren Anzügen auf, luden nach Mailand oder Brüssel ein, um den Deal perfekt zu machen. Doch die einzigen, die sich danach über ein gelungenes Geschäft freuen konnten, waren die Betrüger, die den Unternehmern bis zu Hunderttausende Euro abgeluchst hatten. Der Fachausdruck für die Masche nennt sich RIP-Deals.
Wiener Firma soll russische Rüstungsindustrie beliefert haben
Wer Russland mit Waffen beliefert, macht sich strafbar. Schon vor Jahren wurden entsprechende Sanktionen gegen Russland verhängt. Und dennoch gelangen immer wieder kriegswichtige Materialien dorthin. Daran beteiligt sein soll auch ein Unternehmen aus Wien. Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) hat bereits im August 2025 vier Objekte in der Bundeshauptstadt durchsucht. Dabei wurden unter anderem 40 Datenträger sichergestellt.
Verunreinigte Babynahrung ist Fall für Justiz
November 2025 Ende des Monats soll laut Foodwatch bereits die erste Kontamination von Babynahrung mit Cereulid in einem Werk in den Niederlanden festgestellt worden sein. 16. Dezember 2025 Österreichische Behörden stellen das Toxin erstmals in zwei Proben zu Säuglingsprodukten von Nestlé fest. 5. Jänner 2026 Nestlé ruft bestimmte Chargen der Babynahrungs-Marken BEBA sowie ALFAMINO öffentlich zurück. 30.
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