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Articles by Nicola Meier
Weiterleben nach dem Terror: Unterwegs mit Deutschlands Opferbeauftragtem
G Geschieht in Deutschland ein Anschlag, hören die Betroffenen von der Politik oft: »Wir sind an Ihrer Seite«. Aber was heißt das? Roland Weber muss es wissen. Er ist Deutschlands Bundesopferbeauftragter und will den Menschen den Glauben an den Staat zurückgeben.
USA und Afghanistan: Die bittere Geschichte der Brüder Said und Lal
E Er erinnert sich noch gut, wie er den Eid schwor, neben sich die US-amerikanische Flagge, den rechten Arm erhoben: »Ich schwöre feierlich, dass ich die Verfassung der Vereinigten Staaten gegen alle Feinde im In- und Ausland unterstützen und verteidigen werde.« Said Noor war jetzt, was er schon so lange hatte werden wollen: ein amerikanischer Soldat. Es gibt ein Foto von diesem Moment, Said im olivgrünen T-Shirt der US-Armee, ein breites Lächeln im Gesicht. Zehn Jahre ist das Foto alt.
Die bittere Geschichte von Said und Lal
E Er erinnert sich noch gut, wie er den Eid schwor, neben sich die US-amerikanische Flagge, den rechten Arm erhoben: »Ich schwöre feierlich, dass ich die Verfassung der Vereinigten Staaten gegen alle Feinde im In- und Ausland unterstützen und verteidigen werde.« Said Noor war jetzt, was er schon so lange hatte werden wollen: ein amerikanischer Soldat. Es gibt ein Foto von diesem Moment, Said im olivgrünen T-Shirt der US-Armee, ein breites Lächeln im Gesicht. Zehn Jahre ist das Foto alt.
USA: Was mit Menschen passiert, die von ICE verhaftet werden
Sie hört jemanden schreien, aber noch reagiert sie nicht. Um die Ecke ist eine High School, es wird öfter laut in ihrer Straße. Wieder Schreie. Und jetzt erkennt sie eine Stimme: ihre Nachbarin! Sie läuft zum Fenster. Sieht die Beamten. Sieht den Mann, der vor ihnen steht. Jessica Loya versteht sofort, was geschieht. Sie sei aus der Wohnung gelaufen, wird sie später erzählen, und habe im Treppenhaus gerufen: »ICE is here!« – ICE ist hier!
Was mit Menschen passiert, die in den USA von ICE verhaftet werden
Sie hört jemanden schreien, aber noch reagiert sie nicht. Um die Ecke ist eine High School, es wird öfter laut in ihrer Straße. Wieder Schreie. Und jetzt erkennt sie eine Stimme: ihre Nachbarin! Sie läuft zum Fenster. Sieht die Beamten. Sieht den Mann, der vor ihnen steht. Jessica Loya versteht sofort, was geschieht. Sie sei aus der Wohnung gelaufen, wird sie später erzählen, und habe im Treppenhaus gerufen: »ICE is here!« – ICE ist hier!
Aufarbeitung der Familiengeschichte: Wenn Opa am Holocaust mitwirkte
Zwei Schwestern finden den Namen ihres Großvaters im Buch eines Auschwitz-Überlebenden. Sie forschen nach – und finden heraus, was viele Deutsche bis heute verdrängen: die Mitschuld von Vorfahren am Holocaust. Die Schwestern Ute Sterr (rechts) und Almuth Salentijn im Zellentrakt des Scheveninger Gefängnisses in Den Haag. Hier verhörte ihr Großvater einst Gefangene. Im Nachhinein dröhnt das Schweigen. Und natürlich fragen die Schwestern sich heute: Warum haben sie es einfach hingenommen?
Elke Büdenbender ist First Lady
Als ihr Mann Bundespräsident wurde, gab Elke Büdenbender ihren Beruf auf und wurde First Lady. Doch nach seiner Wiederwahl begann sie, parallel wieder als Richterin zu arbeiten. Wir haben sie in ihrem Doppelleben begleitet. Gleich ist sie da, die Mitarbeiter der Deutschen Botschaft atmen auf. Sie stehen an diesem Tag im September 2022 vor einem Seitenausgang des Präsidentenpalastes in Mexiko-Stadt, und mit jeder Minute, die verstrich, wuchs ihre Anspannung.
Notfallmedizin für Kinder: Versorgungslücke, die Leben kostet
An seinem letzten Abend wird Lönne wach, seine Mutter Martje Ratzow sieht das Strampeln auf dem Babyfon im Wohnzimmer. Sie holt ihren Sohn aus seinem Babybett, nimmt ihn auf den Arm und singt ihm etwas vor. Nach einer Viertelstunde scheint Lönne wieder einzuschlafen. Dann aber zuckt er, verdreht die Augen. Er erbricht und beginnt zu krampfen. Martje Ratzow ruft nach ihrem Mann. Es ist 21.26 Uhr am 18. Januar 2021, als Lönnes Vater Niklas Ratzow den Notruf wählt.
Leihmütter aus der Ukraine
Ein deutsches Paar sehnt sich vergebens nach einem Baby. Dann engagieren die beiden eine anonyme Leihmutter in der Ukraine. Als Russland angreift, ist die Geburt nicht mehr weit. Es folgen nervenaufreibende Monate, eine gefährliche Reise – und eine ungewöhnliche Freundschaft. Reisewarnung / Ausreiseaufforderung Vor Reisen in die Ukraine wird gewarnt. Deutsche Staatsangehörige sind dringend aufgefordert, das Land zu verlassen. In der Ukraine finden Kampfhandlungen, Raketen- und Luftangriffe statt.
Flucht aus der Ukraine: Die Familie unseres Fotografen erzählt
Der russische Krieg gegen die Ukraine zerreißt hunderttausende Familien, auch die unseres Fotografen Simon Koy. Als Kiew bombardiert wird, flieht seine Schwägerin mit Kind und ohne Mann Richtung Polen. Koy steigt in München ins Auto, um beide dort abzuholen. Bilder einer dramatischen Trennung. Schmerzhaftes Wiedersehen: Bis Olga ihre aus Kiew geflüchtete Schwester in den Arm nehmen kann, vergehen Tage. In München wird Simon Koy am Donnerstag, den 24. Februar, vor seiner Frau Olga wach.
Actout2: Jannik Schümann, Maren Kroymann und Merve Aksoy erzählen
Wie ist es den Schauspieler*innen im Jahr nach Actout ergangen? Maren Kroymann, Thu Trang Dong, Merve Aksoy und Jannik Schümann erzählen von Anfeindungen, positiven Reaktionen der Sender – und wie es ist, das erste Mal mit dem Partner auf dem roten Teppich stehen zu können. Maren Kroymann und Jannik Schümann.
»Man sollte aus Spielzeug keine Wissenschaft machen«
Zu viel, zu bunt, zu künstlich: Die Spielzeugwünsche von Kindern stehen oft im Gegensatz zu dem, was die Eltern als pädagogisch wertvoll erachten. Der Erziehungswissenschaftler Volker Mehringer erklärt, warum auch Plastikgewehre und Barbies ihr Gutes haben können – und weshalb es nicht schlimm ist, wenn Kinder an Weihnachten alle Geschenke auf einmal aufreißen.
Katarina Witt im Interview über Olympia in Lillehammer
SZ-Magazin: Frau Witt, wie dachten Sie früher: erst 28 oder schon 28? Katarina Witt: Ich habe nie in diesen Altersgrenzen gedacht. Ich wusste aber 1994: Für eine Eiskunstläuferin bei Olympia bin ich alt. Sie haben als Leistungssportlerin mit 22 aufgehört, hatten alles erreicht. Dann kehrten Sie zurück, mit 28, um an den Olympischen Winterspielen in Lillehammer teilzunehmen. Wie kam es dazu? Ich habe damals große Shows und eigene Tourneen in den USA absolviert.
Sendungsbewusst
Wenn Petra Gerster in wenigen Wochen zum letzten Mal die Meldungen des Tages im ZDF präsentiert, ist sie 66. Bisher waren es nur Männer, die bis zur Rente die Hauptnachrichten moderierten. Doch es tut sich etwas – und das hat viel mit Vorbildern wie Gerster zu tun. In den Sendern und beim Publikum herrscht oft immer noch der Anspruch, dass Frauen im Fernsehen jung sein müssen. Petra Gerster sitzt in der Maske des ZDF, vor ihr ein Spiegel, der fast die ganze Wand einnimmt.
Petra Gerster im Porträt
Wenn Petra Gerster in wenigen Wochen zum letzten Mal die Meldungen des Tages im ZDF präsentiert, ist sie 66. Bisher waren es nur Männer, die bis zur Rente die Hauptnachrichten moderierten. Doch es tut sich etwas – und das hat viel mit Vorbildern wie Gerster zu tun. In den Sendern und beim Publikum herrscht oft immer noch der Anspruch, dass Frauen im Fernsehen jung sein müssen. Petra Gerster sitzt in der Maske des ZDF, vor ihr ein Spiegel, der fast die ganze Wand einnimmt.
»Natürlich sind Frauen im Nachteil«
Fraanz?! Rede ich mit dir über Feminismus?«, ruft Michelle Müntefering durch die Wohnung. Gerade ging die Tür, was bedeutet: Ihr Mann ist jetzt zu Hause. Noch ist er unsichtbar irgendwo im Flur der gemeinsamen Berliner Wohnung. Jetzt kommt er ins Wohnzimmer, guten Abend, hallo. »Was war jetzt deine Frage?« »Nicht meine.
Bootsunglück Flüchtlinge: Die Katastrophe von 2015
Nachrichten von ertrunkenen Flüchtlingen im Mittelmeer sind Alltag geworden. Was geschieht bei einer solchen Katastrophe? Und wie gehen Überlebende, Rettungskräfte und Angehörige mit ihren schrecklichen Erlebnissen um? Die Geschichte eines Bootsunglücks vor der griechischen Küste am 28. Oktober 2015 – und seiner Folgen bis heute. Die Bilder, die in diesem Artikel vom Unglück zu sehen sind, stammen von der Syrerin Amel Alzakout.
Bootsunglück Flüchtlinge: Die Katastrophe von 2015
Unten schreien sie. Oben, an Deck, filmt die Kamera Gesichter von Menschen, die nicht verstehen, was los ist. »Ma fini shi … Mniha ana« – »Alles gut«, sagt eine Frau. »Mir geht’s gut.« Aber dann ruft jemand: »Nicht bewegen!« Jetzt fliegen Taschen über Bord, vor Kurzem noch in der Türkei gepackt, davor irgendwo in Syrien, im Irak und in Afghanistan. Letzter Besitz aus dem alten Leben, jene Dinge, die so wertvoll waren, dass sie nicht zurückgelassen werden konnten.
Donald Trump: Das große Quiz zur US-Wahl
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Beziehungskunst - SZ Magazin
Wer die Zeichnungen der US-Illustratorin Liana Finck sieht, ohne sich ertappt zu fühlen, ist vermutlich kein echter Mensch. Jene, für die Unsicherheiten im Leben Alltag sind und erste Dates nicht bloß noch verschwommene Erinnerungen, dürften regelmäßig vor sich hin nicken. Wenn Finck die Gedankenabfolge des Kennenlernens aufschreibt – »Teil 1: Mag ich dich? Teil 2: Magst du mich? Teil 3: Wirklich?«.
Rechtsextremismus: Die Deutungsschlacht
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Fast noch ein Spätsommerabend in Berlin. Dunkle Limousinen, sanft leuchtet die Barockfassade von Schloss Charlottenburg. Sollte Hans-Georg Maaßen an diesem Dienstagabend nervös sein, dann lässt er es sich nicht anmerken: Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz steht gemeinsam mit den Chefs von drei weiteren Sicherheitsbehörden des Bundes vor dem Eingang der Orangerie und begrüßt persönlich die fast 1000 Gäste, die meisten per Handschlag.
By Moritz Aisslinger Verified, Marc Brost Verified, Peter Dausend Verified, Tina Hildebrandt Verified, Mariam Lau Verified, Martin Machowecz Verified, Anna Mayr Verified, Nicola Meier, Paul Middelhoff, Yassin Musharbash Verified, Valerie Schönian Verified, Holger Stark Verified, Veronika Völlinger
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Die Zeit
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Harvey Weinstein: Die Macht des Dinosauriers
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Harvey Weinstein: Die Macht des Dinosauriers Regisseure, Journalisten, Drehbuchautoren – viele in Hollywood kannten das wahre Ich des Produzenten Harvey Weinstein. Trotzdem haben sie jahrelang geschwiegen. Warum? Und was sagen deutsche Produzenten und Schauspielerinnen zu der Debatte? 26. Oktober 2017, 15:40 Uhr Editiert am 26. Oktober 2017, 15:40 Uhr DIE ZEIT Nr. 44/2017 Der US-Filmproduzent Harvey Weinstein soll über Jahrzehnte Frauen sexuell belästigt haben.
By Heike Buchter, Amrai Coen Verified, Lilith Grull, Kerstin Kohlenberg Verified, Nicola Meier, Katja Nicodemus Verified, Wolfgang Uchatius Verified, Stefan Willeke Verified, Fritz Zimmermann Verified
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Die Zeit
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Abschiebung: Etwas lief hier falsch
Es ist kurz nach acht Uhr morgens am vergangenen Mittwoch, als es an der Tür der Klasse C der Berufsschule B11 in Nürnberg klopft. Der stellvertretende Schulleiter betritt den Raum, in dem 18 angehende Schreiner lernen, lauter junge Männer. Der Pädagoge bittet einen der Schüler, Asef N., mit ihm zu kommen. Der heute 20-jährige Afghane ist im Dezember 2012 nach Deutschland eingereist, ein Jahr später wurde sein Asylantrag abgelehnt, seit vier Jahren lebt er bloß geduldet in Deutschland.
Drei Teenager und ihre Prüfungen
Am Morgen der ersten Prüfung kniet Petri sich vor sein Bett und betet: Gott, gib mir Weisheit. Hilf mir, die richtigen Antworten zu finden. Sei mit mir. Er flüstert, er will seinen Bruder, mit dem er sich ein Bett teilt, und die beiden anderen Geschwister im zweiten Bett nicht wecken. Sein Vater ist schon aus dem Haus, sein Dienst als Müllfahrer hat mitten in der Nacht begonnen. Seine Mutter umarmt ihn zum Abschied. Du bist ein kluger Junge, du kannst es schaffen!, sagt sie.
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