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Articles by Nora Laufer
"Jede vierte Banane in Österreich ist Fair Trade"
Für andere exotische Früchte sieht der Geschäftsführer hingegen aufgrund der geringen Absatzmengen und Diskonterpreise keinen Markt: "Die Ananas ist in Österreich preislich so verdorben, dass da für faire Preise nur schwer Platz ist." Auch andere neue Produktgruppen sind derzeit nicht geplant: "Wir wollen zuerst in den bestehenden Warengruppen wachsen." Großes Potenzial sieht Kirner dabei im Kaffeesegment, wo der Fair-Trade-Anteil in Österreich erst bei sieben Prozent liegt.
Österreichs Wirtschaft dürfte stärker wachsen als angenommen
Welche Auswirkungen die drohenden US-Strafzölle auf den Wachstumskurs haben könnten, ist noch unklarGutes Wetter herrscht derzeit nicht nur aus meteorologischer Sicht: Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) hat seine Mittelfristprognose von vergangenem Herbst nach oben revidiert.
Köstinger nennt EU-Budget einen "Anschlag auf den Umweltschutz"
Wien – "Vor dem Abend kann sich leicht das Wetter noch ändern", heißt es in einer alten Bauernregel. Genau darauf dürften Landwirte in ganz Europa derzeit hoffen: Am Mittwoch wurde der EU-Finanzplan von 2021 bis 2027 vorgestellt, der deutliche Kürzungen im Agrarbereich vorsieht. Einstweilen handelt es sich nur um einen Entwurf, Bauernvertreter in ganz Europa wollen den Beschluss bis zur finalen Entscheidung noch abwenden.
Digitale Landwirtschaft: Drohnen und intelligente Traktoren am Acker
Es sind aber nicht etwa Bienen, die mit ihrem Brummen die Ruhe in Weistrach stören. Mit sechs Rotoren bewegen sich Drohnen über die Felder der Mostviertler Gemeinde in der Nähe von Steyr. Die unbemannten Flugobjekte schneiden durch die Luft und lassen dabei alle paar Meter kleine Kugeln zu Boden fallen. Sie sollen Landwirten die Arbeit erleichtern. In den Bällen befinden sich nämlich Schlupfwespen, die Maiszünsler – die größten Feinde der Maispflanze – bekämpfen.
Feinstaubbelastung in Österreich seit 2011 deutlich gesunken
Wien – Mitten in der Dieseldebatte kam am Freitag aus dem Umweltbundesamt (UBA) eine frohe Botschaft, ein wirkliches Aufatmen blieb dennoch aus. Laut einer von der Plattform Saubere Luft in Auftrag gegebenen Studie ist die Feinstaubbelastung in Österreich in den Jahren 2014 bis 2016 gegenüber 2003 bis 2005 im Mittel um mehr als ein Drittel zurückgegangen. Der Hauptverursacher von Feinstaub ist in Österreich aber nach wie vor der Industriesektor, er verantwortet 36 Prozent der Feinstaubemissionen.
Klima- und Energiestrategie bleibt voller Lücken und Abstriche
Woher das Geld für die Umsetzung der zehn Leuchtturmprojekte kommen soll, ließen die Minister offen: Konkrete Eurobeträge in Bezug auf das Gesamtvorhaben sind in dem rund 60-seitigen Papier nicht zu finden. Beziffert wurden hingegen einige Teilbereiche: In den Ausbau des Bahnverkehrs sollen laut Hofer in den nächsten Jahren rund 14 Milliarden Euro fließen. "Im Umweltbereich wird nicht gekürzt", verspricht Köstinger.
Klimastrategie der Regierung fehlen konkrete Maßnahmen
Sehr wohl verankert ist in der vorliegenden Fassung allerdings eine Hintertür für die Regierung: Bei der regelmäßigen Evaluierung müssten "geänderte externe Faktoren" berücksichtigt werden, heißt es am Ende des Papiers. Zum Beispiel: "Reaktion auf geänderte Rahmenbedingungen" wie die Wirtschaftslage oder die "Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen". Die schwammigen Vorgaben der Klimastrategie könnten also, sollte die Regierung wirtschaftlichen Bedarf sehen, noch einmal abgeschwächt werden.
Zum 200. Geburtstag: "Raiffeisen würde im Grab rotieren"
Wer nach Pöchlarn, eine 5.000-Personen-Gemeinde an der Donau, reist, sieht den Getreidespeicher schon von weitem, der wie ein Denkmal in der hügellosen Landschaft steht. Auf der grauen Wand prangt groß das Giebelkreuz der Raiffeisen. Nur beim genauen Hinsehen erkennt man den verblichenen Schriftzug in Fraktur: "Landwirtschaftliche Genossenschaft Pöchlarn".
Wenn's den Kompost wurmt: Das große Geschäft mit Exkrementen
Wer den größten Arbeitgeber Österreichs sucht, muss weder nach Wien, noch in die Jahresberichte von Großkonzernen blicken. Zu finden ist er in Absdorf, einer kleinen Marktgemeinde in der Nähe von Tulln. Dort beschäftigt das Unternehmen Vermigrand mehr als fünf Millionen Arbeiter. Ihr Job: Essen und Defäkieren. Auch deshalb verkauft der Betrieb mit Regenwürmern befüllte "Humusboxen". Die Kisten, die in Hochbeete eingegraben werden, funktionieren wie eine Art Mini-Ökosystem.
Wie vertikale Beete Versorgungsprobleme in Städten lösen sollen
Eine Lösung, um die wachsende städtische Bevölkerung mit frischen Lebensmitteln zu versorgen, ist nach Einschätzung zahlreicher Experten der Anbau von Obst und Gemüse in Ballungszentren. Konkret sollen Pflanzen vertikal in und um Gebäude wachsen – Vertical Farming lautet der Fachbegriff.
Wie ein Österreicher in Griechenland zum Oliven-König wurde
Wien – Eigentlich wollte Fritz Bläuel in den 1970er-Jahren am Peloponnes eine Art Kommune gründen. Der gebürtige Niederösterreicher hat damals sein Medizinstudium abgebrochen und ist mit einigen Freunden nach Griechenland ausgewandert. Der Traum des gemeinsamen Zusammenlebens ist schnell zerplatzt, Bläuel heuerte bei einem Olivenbauern an, um als Erntehelfer ein wenig Geld zu verdienen. Wenig später exportierte der Aussteiger das erste Olivenöl in seine Heimat.
Wo Start-ups am laufenden Band entwickelt werden
Graz – So ganz entspricht der Grazer Science Park nicht der Realität, die in Filmen und Serien oft vorgegaukelt wird. In der Start-up-Schmiede gibt es kein Bällebad und keine Rutschen, um der Kreativität freien Lauf zu lassen. Dafür kleben bunte Post-its an den Wänden, auf dem Boden stehen Schlapfen, dazwischen eine Menge Pflanzen, Computer und technische Prototypen. Seit 15 Jahren begleitet das Forschungszentrum Jungunternehmen im Hightechbereich von der Idee bis zum Markteintritt.
Jobs für Flüchtlinge: Mit Java neue Wurzeln schlagen
Wien – Es herrscht aufgeregte Stimmung in der Nordbahnhalle. In dem Gebäude im zweiten Wiener Gemeindebezirk lassen zwischen Zuggleisen, Wohnhäusern und vertrockneten Sträuchern 20 Geflüchtete das Wochenende Revue passieren. Sie haben erstmals an einem Hackathon teilgenommen. Das ist eine Softwareentwicklungsveranstaltung, bei der Programmierer versuchen, innerhalb einer gewissen Zeit eine vorgegebene Problemstellung zu lösen.
Wifo: CO2-Steuer würde Emissionen um sieben Prozent pro Jahr senken
Österreich gehört laut der Erhebung zu den EU-Ländern mit den niedrigsten Energiesteuersätzen. Bei Abgaben auf Diesel liegt die Republik auf Platz 16, bei Benzin auf Platz 17 der EU-28. Lediglich in osteuropäischen Ländern, Griechenland, Spanien und Portugal sind die Abgaben niedriger. Insgesamt wird Diesel in allen EU-Staaten geringer besteuert als Benzin.
Absolventen aus Drittstaaten finden nicht auf den österreichischen Arbeitsmarkt
Wien – Leora W., eine kleine, quirlige Kanadierin, arbeitet als technische Redakteurin in Wien. Sie ist eine von vielen Drittstaatsangehörigen, die sich in Österreich niedergelassen und auf Arbeitssuche begeben haben. W. ist auch eine jener Personen, die sich – trotz ihrer hohen Qualifizierung – an dem System die Zähne ausbeißen. W. hat ihr Masterstudium an der Wirtschaftsuniversität Wien abgeschlossen und währenddessen als Assistentin an ihrem Institut gearbeitet.
Baupläne mit Hologrammen zum Leben erweckt
Die App ist nicht nur an Häuslbauer gerichtet: "Statt eines Musterhausparks tragen Verkäufer ein virtuelles Musterhaus in der Hosentasche", sagt der Gründer. Auf dem Baugrundstück können sie Kunden dann verschiedene Modelle "in natura" vorführen und sie in deren Innenräumen herumgehen lassen.
Silvester in Zahlen: Schmelzende Glocken, Knallerei und grantige Taxler
Wäre die Pummerin im Stephansdom aus Blei, so müsste sie zu Silvester achtgeben: Allein in Wien werden zum Jahreswechsel 14 Tonnen Blei – das entspricht in etwa zwei Dritteln des Gewichts der großen Glocke – gegossen. Bringt der Blick ins Wasser auf die gegossene Skulptur nicht das erhoffte Glück, können Feierwütige immer noch zum Alkohol greifen. Und das tun sie auch: 2,5 Millionen Gläser Sekt werden laut Wirtschaftskammer Wien jedes Jahr in der Bundeshauptstadt zu Silvester geleert.
O du fröhliche Zeit des Konsums
Sind die Geschenke beim Kunden gelandet, werden sie hübsch verpackt, bevor gierige Hände das Geschenkspapier am 24. wieder herunterreißen. Dabei entsteht viel unnötiger Abfall, erinnern die niederösterreichischen Umweltverbände. Weihnachtliche Müllberge können durch nachhaltige Verpackungen vermieden werden, erklären sie in einer Aussendung. Dazu zählen Stoffsackerln genauso wie Geschenkkartons, die wiederverwendet werden können.
Umwelt und Landwirtschaft: "Bauernstand" soll ganz Österreich ernähren, Nachhaltigkeit steht hintenan
Wien – Geht es nach der künftigen Regierung, soll es Landwirten – zumindest in den kommenden fünf Jahren – gutgehen. Diese will Türkis-Blau massiv fördern. Laut dem am Samstag präsentierten Regierungsprogramm ist ein "freier und leistungsfähiger Bauernstand Voraussetzung für den Erhalt der natürlichen Existenzgrundlagen unserer Heimat". Heimische Landwirte sollen demnach in der Lage sein, die Bevölkerung zu hundert Prozent mit Lebensmitteln zu versorgen. Nur dann könne Österreich "frei sein".
Der Black Friday als Feiertag des Konsums
Wien – Am 18. Juli 390 vor Christus haben 40.000 römische Legionäre ihre Rüstungen angelegt und sich auf den Weg an die Allia, einen Nebenfluss des Tibers, gemacht. Die Römer wussten damals wahrscheinlich nicht, dass die Schlacht, die an diesem Tag noch stattfinden wird, Millionen Kaufsüchtige zwei Jahrtausende später in Geschäfte locken wird. Schwarze Tage haben in der Vergangenheit häufig negative Ereignisse bezeichnet. Schwarzer Freitag wurde beispielsweise der 24.
EU-Förderungen erreichen Kleinbauern nicht
Österreich profitierte dabei im vergangenen Jahr laut Agrarmarkt Austria (AMA) von einer Fördersumme in Höhe von 1,57 Milliarden Euro. Der Großteil (875 Millionen Euro) wurde in Ausgleichszahlungen, wie etwa Projektförderungen, und in die ländliche Entwicklung gesteckt. Der Rest landete in Direktzahlungen und der Weinmarktordnung. Zum Vergleich: 2016 wurden in Österreich landwirtschaftliche Erzeugnisse mit einem Wert von 6,8 Milliarden Euro produziert.
Klimawandel: Auf dem Holzweg
Österreich marschiert in die falsche RichtungLange hat es nicht gedauert. Eineinhalb Jahre nach Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens von 175 Staaten rücken die Ziele der Vereinbarung, die den Klimawandel eindämmen sollten, in weite Ferne. Der weltweite CO2-Anstieg dürfte heuer – nach drei stabilen Jahren – erneut in die Höhe schnellen.
US-Ökonom Jeffrey Sachs: "Trump ist eine große Gefahr für die Welt"
Sachs: Das Beste wäre, den Green Climate Fonds zu einem brauchbaren, aktiven Fonds zu machen. Auch multilaterale Entwicklungsbanken sollten integriert werden, um die Infrastruktur in betroffenen Ländern aufzubauen. Es gibt genug Institutionen, die wir einsetzen könnten. Aber es gibt auch Trump, der ein komplett verantwortungsloser Mann ist. Er geht in die andere Richtung, will Finanzierungen drastisch reduzieren und aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen.
Experte: Klimawandel ist kaum als Fluchtgrund abgrenzbar
Extreme klimatische Bedingungen zwingen Menschen immer häufiger dazu, ihre Heimat zu verlassen. Sie sind aber selten der einzige FluchtgrundWien – Klimatische Veränderungen sind in der Genfer Konvention nicht als Fluchtgrund anerkannt. Dennoch verlassen immer mehr Menschen aufgrund von Dürre, Überschwemmungen und Hitze ihre Heimat.
UN-Klimakonferenz soll Weichen stellen
Für die Bewohner von Huaraz, einer 55.000-Personen-Stadt südwestlich des Sees, stellt die Schmelze eine Bedrohung dar: Sollte ein großer Eisbrocken abbrechen – was mit steigenden Temperaturen wahrscheinlicher wird – und in den übervollen See stürzen, würde das laut Experten eine meterhohe Flutwelle auslösen, die Huaraz mit voller Kraft erwischen könnte. Das ist schon einmal passiert: Im Dezember 1941 tötete eine Überschwemmung 5000 Menschen in der Stadt.
Kunden haben Gusto auf Neues: Chance für das Handwerk
In Innovationsprozessen liege "eine Chance für das Handwerk", meint der Bäcker: "In Industrieanlagen ist so etwas schwieriger." Der Gmundner ist mit seiner Suche nach neuen Ideen bei weitem nicht allein: Immer mehr Kleinunternehmen, aber auch etablierte Lebensmittelhersteller versuchen, ihr Geschäft durch Innovationen aufzubessern. In Österreich etwa zählt der Weinbergschneckenzüchter Andreas Gugumuck zu den Pionieren im Lebensmittelbereich, ebenso wie das Unternehmen "Hut und Stiel".
Ökonomin Huws: "Crowdworker sind die neuen Working Poor"
Wien – Installateurservice per Mausklick, Grafikdesign via E-Mail-Anhang: Immer mehr Österreicher bieten Dienstleistungen über Onlineplattformen an. Die Wissenschaft spricht von sogenannten Crowdworkern oder einer "Gig"-Ökonomie. Arbeitnehmer werden dabei für einzelne Aufträge – also Gigs –, die sie über Internetplattformen einholen, bezahlt.
Knöpferlharmonika aus dem Hause Schmidt
Weinitzen – Die Leidenschaft ist Franz Schmidt anzusehen, wenn er von Harmonikas spricht. Bei dem Instrument würden alle sofort an Schlagermusik denken, dabei gebe es "viele verschiedene Klangfarben, die Musik ist ganz unterschiedlich". Schmidt ist einer der letzten Meister seines Fachs: In zweiter Generation produziert er steirische Knöpferlharmonikas in Weinitzen, nördlich von Graz. Insgesamt könne man Harmonikamacher in Österreich an zwei Händen abzählen.
Umweltjuristin: "Benötigen viel konkretere Klimaschutzgesetze"
Wagner: Sehr sinnvoll sogar. Wir haben dieses Staatsziel seit 1984, und es war seither in vielen Causen ein wichtiges Zünglein an der Waage – sowohl vor dem Verfassungsgerichtshof wie auch in der Judikatur des Verwaltungsgerichtshofs. Wagner: Das ist natürlich möglich. Es gibt zahlreiche Causen, wo das Staatsziel etwa bei einer Abwägung verschiedener öffentlicher Interessen herangezogen wurde – und in die eine Richtung, aber auch in die andere Richtung ausgeschlagen hat.
Uber lässt Partner alleine kämpfen
Uber-Fahrer wissen über die einstweilige Verfügung kaum Bescheid: Ahmet K. (Name der Redaktion bekannt), der seit einem Jahr für Uber fährt, hat davon jedenfalls "noch nichts gehört". Unter der Woche verbucht K. um die acht Fahrten am Tag, am Wochenende seien es 15 bis 20. K. arbeitet für eine Mietwagenfirma mit Sitz in Bruck an der Leitha. Obwohl Uber nur in Wien angeboten wird, haben viele Autos Kennzeichen aus anderen Bundesländern.
Aida bringt alkoholfreie Halal-Punschkrapferln nach Arabien
Nicht nur in Ländern im Nahen Osten und Asien will Aida ausbauen, sondern auch in der Dach-Region, also in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Ziel sei es, bald in allen österreichischen Landeshauptstädten Filialen zu eröffnen. "Wir haben aber keinen großen Zeitdruck", sagt Ratzenberger. In Deutschland werde hingegen ein Prinzip "ähnlich einer Hotelkette" verfolgt, man sei bereits im Gespräch mit einem Hauptpartner. Im vergangenen Jahr machte Aida einen Umsatz von 26 Millionen Euro.
Mit Wohlstand wächst die Kluft zwischen den Geschlechtern
Wien – Männer in Österreich sind vermögender als Frauen. Besonders groß sind die Unterschiede bei den Superreichen – aber auch bei Paaren mit hoher Bildung. Insgesamt zieht sich der Gender-Wealth-Gap – also der geschlechterspezifische Vermögensunterschied – jedoch durch alle soziodemografischen Schichten, wie eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien verdeutlicht, die von der Arbeiterkammer in Auftrag gegeben wurde.
Männer sind um 40 Prozent reicher als ihre Partnerinnen
Die Untersuchung hat sich erstmals mit den Vermögensunterschieden zwischen Männern und Frauen in Österreich beschäftigt. Grundlage dafür war eine 2014 erstellte Erhebung zur finanziellen Situation in Haushalten, die in Zusammenarbeit mit der Oesterreichischen Nationalbank entstand. Dabei wurden mehr als 3.000 Haushalte befragt, berücksichtigt wurden sowohl Real- als auch Finanzvermögen abzüglich Schulden.
Woom-Bike-Gründer: "Ein Kinderrad darf keine 600 Euro kosten"
Sämtliche in Europa vertriebene Räder landen am Weg zum Endkunden in Klosterneuburg. Dort werden sie einzeln zusammengebaut, jeder Teil wird noch einmal getestet: "Wenn ein Kind das Rad auspackt, muss alles passen, sonst ist die Enttäuschung groß", sagt Geschäftsführer Marcus Ihlenfeld. Daraufhin nahmen die zwei Männer, die ursprünglich im Marketing und im Industriedesign tätig waren, die Sache selbst in die Hand.
Wenn Scheiche Ski fahren: Südtiroler beschneien weltweit
Volders/Wien – 365 Tage im Jahr eine Schneeballschlacht machen. Was sonst nur in sehr nördlichen und südlichen Breiten möglich ist, können Saunagänger seit drei Jahren in sogenannten Snow-Rooms erleben. Diese sollen eine Alternative zu herkömmlichen Kneippbecken nach einem Saunabesuch bieten. "Im asiatischen Markt ist das extrem im Kommen", sagt Martin Reifer von der Herstellerfirma Technoalpin. Der Südtiroler Konzern baut Mini-Winterlandschaften in Luxushotels und auf Kreuzfahrtschiffen.
Ende der Zuckerquote: Rübenbauern bangen um ihr Geschäft
"Der Markt wird freigegeben, es gibt keine Mindestpreise mehr, jeder kann so viel produzieren, wie er will", sagt Ernst Karpfinger, Präsident der Österreichischen Zuckerrübenverwertungsgenossenschaft (ÖZVG). "Ab Oktober verfallen die Preise." Lag der Zuckerpreis am Weltmarkt in den vergangenen Jahren zwischen 750 und 700 Euro pro Tonne, so ist er nun bereits unter 350 Euro gesunken. Der Wegfall der Quote ist seit langem bekannt.
Lieferservice: "Nur Vietnamesen bestellen mehr als Österreicher"
Kosten waren mit der Unternehmensgründung kaum verbunden, erinnert sich Groen: "Ich habe mir das Programmieren selbst beigebracht, das war gratis." Die ersten 600 Restaurants kontaktierte er einzeln per Brief, dann ging alles relativ schnell: "Wir hatten innerhalb von zwei Monaten 200 Bestellungen pro Tag", so der Unternehmer.
Butter ist so teuer wie nie - dennoch verdienen Bauern kaum mehr
Mit der Anzahl an Bauern ist auch die Menge an produzierter Milch zurückgegangen – was wiederum zur Folge hatte, dass der Milchpreis gestiegen ist, erklärt Johannes Költringer, Geschäftsführer der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter. Die Landwirtschaftskammer sieht das etwas anders. Laut Marksteiner ist die Milchproduktion in Österreich trotz des Bauernsterbens seit 1990 durch die höhere Produktivität von 2,2 auf 3,3 Millionen Tonnen gestiegen.
Erbsenzählen leicht gemacht: Smartphone-App übernimmt Buchhaltung
Finnisches Fintech Holvi bietet neben der Kontenführung auch Zusatzdienste anEinen Kopierer kaufen, die Rechnung fotografieren und schon ist diese online mit dem Zahlungsausgang am Konto verbunden – und landet automatisch in der Buchhaltung.
Biochemiker: "Ein krebserregendes Pestizid hat im Körper nichts verloren"
Burtscher: Glyphosat ist laut der WHO wahrscheinlich bei Menschen krebserregend. Diese Einstufung kommt unter anderem daher, dass Glyphosat bei Mäusen und Ratten in den Versuchen der Industrie Tumore hervorgerufen hat. Die Beweislage hierfür ist ausreichend, manche dieser Tumore sind immer wieder aufgetreten. Der Lymphdrüsenkrebs, der in drei von fünf Mausstudien aufgetreten ist, tritt auch bei Menschen, die mit glyphosathaltigen Pestiziden arbeiten, häufiger auf.
Deichmann: "Schlechte Qualität zum guten Preis ist keine Erfolgsstrategie"
Deichmann: Man hat einen breiteren Horizont, das ist ein großer Nutzen beim Führen eines Unternehmens. Ich habe so gelernt, Entwicklungen, die am Markt und in der Gesellschaft stattfinden, aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Deichmann: ILO-Standards sind Richtwerte. Unser Code of Conduct ist viel konkreter. Wir haben Standards definiert, die wir für vernünftig halten. Am Ende des Tages darf man nicht verlangen, dass die Arbeitsbedingungen inklusive Bezahlung genau so sind wie in Europa.
Österreich ist beim Klimaschutz am Holzweg
Dabei wäre die Umsetzung der Klimaziele in Österreich mit einer entsprechenden politischen Rahmensetzung "absolut machbar", meint Johannes Wahlmüller, Klimasprecher bei Global 2000: "Und auch wesentlich mehr wäre möglich." Dennoch sind die Emissionswerte in Österreich seit 1990 leicht angestiegen, während sie im EU-Schnitt um rund ein Viertel gesunken sind. "In Österreich herrscht ein klimapolitischer Stillstand", sagt Adam Pawloff von Greenpeace.
"Profitorientierte Menschen legen bei uns nicht an"
Wien – Der Weg Richtung Selbstständigkeit beginnt oft mit einem Besuch bei der Bank, um einen Kredit aufzunehmen. Diese Möglichkeit bleibt vielen Menschen – allen voran in sogenannten Entwicklungsländern – verwehrt. Für sie sind Mikrokredite, also Kleinstdarlehen in der Höhe von oft nur wenigen hundert Euro, häufig der einzige Weg zum Unternehmertum.
Fleisch ist nur in Dänemark teurer als in Österreich
Wien – Eine Stunde und 18 Minuten. So lange muss jemand, der in Österreich nach Mindestlohn bezahlt wird, arbeiten, um sich ein Kilo Schweinefleisch zu leisten. Zu diesem Ergebnis kam eine Erhebung des Online-Marktplatzes Caterwings, der Löhne und durchschnittliche Fleischpreise weltweit verglich. Mit 39,4 Stunden müssen Inder am längsten für ein Kilo arbeiten, Dänen erarbeiten sich dieselbe Menge bereits in 48 Minuten.
40 Cent pro Packerl: Paketshops profitieren durch den Service kaum
Wien – In die Boutique von C. verirrt sich außer ein paar vor der Hitze flüchtenden Touristen kaum Kundschaft. Um den Bekanntheitsgrad ihres Geschäfts zu steigern, hat C. deshalb vor zwei Jahren beschlossen, Pakete für andere anzunehmen und aufzugeben. Die Deutsche-Post-Tochter DHL ist damals auf die Boutiquebetreiberin zugegangen, sie erhoffte sich durch den Zusatzservice mehr Kunden. "Bisher hat das nicht funktioniert", erzählt die Unternehmerin.
Ethikbanker: "Kunden wollten Zinssätze unter dem Maximum"
Ethikbanken, Nachhaltigkeitsbanken oder Gemeinwohlbanken: Sie alle haben gemeinsam, dass ihre Investments ausschließlich in nachhaltige Projekte fließen. Während in Österreich kaum nennenswerte Alternativbanken existieren, haben sie in den Niederlanden, in Deutschland und Großbritannien eine lange Tradition. Krouwel: Bei einer ethischen Bank wird Geld nur in Dinge investiert, die unsere Gesellschaft verbessern und nachhaltiger machen.
Aus alt mach neu: Zweite Chance für Laptops
"Begonnen hat das Ganze, weil mein Handy wenige Monate nach dem Kauf kaputtgegangen ist", erzählt Refurbed-Gründer Peter Windischhofer. Der Jungunternehmer hatte keine Garantie auf das Gerät, wollte sich kein Mobiltelefon kaufen und stoß so auf Refurbishment – Generalüberholung. Dabei werden gebrauchte Technikprodukte so hergerichtet, dass sie optisch, aber auch in allen Funktionen einem neuen Gerät gleichen. In den USA und Frankreich werden Refurbished-Produkte bereits seit Jahren verkauft.
Vierte Hitzewelle trifft Landwirtschaft: Ernte fällt aus, Fische sterben
Auch im heimischen Fischbestand zeigen sich erste Auswirkungen der steigenden Temperaturen. 1.500 Fische verendeten allein am vergangenen Wochenende in der Klosterneuburger Au aufgrund der hohen Temperaturen und dem damit einhergehenden Sauerstoffmangel im Wasser, erklärt Gregor Gravogl, Geschäftsführer des niederösterreichischen Landesfischereiverbands. "So gravierend ist das Phänomen erstmals vor zwei Jahren aufgetreten", sagt Gravogl.
Schwieriger Abschied vom Fetisch Wachstum
Immer mehr Österreichern ist Umweltschutz wichtiger als Wirtschaftswachstum. Beim Konsumieren ist von Nachhaltigkeit aber wenig zu spüren, sagen ÖkonomenWien – Der Glaube, dass Wirtschaftswachstum zu einem guten Leben führt, nimmt in Österreich ab. Während 2011 noch über 56 Prozent der Österreicher angaben, dass Wachstum für ein gutes Leben verantwortlich sei, hat 2015 weniger als die Hälfte der Bevölkerung die Frage mit Ja beantwortet.
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