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Articles by Sarah Emminger
Wien und Berlin: Partner, aber nicht immer auf einer Linie
"Wenn Deutschland niest, bekommt Österreich eine Grippe", heißt es manchmal, wenn über die engen wirtschaftlichen Verflechtungen der zwei Nachbarländer gesprochen wird. Zwar zeigen deren Regierungen sich gerne zusammen und sind stets darum bemüht, sich als geeinte Partner auf Augenhöhe zu präsentieren. Letztlich ist die Beziehung aufgrund des unterschiedlichen Größen- und Machtverhältnisses aber zutiefst asymmetrisch.
Gewalt gegen Frauen: "Schutzräume allein sind nicht die Lösung"
Berlin, Köln, Offenbach am Main – in mehreren deutschen Städten gingen sie in den vergangenen Wochen zu Tausenden auf die Straßen: die „Töchter“ des Landes. Schon im Oktober sorgte Bundeskanzler Friedrich Merz für Aufruhr, als er im Zusammenhang mit Migrationspolitik sagte, Deutschland habe ein „Problem im Stadtbild“. Später erklärte der CDU-Politiker, die „Töchter“ im Land wüssten, wovon er spreche.
Serbischer Demonstrant: „Sie schlugen meine Freundin blutig“
Dass sie bald zurückkommen würden, damit war zu rechnen. Mit der Gewalt der vergangenen Tage weniger. In Brand gesetzte Parteibüros, zerschlagene Fenster, Straßenblockaden, Prügeleien, Tränengas: Die Proteste gegen den serbischen Machthaber Aleksandar Vučić waren zuletzt abgeflaut, seit über einer Woche eskalieren sie nun.
Wer Ja sagt, zahlt mehr Steuern: Schweiz streitet über "Heiratsstrafe"
Es war eine historische Entscheidung, die das Schweizer Parlament da im Frühsommer traf: Die sogenannte „Heiratsstrafe“ – steuerliche Nachteile für Ehepaare, wenn beide Partner arbeiten – soll abgeschafft werden. Stand jetzt werden Verheiratete gemeinsam besteuert, zahlen insgesamt nach einer Hochzeit dann pro Jahr manchmal Tausende bis Zehntausende Franken mehr an Steuern als davor. Betroffen sind vor allem Besserverdiener.
UNO-City: Das Aushängeschild der Wiener Diplomatie in der Krise
In Wien, aber nicht auf österreichischem Staatsgebiet: Das Vienna International Center (VIC) im 22. Bezirk ist exterritorial, steht auf internationalem Boden. Der vom bis dahin weitgehend unbekannten Kärntner Architekten Johann Staber entworfene Gebäudekomplex – neben New York, Genf und Nairobi einer von vier Amtssitzen der Vereinten Nationen – ist das Aushängeschild der „Diplomatenstadt Wien“. Wie jeder UNO-Standort einen Schwerpunkt hat, dreht sich hier alles um Forschung und Wissenschaft.
Kanadischer Minister: "Bei uns kauft niemand mehr Orangen aus Florida"
Die EU-Kommission hat einen – wenn auch als unzureichend kritisierten – Deal mit US-Präsident Donald Trump geschlossen, bevor dieser seine Zollkeule erneut schwang. Kanada nicht. Washington erhöhte den Zollsatz für Einfuhren aus dem Nachbarland daraufhin von 25 auf 35 Prozent, wenn auch mit Ausnahmen. Für Aufruhr und Protest sorgt nach wie vor der von Trump geäußerte Wunsch, Kanada solle 51. US-Bundesstaat werden.
Polnischer Präsident wird vereidigt: Er will die Regierung sprengen
Der liberal-konservative, proeuropäische Regierungschef Donald Tusk ist es wohl mittlerweile gewohnt, dass der Präsident ihm einen Strich durch die Rechnung macht. 2023 ist der Ex-EU-Ratspräsident Premier geworden und hat damit die Macht der acht Jahre regierenden, nationalkonservativen Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) geschmälert. Das Präsidentenamt aber hatte durchgehend der von der PiS gestützte Jurist Andrzej Duda inne.
Arbeiten bis 70? "Nicht jeder ist körperlich dazu in der Lage"
Vollzeit statt Teilzeit arbeiten und später in Pension gehen, um das Sozialsystem zu retten? Nicht nur in Österreich, auch in Deutschland diskutiert die Politik einmal mehr über das alte Reizthema Arbeitszeit. Den neuen Anstoß in Berlin gab CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, die kürzlich zur FAZ sagte: „Wir müssen mehr und länger arbeiten.“ Die Anreize für Frühpensionen müssten gestoppt, ein späteres Pensionsantrittsalter attraktiver gemacht werden.
Pension erst ab 70? Auch Deutsche sollen laut Regierung mehr arbeiten
Vollzeit statt Teilzeit arbeiten und später in Pension gehen, um das Sozialsystem zu retten? Nicht nur in Österreich, auch in Deutschland diskutiert die Politik einmal mehr über das alte Reizthema Arbeitszeit. Den neuen Anstoß in Berlin gab CDU-Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, die kürzlich zur FAZ sagte: „Wir müssen mehr und länger arbeiten.“ Die Anreize für Frühpensionen müssten gestoppt, ein späteres Pensionsantrittsalter attraktiver gemacht werden.
US-Politanalyst: „Donald Trump hat keine Weltanschauung“
Die Frage, wie man mit US-Präsident Trump umgehen soll, hält Europa weiter in Atem. Am Sonntag etwa reist Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach Schottland, um dort mit ihm eine Lösung im Zollstreit zu suchen. In Trumps MAGA-Bewegung selbst sind derweil Stimmen gegen seine Politik lauter geworden. Wenige Menschen kennen sich mit der Republikanischen Partei so gut aus wie Henry Olsen. Er ist Senior Fellow am Ethics and Public Policy Center, einer konservativen Denkfabrik in Washington, D. C.
Ex-CIA-Direktor: "Putin war das größte Geschenk für die NATO"
„War Trump in Wahrheit ein Geschenk für die Europäer?“, wurde der US-Amerikaner David Petraeus am Donnerstag in Salzburg auf der Bühne gefragt. „Das größte Geschenk für die NATO war Putin“, antwortete der ehemalige CIA-Direktor. Der Kremlchef habe die NATO sozusagen wieder „great“ gemacht. Der heute 72-jährige General Petraeus verbrachte sein halbes Leben bei der US-Army. Er kommandierte Amerikas Truppen im Irak und in Afghanistan, bevor er später die Leitung des US-Auslandsgeheimdienstes übernahm.
Braucht es Unterricht gegen Frauenhass?
Studio KURIER-Host Marcel Schachinger spricht mit KURIER Außenpolitik-Redakteurin Sarah Emminger darüber, wie die Situation der toxischen Männlichkeit bei Österreichs Jugend ausgeprägt ist und ob es auch in Österreich gezielten Unterricht wie in Großbritannien braucht. Alles klar? “Studio KURIER” - überall wo es Podcasts gibt und auch auf Youtube als Video-Podcast. Abonniert unseren Podcast auf Apple Podcasts oder Spotify und hinterlasst uns eine Bewertung, wenn euch der Podcast gefällt.
Britischer Unterricht gegen Frauenhass: Braucht Österreich das auch?
Matthew war ungefähr 15 Jahre alt, als ein Mädchen ihm das Herz brach. "Ich war übergewichtig und sozial ungeschickt. Mein Freundeskreis war beschränkt. Ich war sehr unsicher", erzählte der Australier, der eigentlich anders heißt, schon vor ein paar Jahren dem Sender BBC. Die Zurückweisung durch das Mädchen habe seine Unsicherheit verstärkt. Zunächst habe er nur ihr gegenüber Groll verspürt.
Atomdeal: Europa stellt Iran ein Ultimatum, aber was bedeutet das?
Schon eine Woche nach Kriegsbeginn hatten sie es versucht. Am 20. Juni waren die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens – Johann Wadephul, Jean-Noël Barrot, David Lammy – nach Genf gereist, um im Konflikt zwischen Israel und dem Iran zu deeskalieren. Die Vertreter der drei wirtschaftsstärksten Staaten Europas („E3“) trafen dort ihren iranischen Amtskollegen Abbas Araqchi. Das Ziel: Teheran zur Eindämmung seines Atomprogramms zu bewegen, mit Diplomatie statt Waffen.
Mehr EU-Geld für Sicherheit? Bauernlobby droht schon mit Protest
Manche Kommissionsmitarbeiter haben besonders arbeitsintensive Tage hinter sich. Das ganze Wochenende hätten sie geschuftet, schreibt Politico, „angetrieben von Pizza, Cola und Wasser“. Gemeint sind jene Beamten, die für den Vorschlag zum sogenannten mehrjährigen EU-Finanzrahmen (MFR) zuständig sind, den die Kommission heute, Mittwoch, vorlegen will. Alle sieben Jahre wieder gilt die Einigung auf ein gemeinsames Budget als Riesenherausforderung für die Union.
PKK legte Waffen nieder: Das Ende eines jahrzehntelangen Kampfes?
Seit 26 Jahren sitzt Abdullah Öcalan wegen Hochverrats bereits im Gefängnis. Diese Woche sah und hörte ihn die Welt seit 1999 zum ersten Mal wieder – in einem Video, aufgenommen in der Haftanstalt auf der türkischen Insel Imrali im Marmarameer.
Brenner: Wie Österreich und Bayern den Transit-Streit lösen wollen
Als Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) vor zwei Wochen erstmals zu seinem deutschen Amtskollegen Friedrich Merz (CDU) flog, setzten die beiden Regierungschefs darauf, Einigkeit zu demonstrieren – in so gut wie allem: Migration, Grenzkontrollen, EU-Bürokratieabbau. Im Transit-Streit werde man schon auch noch eine Lösung finden, hieß es da. Wie, darauf gingen sie nicht ein. Was in Berlin nur Randthema war, wurde am Donnerstag in Wien nun von Stocker ausgiebiger vor der Presse erläutert.
30 Jahre nach dem Genozid von Srebrenica - und noch immer wird er geleugnet
Bereits seit Dienstag sind jene 6.000 Menschen unterwegs, die am diesjährigen Friedensmarsch von der bosnischen Ortschaft Nezuk bei Tuzla nach Srebrenica teilnehmen. Am heutigen Donnerstag sollen sie bei der Gedenkstätte im naheliegenden Potočari ankommen. Sie gehen in die andere Richtung, aber es ist jene Strecke durch Wald und über Bergland, über die vor 30 Jahren Tausende Bosniaken vor den bosnisch-serbischen Truppen zu fliehen versuchten. Viele von ihnen starben trotzdem.
30 Jahre Völkermord von Srebrenica: „Nichts kann zurückbringen, was wir hatten“
Amra Begić war 13 Jahre alt, als 1992 nach Slowenien und Kroatien auch in Bosnien-Herzegowina der Krieg ausbrach. Am 11. Juli 1995 nahmen bosnisch-serbische Einheiten unter der Führung von Militärchef Ratko Mladić ihre Heimatstadt Srebrenica ein. Unter den Tausenden muslimischen Männern und Buben, die in den Tagen danach umgebracht wurden: Begićs Vater, Großvater, 26 Cousins und ihr bester Freund. Heute ist sie stellvertretende Direktorin der Srebrenica-Gedenkstätte in Potočari.
Immer mehr Grenzkontrollen in Europa: Der Anfang vom Schengen-Ende?
Bequemeres Reisen ohne Passkontrollen, kürzere Wartezeiten an den Binnengrenzen, ein erleichterter Warenverkehr und somit weniger Kosten für Unternehmen: Schengen zählt zu den erfolgreichsten und fundamentalsten europäischen Abkommen. Vor 40 Jahren wurde es von fünf Ländern unterschrieben, 10 Jahre später trat es in Kraft, Österreich trat 1997 bei, mittlerweile gilt es in 25 EU-Staaten sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz.
Nahost-Krieg: Ein Iraner erzählt von seiner Flucht
Der Iraner Arian (Name aus Schutzgründen von der Redaktion geändert, Anm.) hat eine lange Reise hinter sich. Ungefähr 25 Stunden hat er vor wenigen Tagen mit Frau, Sohn, Schwiegertochter und dem vierjährigen Enkel in einem vollgepackten Mietauto verbracht, um aus Teheran herauszukommen. Arian ist 86 Jahre alt. Das erste Ziel: Die armenische Grenze, eigentlich nur rund elf Stunden entfernt.
Ex-Biden-Berater: "Trump ist zu Verbündeten härter als zu Feinden"
Bomben auf den Iran; gestrichene Gelder für die Entwicklungshilfe; Gebietsansprüche auf Kanada und Grönland; antieuropäische Rhetorik;Zölle, Zölle, Zölle: Seit Donald Trump wieder Präsident der USA geworden ist, hat sich die amerikanische Außenpolitik enorm gewandelt. James O’Brien kennt das Weiße Haus von innen. Bis Jänner, also bis Trump übernahm, war der Diplomat im Außenministerium unter Joe Biden für die Beziehungen zu Europa zuständig.
Stocker und Merz: Einig, trotz Grenzkontrollen
Nicht nur die Sprache, sondern noch viel mehr habe man miteinander gemeinsam, betonte der deutsche Kanzler Friedrich Merz (CDU) am Freitag beim ersten Besuch seines österreichischen Amtskollegen Christian Stocker (ÖVP) bei sich in Berlin. Damit meinte er nicht, dass sie beide noch recht neu in ihren Jobs als Regierungschefs sind.
Trump redet von Frieden in Nahost, aber der lässt auf sich warten
Lange hat es nicht gedauert. Nur wenige Stunden, nachdem US-Präsident Donald Trump überraschend und euphorisch eine Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran verkündet hatte, begann diese am Dienstag heftig zu wackeln. Wie es weitergeht, hängt davon ab, ob die Erzfeinde Teheran und Jerusalem die Waffen tatsächlich – erst mal – schweigen lassen. Es stellen sich eine Menge Fragen. Was hat es mit der Waffenruhe auf sich?
Der Iran als "Black Box“: Wie sich Teheran an den USA rächen könnte
Das Mullah-Regime in Teheran wird von Analysten manchmal als „Black Box“ bezeichnet – als schwarze Kiste, von der Außenstehende nicht wissen, was in ihr drin passiert. Das war schon vor dem Krieg mit Israel so. Aber jetzt kann die Antwort auf die Frage, was der Iran als nächstes vorhat, Auswirkungen auf die ganze Welt haben.
USA greifen Iran an: Kommt jetzt der ganz große Krieg?
Dass die USA unter Präsident Donald Trump in der Nacht auf Sonntag zur Unterstützung Israels in den Krieg gegen den Iran eingegriffen haben, verändert die Dynamik des Konflikts völlig, hebt ihn auf eine internationale Ebene – und könnte katastrophale Folgen für die USA, den Nahen Osten und womöglich auch den Rest der Welt haben. Die wichtigsten Fragen und Antworten. Was ist passiert?
Iran: Wie eine TV-Moderatorin für das Regime zur Heldin wurde
Sahar Emami, die für den "Rundfunk der Islamischen Republik Iran" (IRIB) die Nachrichten präsentiert, ist schon länger eine der bekanntesten Fernseh-Persönlichkeiten des 90-Millionen-Einwohner-Landes. Seit Montag wird sie vom Mullah-Regime und dessen Anhängern aber auch als Nationalheldin und Gesicht des Widerstands gegen Israel gefeiert. Denn an diesem Tag wurde ihre Live-Berichterstattung aus Teheran von Explosionen unterbrochen.
Alle Augen auf Trump: G7-Gipfel in Kanada
Als die Gruppe der Sieben (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA) 2018 das letzte Mal in Kanada zusammenkam, entstand ein symbolträchtiges Bild: Die damalige deutsche Kanzlerin Angela Merkel, vorgebeugt und die Hände auf den Tisch gestützt, ihre Miene ernst und der Blick eindringlich – gerichtet auf US-Präsident Donald Trump, während seiner ersten Amtszeit.
Concordia-Chef: "Ein armes Kind kann seine Flügel nicht aufspannen"
Krankheit, Tod, Rezession, Jobverlust, unerwartete hohe Ausgaben – es kann viele Gründe haben, warum Familien in die Armut abrutschen und Kinder hungrig ins Bett gehen müssen. In vielen Ländern kennen zahlreiche Menschen es aber gar nicht anders. Nämlich dann, wenn sie in die Armut hineingeboren werden.
CPAC: Die Rechtskonservativen der Welt, in Polen versammelt
Eigentlich wird die CPAC, die Conservative Political Action Conference, im luxuriösen Gaylord Resort in Maryland abgehalten. US-Präsident Donald Trump, der argentinische Präsident Javier Milei, Italiens Premier Giorgia Meloni – jährlich kommen hier die Stars der konservativ-rechten politischen Szene zusammen, um darüber zu sprechen, wie die Welt aus ihrer Sicht eine bessere wäre.
Die nächste Richtungsentscheidung: Polen wählt neuen Präsidenten
Er hat gewonnen und gleichzeitig eine Niederlage erfahren: Der zentristische, proeuropäische Warschauer Bürgermeister Rafał Trzaskowski erreichte in der ersten Runde der polnischen Präsidentenwahl am 18. Mai nur etwas über 31 Prozent und lag damit viel knapper als erwartet vor dem nationalkonservativen Populisten Karol Nawrocki, der 29,5 Prozent holte. Die Stichwahl findet diese Woche Sonntag statt. Es geht dabei nicht nur ums Präsidentenamt.
Rumänien-Wahl: Der Pragmatiker überflügelte den Polterer
Die mit Spannung erwartete „Richtungswahl“ in Rumänien ist geschlagen. Der proeuropäische, bürgerlich-liberale Bukarester Bürgermeister Nicușor Dan gewann mit 54 Prozent und wird nächster rumänischer Präsident. Umfragen hatten ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ihm und dem radikalen Ultrarechten George Simion, der die erste Runde noch mit großem Abstand gewonnen hatte, vorhergesehen.
Rumänien-Wahl: Warum diese Wahl so bedeutend war
Die Präsidentenwahl in Rumänien ist geschlagen. Gewonnen hat der „Underdog“ und proeuropäische Kandidat Nicușor Dan – für viele überraschend. Warum diese Wahl sowohl für Rumänien als auch für Europa so entscheidend war und wie es Dan letztlich gelang, sich gegen den Rechtspopulisten George Simion durchzusetzen, bespricht Studio KURIER-Host Caroline Bartos mit Außenpolitikredakteurin Sarah Emminger. Alles klar? “Studio KURIER” - überall wo es Podcasts gibt und auch auf Youtube als Video-Podcast.
Rumänien-Wahl: Der größte Feind ist „das System“
Zwei Männer in Anzug und Krawatte, einer vor hellem und einer vor dunklem Hintergrund. Ein gleichgültiger Blick ins Leere und ein etwas verkniffener Gesichtsausdruck. Es sind die immer gleichen beiden kleinen Plakate, die vor der Präsidentenwahl am heutigen Sonntag in rumänischen Ortschaften hängen. Und auch die nur vereinzelt. Sehr viel mehr ist nicht erlaubt, Geschenke etwa – in der Vergangenheit gab es Probleme mit Stimmenkäufen, Bestechung, Geldwäsche.
Wahlduell in Rumänien: "Das ist eine Wahl zwischen Ost und West“
Wird er es oder wird er es nicht? Nicht nur in Rumänien, sondern auch in anderen EU-Staaten und wohl besonders in Brüssel blickt man diesen Sonntag gespannt auf die Geschehnisse in Bukarest. Dann entscheidet sich, ob der ultrarechte Nationalist George Simion nach der Stichwahl tatsächlich Präsident wird. Europapolitisch gesehen dürfte sich das Land an der Südostflanke der Gemeinschaft unter Simion von einem stabilen Partner zu einem blockierenden Sorgenkind à la Viktor Orbán entwickeln.
Riesenfrühjahrsputz: Wie ein Österreicher Nordmazedonien zum Aufräumen motiviert
Im Haus, im Park, in der Schule, vor der Firma – im kleinen Westbalkanstaat Nordmazedonien ist der jährliche Frühjahrsputz für viele keine private Angelegenheit mehr. Wie schon in den vergangenen vier Jahren wird auch dieses Wochenende im ganzen Land gemeinsam aufgeräumt. Mit Verwandten, Freunden, Kollegen, Bekannten, Fremden.
Ultrarechter Simion auf Platz eins
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Ultrarechter Simion laut Exit Polls voran
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Wahlen in Rumänien: "Südostflanke der EU könnte zusammenbrechen"
Als Rumänien im November zuletzt seinen Präsidenten wählten wollte, brach politisches Chaos aus. Der Rechtsextreme Călin Georgescu landete völlig überraschend auf dem ersten Platz. Auf Vorwürfe von ausländischem Einfluss und nicht deklarierter Wahlkampffinanzierung folgte eine umstrittene Annullierung des Durchgangs, nur Tage vor dem zweiten. Im März wurde Georgescu schließlich verboten, erneut zu kandidieren, was Krawalle auslöste.
Wie ein ultrarechter TikTok-Star den Wahlkampf in Polen aufmischt
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Was vom "größten Faschistentreffen Europas" in Kärnten geblieben ist
Nachdem die deutsche Wehrmacht am 8. Mai 1945 kapituliert hatte, war der Krieg offiziell vorbei. Sterben und Leid aber gingen in Nachkriegsverbrechen weiter. Eins der kontroversesten historischen Themen in Europa sind die Massentötungen, welche die kommunistischen Partisanen des späteren jugoslawischen Präsidenten Josip Broz Tito in den Tagen danach an ihren Kriegsgegnern verübten. An den tatsächlichen, und den vermeintlichen.
Wien ein ultrarechter TikTok-Star den Wahlkampf in Polen aufmischt
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Ein ultrarechter TikTok-Star mischt den Wahlkampf in Polen auf
Experten hatten lange einen klaren Zweikampf der etablierten Lager erwartet. Aktuell sieht es aber so aus, als könnte neben dem liberal-konservativen Warschauer Bürgermeister, Rafał Trzaskowski, und dem Historiker Karol Nawrocki, Kandidat der nationalkonservativen PiS-Partei („Recht und Gerechtigkeit), zumindest theoretisch noch jemand nächster polnischer Präsident werden: Sławomir Mentzen von der ultrarechten, radikalen Konfederacja. Die erste Runde steht am 18. Mai an.
28. EU-Mitglied statt 51. US-Bundesstaat?
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Kanada: 28. EU-Mitglied statt 51. US-Bundesstaat?
Es waren harte Worte, die der amtierende kanadische Regierungschef Mark Carney nach seinem Wahlerfolg am Montag an Donald Trump richtete. Angesichts des vom US-Präsidenten geäußerten Wunsches, Kanada zu annektieren, sowie des Zollstreits mit diesem sprach der Ökonom von „amerikanischem Verrat“: „Amerika will unser Land, unsere Ressourcen, unser Wasser, unsere Bodenschätze.“ Die alten Beziehungen zum Nachbarn seien vorbei. Bis zuletzt mischte Trump sich in den Urnengang ein.
Wien, Europas linke Hauptstadt? Wie Europas Hauptstädte wählen
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Wien, Europas linke Hauptstadt? Wie Europas Hauptstädte wählen
Wien wählt anders - ein Spruch, so alt wie das heimische Wahlrecht. Mit erneut knapp 40 Prozent landete die SPÖ bei der gestrigen Wahl komfortabel auf dem ersten Platz und liegt damit weit über ihrem Ergebnis bei den jüngsten Nationalratswahlen (21,1 %). Auch die Grünen sind in Wien (14,2 %) deutlich stärker als bundesweit (8,24 %). Die Hauptstadt ist Österreichs Insel der Linken - und doch ist das kein nationales Phänomen.
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