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Articles by Svenja Flaßpöhler
Überschreitung der Enge
Wofür lohnt es sich zu leben? Junge Menschen finden auf diese Frage mit Leichtigkeit eine Antwort. Dass sie weltweit auf die Barrikaden gehen, ist ein Weckruf für uns alle. Jungen Menschen Weisheit zuzuschreiben, ist, auf den ersten Blick, alles andere als naheliegend. Die Jugend ist wild und waghalsig – aber weise? Ist Weisheit nicht an Lebenserfahrung gebunden und also den Alten vorbehalten?
Überschreitung der Enge
Wofür lohnt es sich zu leben? Junge Menschen finden auf diese Frage mit Leichtigkeit eine Antwort. Dass sie weltweit auf die Barrikaden gehen, ist ein Weckruf für uns alle. Jungen Menschen Weisheit zuzuschreiben, ist, auf den ersten Blick, alles andere als naheliegend. Die Jugend ist wild und waghalsig – aber weise? Ist Weisheit nicht an Lebenserfahrung gebunden und also den Alten vorbehalten?
Macht der Masse
„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ So lautet das im Grundgesetz verankerte Prinzip der Demokratie. Ein Satz, der so selbstverständlich erscheint wie die Tatsache, in einem derart verfassten Staat zu leben. Klar, Demokratie. Klar, Volkssouveränität. Was sonst? - Zugriff auf alle PhiloMagazin+ Inhalte - Jederzeit kündbar - Im Printabo inklusive Hier registrieren Sie sind bereits Abonnent/in? Hier anmelden Probeabo
Macht der Masse
„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ So lautet das im Grundgesetz verankerte Prinzip der Demokratie. Ein Satz, der so selbstverständlich erscheint wie die Tatsache, in einem derart verfassten Staat zu leben. Klar, Demokratie. Klar, Volkssouveränität. Was sonst? - Zugriff auf alle PhiloMagazin+ Inhalte - Jederzeit kündbar - Im Printabo inklusive Hier registrieren Sie sind bereits Abonnent/in? Hier anmelden Probeabo
Odysseus in der Sauna
Ein Mann auf hoher See, aufrecht steht er am Mast, starr, unbeweglich. Unter ihm sitzt, auf harten Bänken und mit verstopften Ohren, sein ruderndes Gefolge. Der Mann ist gefesselt. Auf sein Geheiß hin haben ihn die Ruderer mit starken Seilen an den Mast geschnürt.
Odysseus in der Sauna
Ein Mann auf hoher See, aufrecht steht er am Mast, starr, unbeweglich. Unter ihm sitzt, auf harten Bänken und mit verstopften Ohren, sein ruderndes Gefolge. Der Mann ist gefesselt. Auf sein Geheiß hin haben ihn die Ruderer mit starken Seilen an den Mast geschnürt.
Der Schrebergarten – eine deutsche Utopie
Wochenende. Mit einem Seufzer der Erleichterung trete ich durch die Pforte unserer Kleingartenanlage „Sonnenschein“ tief im Osten Berlins. „Naherholungsgebiet“ steht auf einer Steintafel. Als hätte dieses Wort einen Abwehrzauber, verstummt der Lärm der Großstadt sofort. Sogar die Kinder sind plötzlich ganz still. Von meinem Arm aus beobachtet unser Sohn interessiert eine Amsel, die auf dem frisch gemähten Rasen von Parzelle 14 nach einem Wurm pickt.
Mein Wille, das unbekannte Wesen
Unser Wille, was soll er nicht alles sein: innerer Kompass und ewiger Antrieb, Garant des Erfolgs und Quelle der Lust. Doch gerade in entscheidenden Situationen erweist er sich oft als schwach und desorientiert. Woher weiß ich also, was ich wirklich will? Durch rationale Abwägung und Kontrolle meiner Begierden? Oder offenbart sich mein wahrer Wille gerade im dunklen, irrationalen Drängen tief im Innern?
Z+ (abopflichtiger Inhalt); Philosophie in Deutschland : Hat der Geist wirklich ein Geschlecht?
Natürlich verstehe ich, woher diese Frage nach dem deutschen Geist rührt. Sie zielt auf eine traditionsreiche Hierarchie, die philosophiegeschichtlich das Männliche mit der Vernunft verklammert, das Weibliche hingegen mit dem Gefühl. Männer denken, beschäftigen sich rational mit Weltproblemen. Frauen sind ganz Körper, werden beherrscht von Affekten, sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Bernhard Schlink: „Gerechtigkeit ist ein Sehnsuchtsbegriff“
Partizipation, gleiche Rechte und Chancen: Die Gerechtigkeitserwartungen in Demokratien sind hoch. Bernhard Schlink argumentiert in seinem neuen Buch für einen realistischeren Blick. Ein Gespräch über die Macht des Unverfügbaren und die Mühen der Gerechtigkeitsarbeit. Herr Schlink, Sie schreiben in Ihrem Buch, dass der Westen sich seiner demokratischen, freiheitlichen Lebensweise so gewiss gewesen sei, dass Demokratie immer idealer gedacht wurde. Was genau meinen Sie damit?
Bernhard Schlink: „Gerechtigkeit ist ein Sehnsuchtsbegriff“
Partizipation, gleiche Rechte und Chancen: Die Gerechtigkeitserwartungen in Demokratien sind hoch. Bernhard Schlink argumentiert in seinem neuen Buch für einen realistischeren Blick. Ein Gespräch über die Macht des Unverfügbaren und die Mühen der Gerechtigkeitsarbeit. Herr Schlink, Sie schreiben in Ihrem Buch, dass der Westen sich seiner demokratischen, freiheitlichen Lebensweise so gewiss gewesen sei, dass Demokratie immer idealer gedacht wurde. Was genau meinen Sie damit?
Bernhard Schlink: „Gerechtigkeit ist ein Sehnsuchtsbegriff“
Partizipation, gleiche Rechte und Chancen: Die Gerechtigkeitserwartungen in Demokratien sind hoch. Bernhard Schlink argumentiert in seinem neuen Buch für einen realistischeren Blick. Ein Gespräch über die Macht des Unverfügbaren und die Mühen der Gerechtigkeitsarbeit. Herr Schlink, Sie schreiben in Ihrem Buch, dass der Westen sich seiner demokratischen, freiheitlichen Lebensweise so gewiss gewesen sei, dass Demokratie immer idealer gedacht wurde. Was genau meinen Sie damit?
Redekunst mit weiblichem Vorzeichen
Zum ersten Mal in der Geschichte des Bundestags stand eine Rednerin mit ihrem Baby am Pult. Ein wirkmächtiges Zeichen – auch mit Blick auf die männlich konnotierte Rhetorik. - Zugriff auf alle PhiloMagazin+ Inhalte - Jederzeit kündbar - Im Printabo inklusive Hier registrieren Sie sind bereits Abonnent/in? Hier anmelden Sie sind registriert und wollen uns testen? Probeabo Anzeige Weitere Artikel Artikel 8 min Nichts scheint natürlicher als die Aufteilung der Menschen in zwei Geschlechter.
Manon Garcia: „Frauen sind weniger bereit, ihre Beziehung für die Freiheit zu riskieren“
Muss man die Hoffnung auf ein gelungenes Geschlechterverhältnis aufgeben? Der Vergewaltigungsfall der Französin Gisèle Pelicot erregte auch in Deutschland Aufsehen. Die Philosophin Manon Garcia wohnte dem Prozess bei. Welche Schlussfolgerungen zieht sie? Ein Gespräch über Männer und Frauen – und die Zukunft des Feminismus. Frau Garcia, beginnen wir mit dem Fall Gisèle Pelicot.
Office Siren
Der Begriff geht bei TikTok viral. Gemeint ist mit Office Siren eine Frau, die sich sexy fürs Büro kleidet, indem sie Modestile der 1990er- und 2000er-Jahre mit aufreizenden Details wie tiefe Dekolletees, Miniröcke, Overknees oder High Heels kombiniert. - Zugriff auf alle PhiloMagazin+ Inhalte - Jederzeit kündbar - Im Printabo inklusive Hier registrieren Sie sind bereits Abonnent/in? Hier anmelden Sie sind registriert und wollen uns testen?
Lasst uns nicht dieselben Fehler wie in der Pandemie machen
Krisen bringen Unsicherheit. Und sie verändern die politische Debatte. Wenn eine Situation als gefährlich eingeschätzt wird, entstehen Ängste, dazu ein Gefühl von Handlungsdruck unter Zeitknappheit. Dies geht fast immer zulasten des demokratischen Prozesses, nicht selten auch zulasten guter Entscheidungen.
Hauptsache, in die Pfanne hauen?: Kevin Kühnerts Twitter-Abschied ist vorbildlich
Seit Kevin Kühnerts Entscheidung, sich von Twitter zu verabschieden, regiert nicht nur bei Twitter Spott und Häme. „Ein Generalsekretär, der sich entdigitalisiert, ist für den Job einfach ungeeignet“, kommentiert ein User.
Friedensdemonstrationen: Darf man noch auf Ostermärsche gehen?
Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1 — Darf man noch auf Ostermärsche gehen? Seite 2 — "Die Ostermarschierer sind die fünfte Kolonne Putins" Ja Gerade in Kriegszeiten ist die Warnung vor dem Abgrund so wichtig. Svenja Flaßpöhler, 47, ist Chefredakteurin des "Philosophie Magazins". Als Kind hat sie ihren Vater zu Ostermärschen begleitet. Die Ostermärsche werden in diesem Jahr großen Zulauf haben. Kann das überraschen?
Mein Wille, das unbekannte Wesen
Unser Wille, was soll er nicht alles sein: innerer Kompass und ewiger Antrieb, Garant des Erfolgs und Quelle der Lust. Doch gerade in entscheidenden Situationen erweist er sich oft als schwach und desorientiert. Woher weiß ich also, was ich wirklich will? Durch rationale Abwägung und Kontrolle meiner Begierden? Oder offenbart sich mein wahrer Wille gerade im dunklen, irrationalen Drängen tief im Innern?
Der Schrebergarten – eine deutsche Utopie
Wochenende. Mit einem Seufzer der Erleichterung trete ich durch die Pforte unserer Kleingartenanlage „Sonnenschein“ tief im Osten Berlins. „Naherholungsgebiet“ steht auf einer Steintafel. Als hätte dieses Wort einen Abwehrzauber, verstummt der Lärm der Großstadt sofort. Sogar die Kinder sind plötzlich ganz still. Von meinem Arm aus beobachtet unser Sohn interessiert eine Amsel, die auf dem frisch gemähten Rasen von Parzelle 14 nach einem Wurm pickt.
Vorab-Auszug aus: „Die potente Frau. Für eine neue Weiblichkeit“
Svenja Flaßpöhler ist promovierte Philosophin und Autorin. In ihrer Streitschrift „Die potente Frau“ plädiert sie für ein neues Verständnis von Weiblichkeit - denn in vermeintlich feministischen Hashtag-Initiativen (von #aufschrei bis #metoo) würden gerade patriarchale Denkmuser wiederholt, die Frau als Opfer festgeschrieben. Auf diese Dynamik will Flaßpöhler aufmerksam machen - und für offensiveren Begriff von Weiblichkeit plädieren.
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