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Articles by Udo Watter
Unterschleißheim: 25 Jahre Lichtblicke-Konzerte für den guten Zweck
Zu den eindrücklichsten Versen, mit denen der in Unterschleißheims großer Nachbarstadt geborene Dichter Eugen Roth berühmt wurde, gehört dieser: „Ein Mensch erblickt das Licht der Welt, doch oft hat sich herausgestellt, nach manchem trüb verbrachten Jahr, dass dies der einzige Lichtblick war.“ Die „Lichtblicke“-Benefizkonzerte in Unterschleißheim fanden glücklicherweise nicht nur ein einziges Mal statt, obgleich das bei der Premiere im Herbst 2001 alles andere als klar war.
Oberschleißheim: Skulptur „Die Winkende“ als Willkommensgruß im neuen Quartier Mittenheim
Eine „Beau Geste“ (französisch für „Schöne Geste“) gilt als generöse Tat, die auf Noblesse und Edelmut beruht. Die Skulptur „Die Winkende“, die kürzlich offiziell am Eingang zum neuen Wohnquartier Mittenheim in Oberschleißheim eingeweiht wurde, ist ein 2,50 Meter hoher Willkommensgruß für Bewohner wie Passanten und – wenn man so will– eine schöne Geste aus Edelstahl.
Pullach: BND feiert 70-jähriges Bestehen – Standort wird wichtiger
Anfang November 1989 machte sich der legendäre Cellist Mstislaw Leopoldowitsch Rostropowitsch auf von Paris nach Berlin. Der 1927 geborene Musiker, der 1974 die Sowjetunion aus politischen Gründen verlassen hatte, gab am 11. November, zwei Tage nach dem Fall der Berliner Mauer, ein Spontan-Konzert am Checkpoint Charlie. Bachs Cello-Suite Nr. 4, die er damals spielte, erklang jetzt auch beim Festakt zu „70 Jahre Bundesnachrichtendienst“ in Pullach.
Zwischen Ende und Anfang: Nach dem Oktoberfest ist vor Olympia
Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Starkes Lied von Stefan Remmler. Aber vielleicht doch ein Satz, der schlauer klingt, als er ist. Nur die Wurst? Was ist denn mit der Banane? Oder der Gurke? Die Salatgurke, die Zonen-Gaby auf dem berühmten Titanic-Titelbild für eine Banane hält, hat ja wohl ebenfalls zwei Enden. Der vermeintlichen Gelbfrucht wohnte indes auch der Zauber des Anfangs inne: Immerhin war es die erste Banane von Gaby.
Reise durch den Kleinen Kaukasus: Hier gibt es noch Sowjet-Eis, wie das wohl schmeckt?
Naschen in ... Tawusch Die Klimaanlage des Minivans, der uns von Tbilissi nach Jerewan bringt, funktioniert nicht. Auch der Fahrtwind verschafft kaum Kühlung, die Temperaturen im Kleinen Kaukasus sind so hitzig wie der Stil des Fahrers, der dem Klischee absolut gerecht wird. Nach vielen Stunden endlich Pause in einem armenischen Bergdorf in der Provinz Tawusch. Dort kommen wir in den Genuss einer anderen Eigenschaft, die den Menschen hier zugeschrieben wird: Gastfreundschaft.
Hochkarätiges Herbstprogramm der Literarischen Gesellschaft Gräfelfing
Ist die heute wieder so präsente Neigung zu Gewalt und Krieg ein Urtrieb des Menschen oder ein Ergebnis seiner Zivilisierung? Dieser interessanten Frage geht der auf die Vor- und Frühgeschichte spezialisierte Archäologe Harald Meller in seinem Buch „Die Evolution der Gewalt – warum wir Frieden wollen, aber Kriege führen“ nach. Der gebürtige Olchinger stellt dieses am 18.
Wo sich Flüsse küssen: Isar und Loisach, Amper und Würm
Der längste Kuss der Geschichte – so haben arabische Dichter den Zusammenfluss von Weißem und Blauen Nil in der sudanesischen Hauptstadt Khartum bezeichnet.
Kunst im Münchner Süden: Jahresausstellung am Isarhochufer
Der Blick dieses Panthers ist ganz anders: nicht „müd geworden vom Vorübergehn der Stäbe“, wie in Rilkes berühmten Gedicht, sondern durchdringend, fremd und vertraut zugleich. „Ich wollte diesen Raubtierblick, so präsent und realistisch wie möglich“, sagt der Fotokünstler Dieter Härtter.
In der Kulturödnis der Sommerferien stößt man ins Herz der Leere vor
Ist eine Leere am Rand genauso leer wie im Zentrum? Ist die Mitte des Nirgendwo zugleich der Arsch der Welt? Ist der leere Raum oder die leere Zeit schlimmer? Und wo wäre – theoretisch – der Arsch des Landkreises München?
Kyōgi-Karuta in München: Japanisches Denksport-Kartenspiel mit Poesie
Der minutenlangen mentalen Vorbereitungsphase folgen – zack – schnelle Schlagübungen mit der Hand. Die Konkurrenten, die auf einer Matte kniend sich gegenübersitzen, lassen die Arme in einer dynamischen Bewegung flach und explosiv nach außen schnellen. Zwischen ihnen liegen Spielkarten mit japanischen Schriftzeichen. Einige dehnen sich. Alles dient dazu, die Reaktionszeit für den Wettbewerb zu optimieren, das mentale Warm-up mit geschmeidiger Physis zu kombinieren.
Bayerisches Jugend-Barockorchester konzertiert in Schloss Schleißheim
So beglückend es für Musikliebhaber ist, ausgereiften Virtuosen und etablierten Orchestern zu lauschen – manchmal könnte es sogar spannender sein, begabte, junge Menschen zu hören, die als Klangkörper noch in der Phase des schönen Versprechens konzertieren. Deren Talent und Virtuosität schon begeistern, in deren Zusammenspiel sich aber auch noch wunderbare Perspektiven andeuten. So wie beim Bayerischen Jugend-Barockorchester, das am Sonntag, 6.
Malerei und Bergsteigen: Ausstellung zum 90. von Friedrich G. Scheuer
In ihren besten Momenten ist die Seherfahrung ein Akt, in dem das Ich sich seiner bewusst wird. Ob beim Gipfelblick ins Bergpanorama oder durch das Mikroskop auf feinste Zellstrukturen, ob als Selbstvergrößerungserlebnis in der Natur oder Detail-Wahrnehmung in der Mikrobiologie. Gerade der bildende Künstler muss sehen, muss innerlich sehen, visuell inspiriert werden. „Wo habe ich ein ästhetisches Problem?“ Diese Frage sei beim Malen das Wesentliche, sagt Friedrich G. Scheuer.
Iranerin stellt in Ismaning aus: Eine Kunst, durch die ein roter Faden fließt
Am Nachmittag nimmt die Sonne vom Westen her die Einladung zum speziellen Tauchgang an: Schmale Strahlen bahnen sich den Weg durch die kleinen Öffnungen derjenigen Keramik-Skulpturen, die im Schlosspavillon in der Nähe des hinteren Fensters platziert sind. Die schlanken Lichtschneisen fügen dem im Hellen badenden Raum eine zauberische Note bei.
Haar: Der Zauber der kleinen Oper
Öha. Nach etlichen Musical-Eigenproduktionen – wie dem in der NS-Zeit spielenden, 2024 uraufgeführten „Villa Haar“ – wagt sich das Kleine Theater Haar nun an die große Oper. Oder vielmehr: O’Ha. Unter dieser Abkürzung für „Oper Haar“ firmiert das neue und ambitionierte Kulturprojekt, dessen Initiatoren sich zum Ziel gesetzt haben, diese klassische Form des Musiktheaters im Münchner Osten zu etablieren.
Jugend in der Region München: Zwischen Ruhe und Rebellion
Der erste Kuss im Freibad. Verstohlenes Händchenhalten im Landschaftspark. Young-Adult-Romane lesen am Badeweiher. Ferien. Endloser Spaß. Das ruhige Vorort-Flair genießen.
Badeverbot am Deininger Weiher wegen Blaualgen
Auch wenn dem derzeit schwer zu widerstehen ist: Am Deininger Weiher gilt seit Dienstag ein allgemeines Badeverbot. In Wasserproben, die das Gesundheitsamt München-Land am Montag genommen hat, sei ein stark erhöhtes Vorkommen von Cyanobakterien, umgangssprachlich Blaualgen, nachgewiesen worden, teilte das Landratsamt am Dienstagnachmittag mit. Da gesundheitliche Beeinträchtigungen für Badende derzeit nicht ausgeschlossen werden könnten, gelte das Verbot bis auf Weiteres.
Unterschleißheim: Kinderprogramm mit Zirkus und Theater
Sie gelten als schönste Zumutung der Welt, als größtes Glück oder als große Nervensägen.
Ottobrunn: Ein neues Glanzstück fürs König-Otto-Museum
Anders als der große Nachbar München hat Ottobrunn sich niemals mit dem Beinamen „Isar-Athen“ schmücken dürfen. Das wäre natürlich nicht nur ob fehlender klassizistischer Gebäude aus der Zeit König Ludwigs I. deplatziert, sondern auch, weil nicht einmal die Isar durch die Gemeinde fließt.
Grünwald: Bürgermeister Jan Neusiedl nach Beinbruch zurück im Amt
Grünwalds Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU) hat nach langer Pause wegen eines komplizierten Beinbruchs die Amtsgeschäfte im Rathaus wieder aufgenommen und am Dienstag bereits seine erste Gemeinderatssitzung seit dem Frühjahr geleitet – dem Vernehmen nach gut gelaunt und ausgeruht.
Baierbrunn: Im Musterdorf läuft einiges schief
Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir laut Jean Paul nicht vertrieben werden können. Baierbrunns Bürgermeister Patrick Ott (ÜWG) wollte zum Jubiläumsjahr der Gemeinde den Bürgern etwas bieten, was der „Erinnerung würdig“ ist, wie er sagte. Ein großer Mittelaltermarkt vom 24. bis 26. Juli mit Drohnen-Show sollte an diesem Wochenende der Höhepunkt der Feiern zum 1250. Geburtstag werden.
Aying: Gmoa Kultur führt römisch-keltische Komödie auf
Die Not ist groß in der kleinen Siedlung an der Römerstraße Via Julia. Man schreibt das Jahr 99 nach Christus und es mangelt an Nachwuchs. Obwohl zwei junge Dirndl bereitstehen, dem abzuhelfen, ist die bayerisch-keltische Zukunft gefährdet. Der einzig infrage kommende Junggeselle gibt ihnen eine Abfuhr: Statt entweder die attraktive „Liabsamma“ oder die fesche „Scheesamma“ zu vögeln (keltisch: „für Nachwuchs sorgen“), träumt der Bursche „Abuascho“ lieber von einem Leben als Legionär.
Schuhplattler-WM in Pullach
Die Kunst des Schuhplattelns steckt in den Details. Stampfen, springen, mit den Händen auf Schenkel und Schuhsohlen schlagen – da soll sich schon die Kraft eines Mannsbilds entfalten, schließlich gilt es bei diesem Tanz traditionell, den Frauen zu imponieren.
Grünwald: Kinder lesen Bücher so lang wie eine Tram
Was die Erlesenheit seiner Sehenswürdigkeiten angeht, kann sich vermutlich kein Ort in Bayern mit Grünwald vergleichen. Zuerst war der Burgturm dran, später auch der Maibaum, nicht zuletzt der Flößersteig oder das Rathaus und die größte Eiche im Walderlebniszentrum.
Baierbrunner Mittelaltermarkt wird abgesagt wegen Sicherheitsbedenken
Er hätte der Höhepunkt des Baierbrunner Jubiläumsjahres werden sollen, aber er wird nun ausfallen: Der Mittelaltermarkt mit Drohnenshow, der auf das Wochenende vom 24. bis 26. Juli terminiert war, wird aus Sicherheitsgründen abgesagt. So wie die groß dimensionierte Veranstaltung auf dem Gelände zwischen Autohäusern und der B11 (Am Wirthsfeld) geplant war, wäre das Risiko angesichts der erwarteten hohen Besucherzahlen zu hoch gewesen. „Das ist in vielerlei Hinsicht bitter.
Ehrensache: Altbürgermeister und ihre Titel
Das Alter ist auch nicht mehr das, was es mal war. Früher war 40 das neue 30, heute ist 70 das neue 50. Irgendwann, wenn KI und Transhumanisten die Vergänglichkeit abgeschafft haben, ist das ganze Leben nur noch ein Kindergeburtstag. Aber bevor es so weit ist, bleibt nicht nur die Zeit relativ, sondern auch das Alter. Genauso wie die Beantwortung der Frage, ob „alt“ eigentlich ein schlechtes oder gutes Qualitätskriterium ist.
Münchner Umland: Auf der Suche nach Coolcation Destinations
Der Schatten ist ein ambivalentes Phänomen. Hat ein Mensch einen Schatten, heißt das: Der is ned ganz sauber. In seinem Hirn nächtigt der Wahnsinn. Hat ein Mensch aber keinen Schatten, dann wird er zum gesellschaftlichen Außenseiter – eindrucksvoll nachzulesen in Adelbert von Chamissos Kunstmärchen „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“, in dem die Titelfigur ihren Schatten verkauft. Besonders in der Romantik war der Schatten ein Symbol für die Seele.
Sauerlach: St.-Anna-Fest jetzt immaterielles Kulturerbe
Bittgänger und Pferdebesitzer, tiefgläubige Katholiken und vermutlich auch Schaulustige, die religiös eher unmusikalisch sind – sie alle machen sich jedes Jahr am 26. Juli zu Fuß auf, im Sattel oder auf dem Kutschbock, zu einer abgelegenen Waldkapelle im Deisenhofener Forst. Besonders bei schönem Wetter ist das Waldstück nordwestlich von Sauerlach von Wallfahrern und Besuchern gesäumt.
Kuriose Ortsnamen: Dingharting gibt es in groß und klein
Wo beginnt das Oberland? Diese idealtypische bayerische Landschaft, die bei entsprechendem Wetter und Ausblick auf die Berge eine Hochglanzschönheit entfaltet, als habe eine Bildbearbeitungssoftware die Wirklichkeit optimiert. Das Gemeindegebiet von Straßlach-Dingharting im Süden des Landkreises München liegt an der Schwelle zum Oberland.
Sonnwendfeier und Feuertraditionen in Bayern im Juni
Im Idealfall wird der längste Tag des Jahres zu einem Sommernachtstraum. Zu einem Mittsommernachtstraum. Dunkelheit übermalt den letzten Abendschimmer, verwandelt die Landschaft in eine diffuse Hintergrundkulisse, vor der sich ein großer Holzstoß abhebt, der entzündet wird. Erst knistert es, dann knackt es, Windstöße fachen das Feuer an, sodass Funken sprühen, Flammen züngeln und Rauchwolken verwehen.
Grünwald Gemeinderatswahl: FDP gewinnt Sitz nach Korrektur
Nach Abschluss der Wahlprüfung durch das Landratsamt München sieht sich die Grünwalder FDP in ihrer Einschätzung und ihrem Vorgehen gegen das ursprüngliche Ergebnis vom 8. März endgültig bestätigt: Die Partei wird künftig mit drei statt zwei Sitzen im Gemeinderat vertreten sein. Neben Michael Lehmann-Horn und Michael Ritz gehört auch Maria-Theresia von Seidlein dem Gremium an. Die CSU verliert einen Sitz, hat aber mit 13 Sitzen weiter eine absolute Mehrheit.
Zamma Festival in Unterschleißheim: Kultur, Inklusion und Gemeinschaft
Es gibt die einen, die finden: Zamma ist der Hammer! Dazu gehört auch Matthias Riedel-Rüppel. „Ganz ehrlich: Ich finde dieses Festival super“, schwärmt der Intendant des Kleinen Theater Haars. Freilich dürfte er leicht befangen sein, ist er doch auch Leiter eben dieses Zamma-Kulturfestivals, das der Bezirk Oberbayern alle zwei Jahre in einer ausgewählten Kommune gemeinsam mit dieser veranstaltet.
Baierbrunn Kunst: Ausstellung zum Jubiläum im Rathaus
Das rostrote Skulpturenduo blickt von der Grünanlage des Wort & Bild Verlags über die Straße bis zum Baierbrunner Rathaus, wo an diesem Tag eine besondere Ausstellung eröffnet wird. Lothar Fischers Plastik „Großes gesockeltes Paar“ – zwei rund 2,80 Meter hohe, aus Eisen gegossene Figuren, die trotz ihrer archaischen Formensprache eine eigenwillige Zartheit ausstrahlen – gehört zu den Werken, die den öffentlichen Raum in der Ortsmitte visuell veredeln.
Theaterprojekt für junge Darsteller in Unterföhring
Ein bisschen verrückt? Ein bisschen kreativ? Lust auf Improvisation und Verwandlungskunst? Junge Menschen, die sich hier angesprochen fühlen und im Idealfall aus Unterföhring oder dem Münchner Norden sind, haben jetzt die Chance, sich für das neue Bürgerbühnenprojekt von Anschi Prott vorzustellen.
Pullach: Der BND war doch kein Dilettanten-Verein
Dem ersten Besuch eines Bundeskanzlers beim Bundesnachrichtendienst wohnte kein Zauber des Anfangs inne: Helmut Schmidt verbeulte am 8. Juli 1975 seinen Wagen, als er, selbst am Steuer sitzend, durch das Tor der BND-Liegenschaft in Pullach fuhr. Daran allein dürfte es indes nicht gelegen haben, dass der SPD-Politiker, der von 1974 bis 1982 Chef einer sozialliberalen Regierung in Bonn war, sich so kritisch über den deutschen Auslandsnachrichtendienst äußerte.
Grünwald: Grüne verlangen genaue Aufklärung
Die Grünwalder Grünen haken nach: Sie sind mit der Stellungnahme aus dem Rathaus unzufrieden, die sie als Replik auf ihre schriftliche Anfrage zu einer Inanspruchnahme gemeindlicher Mitarbeiter durch Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU) für private Zwecke erhalten haben.
Grünwald: Rathaus rechtfertigt Hilfen für Bürgermeister
Dass in Grünwald die Uhren langsamer ticken als anderswo, wäre in einer Gemeinde, die als Habitat von Leistungsträgern, Menschen auf der Überholspur und schnellen Autos gilt, eine fast ehrenrührige Behauptung.
Der junge Stargeiger Elias David Moncado konzertiert in Pullach – eine Kritik
Der Stempel „Wunderkind“ wird in der Welt der Klassik gar nicht so selten vergeben, aber die meisten derart Geadelten können damit wenig anfangen. Weil er eventuell falsche Vorstellungen weckt und ihm eine Ambivalenz innewohnt.
Garchinger Kunstverein präsentiert kreative Beistelltische in der Innenstadt
Der märchenhafte Spruch „Tischlein, deck dich“ weckt sofort verführerische Bilder.
Grünwald: Rathauspersonal ist Bürgermeister privat zu Diensten
Seit sich Grünwalds Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU) vor einigen Wochen nicht nur das Bein gebrochen, sondern auch eine komplizierte Sprunggelenksverletzung zugezogen hat, ist er „extrem mobilitätseingeschränkt“, wie der krankgeschriebene Rathauschef erklärt. Für Termine außer Haus ist er auf den Rollstuhl angewiesen und ganz generell – bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben und Erledigungen – auf die Unterstützung seiner Mitmenschen.
Violinist und Rising Star: Elias David Moncado konzertiert in Pullach
Er ist schon vor zehn Jahren im Pullacher Bürgerhaus aufgetreten, damals ein junger Teenager, der virtuos den Bogen führte und fast zwangsläufig mit dem Begriff „Wunderkind“ etikettiert wurde. Inzwischen ist der Geiger Elias David Moncado Mitte Zwanzig, hat bei diversen internationalen Wettbewerben abgeräumt und gilt mindestens als Rising Star. Der Violinist mit deutsch-spanisch-malaysischen Wurzeln wird am Dienstag, 19.
Baierbrunner Gemeinderat will drohende Nachwahl abwenden
Die Gemeinde Baierbrunn im Süden von München ist bekannt dafür, dass die dortigen Wahlberechtigten diese demokratische Primärtugend in schöner Regelmäßigkeit herausragend pflegen: 2021 hatte der Ort mit mehr als 90 Prozent sogar die höchste Wahlbeteiligung in ganz Deutschland und erhielt dafür den Wanderpokal des Vereins „Demokrativerliebt“. Die Folge-Ereignisse rund um die Kommunalwahl 2026 befeuern die Liebe zur Demokratie in Baierbrunn auf den ersten Blick nicht so sehr.
Jazz-Pianist Bernd Lhotzky hat Otfried Preußlers Roman „Krabat“ vertont.
Der Kontrabassklarinette entweichen schaurig-tiefe Töne, im Rhythmus des Schlagzeugs rasen schwarze Rösser. Das Mühlrad ächzt, die Stimme des Meisters krächzt, Raben fliegen. Es ist eine dunkle Atmosphäre aus Klängen, Kadenzen, Worten, die sich da entfaltet sich, einmal flutet der Gong des chinesischen Tamtams wie eine mächtige Schallwelle in den Raum.
Gemeinderatswahl in Baierbrunn muss wohl wiederholt werden
Die offenen Fragen und bösen Überraschungen rund um die Gemeinderatswahl in Baierbrunn nehmen kein Ende. Nachdem bereits die FDP wegen einer nachträglichen Ungültig-Erklärung eines Stimmzettels und dem damit verbundenen Verlust eines Sitzes das Wahlergebnis angefochten hat, kommt es nun richtig dick: Das Landratsamt München hat die Gemeinde darüber informiert, dass es voraussichtlich zu einer Nachwahl für den Gemeinderat kommen wird.
Mensch oder Storch: Wer ist hier der Vollhorst?
Im Gegensatz zum Menschen können Vögel fliegen, sie können im Normalfall besser singen und tschilpen und – falls sie Mauersegler sind – sogar hoch oben in der Luft Sex haben. Die ungleich größeren Störche sind zwar weder vögelnde Luftikusse noch ähnlich wilde Flugakrobaten wie ihre kleinen, gerade mal 40 Gramm schweren Klassengenossen, aber als exzellente Langstrecken-Flieger, die auf Windströmen bis nach Afrika segeln, nötigen sie einem schon auch Respekt ab.
Oberhaching: Jazz-Festival mit Musik zu "Krabat" und Chicago-Jazz
Neue Klanglandschaften aus einer magischen Welt einerseits und eine Hommage an urbanen traditionellen Jazz andererseits: Das Oberhachinger Jazz-Festival wartet an diesem Wochenende, 9./10. Mai, mit zwei musikalisch sehr unterschiedlichen Abenden auf, beide dargeboten von hochkarätigen Protagonisten.
Running for the Best: Bühne für junge Bands seit 35 Jahren
Ein Bildschirm kann den Blick fesseln und eine Form von Wirklichkeit vermitteln, aber niemals die sinnliche Wucht einer Live-Erfahrung ersetzen, wie sie etwa bei einem Rock-Konzert entsteht. Was sich hier im Idealfall zwischen Protagonisten und Publikum entfaltet, ist eine elektrisierende Atmosphäre, getragen von Gitarren-Riffs, Drums und charismatischer Stimme.
Landkreis München - viel mehr als halbtote Vororte
Sich selbst zu erkennen, gehört zu den höchsten Aufgaben des Menschen, das wussten schon die alten Griechen – zumindest die Weisen unter ihnen. Verfeinert von Nietzsche, klingt das so: Werde, der du bist.
Unterföhrings neuer Bürgermeister Florian Klietsch: Von der Verwaltung in die Gestaltung
Selbst Menschen, die der deutschen Sozialdemokratie grundsätzlich wohl gesonnen sind, würden der Partei bundesweit derzeit eher einen Mangel an herausragenden politischen Persönlichkeiten attestieren. Auf Landes- und mehr noch auf kommunalpolitischer Ebene gelingt es der so traditionsreichen wie gebeutelten SPD indes immer wieder, Kandidaten und Kandidatinnen ins Spiel bringen, die das Wahlvolk auf Anhieb überzeugen. Selbst in Bayern.
Kulturpreisverleihung Landkreis München: Theater, Musik und Brauchtum
Das viel zitierte Wahlkampfmantra „It‘s the economy, stupid“ mag die herausragende Bedeutung des Ökonomischen für Politik und Gesellschaft unterstreichen. Freilich: Der Mensch ist mehr als ein bloßer Homo oeconomicus, und was sein Dasein veredelt und ihm einen tieferen Sinn gibt, spielt sich oft jenseits rein wirtschaftlicher Parameter ab.
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