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Articles by Von Simon Popp
Charts From The Past: Nathan Fake (September/Oktober 2017)
Aufgewachsen in Norfolk, einer Grafschaft an der Ostküste Großbritanniens, beginnt der Teenager Nathan FakeEnde der Neunziger Hard- und frühe Software zu sammeln. Später trifft er auf James Holden und Luke Abbott und schließt sich dem Label und Kollektiv Border Community an. Dort wird er 2004 die Jahrzehnthymne „The Sky Was Pink” veröffentlichen und sogar einmal „Stille Nacht” interpretieren.
Charts From The Past: Barbara Preisinger (September/Oktober 2007)
Barbara Preisinger (Foto: Marie Inoue) In München beginnt die DJ-Karriere der Bayerin Barbara Preisinger, vor allem im grünen Flokatiraum des 2003 geschlossenen Clubs Ultraschall steht sie am Anfang hinter den Decks. Auf München folgt Berlin, eine Karriere als Promoterin und schließlich die Gründung von ˜scape: Das mit Stefan Betke alias Pole betriebene und von 1999 bis 2010 geführte Label wird Heimstätte von Künstler:innen wie Deadbeat, Kit Clayton oder Jan Jelinek.
Charts From The Past: Turner (September/Oktober 2002)
Paul Kominek alias Turner (Foto: Ladomat 2000) Und wieder geht es ins Hamburg des ganz frühen Jahrtausends: dort gründeten Peter M. Kersten alias Lawrence, David Lieske alias Carsten Jost und Paul Kominek alias Turner im Jahre 2000 Dial Records und veröffentlichten neben eigener Musik die damals frühen Werke von Pantha Du Prince, Efdemin und weiteren. Kominek selbst brachte auch auf Ladomat 2000 mehrere Alben unter und tourte 2002 mit Tocotronic.
Charts From The Past: Barker & Baumecker (September/Oktober 2012)
Exakt vor zehn Jahren erschien Transsektoral, das erste gemeinsame Album von Sam Barker und nd_baumecker. Die beiden Künstler haben sich Ende der Nullerjahre im Berghain kennengelernt und gründeten mit Leisure System ein Label und eine Eventreihe für Club-Sound auch abseits gerader Takte.
Blies Festival: Gewinnt 2x2 Pässe für den Tagesrave in Ludwigshafen
Anthea (Foto: Marie Staggat) Am 3. September geht das diesjährige Blies Festival am gleichnamigen See in Ludwigshafen an den Start. Bereits im letzten Jahr konnte der Tagesrave die Raver:innen und Musikenthusiast:innen der Rhein-Neckar-Region für sich gewinnen – mit erwarteten 3000 Gästen soll es aber auch 2022 wieder familiär und gemütlich zugehen.
Charts From The Past: Beroshima (August/September 1997)
Frank Müller (Foto: Tilman Brembs / Zeitmaschine) Bereits in den 1980ern als DJ unterwegs zieht Frank Müller alias Beroshima 1992 nach Berlin. Neben der DJ-Karriere folgen gleich mehrere Labelgründungen: Auf Acid Orange, Müller Records und später Beroshima Records erscheinen bald unübersichtlich viele eigene Experimente, neben Produktionen von Kolleg:innen, etwa frühester Output des heutigen Tangerine Dream-Mitglieds Ulrich Schnauss.
Plead Slyngshot Neewt: Trackpremiere von „Studio Pressure”
Zuvor je solo unterwegs, haben sich die Musiker DJ Neewt, DJ Slyngshot und DJ Plead als Plead Slyngshot Neewt zusammengetan Auf dem Frankfurter Label OK SPIRIT stellen sie erste Ergebnisse vor. Zuvor gründeten die drei Frankfurter DJs eine neue Event-Reihe, die der britischen Elektronik-Pionierin Daphne Oram gewidmet ist. Auf der letzten ORAM NIGHT im Juli präsentierte das Trio eine gemeinsame EP mit dem vieldeutigen Titel Genre Music, die nun auch auf Vinyl erscheint.
Sonus: Festival äußert sich zu Todesfall, Kritik an Organisation
Das Festivalgelände von außen (Foto: Commons, Zrce.eu Tours UG) Ein tragisches Ereignis überschattet das Sonus Festival, das vom 20. bis zum 25. August auf der kroatischen Insel Pag stattfand. Wie das Festival mitteilt, kam es am Morgen des letzten Festivalttags zu einem Todesfall, vor dem Gelände wurde eine Person erschossen. Trotz Behandlung vor Ort starb das Opfer auf dem Weg zum Krankenhaus. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Täter nach einer Verfolgung fassen.
Larry Heard und Robert Owens: House-Legenden gewinnen Rechtsstreit mit Trax Records
Larry Heard und Robert Owens (Foto: Privat) Nach Jahrzehnten erlangen Larry Heard und Robert Owens die Rechte an ihrer Musik zurück. „Can You Feel It”, „Bring Down the Walls”, „Beyond the Clouds”, „Mystery of Love” – in den Achtzigern fanden sich Heard und Owens als Fingers Inc. zusammen. Die beiden Chicagoer Musiker prägten als Gruppe damit neben anderen Protagonisten maßgeblich die Entstehung von House-Musik – die Tracks selbst wechselten aber bald den Besitzer.
Balance Club / Culture: Festival in Leipzig stellt Programm vor
Musik, aber genauso auch Kunst und Gesellschaftskritik: Zum fünften Mal findet das Balance Club Culturestatt, dieses Jahr im Herbst. Vom 30. September bis zum 3. Oktober wird es in verschiedenen Leipziger Clubs und Räumen nachts wie tagsüber stattfinden. Ein Format für zukunftsgerichtete Clubmusik und Partys zu sein, ist den Kurator:innen genauso wichtig, wie gesellschaftliche Zustände und Missstände zu reflektieren – insbesondere auch jene, die im Raum Club aufeinandertreffen und sichtbar werden.
ASC (Juli/August 2012)
ASC (Foto: Presse) James Clement alias ASC ist in den Nullerjahren produktiver Drum’n’Bass-Produzent, der noch kaum über die Genregrenzen hinaus bekannt ist. Im neuen Jahrzehnt ändert sich das: Er veröffentlicht Techno bei Perc Trax und wird zu einem Protagonisten eines neuen, reduzierten Step-Sounds mit Ambient-Ansinnen. Strings und Pads sind nicht mehr Füllmaterial oder Intros, sondern eigenständige Formen, Atmosphäre wird zum Selbstzweck.
Charts From The Past: ASC (Juli/August 2012)
James Clement (Foto: Künstler) James Clement alias ASC ist in den Nullerjahren produktiver Drum’n’Bass-Produzent, der noch kaum über die Genregrenzen hinaus bekannt ist. Im neuen Jahrzehnt ändert sich das: Er veröffentlicht Techno bei Perc Trax und wird zu einem Protagonisten eines neuen, reduzierten Step-Sounds mit Ambient-Ansinnen. Strings und Pads sind nicht mehr Füllmaterial oder Intros, sondern eigenständige Formen, Atmosphäre wird zum Selbstzweck.
Tresor 31: Gewinnt Tickets für den 26. August
Huerco S. (Foto: Presse) Das letzte Wochenende des langen Tresor-Sommers nähert sich und wird mit Großaufgebot begangen: Alle vier Floors und Räume des Club-Komplexes an der Köpenicker Straße werden am Freitagabend geöffnet. Und zwischen Globus, Ohm, Tresor und Kraftwerk werden einige Künstler:innen spielen, die sehr selten auf Line-ups zu finden sind. So wird das OHM vom New Yorker Label Incienso verwaltet werden und man darf sich auf eine lange Nacht mit Huerco S.
„Beyond Sound”: Neue Kurzdokumentation zur Berliner Clubkultur
Frühe Fusion (Foto: Still) Autorin, Filmemacherin und DJ Leonie Gerner hat eine kurze Dokumentation produziert, die sich Berlins Clubgeschichte und der Feierkultur der Neunziger- und Zweitausenderjahre widmet. In nur 14 Minuten werden hierbei verschiedene Themen und Phänomene beleuchtet, vom Plattenkauf in Ostberlin über die Entstehung des Fusion Festivals in Lärz bis hin zu gesundheitlichen Aspekten des Musikerlebens.
Clubcommission: „Wir gehen mit einer riesigen Angst in den Herbst”
Pressetermin mit der Clubcommission (Foto: Simon Popp) Lange Schlangen vor Clubs, Einlassstops, ausverkaufte Konzerte und Festivals, auf denen von Viren nichts zu spüren ist. Nach außen scheint die Club- und Musikbranche wieder zur Normalität zurückgekehrt zu sein. Wie die Berliner Clubcommission auf einem extra einberufenen Pressetermin erklärt hat, täuscht dies massiv.
Tresor 31: Gewinnt Karten für Mohammad Reza Mortazavi, Voices From The Lake und Valentino Mora
Voices From The Lake (Foto: Presse) Zum 31-jährigen Geburtstag veranstaltet der Tresor ein vielschichtiges Festival: Man beleuchtet die eigene Vergangenheit in einer großflächigen Ausstellung, öffnet Archive aus drei Jahrzehnten Technogeschichte und druckt Bücher. Bei mehreren Partys pro Woche beweist der Berliner Club außerdem, nach wie vor zukunftsgerichtete Musikinstitutionen zu sein. Am 21. August findet zwischen Ohm und Kraftwerk eine lange Konzertnacht statt.
Charts from the Past: Carsten Jost (Juli/August 2002)
Als Carsten Jost ist er unter anderem als Mitgründer von Dial Records bekannt, unter bürgerlichem Namen David Lieske produziert er bildende Kunst und raumgreifende Installationen, mit denen er sich an Referenzen und Phänomenen von Archäologie bis Tennissport abarbeitet. Hin und wieder bespricht der Hamburger auch Romane von Christian Kracht. Wir haben Lieske vor exakt 20 Jahren kontaktiert – mit der Bitte um die Monatscharts.
„Recht auf Rausch”: Berliner Grüne wollen harte Drogen entkriminalisieren
Ecstasy (Foto: Commons/DEA) Eines der Wahlversprechen der derzeitigen Ampel-Regierung ist die bundesweite Legalisierung von Cannabis. Die Berliner Grünen gehen einen Schritt weiter und fordern die Entkriminalisierung von Kokain, Ecstasy und anderen sogenannten harten Drogen.
Tresor veröffentlicht großen Bild- und Textband
Tresor: True Stories (Foto: Tresor) Der Tresor hat mit True Stories einen 400-seitigen Bild- und Textband angekündigt, der am 9. September erscheint. Damit öffnet die Berliner Institution seine Archive noch weiter: Neben dem sechswöchigen Festival Tresor 31, mit dem der Club derzeit seinen Geburtstag begeht, findet bereits eine Ausstellung im Kraftwerk statt, die auf tausenden Quadratmetern Geschichte und Gegenwart des ersten Berliner Technoclubs erforscht.
Charts From The Past: Wolle XDP (August/September 1997)
Wolle XDP (Foto: Tillman Brembs/Zeitmaschine) Ende der 1980er-Jahre gab es einen Streit um die Schreibweise von Techno, oder um das, was durch das Wort „Techno” beschrieben werden kann. Während es für die einen noch für Synthiepop, New Wave und EBM stand, fühlten sich andere da nicht mitgemeint. Acid House, Electro aus Detroit aber auch Disco waren etwas anderes und sollten auch anders genannt werden.
Blies Festival: Familiärer Tagesrave in Ludwigshafen
Octo Octa (Foto: Presse) Am 3. September geht das Blies Festival wieder an den Start – ein Tagesfestival am gleichnamigen See in Ludwigshafen. Die 24-stündige Party verspricht mit internationalem DJ-Aufgebot und nachhaltigen Ideen ein aufregendes Event im intimen Rahmen zu werden. Dieses Konzept hatte bereits 2021 Besucher:innen aus der Rhein-Neckar-Region angezogen, mit erwarteten 3000 Gästen wird es auch dieses Jahr wieder familiär zugehen.
Desire: Trackpremiere von „Keep Moving”
Desire ist bislang durch ein HÖR-Set, einige Radioshows und vor allem schwülstigen Techno-Edits von Madonna, Desireless oder Cher aufgefallen, die die Newcomerin aus Paris auf SoundCloud stellte. Irgendwann ist Jimmy Asquith von Lobster Theremin auf Desire aufmerksam geworden, und nun steht auf dem Lobster-Sublabel There Is Love das Vinyl-Debüt an. Eine pompöse Bassline dreht und windet sich durch die gesamte Dance-Nummer.
Wheez-ie: Trackpremiere von „Guttermouth”
Wheez-ie (Foto:Jaxon Whittington) Matthew Mauldin alias Wheez-ie steht für ausgefeilte, beinahe cineastische Produktionen, er veröffentlicht seit 2011 auf Embassy Recordings, NEST HQ oder zuletzt auf dem Label Elvar, das Red Hot Chili Peppers-Gitarrist John Frusciante mit Aura T-09 2020 ins Leben rief. Die Produktionen des Wahlkaliforniers freuen sich der Beliebtheit auch anderer Musiker:innen – er wurde von DJ Assault, Tim Reaper, Stingray 313 und zuletzt Cardopusher geremixed.
Wheez-ie: Trackpremiere von „Fire Drill”
Wheez-ie (Foto: Jaxon Whittington) Matthew Mauldin alias Wheez-ie steht für ausgefeilte, beinahe cineastische Produktionen, er veröffentlicht seit 2011 auf Embassy Recordings, NEST HQ oder zuletzt auf dem Label Elvar, das Red Hot Chili Peppers-Gitarrist John Frusciante mit Aura T-09 2020 ins Leben rief. Die Produktionen des Wahlkaliforniers freuen sich der Beliebtheit auch anderer Musiker:innen – er wurde von DJ Assault, Tim Reaper, Stingray 313 und zuletzt Cardopusher geremixed.
Needle Spiking: Zahlreiche Vorfälle in Spanien
Injektionsspritze (Foto: Henry Lai) Aus Spanien mehren sich die Berichte von Needle-Spiking-Angriffen. Erste Anzeigen nach mutmaßlichen Nadel-Attacken, „Pinchazos” genannt, wurden am Rande der Stierhatz in Pamplona aufgenommen. Auch Katalonien und das Baskenland seien mittlerweile Zentren für die rätselhaften Übergriffe, wie Ultima Hora berichtet. Seit Mai berichten wir über zahlreiche Needle-Spiking-Angriffe in Großbritannien, Frankreich, Belgien und Deutschland.
SoundCloud: 20 Prozent der Mitarbeiter:innen steht vor Entlassung
Michael Weissmann (Foto: SoundCloud) Offenbar wird demnächst ein Fünftel der Beschäftigten ihren Arbeitsplatz bei Soundcloud verlieren. Wie eine interne und nun veröffentliche Mail offenbart, plant SoundCloud diverse Umstellungen im Betrieb und eine Neuorientierung des Unternehmens – darunter auch die Kündigung von 20 Prozent der Angestellten.
Studie: nur fünf Prozent der britischen Dance-Charts nicht männlich
Initiatorin Jaguar Bingham (Foto: Presse) Nur fünf Prozent der elektronischen Tanzmusik in britischen Charts ist von Frauen oder non-binären Menschen produziert. Bei den restlichen 95 Prozent der Musikproduktionen sind Männer beteiligt. Dies zeigt eine neue Studie, die von der Jaguar Foundation durchgeführt wurde. Ziel des Projekts waren nicht nur Beweise durch Zahlen, sondern auch das Aufzeigen von Strukturen wie Sexismus und Misogynie, die weniger gut quantifiziert werden können.
Charts From The Past: Cio D’Or (Juli/August 2007)
Cio D’Or (Foto: Presse) Zwischen 2004 und 2015 produzierte die deutsche Klangkünstlerin und DJ Cio Dorbandt alias Cio D’Or eine ganze Reihe von eigensinnigen EPs. Ihr Sound bewegt sich zwischen körnigen Dubfeldern, schwarzen Körpern und kathedralischen Hallräumen. Eng verbunden mit Labels wie Prologue oder Semantica und Künstlerinnen wie Donato Dozzy und Dino Sabatini, ist Cio D’Or eine der Protagonistinnen des hypnotischen, in sich gekehrten Dub- und Ambienttechno um 2010.
Tresor 31: Atlantis am Potsdamer Platz
Sie haben nicht wirklich – oder doch? Der alte Tresor oder das, was in einer anderen Zukunft davon übrig geblieben wäre, ist im Format 1:1 vom Künstler Anne de Vries aus Sand, Lehm und Wasser nachgebaut worden und kann derzeit betreten werden. Auf über 40 Meter erstreckt sich im dritten Obergeschoss des Berliner Kraftwerks die fiktive Ruine des legendären Berliner Technoclubs in der Leipziger Straße.
Amy Dabbs: Trackpremiere von „Baddest Gal”
Amy Dabbs (Foto: Presse) Seit ihrem Debüt Girl Like Me auf Distant Horizons steht der Sound von Amy Dabbs für wuchtige Perkussion auf dichten Bassspuren. Nicht nur House, auch Jungle, Breakbeats und Funk beherrscht und verarbeitet die Produzentin in ihrer fröhlichen Tanzmusik. Ein breiter Horizont, den Amy Dabbs schon in ihrer Kindheit kennenlernt: Die Londonerin wächst als Tochter eines Northern Soul-DJs zwischen Ska-, Funk und Motown-Platten auf.
Wero Jägersberg über Techno House Deutschland: „Es ist wichtig, da mal den Strahler draufzuhalten”
Das Autor:innenteam (Foto: W. Jägersberg) Die ARD-Serie Techno House Deutschland nimmt in acht haltstündigen Folgen die deutsche Technoszene unter die Lupe. Wir haben Wero Jägersberg gesprochen, die zusammen mit Mariska Lief für den Hessischen Rundfunk die ersten vier Folgen schrieb und produzierte. Techno House Deutschland ist eine Co-Produktion verschiedener ARD-Stationen, sie wird ab dem 31.7. in ganzer Länge im Ersten ausgestrahlt und ist ab heute in der ARD Mediathek on demand verfügbar.
Musikverlag Kobalt: Keine Musik mehr für Facebook und Instagram
Wird auch von Kobalt verwaltet: Moderat (Foto: Presse) Kobalt hat einen Lizenzvertrag mit Meta nicht verlängert, demnächst müssen Facebook, Instagram und co. bis zu 700.000 Songs löschen. Der Musikrechteverwalter Kobalt zieht Konsequenzen aus dem Revenue-Geschäft mit dem Social-Media-Konzern.
Charts From the Past: Shed (Juli/August 2012)
Shed 2016 auf dem Melt (Foto: Groove / Super Quiet) 2012 – in diesem Jahr wird René Pawlowitz alias Shed vermutlich am meisten mit 50 Weapons assoziiert.
Creamcake: Gewinnt Gästeliste für den Geburtstag im Berghain!
Creamcake Festival (Grafik: Tea Stražičić aka flufflord) Ab 2011 etablierte sich Creamcake als Plattform, Kollektiv und Label für progressiven Clubsound abseits vorherrschender Tanzmusik und Genregrenzen. Was als Reaktion auf den damals dominierenden Berliner Techno- und House-Sound begann, entwickelt sich im Laufe der 2010er zu einer der globalen Institutionen für die Deconstructed-Bewegung und einen schwer in Genregrenzen zu fassenden Post-Club-Sound.
Ukraine: Freiwillige beseitigen Trümmer zu Technomusik
Aufräumarbeiten zu Musik (Screenshot: Twitter, @noltetv) Das Dorf Jahidne, etwa 140 Kilometer von Kiew entfernt, wurde während der russischen Besatzung im Frühjahr 2022 schwer verwüstet. Der Name Jahidne steht auch für ein mutmaßliches Kriegsverbrechen – wochenlang wurden Dorfbewohner von der Besatzern in einem Keller festgehalten. Am vergangenen Wochenende reisten aus allen Teilen der Ukraine Freiwillige mit Schubkarren, Schaufeln und CDJs an.
Tag der Clubkultur: Bewerbungen zum Förderpreis ab 1. August möglich
Im Club (Foto: Camilla Blake) Auch dieses Jahr findet der Tag der Clubkultur statt. Auf Initiative der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, des Musicboards und der Clubcommission werden am 3. Oktober 2022 bis zu 40 Clubs und Kollektive für ihre jahrelange Arbeit innerhalb der Berliner Clubkultur ausgezeichnet. Bewerbungen sind ab 1. August über tagderclubkultur.berlin möglich – unter diesem Link findet sich auch die gesamte Ausschreibung.
Techno House Deutschland: ARD zeigt achtteilige Doku-Reihe
Ab dem 29. Juli wird die achtteilige Doku-Reihe Techno House Deutschland in der ARD-Mediathek abrufbar sein, zwei Tage später auch im Ersten ausgestrahlt. Co-produziert von hr, rbb, MDR und SWR, geht das Format der Entwicklung der elektronischen Musik und Technokultur in Deutschland in drei Jahrzehnten nach und zeichnet ihren Einfluss auf die weltweite Technobewegung. Vier Folgen widmen sich der Clubkultur und dem Club als Kulturort, angefangen im Frankfurt der späten 1980er-Jahre.
Loveparade in Duisburg: Gedenkfeier am Unglücksort
Rampe zur Unterführung in Duisburg, drei Tage nach dem Unglück (Foto: Alice Chodura) Die letzte Loveparade endete 2010 in einer Katastrophe, als in Duisburg 21 Menschen sterben und hunderte verletzt werden. Zum gestrigen zwölften Jahrestag des Unglücks trafen sich Angehörige, Betroffene und Anteilnehmende an der Unglücksstelle, an der heute eine Gedenkstätte liegt.
Nyege Nyege: Line-Up mit über 300 Acts bekanntgegeben
Nyege Nyege Festival (Foto: Presse) Nach drei Jahren kehrt auch Nyege Nyege zurück. Das einzigartige Festival entstand als Kollektiv und Zusammenschluss verschiedener Underground-Akteure aus Kumpala, Ugandas Hauptstadt, später aus ganz Ostafrika. Mittlerweile ist Nyege Nyege die Institution für panafrikanische Musikkultur – ebenso wie für die globale Diaspora und Elektronikszene. Nach Pandemiepause begibt sich das Festival nun zur siebten Ausgabe an einen neuen Standort am Nilufer.
WOS Festival 2022: Erste Namen bekanntgegeben
WOS Festival 2019 (Foto: Sara Roca) Das WOS Festival hat soeben die ersten Künstler:innen des diesjährigen Line-ups und Themen präsentiert. Im nordspanischen Santiago De Compostela wird das kleinformatige Festival das erste Mal seit Pandemiebeginn wieder alle Formate anbieten, noch 2019 hatte „Work On Sunday” die Auszeichnung als bestes europäisches Indoorfestival erhalten. Die nun veröffentlichten Namen zeugen von großen Visionen des Clubfestivals am Ende des Jakobswegs. Etwa wird Huerco S.
Charts From The Past: Monika Kruse (Juli 2002)
Monika Kruse auf der Nation of Gondwana 2021 (Foto: Alexis Waltz) In wenigen Tagen öffnet die Wiese am Waldsee, und das erste Mal seit 2019 findet die Nation Of Gondwana 2022 wieder an einem einzigen Wochenende für alle statt. Auch Monika Kruse wird nicht fehlen, die ähnlich wie Sven Dohse zum Inventar des Festivals gehört. Monika Kruse ist Teil der ersten Generation deutscher Techno-Artists, die sich global einen Namen machten.
Stenny: Trackpremiere von „Kembow”
Stenny 2019 (Foto: Presse) Der Wahlmünchner Stenny debütierte 2013 auf dem Label Ilian Tape der Zenker Brüder und machte sich seither mit dem Label einen Namen – wo er für mal mehr, mal weniger aufgebrochenem Techno steht. Auf Alben nimmt er Anleihen aus Jungle, Breakbeats, Bass Music und Hip Hop-Strukturen. Selber beschreibt er seine Musik als club-fokussiert, was jedoch nicht ausschließlich funktional heißen müsse.
Nation of Gondwana 2022: Tickets zu gewinnen!
Nation of Gondwana (Foto: Presse) Am Freitag geht die Nation 2022 an den Start, das erste Mal nach drei Jahren wieder an einem einzigen Wochenende für alle. Und mit umso dichterem Line-up: Vril und Rødhad zeigen eine Live-Kollaboration, DJ Gigola ihre Ideen zu zeitgenössischem Clubsound. Tama Sumo wird back to back mit Lakuti House liefern, und Allstars wie Der Dritte Raum und Monika Kruse sorgen für ein Wiedersehen am Waldsee.
African Acid Is The Future & Rhythm Section: Partynacht bei Berliner Zenner
Bradley Zero (Foto: Kriss Humphrey) Mit DJs wie Maryisonacid oder Dauwd hat sich das Kollektiv und Label African Acid Is The Future einen Namen gemacht. Heute Abend hostet die Berliner Gruppe eine Party- und Konzertnacht im Zenner. Auf dem Plan stehen DJ-Sets und Livemusik, die ein breites stilistisches Spektrum abdecken. Aus London reisen Bradley Zero und Z Lovecraft an, beide vom legendären Label Rhythm Section, das die Nacht im Zenner mitveranstaltet.
Traktor: Native Instruments bittet User doppelt zur Kasse
Traktor Pro Plus (Bild: Native Instruments) Native Instruments hat bekanntgegebenen, dass die Firma zukünftig einen neuen Add-On-Service für Traktor-Pro-User anbieten wird. Allerdings: Traktor Pro Plus ist nur im Abonnement erhältlich. Für 4,99 Euro im Monat oder 49,00 Euro im Jahr kann das bereits vorhandene Traktor Pro um exklusive Funktionen erweitert werden können.
DJ Gigola: Solo-Debüt angekündigt, Video veröffentlicht
DJ Gigola (Foto: Presse) Live From Earthveröffentlicht am 9. September die erste Solo-EP von DJ Gigola. Als Teil dieses Kollektivs repräsentiert sie mit einem mal impliziten, mal expliziten Bezug zu HipHop, Pop und Deutschrap das zeitgenössische Berlin wie kaum eine andere Techno-DJ. „Rhythmusstrukturen für den Dancefloor, bisschen gemischt mit 2005er-2010er-Sound und Popkultur-Referenzen” – so charakterisierte sie im Mai im GROOVE-Interview ihr anstehendes Debüt.
Jennifer Cardini (Juli 2007)
Jennifer Cardini (Foto: Künstlerin) Aufgewachsen im südfranzösischen Nizza, lernt Jennifer Cardini in den Neunzigern durch lokale Clubs die elektronische Musik kennen, Laurent Garnier wird beispielsweise ein Einfluss werden. Bald kauft sie selbst Platten, vor allem Detroit Techno, Chicago oder Acid House. Die DJ-Karriere startet in Paris, wo sie eine der ersten Künstler:innen ist, die sich Minimal Techno verschrieben.
Ruhrtriennale: Dieses Format löst Grenzen zwischen Schauspiel und Rave
Respublika (Foto: Andrej Vasilenko) Schauspiel, Skulptur, Installation oder Rave? Ab dem 9. September lädt die Ruhrtriennale zu RESPUBLIKA ein – und will Antworten auf Fragen der Gegenwart geben. Dem sechsstündigen Abend in der Bochumer Jahrhunderthalle ging eine intensive Vorbereitung voraus. Das mehrsprachige Ensemble rund um Regisseur Łukasz Twarkowski fand sich in litauischen Wäldern zusammen, wo sie Herausforderungen des Zusammenlebens begegnet sind.
O-Wells: Trackpremiere von „Spectral”
O-Wells (Foto: Pauline Schey) Der umtriebige Frankfurter Lennard Poschmann, unter dem Alias Frankfurt Bass und vor allem als O-Wells bekannt, kehrt zum Label Die Orakel zurück, wo er bereits die dritte EP vorlegt. Zuvor hatte er auf 777, Innervisions oder bei Live At Robert Johnson veröffentlicht – beim Offenbacher Club, zu dem das Label gehört, ist er schon seit einigen Jahren Resident.
Paradies Garten: Neues Festival bei Wien präsentiert Line-up
Paula Tape (Foto: Martina Scorcucchi) Das Schloss Prugg in Bruck an der Leitha öffnet vom 5. bis 7. August seine Tore für Paradies Garten, ein neues Festival in Österreich. Im historischen Ambiente wird es ausgewählte elektronische Musik geben – dabei ist es den Macher:innen ein Anliegen, die internationale Techno- und House-Szene mit lokalen Kollektiven und jungen Akteur:innen zu verbinden.
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