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Articles by Wolfgang Görl
Weimarer Republik: Die „Münchener Post“ im Kampf gegen Hitler
Die Redakteure der Münchener Post sind es fast schon gewohnt, dass ihr Verlagsgebäude am Altheimer Eck und sie selbst Ziel rechtsextremistischer Gewalttäter sind. Im Oktober 1921 feuerten Rechtsradikale Schüsse auf Erhard Auer, den Chefredakteur des Blatts und bayerischen SPD-Vorsitzenden, der sich gerade auf dem nächtlichen Heimweg befand. Auer kam unverletzt davon. In der Redaktion der Post klirrten immer mal wieder die Scheiben, eingeworfen von Nazi-Schlägertrupps. Am 12.
Hanns Johst: Der Gewalt und Mord verherrlichende Schriftsteller der Nazi-Zeit
In seinem 1935 erschienenen Propagandabuch „Maske und Gesicht – Reise eines Nationalsozialisten von Deutschland nach Deutschland“ berichtet Hanns Johst, Präsident der „Reichsschrifttumskammer“ und enger Freund des SS-Führers Heinrich Himmler, über einen Spaziergang durch München, in dessen Verlauf Erinnerungen an alte Zeiten, an seine Studienjahre, an die „braune Milch des Salvator“ und die „dampfende Weißwurst“ hochkommen.
München: Wie sich die Eisenbahner in Laim einst selbst Wohnungen verschafften
Laim ist gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein verschlafenes Dorf, etwa 250 Menschen leben darin, im Mittelpunkt die Kirche, es gibt einige Bauernhöfe, zwei Wirtshäuser und eine Schmiede. Nördlich der Ortschaft verläuft die Bahnlinie zwischen München und Augsburg. Mit der ländlichen Beschaulichkeit ist es vorbei, als am Rande des Gemeindegebiets ein Rangier- und Güterbahnhof entsteht. Plötzlich ist das bäuerliche Dorf ein heiß begehrter Wohnort.
Klimawandel und AfD: Willkommen im Wolkenkuckucksheim. Eine Glosse
Nach einem der zuletzt üblichen Gluthitzetage, die einen Vorgeschmack auf unseren Zwischenaufenthalt im Fegefeuer bieten, saßen wir mit Freunden im Biergarten und redeten über dies und das mit Schwerpunkt auf das. Folglich kam auch dieser bösartige Sommer zur Sprache, in dem Menschen den Hitzetod sterben, Flüsse versiegen und Wälder in Rauch aufgehen. Mehrmals fielen dabei die Worte „Klimawandel“ und „Klimakatastrophe“.
18. Jahrhundert: Als die Truppen der Habsburger über München herfielen
Am 24. Januar 1742 lässt sich der bayerische Kurfürst Karl Albrecht in Frankfurt zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation wählen. Ein Triumph? Oder eher eine Farce? In seinem Stammland, in Bayern, wüten zur selben Zeit fremde Truppen, die Soldaten der österreichischen Erzherzogin Maria Theresia, die für den Verbleib der Kaiserwürde im Hause Habsburg kämpft.
Ein Viertel wie eine Diva
Urlaubstag in Bogenhausen Beim Streifzug durch Bogenhausen begegnen einem repräsentative Villen mit weitläufigen Gärten, ein bedeutendes Literaturarchiv – und immer wieder große Namen. Ein berühmter Einwohner des Viertels flanierte einst selbst mit dem Hund durch die Isarauen. Urlaubstag in Bogenhausen Ein Viertel wie eine Diva Beim Streifzug durch Bogenhausen begegnen einem repräsentative Villen mit weitläufigen Gärten, ein bedeutendes Literaturarchiv – und immer wieder große Namen.
Show-König Hans Gruß: Der Mann, der Josephine Baker nach München holen wollte
Noch gibt es in München Menschen, die aufgeschlossen sind für eine weltoffene, urbane Kultur, und für diese Leute hat Hans Gruß, der Direktor des Deutschen Theaters, eine besondere Attraktion parat: Josephine Baker. Gruß hat sie für die Zeit vom 16. bis 20. Februar 1929 gebucht.
Glosse: Warum gerade die AfD die Münchner Kammerspiele braucht
Als am vergangenen Samstag das Vorspiel der Oper „Die Walküre“ über den Max-Joseph-Platz hallte, kam die Frage auf, was mehr zu bewundern ist: die Liebe der Münchnerinnen und Münchner zu Theater und Musik oder die Leistungsfähigkeit von deren Sitzfleisch? Auf dem Rasenrund vor der riesigen Videoleinwand saßen die Menschen dicht gedrängt wie an spanischen Badestränden, und wer wissen wollte, wie das Drama um Wotan, Brünnhilde, Siegmund und Sieglinde ausgeht, musste fünf Stunden durchhalten.
Wiesn in München: Wie superreiche „Bierbarone“ sich das Oktoberfest griffen
Georg Lang, 1866 in Nürnberg geborener Sohn eines Gastwirts, ist ein ausgebuffter Geschäftsmann. In seiner Heimatstadt führt er das beliebte Wirtshaus „Krokodil“, wo eine Hauskapelle und – damals noch keineswegs üblich – elektrisches Licht die Stimmung der Gäste aufhellen. Im Jahr 1898 nimmt der fränkische Lebemann, der sich gern als Teufelskerl inszeniert und auch schon mal wegen zu schneller Kutschfahrten eine Strafe kassiert, das Münchner Oktoberfest in den Blick.
München zur NS-Zeit: Zehn Touren durch die „Hauptstadt der Bewegung“ - Buch
Das jüdische Ehepaar Sylvia und Max Klar lebte in einem Jugendstilbau in der Jutastraße 24 in Neuhausen. Beide standen der SPD nahe und kämpften schon in den 1920er-Jahren gegen den Antisemitismus, der, angeheizt von Hitler und anderen völkischen Agitatoren, das soziale Klima in München vergiftete.
Als eine Wolke des Glücks durchs Grünwalder Stadion schwebte
Foto: imago sportfotodienst; Imago/Horstmüller/imago/Horstmüller Foto: imago sportfotodienst; Imago/Horstmüller/imago/Horstmüller 1860 bei einem Spiel gegen Neunkirchen in der Meistersaison 1965/66 1860 bei einem Spiel gegen Neunkirchen in der Meistersaison 1965/66 Foto: imago sportfotodienst Foto: imago sportfotodienst Unser Autor - auf dem Foto schon ein wenig älter als elf Jahre - beim Fußballspielen Unser Autor - auf dem Foto schon ein wenig älter als elf Jahre - beim Fußballspielen 60...
Nach dem Tod von Günther Maria Halmer: Der Münchner Traum vom Wilden Westen
Als das Radio vor einigen Tagen den Tod Günther Maria Halmers meldete, kam es uns vor, als wäre nicht nur dieser wunderbare Schauspieler gestorben, sondern auch noch eine zweite Person: Tscharlie. Mein Gott, der Tscharlie! Eigentlich hieß er ja Karl Häusler. Er war der immer strauchelnde und stets sich aufrappelnde Held in Helmut Dietls TV-Serie „Münchner Geschichten“, und Halmer, so schien es, spielte ihn nicht, sondern er war selbst dieser Seitengassenfilou, der im Lehel bei seiner Oma wohnte.
Neues Buch: Wie bayerische Herrscher um die Macht in München rangen
Seit zwanzig Jahren verwüstet der Krieg die deutschen Regionen, und keiner derjenigen, die am 7. November 1638 auf dem zentralen Marktplatz der Stadt München versammelt sind, dürfte ahnen, dass das Gemetzel noch zehn Jahre fortdauern würde. An diesem Tag lässt Kurfürst Maximilian I. eine Votivsäule einweihen, die eine Plastik der Heiligen Maria, der Patronin Bayerns, trägt.
Anfänge der SA: Wie in München Adolf Hitlers Kampftruppe entstand
In der Nacht zum 30. Juni 1934 besteigt Adolf Hitler zusammen mit Reichspropagandaminister Joseph Goebbels und dem hochrangigen SA-Mann Viktor Lutze auf dem Flugplatz Hangelar bei Bonn eine Maschine, die um 1.45 Uhr zum Flug nach München abhebt. Im Morgengrauen landet das Flugzeug auf dem Oberwiesenfeld, woraufhin Hitler unverzüglich den SA-Obergruppenführer August Schneidhuber und den SA-Gruppenführer Wilhelm Schmid herbeikommandieren lässt.
Münchner Abschiedsworte: Wie man sich mit Anstand aus dem Staub macht
Ein langjähriges Miteinander mit würdigen Worten zu beenden, ist eine Kunst, für die es nirgendwo ein Museum gibt. Besonders heikel ist das Trennungsverfahren in Liebesbeziehungen, weshalb es vor allem Männer vorziehen, mit einer knappen Whatsapp-Nachricht Schluss zu machen, im Idealfall angereichert mit einem KI-generierten Abschiedsgedicht. König Ludwig I. musste noch selbst dichten, er schrieb seiner treulosen Lola Montez hinterher: „Hätt’ ich doch nie und nimmer Dich gesehen!“
Elf Orte, die gerne wiederauferstehen können
Foto: Stephan Rumpf Foto: Stephan Rumpf Foto: Florian Peljak (Repro) Foto: Florian Peljak (Repro) Foto: Robert Haas Foto: Robert Haas Foto: imago/Frinke Foto: imago/Frinke Bei Gerti in der Schoppenstube singen. Im Floriansmühlbad abkühlen. Oder sich etwas beim Hertie gönnen: Diese elf Münchner Orte hätten wir gerne zurück, wie sie einst mal waren. Foto: Stephan Rumpf Foto: Stephan Rumpf Bei Gerti in der Schoppenstube singen.
Nockherberg München 2026: So war das Singspiel heuer - die Kritik
Nebel steigt auf – oder ist es Rauch aus den Nüstern eines Ungeheuers? Vogelmenschen stürmen auf die Bühne, schwarzglänzende Raben, einer setzt sich ans Schlagzeug, der nächste krallt sich die Gitarre. Aber in was für eine Welt sind sie da hineingeraten? Auf der einen Seite macht sich eine rostige Wellblech-Baracke breit. Auf der anderen bilden traurig herunterhängende Säcke eine Art Felswand, hinter der, das ahnt man, nichts Gutes lauert.
Carl August von Steinheil: Münchens innovativer Tausendsassa
Wer in klaren Nächten den Vollmond betrachtet, könnte ihn sehen – vorausgesetzt, er oder sie hat ein Teleskop dabei und weiß damit umzugehen. Dabei sollte das Fernrohr den südöstlichen Rand des Mondes inspizieren, bis es einen auffälligen Doppelkrater gefunden hat, gewissermaßen zwei Ringe, von denen der eine den anderen ein kleines Stück überlagert. Dieser etwas verformte Krater ist nach dem großen schottischen Erfinder James Watt benannt.
Glosse zum Rauchen: Spießer sind immer die anderen!
Neulich war ein alter Kumpel, Mitbewohner unserer Studenten-WG in den Achtzigern, zu Gast. Wir sprachen von alten Zeiten, in denen alles besser war, vor allem unsere Fitnesswerte, und irgendwann fragte er, eine selbst gedrehte Zigarette aus der Tasche ziehend, ob er rauchen dürfe. Sorry, sagten wir, dies ist eine Nichtraucher-Wohnung, wir haben die Qualmerei schon vor Jahren aufgegeben.
Widerstand gegen das NS-Regime: Bertl Lörcher, mutiger Kämpfer gegen die Barbarei
Albert Lörcher, den seine Freunde stets Bertl nannten, kämpfte gegen die Nazis, er wurde von der Gestapo misshandelt, zu einer elfmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt, die er in Bayreuth absaß, später sperrten sie ihn ins Konzentrationslager Dachau, und nach seiner Entlassung, so schrieb er selbst, lebte er wie ein „Schutzhäftling auf Urlaub“. Zu jeder Stunde hätten die NS-Schergen ihn abholen können, zurück ins KZ, wo Folter, wo der Tod drohte.
Münchens erstaunlichster Quellenforscher: mit dem Fernrohr in die Vergangenheit
Einer der fleißigsten, produktivsten, ja erstaunlichsten Quellenforscher Münchens ist Helmuth Stahleder. Blickt man auf seine, im heimischen Bücherregal akkurat geordneten wissenschaftlichen Werke – rund sechzig teils sehr umfangreiche Publikationen mögen es sein –, drängt sich der Eindruck auf, der Mann habe sein gesamtes Dasein im künstlichen Licht staubiger Magazine verbracht. Doch nein, ganz so ist es nicht.
OB-Kandidaten für München: Wie die Teilnehmerliste einer Vatertags-Zechtour
Der Seher Teiresias, so erzählt der römische Dichter Ovid, sah eines Tages zwei im Liebestaumel umschlungene Schlangen. Das brachte ihn in Rage, Männer sind manchmal so. Er schlug auf eines der Tiere ein, verletzte es und wurde daraufhin in eine Frau verwandelt. Vermutlich hatten bei der Geschlechtsumwandlung die Götter ihre Finger im Spiel, die einschlägige Chirurgie war damals nicht so weit.
Eher-Verlag in München: Die publizistische Waffe des NS-Regimes
In den 1930er-Jahren steht Ehers Name auf dem Firmenschild eines Mediengiganten, und dieser Zeitungskonzern ist die schärfste publizistische Waffe des Nazi-Regimes. Das Münchner Presseunternehmen, das nunmehr Franz Eher Nachfolger GmbH heißt, hat sich zu einem NS-Propaganda-Imperium entwickelt, das die deutsche Medienlandschaft beherrscht und dessen völkische, antisemitische und kriegstreiberische Töne bis in die hintersten Dörfer vordringen.
München: Dystopische Träume von Olympischen Spielen
Björn Höcke als Bundeskanzler, ein ewig lebender Putin – unser Autor wird von nächtlichen Albträumen gequält. Dass dort die Olympischen Spiele in München stattfinden, macht ihm allerdings Hoffnung, dass es so niemals kommen wird. Kolumne von Wolfgang Görl Es war ein Albtraum, ein ganz schrecklicher Albtraum, und er spielte in der Zukunft. Eigentlich fing er ja gut an: München darf die Olympischen Sommerspiele ausrichten, ob 2036, 2040 oder 2044 bleibt unklar.
München: Wie Oberbürgermeister Scharnagl die Nazis unterschätzte - bis sie ihn aus dem Amt jagten
Am Abend des 9. März 1933 entrollen SA-Männer eine riesige Hakenkreuzfahne auf dem Münchner Rathausturm. Unten, auf dem Marienplatz, ist eine große Menschenmenge zusammen gekommen, die dem nationalsozialistischen Stadtrat Max Amann zujubelt, als er die Machtübernahme der NSDAP in Bayern verkündet. Nachdem Hitler am 30.
Verfolgung Homosexueller in München: Als ein junger Schlosser sterben musste
Vor 400 Jahren ereignet sich eine Tragödie in der Stadt: Der 18-jährige Alexander Moser wird mit einem Jungen erwischt und hingerichtet – obwohl die Stadt das Urteil zu hart findet.
Oktoberfest 2025 in München: Das dunkle Geheimnis der Wiesn-Verweigerer
Kaum ein Münchner entgeht in diesen Tagen der Frage, ob er schon auf der Wiesn war.
Michael Georg Conrad in München: Der Urvater der Schwabinger Boheme
Home München Geschichte Münchens Michael Georg ConradDer Urvater der Schwabinger Boheme 8. September 2025, 14:23 Uhr| Lesezeit: 7 Min. Plausch im Garten (von links): Otto Julius Bierbaum, Georg Schaumberg, Oskar Panizza, Michael Georg Conrad, Hanns von Gumppenberg und Julius Schaumberger, um 1893. Das Bild stammt aus dem Nachlass der Schriftstellerin Anna Croissant-Rust. (Foto: StALU/Nachlass Anna Croissant-Rust, Ludwigshafen, N6/Nr.66/5) Michael Georg Conrad lehnt sich Ende des 19.
München: An Löwenfans sollten sich alle ein Beispiel nehmen
Selbst dem Münchner Grantler kann es bei Weltkatastrophen wie Klimawandel, Krieg, Putin, Trump und der nächsten Mieterhöhung zu viel werden. Doch es gibt Hoffnung. Zum Wesen des Münchners gehört essenziell der Grant. Bereits in der Steinzeit, als wohlhabende Bogenhausener ihren Sommerurlaub beim Südtiroler Ziegenwirt Ötzi verbrachten, war der Grant mit im Gepäck und führte dazu, dass die Sommerfrischler mit Pfeilen auf die Einheimischen schossen.
Buch, „Osteuropäisches München": Warum Franz Brückl im Land der Täter blieb
Nach dem Zweiten Weltkrieg lebten mehr als 100 000 Displaced Persons in München, viele von ihnen aus Osteuropa. Ein Buch zeigt, mit welchen Schwierigkeiten die Überlebenden des Nazi-Terrors zu kämpfen hatten – und warum manche trotzdem blieben. Im Frühjahr 1940 wird Frantiszek Przybylski festgenommen und ins Fort VII gesperrt, das berüchtigte Gefängnis der Staatspolizei Posen, das auch als Ausgangspunkt für Deportationen in die Konzentrationslager dient.
Ignaz von Döllinger: Der Priester, der sich mit dem Papst anlegte
Der katholische Theologe Ignaz von Döllinger war ein Streiter gegen den Judenhass seiner Zeit – und war doch selbst nicht frei davon. Dem Oberhaupt seiner Kirche sprach der Rektor der Ludwig-Maximilians-Universität die Unfehlbarkeit ab. Ignaz von Döllinger ist ein Mann, der vor niemandem – Gott ausgenommen – in die Knie geht. Er hat sich mit dem König angelegt, hat dem Papst die Stirn geboten, und am 25. Juli 1881 kämpft er wider den Zeitgeist.
Thomas Mann über München: 1-A-Zitate für Verächter und Verehrer der Stadt
Wer die Stadt schlechtreden will, bedient sich bei Thomas Mann. Wer es gut meint mit ihr, findet jedoch auch wunderbare Sätze des Schriftstellers. Was denn nun? Von Februar 1942 an wohnte Thomas Mann in seinem neu erbauten Haus in Pacific Palisades, einem Stadtteil von Los Angeles, und nicht allzu weit davon entfernt bezog Lion Feuchtwanger eine schmucke Villa.
Mampfansage an Vegetarier: Jetzt kommt die Fleischwende! Eine Glosse
Ein grüner Landwirtschaftsminister? Das war einmal. Nun hat CSU-Mann Alois Rainer das Amt übernommen. Das versetzt Markus Söder in einen kreativen Proteinrausch. Es ist Spargelzeit, und da der Mensch im Einklang mit der Natur leben soll, orderten wir bei unserem Stammwirt eine Portion Stangenspargel mit Kartoffeln und zerlassener Butter. Nur unser Freund Karli nicht.
München: Die Aktion Hummel und der Schwarzmarkt in Bogenhausen
In der Möhlstraße blüht nach dem Krieg ein Schwarzmarkt für Kaffee, Zigaretten, Schokolade und vieles mehr. Nach einer Razzia Ende der 1950er-Jahre ist das größte Schmuggelzentrum der Bundesrepublik fast gänzlich verschwunden. Doch wie kam es, dass ausgerechnet im feinen Bogenhausen ein solcher Markt entstand? Am Morgen des 25. Oktober 1950 scheint in der Möhlstraße in Bogenhausen alles wie immer zu sein. Die Geschäfte florieren, es wird angepriesen, gefeilscht, gerechnet und gekauft.
Nachkriegszeit in München: Die Aktion Hummel und der Schwarzmarkt in Bogenhausen
In der Möhlstraße entsteht nach dem Krieg ein gewaltiger Umschlagplatz für Kaffee, Zigaretten, Schokolade und vieles mehr. Razzien setzen ihm nach Jahren ein Ende. Doch wie kam es, dass ausgerechnet im feinen Bogenhausen ein solcher Markt entstand? Am Morgen des 25. Oktober 1950 scheint in der Möhlstraße in Bogenhausen alles wie immer zu sein. Die Geschäfte florieren, es wird angepriesen, gefeilscht, gerechnet und gekauft.
Nachkriegszeit in München: Deutschlands größter Schwarzmarkt war in Bogenhausen
In der Möhlstraße entsteht nach dem Krieg ein gewaltiger Umschlagplatz für Kaffee, Zigaretten, Schokolade und vieles mehr. Razzien setzen ihm nach Jahren ein Ende. Doch wie kam es, dass ausgerechnet im feinen Bogenhausen ein solcher Markt entstand? Am Morgen des 25. Oktober 1950 scheint in der Möhlstraße in Bogenhausen alles wie immer zu sein. Die Geschäfte florieren, es wird angepriesen, gefeilscht, gerechnet und gekauft.
München 1945: Der Einmarsch der US-Amerikaner und das Chaos der letzten Kriegstage
Der Einmarsch der US-amerikanischen Truppen in München verläuft vielerorts diszipliniert. Aber der rechtsfreie Raum nach dem Zusammenbruch der NS-Herrschaft befördert auch Übergriffe, Plünderungen und Raub, durch Militärs wie durch die Zivilbevölkerung. Anfang Juni 1945 wies das Erzbischöfliche Ordinariat München alle Pfarrämter der Erzdiözese an, einen Bericht über die Kriegsereignisse und besonders über den Einmarsch der US-amerikanischen Truppen in ihren Pfarrsprengeln zu schreiben.
Hotels in München: Buch über Geschichte des Grand Hotel Continental
Anfang Juli 1994 geht in München der letzte Akt eines Stücks über die Bühne, in dem im Verlauf eines Jahrhunderts bedeutende Politiker, erlauchte Herrschaften des europäischen Hochadels, weltberühmte Schauspieler und erstrangige Schriftsteller mitspielten. Eine Versteigerung ist angekündigt - nicht irgendeine, sondern eine ganz besondere.
München: Es gibt keinen Grund zur Sorge
Sonnenschein von morgens bis abends, sternklar die Nächte, und die Grashalme im Park wiegt ein lauer Wind. Nein, da gibt es nichts zu meckern: Die ersten Junitage waren so, wie sie sein sollen. Der zartgrüne Frühling ist vorüber, das noch traumumnebelte Erwachen nach der Winterstarre, wenn die Vögel im schüchtern sprießenden Laub tirilierend Gebietsansprüche anmelden. Inzwischen sind die Blätter nachgedunkelt, die Tulpen verblüht, und in den Gärten öffnen Rosen ihre ersten Knospen.
Der Gstanzl-Schmied aus Giesing
Bis zu diesem Moment hat Otto Göttler Lieder gesungen, in denen der Humor seine Kraft entfaltete, auch wenn der Grant als Hintergrundrauschen vernehmbar war. Lieder wie der "Obergiasinger Trambahnblues", in dem es heißt: "Den ganzn Scheiß mach i ned mit, weil i ziemlich zwider bin." Oder der Untergiasinger Grantlerblues, dessen Held zum Lachen in den Keller geht. Jetzt aber die Zugabe. Und da wird es ernst. Richtig ernst.
München-Bashing: Hubert Aiwanger schimpft wegen Wolf über „Großstadt-Ökologen“
Als Ministerpräsident Söder in der Inntaler Bergwelt zur Wolfs- und Bärenjagd blies, war auch der Minister Aiwanger dabei, der Chefdenker der Staatsregierung. Wie alle der finster blickenden Politiker forderte er den Abschuss der streng geschützten Wölfe, und dann nahm Aiwanger noch seine Lieblingsfeinde ins Visier, die grün wählenden und auch sonst suspekten Großstädter.
München: Vor 500 Jahren wurde der erste Protestant geköpft
Wenige Monate sind vergangen, seit der Bäckerknecht Sebastian Tuschler in München aufgetaucht ist. Irgendwann um die Jahreswende 1522/23 muss es gewesen sein. Dieser Tuschler ist Protestant, ein Lutherischer. Vielleicht war er in Schwaz, wo er einige Zeit als Bäcker gearbeitet hat, mit reformatorischen Ideen in Berührung gekommen. In der Tiroler Bergbaustadt ist lutherisches Gedankengut wegen der Predigten des evangelischen Theologen Jacob Strauß zu dieser Zeit weit verbreitet.
Chat GPT: Wenn KI eine Glosse über Söder, Reiter und München schreibt
Neulich beim Frühschoppen sagte ein Freund, dass die Zukunft der Künstlichen Intelligenz gehöre und man sich vorbereiten müsse. Nur die Dummen würden jetzt noch ihrem eigenen Kopf vertrauen, und mit einem irgendwie unverschämten Blick fügte er hinzu: "Gerade du als Zeitungsschreiber solltest dir so schnell wie möglich eine Künstliche Intelligenz zulegen. Sonst bist du verratzt." Das Wort "verratzt" klang aus seinem Mund ganz besonders bedrohlich, der Mann ist Kammerjäger, Spezialgebiet Nagerjagd.
Jutta Speidel will Bürgerschreck gewesen sein
Kürzlich hat die Schauspielerin Jutta Speidel in der Talkshow "3 nach 9" erzählt, dass sie als Jugendliche zweimal von der Schule geflogen und überhaupt ein wilder Feger gewesen sei. Ja, red du nur, dachte man, heutzutage behauptet ja jeder Kreissparkassendirektor, eine Jugend in Aufruhr und Revolte verlebt zu haben. Sogar Friedrich Merz war nach eigenem Bekunden ein verwegener Bursche, der mit dem Motorrad durch die Stadt raste und, Gipfel der Ruchlosigkeit, Bier trank und rauchte.
Anette Bley, eine Meisterin des Understatements.
Da sind zwei Arme, straffhäutig und muskulös, man ahnt die Kraft, die in ihnen steckt. Der linke Arm beugt sich aufwärts, die Hand klammert sich fest, just dort, wo der Hals wäre. Aber es gibt keinen Hals, geschweige denn einen Kopf. Die rechte Hand greift nach unten, hält das rundliche Gebilde, in das der fragmentarische Körper ohne Beine ausläuft.
Nockherberg: So war das Politiker-Derblecken nach drei Jahren Pause
München: Zwischen bayerischem Spirit und bayerischem Sprit - schnell geraten Gäste und Politiker in diesen speziellen Nockherberg-Rausch
Münchner Nockherberg: Alles soll so werden wie früher
Zwei Jahre Corona-Pandemie, dann der russische Angriff auf die Ukraine im Februar 2022: Die Derblecker auf dem Nockherberg haben eine verdammt lange - pardon der billige Scherz - Durststrecke hinter sich.
Paul Nikolaus Cossmann: Rechtsextremer Verleger - und Hitler-Gegner
In den 1920er Jahren ist Paul Nikolaus Cossmann einer der einflussreichsten Publizisten Bayerns. Er ist Herausgeber der Süddeutschen Monatshefte, einer 1904 in München gegründeten Kulturzeitschrift, deren anfangs teils liberaler, teils bayerisch-konservativer Geist einem aggressiven, demokratiefeindlichen Nationalismus gewichen ist. Zudem bestimmt Cossmann als Verlagsleiter von Knorr & Hirth den Kurs der Münchner Neuesten Nachrichten, der auflagenstärksten Tageszeitung Süddeutschlands.
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