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Articles by Gerhard Matzig
"Bauen, bauen, bauen"? Eine Studie bietet neue Lösungen für die Wohnungsnot
Die Miterfinderin des Bau-Turbos befindet sich auch dort, im Gebetsraum, wo schon viele andere Anhänger der herrschenden Heilslehre versammelt sind. Verena Hubertz (SPD) formulierte als Bundesbauministerin im Mai 2025 das bis heute übermächtige Mantra am Bau, das mal gebetet, mal gesungen, mal getrommelt wird und vor allem der Selbstvergewisserung dient: „Die Bagger müssen wieder rollen, und wir müssen bauen, bauen, bauen.“
KI und Grafikdesign: „Da geht noch mehr“
Ein großer Shitstorm ist es nicht, aber eine kleine Höhöhö-Hämewelle schon. Diese Welle flutet aktuell das Kanzleramt. Falls es der Plan war, anlässlich der Meldung von München als erneut möglicher Olympia-Stadt einen Bundeskanzler auf der Höhe der Technik (Künstliche Intelligenz) und der Medien (Instagram) zu präsentieren, obendrein möglichst locker (Selbstironie) und verbunden mit einem erstklassigen Sympathieträger (Sport): Dieser Plan ist einigermaßen schiefgegangen.
KI und Grafikdesign: „Da geht noch mehr“ - findet auch der Kanzler
Ein großer Shitstorm ist es nicht, aber eine kleine Höhöhö-Hämewelle schon. Diese Welle flutet aktuell das Kanzleramt. Falls es der Plan war, anlässlich der Meldung von München als erneut möglicher Olympia-Stadt einen Bundeskanzler auf der Höhe der Technik (Künstliche Intelligenz) und der Medien (Instagram) zu präsentieren, obendrein möglichst locker (Selbstironie) und verbunden mit einem erstklassigen Sympathieträger (Sport): Dieser Plan ist einigermaßen schiefgegangen.
Junkies an der Zapfsäule: Die Golfmonarchie baut jetzt Elektroautos. Und wir?
Saudi-Arabien ist reich geworden im fossilen Zeitalter. Reich durch das Öl, das an Länder verkauft wird, die an Ölheizungen und Zapfsäulen hängen – wie Junkies an der Heroinnadel. Wie zum Beispiel Deutschland, wo gerade der Tankrabatt durch die Instanzen gepeitscht wird als panischer Polit-Aktionismus, der zugleich sedierend gemeint ist, aber ökologisch im Wahnsinn, ökonomisch im Stumpfsinn und sozial im Unsinn mündet.
Die Benzinpreiskrise wird Merz nicht lösen. Aber Deutschland könnte anders bauen
In Deutschland muss man schon ein plakativ sterbender Wal oder eine ebenso plakativ sterbende Spritpreis-Utopie (etwa von der Billigkeit der Energie) sein, um Aufmerksamkeit zu erhalten. Dann meldet sich der Kanzler zu Wort, dem zum Horror der Hitzetoten gar nichts und zum Politikum von Migration und Integration allenfalls „noch dieses Problem“ mit dem „Stadtbild“ einfällt.
Özdemir stellt Sanierung der Stuttgarter Oper infrage: Ist das klug oder absurd?
Der grüne Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Cem Özdemir, inszeniert sich oft als „anatolischer Schwabe“. Wozu auch die Tugend der Sparsamkeit gehört. Nach seinem Wahlsieg im Frühjahr verzichteten daher die Grünen plakativ auf zwei teure Regierungssekretär-Posten. Krawatten, die ihm sein Vorgänger geschenkt hatte, bewahrt er selbstredend auf – als „sparsamer Schwabe“. Und im Kanzleramt in Berlin ist Özdemir dafür berüchtigt, in Sitzungssälen das Licht auszuschalten. Strom sparen.
Argentinien muss NS-Raubkunst zurückgeben
In Argentinien muss ein während des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten geraubtes Gemälde an die Erbin seines einstigen jüdischen Besitzers zurückgegeben werden. Das „Porträt einer Dame“ stammt vom Maler Giacomo Ceruti, wird aber auch Giuseppe Ghislandi zugeschrieben. 80 Jahre galt das Bild als verschollen. Im vergangenen Jahr tauchte es schließlich in einer argentinischen Immobilienanzeige auf.
Autodesign von BMW vom neuen Siebener: Bitte macht weniger
Auf Lanzarote steht an einer früheren Straßenkreuzung in Tahíche, die heute ein Kreisverkehr ist, ein Windspiel. Es stammt von César Manrique und markiert zugleich den Ort, an dem er starb. Am 25. September 1992 wird sein grüner Jaguar genau hier von einem schweren Geländewagen gerammt.
Autodesign: BMW – Bitte macht weniger
Auf Lanzarote steht an einer früheren Straßenkreuzung in Tahíche, die heute ein Kreisverkehr ist, ein Windspiel. Es stammt von César Manrique und markiert zugleich den Ort, an dem er starb. Am 25. September 1992 wird sein grüner Jaguar genau hier von einem schweren Geländewagen gerammt.
Die Donau gibt ihre Toten zurück
Vor dem Djerdap-II-Staudamm an der Donau zwischen Rumänien und Serbien wurde das Wrack eines deutschen Kriegsschiffs aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Vor dem Djerdap-II-Staudamm an der Donau zwischen Rumänien und Serbien wurde das Wrack eines deutschen Kriegsschiffs aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Foto: Darko Vojinovic/AP/dpa Foto: Darko Vojinovic/AP/dpa Es lohnt sich, den Schlamm im leeren Flussbett zu deuten.
Die Ludwigstraße soll begrünt werden. Wie sinnvoll ist das?
Wenn man sich auf dem Stadtportal München über den Realisierungswettbewerb zum Umbau der Ludwigstraße informiert, stellt man zweierlei fest. Erstens wird der Name falsch geschrieben – von Leuten, die über die Zukunft des Ortes befinden, sich aber nicht die Mühe machen, eine der stadträumlich und architekturhistorisch signifikantesten Prachtstraßen Deutschlands korrekt zu adressieren. Die Ludwigstraße ist nicht die „Ludwigstrasse“.
Streit um Klimaanlagen: Kälte im Zeitalter des Feuers
Eine erregte Menschenmenge zwängt sich von draußen durch die Tür. Wie durch einen Flaschenhals. Leiber, dicht an dicht. Gedrängel. Geschubse. Geschimpfe. Gepolter. Ein spitzer Schrei. Scherben. Drei Männer rangeln um einen Karton. Einer geht zu Boden. Die verwackelten Handy-Videos, die im Juli in Nanterre bei Paris in einer Lidl-Filiale aufgenommen wurden und viral gingen, zeigen, wie dünn der Firnis der Zivilisation ist. Wie schnell er brüchig wird.
SZ-Podcast: Klimaanlagen sind keine Lösung für eine Zukunft mit Hitzewellen
Städte sind Hitze-Hotspots: Durch viel Beton und Flächenversiegelung speichern sie die Hitze, und es ist dort immer ein paar Grad wärmer als im Umland. Darum sieht man in Deutschland vor allem in Städten an den Fassaden der Häuser jetzt immer mehr Klimaanlagen. Auch in der Politik wurde während und nach der Hitzewelle Ende Juni viel über Klimatisierung gesprochen. Die Grünen haben zum Beispiel ein Klimaanlagen-Sofortprogramm für Krankenhäuser, Seniorenheime und Kitas gefordert.
Petr Pavel bei Formel 1 in Budapest als Motorsportfotograf: Da schau her
Am Sonntag war Petr Pavel als Staatspräsident der Tschechischen Republik beim Grand Prix von Ungarn am Hungaroring zu Gast. Also bei der Formel 1. Dass Pavel ein Fan des Motorsports ist, zumal als Biker, der die Rallye Dakar liebt und letztes Jahr die Parade zum Großen Preis von Tschechien (für Motorräder) nahe Brünn angeführt hat mit seiner BMW F 900 GS: Das ist bekannt.
Tschechischer Präsident Pavel als Fotograf bei der Formel 1: Brauchen Politiker ein Hobby?
Am Sonntag war Petr Pavel als Staatspräsident der Tschechischen Republik beim Grand Prix von Ungarn am Hungaroring zu Gast. Also bei der Formel 1 und ihrem zauberhaften Wesen, das darin besteht, sich so anmutig und kühn (wie vollkommen absurd) im Kreis zu drehen, um in diesem Fall nach exakt 70 mal 4,381 Kilometern je Runde exakt dort anzukommen, wo man gestartet ist.
Neue Euro-Geldscheine: Die haben einen Vogel
Erst muss man bestätigen, dass man ein lebender Mensch ist. Und nicht etwa ein Basstölpel oder Beethoven. Danach heißt es auf der Homepage der EZB aktuell: „Unsere Euro-Banknoten werden neu gestaltet – und Sie können daran mitwirken!“ Unter anderem, indem man sich den Vogel aussucht, der dem eigenen Dafürhalten nach am besten zur EU passt. Der Pleitegeier steht leider nicht zur Auswahl. Der Aasgeier, der über der Entscheidungsfähigkeit kreist, auch nicht. Bis zum 21.
EZB lässt über neue Euro-Geldscheine abstimmen: Die haben einen Vogel
Erst muss man bestätigen, dass man ein lebender Mensch ist. Und nicht etwa ein Basstölpel oder Beethoven. Danach heißt es auf der Homepage der EZB aktuell: „Unsere Euro-Banknoten werden neu gestaltet – und Sie können daran mitwirken!“ Unter anderem, indem man sich den Vogel aussucht, der dem eigenen Dafürhalten nach am besten zur EU passt. Der Pleitegeier steht leider nicht zur Auswahl. Der Aasgeier, der über der Entscheidungsfähigkeit kreist, auch nicht. Bis zum 21.
UNESCO-Weltkulturerbe: Diese Siedlung weiß, wie man die Wohnungskrise lösen könnte
Als die Waldsiedlung Zehlendorf südwestlich von Berlin fertig war vor einem Jahrhundert, gab es Spott, Hohn und Schimpfnamen. Das Ensemble aus 1100 Geschosswohnungen und 800 Einfamilienhäusern, organisiert zwischen 1926 und 1932 in aufgelockert situierten, sich an „Licht, Luft und Sonne“ orientierenden Reihenhäusern, Doppelhäusern und Mehrfamilienhäusern, galt manchen Zeitgenossen als „unpreußisch“. Wegen der Flachdächer.
Nachruf: Zum Tod des Schauspielers und Drehbuchautors Werner Enke
Aus den 18 250 Bleistift-Sternchen an der Wand seines Zimmers in Schwabing, die als 18 250 Tage für genau jene 50 Jahre stehen, die sich Werner Enke im Film „Zur Sache, Schätzchen“ gegeben hat als maximale Lebenszeit seiner absurd großartigen und großartig absurden Filmfigur Martin, sind dann doch 85 reale Jahre geworden. 35 Jahre mehr. Mehr Filme, mehr Sprüche, mehr Melancholie, mehr Lakonie, mehr Anarchie, mehr Daumenkino, mehr Filmpreise, mehr Gedanken und Bilder. Mehr Leben.
Braucht es mehr Klimaanlagen gegen die Hitze?
12. Juli 2026 | Lesezeit: 6 Min. Die Naturfaserdecke „Cool Leinen“, bei Betten Rid im Angebot, ist was für die Zukunft. Über die Zukunft wissen wir nicht viel, außer: Sie wird heiß. Immer öfter und immer heftiger sind Extremwettereignisse zu erwarten. Aus der existenziellen Größe von Sonne, Wind und Wasser wird eine existenzielle Bedrohung. Das sind die Folgen unseres Tuns. Es geht nicht um Apokalyptik, sondern um Physik.
Wir brauchen Städte, die kühlen
Marktplatz in Sevilla. Marktplatz in Sevilla. Foto: Javier Martinez/Addictive Stock via IMAGO Foto: Javier Martinez/Addictive Stock via IMAGO Foto: Akiyoko Yokoyama/PantherMedia via IMAGO Foto: Akiyoko Yokoyama/PantherMedia via IMAGO Bosco Verticale - Grüne Hochhäuser in Mailand. Bosco Verticale - Grüne Hochhäuser in Mailand. Foto: Giovanni Guarino/IMAGO Foto: Giovanni Guarino/IMAGO Deutschland wird zum Hotspot und benötigt gegen zunehmende Hitzewellen viel mehr Klimaanlagen. Stimmt das? Nein.
Zum Tod der Rockikone Bonnie Tyler: Herz reimt sich auf Schmerz
Skewen in den Fünfzigerjahren, das ist ein – natürlich: reizendes – Kaff in Wales. Der Bergbau hat hier einmal eine Rolle gespielt. Dann spielt der Industrie-Niedergang bald die noch größere Rolle. Es gibt die Ruinen eines Klosters, stiller werdende Zechen, ein paar Tavernen, wenige Tausend Einwohner und einen Rugby-Club.
Bonnie Tyler ist tot: Mit dem Herzen einer Bergarbeiterin
Skewen in den Fünfzigerjahren, das ist ein – natürlich: reizendes – Kaff in Wales. Der Bergbau hat hier einmal eine Rolle gespielt. Dann spielt der Industrie-Niedergang bald die noch größere Rolle. Es gibt die Ruinen eines Klosters, stiller werdende Zechen, ein paar Tavernen, wenige Tausend Einwohner und einen Rugby-Club.
Zum Tod von Bonnie Tyler: Die Frau mit der Reibeisenstimme
Abo – Die Frau mit der Reibeisenstimme und dem Herzen einer Bergarbeiterin 100 Millionen Tonträger hat sie in ihrer langen Karriere verkauft, doch rauschhaft leicht war Bonnie Tylers Erfolg nie. Nachruf auf eine, die nicht aufgehört hat zu schuften. Ihre Karriere war ein Auf und Ab: Bonnie Tyler belegte im Final des Eurovision Song Contest 2013 für Grossbritannien den 19. Rang unter 26 teilnehmenden Ländern. (18.
Zum Tod von Bonnie Tyler: Die Frau mit der Reibeisenstimme
Abo – Die Frau mit der Reibeisenstimme und dem Herzen einer Bergarbeiterin 100 Millionen Tonträger hat sie in ihrer langen Karriere verkauft, doch rauschhaft leicht war Bonnie Tylers Erfolg nie. Nachruf auf eine, die nicht aufgehört hat zu schuften. Ihre Karriere war ein Auf und Ab: Bonnie Tyler belegte im Final des Eurovision Song Contest 2013 für Grossbritannien den 19. Rang unter 26 teilnehmenden Ländern. (18.
Bonnie Tyler ist tot: Britische Sängerin stirbt mit 75 Jahren
Skewen in den Fünfzigerjahren, das ist ein – natürlich: reizendes – Kaff in Wales. Der Bergbau hat hier einmal eine Rolle gespielt. Dann spielt der Industrie-Niedergang bald die noch größere Rolle. Es gibt die Ruinen eines Klosters, stiller werdende Zechen, ein paar Tavernen, wenige Tausend Einwohner und einen Rugby-Club.
Nachruf auf Heinz Hilmer: Einer mit Haltung
„Etwas ganz Normales“: Das war das Ergebnis, das der Architekt Heinz Hilmer anstrebte in seinem Leben als Architekt. In seiner Dankesrede zum Architekturpreis der Stadt München sagte er im Jahr 2003, dass er allen danken wolle, Partnern, Bauherren, Behörden, Kritikern, „und auch denen, die uns durch penetranten Widerspruch so lange reizten, bis nichts Besonderes, sondern etwas ganz Normales am Ende dabei herauskam“. Bestenfalls, so Heinz Hilmer, entstehe „etwas ganz Langweiliges.
Farbpsychologie: Warum ist auf einmal alles grau?
30. Juni 2026 | Lesezeit: 6 Min. Mausgrau. Staubgrau. Aschgrau. Steingrau. Bleigrau. Zementgrau. „Ich habe hier eine Grau-Kollektion“, sagt der Stoff- und Möbelhändler Paul Winkelmann alias Loriot im Film „Ödipussi“, während er dem von Kopf bis Fuß in Grau gekleideten Ehepaar Melzer 28 Grautöne offeriert für das neue Sofa, „da werden Sie bestimmt zufrieden sein.“ 28 Shades of Grey – und das Ganze endet so: „Wir hätten gern das Aschgrau.“
Na, bereit für ein Update? Warum wir alle die Deutsche Bahn sind
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, die Deutsche Bahn lahmzulegen. Die drei dafür verantwortlichen CSU-Verkehrsminister Ramsauer, Dobrindt und Scheuer wissen, wie das geht. Während die drei Zerstörer sich aber heute diesbezüglich in Schweigen hüllen, verfolgen wir Fahrgäste mit einem gewissen Unbehagen, gleichwohl hier und da mit Rührung die endlosen Durchsagen der armen Bahn-Mitarbeiter. Zuletzt etwa: „Wir halten auf unbestimmte Zeit.
Na, bereit für ein Update? Warum wir alle die Bahn sind
Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, die Deutsche Bahn lahmzulegen. Die drei dafür verantwortlichen CSU-Verkehrsminister Ramsauer, Dobrindt und Scheuer wissen, wie das geht. Während die drei Zerstörer sich aber heute diesbezüglich in Schweigen hüllen, verfolgen wir Fahrgäste mit einem gewissen Unbehagen, gleichwohl hier und da mit Rührung die endlosen Durchsagen der armen Bahn-Mitarbeiter. Zuletzt etwa: „Wir halten auf unbestimmte Zeit.
Warum Balkone mehr als Luxus sind: Ein Stück vom Himmel
„Splitternackt“ und mit „lautem Lustgestöhn“ gab sich vor einigen Jahren ein junges Ehepaar in einer Leipziger Plattenbausiedlung „der Liebe hin“. Die Bild-Zeitung hüstelte das geradezu – in einem Anflug poetisierender Dezenz. Einerseits ereignete sich die Poesie zwar hinter den Blumenkästen auf dem Balkon, andererseits leider doch sehr gut sicht- und hörbar im Hochparterre. In diesem Fall offenbar regelmäßig, immer so zwischen 18 und 19 Uhr. Leipzig: Stadt der Hingabe und der Liebe.
Arabellahaus in München: Spektakuläre Revitalisierung
So sieht sie also aus, die Gegenwart einer Zukunft, wie man sie sich vergangener, älter und bröckelnder kaum vorstellen kann: Absperrgitter unten, steinschlagfest überdachte Durchgänge an den Seiten des Hauses, notdürftig gesicherte Fassadenteile oben. Im Erdgeschoss dämmern einige Läden vor sich hin oder sind schon am Ausziehen. Raus aus dem Arabellahaus im Münchner Osten.
Sagrada Família: Vollendung absehbar
Abo – Muss sich «der Architekt Gottes» im Grab umdrehen? Pünktlich zum 100. Todestag von Gaudí ist die Vollendung seiner Kathedrale absehbar. Doch Kritiker bezeichnen sie als «religiösen Themenpark» – während sich Lego-Fans freuen dürfen. Die älteste Baustelle der Welt: Die Sagrada Família in Barcelona. In Kürze: Zum 100. Todestag von Antoni Gaudí erhält der Christusturm den päpstlichen Segen. Mit 172,5 Metern ist der Christusturm nun der höchste Kirchturm der Welt.
Sagrada Família: Vollendung absehbar
Abo – Muss sich «der Architekt Gottes» im Grab umdrehen? Pünktlich zum 100. Todestag von Gaudí ist die Vollendung seiner Kathedrale absehbar. Doch Kritiker bezeichnen sie als «religiösen Themenpark» – während sich Lego-Fans freuen dürfen. Die älteste Baustelle der Welt: Die Sagrada Família in Barcelona. In Kürze: Zum 100. Todestag von Antoni Gaudí erhält der Christusturm den päpstlichen Segen. Mit 172,5 Metern ist der Christusturm nun der höchste Kirchturm der Welt.
Hässlich oder göttlich? Antoni Gaudís Sagrada Familia wird vollendet
Antoni Gaudí i Cornet erwacht am 7. Juni vor 100 Jahren dort, wo er zuletzt lebte: auf der Baustelle. Heute ist es die älteste Baustelle der Welt (sorry, Stuttgart 21), damals war es ein Skandal. Gaudí ist 1926 73 Jahre alt. Seit vier Jahrzehnten verwirklicht er in Barcelona den Traum aller Architekten jener Zeit: den Bau einer Kathedrale.
Bafög, Krisen, Zukunftsängste: Jeder fünfte Jugendliche will fort aus Deutschland
Am Sonntag hat es Bundesforschungsministerin Dorothee Bär von der CSU geschafft: In einem Interview beleidigte sie auch noch jenen Teil der Gesellschaft, der den zuletzt üblichen Schmähungen entgangen ist. Nun aber wissen neben den vermeintlichen Krankmachern, den Faulen oder allen, die die Union sonst so im „Stadtbild“ stören, knapp drei Millionen Studentinnen und Studenten, dass es „kein Drama“ ist, wenn sie neben dem Studium noch einen „Job“ zu erledigen haben. Studenten sind privilegiert.
Trumps Redesign des „Reflecting Pool“ in Washington: Plastikblaue Peinlichkeit
Theoretisch könnte es sich auch um einen letzten Gruß der iranischen Seestreitkräfte vor ihrem Untergang gehandelt haben: den Lincoln Memorial Reflecting Pool in Washington mit „Epic Fury“ in eine Peinlichkeit zu verwandeln.
Trump baut in Washington ein Planschbecken wie aus dem Baumarkt
Theoretisch könnte es sich auch um einen letzten Gruß der iranischen Seestreitkräfte vor ihrem Untergang gehandelt haben: den Lincoln Memorial Reflecting Pool in Washington mit „Epic Fury“ in eine Peinlichkeit zu verwandeln.
Strafjustizzentrum in München: Dass hier der Rechtsstaat wohnt, muss man vom Klingelschild ablesen
Im Westen von München befindet sich die Anita-Augspurg-Allee, die man nur kennen muss, wenn man sich für Schildbürgerstreiche interessiert. Hier ist es: jenes Tor zur Hölle, das an Auguste Rodins Bronzewerk „Das Höllentor“ aus dem 19. Jahrhundert einerseits denken lässt – und an das aktuelle Bauen für die bayerische Justiz andererseits.
Und jetzt noch Staatsakt und Trauergottesdienst für den toten Buckelwal Timmy?
Der Wal, den manche Menschen Timmy und andere Leute Hope genannt haben in einem Akt der Vermenschlichung, ist tot. Die Hoffnung, dass es der Anfang März erstmals in der Ostsee gesichtete und dann mehrfach gestrandete Buckelwal zurück in sein angestammtes Habitat schaffen würde, ist erloschen. Wer gehofft hatte, dass damit auch eine über Wochen und Monate medial befeuerte kollektive Hysterie enden würde, die nur in manchen Momenten an echte Empathie erinnerte, der kann auch diese Hoffnung begraben.
Der Architekt Daniel Libeskind wird 80: Er baut Häuser der Hoffnung
Das Jüdische Museum in Berlin – es ist eines der größten Jüdischen Museen Europas – wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. Als der Entwurf von Daniel Libeskind, der am Dienstag 80 Jahre alt wird, bekannt wurde, hieß es zum Beispiel aus der entsetzten Kulturpolitik: „Das ist kein Museum, das ist eine begehbare Katastrophe.“ Ein Kritiker schrieb von einem „Blitzschlag aus Zink, der die städtebauliche Vernunft zertrümmert“.
Olympia-Bewerbung: So alt wie in Berlin sah die Zukunft noch nie aus
Am Dienstag, schreibt der Tagesspiegel, seien „Berlins Olympia-Planer in die Offensive“ gegangen. Veröffentlicht wurde da das Konzept für die Bewerbung Berlins um die Olympischen Sommerspiele ab 2036. Gemeint ist jener „geheime Olympiaplan“, der dank des Geheimnisverrats der Bild-Zeitung vom Sonntag nun nicht mehr so geheim ist. Man hätte jedoch schon aus ästhetischen Gründen nichts dagegen gehabt, wenn die Offensive und das Geheimnis Berlins defensiv und geheim geblieben wären.
100 Jahre nach NS-Spielen: Berlin will Olympia 2036 - mit kindlicher Ringelreih-Idee
Am Dienstag, schreibt der Tagesspiegel, seien „Berlins Olympia-Planer in die Offensive“ gegangen. Veröffentlicht wurde da das Konzept für die Bewerbung Berlins um die Olympischen Sommerspiele ab 2036. Gemeint ist jener „geheime Olympiaplan“, der dank des Geheimnisverrats der Bild-Zeitung vom Sonntag nun nicht mehr so geheim ist. Man hätte jedoch schon aus ästhetischen Gründen nichts dagegen gehabt, wenn die Offensive und das Geheimnis Berlins defensiv und geheim geblieben wären.
Vespa: Kult-Motorroller wird 80
Abo – Die Vespa ist mehr als ein motorisiertes Zweirad – ein italienisches Lebensgefühl Der Konstrukteur der Vespa verstand nichts von Motorrädern, aber er erfand eine Ikone der Mobilitätsgeschichte. In den 1960er-Jahren wurde die «Wespe» zum Symbol für Stil, Rebellion und Modernität. Gute alte Zeiten: Die schwedische Schönheitskönigin Anita Sohlman als Vespa-Fahrerin, 1955. In Kürze: Die Vespa des italienischen Fahrzeugherstellers Piaggio wird 80 Jahre alt.
Vespa: Kult-Motorroller wird 80
Abo – Die Vespa ist mehr als ein motorisiertes Zweirad – ein italienisches Lebensgefühl Der Konstrukteur der Vespa verstand nichts von Motorrädern, aber er erfand eine Ikone der Mobilitätsgeschichte. In den 1960er-Jahren wurde die «Wespe» zum Symbol für Stil, Rebellion und Modernität. Gute alte Zeiten: Die schwedische Schönheitskönigin Anita Sohlman als Vespa-Fahrerin, 1955. In Kürze: Die Vespa des italienischen Fahrzeugherstellers Piaggio wird 80 Jahre alt.
Rollen und rollen lassen
In „Ein Herz und eine Krone“ von 1953 spielen Audrey Hepburn und Gregory Peck die Hauptrollen neben einer Vespa – hier bei den Dreharbeiten stabil platziert ohne Hinterrad. In „Ein Herz und eine Krone“ von 1953 spielen Audrey Hepburn und Gregory Peck die Hauptrollen neben einer Vespa – hier bei den Dreharbeiten stabil platziert ohne Hinterrad.
Haus Habermas als Begegnungsstätte? Man muss es nur wollen
Die Idee ist in der Welt, aber nun muss man aus ihr ein konkretes Ziel machen. Und das konkrete Ziel mit einem gangbaren Weg ausstatten. Bis zum Happy End. Dies alles in Deutschland, im Reich jener Bedenkenträger, deren Glück oft darin liegt, nicht den Weg zu sehen, sondern die im Weg liegenden Steine. Viel Glück! Es wäre ja schon sensationell, würde sich Deutschland einmal mehr beweisen, dass es auch ein ganz anderes Land zu sein vermag. Voller Tatkraft, Entschlossenheit und Kreativität.
Haus Habermas in Starnberg: Eine deutsche Villa Massimo?
Ein Haus in Starnberg. Kubisch und klar. Ein in den Zirkeln des Denkens weltberühmtes, geistesgeschichtlich und bauhistorisch bedeutsames und doch allgemein kaum bekanntes Haus am Hang. Mit geschlossener Fassade und offener Zukunft. Knapp 20 Meter lang, sechs bis sieben Meter breit. 190 Quadratmeter zum Wohnen auf einem etwa 1200 Quadratmeter großen, steil abfallenden und von Waldnatur geprägten Hanggrundstück.
Weißes Haus - Trump stellt neue Pläne vor: Oben Ballsaal, unten Bunker
Donald Trump hat am Sonntag an Bord der Air Force One aktuelle Ballsaal-Illustrationen präsentiert. Es sind, wie immer bei Trumps „Dictator Chic“, suggestive Bilder. Mehr Immobilien-Poesie als Baupläne. Klar ist: Der neue State Ballroom in Washington, D.C., dem bereits der Ostflügel vom Weißen Haus sowie der Rosengarten von Jacqueline Kennedy zum Opfer fielen, wird größer als geplant. Teurer als gedacht. Absurder als befürchtet.
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