Is this you? As a journalist, you can create a free Muck Rack account to customize your profile, list your contact preferences, and upload a portfolio of your best work.
Claim your profile
Articles by Heiner Hug
Erdrutschsieg mit begrenzter Wirkung
Als gutes Zeichen wurde die für Trump überraschende Aussage noch in der Wahlnacht gewertet, er anerkenne das Resultat und sei bereit, mit den Demokraten zusammen zu arbeiten. Allerdings relativierte er sogleich: nun werde er eben vermehrt sein Veto gegen Beschlüsse des Kongresses einlegen. Mit einem Veto kann er jedes vom Kongress verabschiedete Gesetz blockieren – um das präsidiale Veto wieder ungültig zu machen, braucht es eine Zweidrittelsmehrheit in beiden Kammern.
Friedliche Proteste, aber eine harte Gangart
Im portugiesischen Strassenverkehr ist das Hupen nur bei Gefahr und in wenigen anderen Situationen erlaubt, etwa vor dem Überholen oder vor unübersichtlichen Kurven auf engen Strassen. Wenn Fussballfans aber einen Meistertitel feiern, dann gehört es zur Folklore, dass sie hupend durch ihre Städte fahren, ohne dass die Polizei sie deshalb büsst oder sie gar ins Röhrchen pusten lässt. Auch würde die einen Hochzeitskonvoi wegen unerlaubten Hupens anhalten.
Gewalt, Wahlbetrug, schmutzige Tricks inklusive
Mit schönen Worten hat vor 250 Jahren alles angefangen.
Der verletzliche Mensch
Gianni Maio beim Vortrag in St. Gallen (Bild: Moritz Nestor) Der Medizinethiker Giovanni Maio versteht Verletzlichkeit als Grundbedingung des Menschseins. Seine Überlegungen führen bis in die Schule: Was heisst es, Kinder in ihrer Eigenart wahrzunehmen, sie zu stärken und ihnen etwas zuzutrauen und zuzumuten? Selten hat mich ein Referat derart berührt wie der Vortrag von Giovanni Maio am zehnten «Symposium Ethik in der Medizin» in St. Gallen.
Die Krawallnacht von Zürich
(Keystone/Christian Beutler) Hunderte Personen sind am Samstagabend einem Aufruf zu einer unbewilligten Demonstration im Zürcher Stadtkreis 4 gefolgt und haben in der Langstrasse Barrikaden angezündet. Die Demonstranten sind teils vermummt, maskiert, teils als Halloween-Figuren verkleidet. Feuerwerk wird gezündet, Böller knallen, Schaufenster gehen in Brüche. Ein beissender Rauch liegt über der Langstrasse. Viele der Randalierer posieren minutenlang für Selfies vor den brennenden Barrikaden.
Wie ein WhatsApp-Kanal den Wahlkampf veränderte
In einem aufsehenerregenden Auftritt am Sonntagabend, geprägt von Aggressivität und unverhohlener Feindseligkeit, erklärte Bolsonaro, das Wahlergebnis nicht hinnehmen zu wollen. Doch für eine Annullierung der Wahl fehlte jede tragfähige Grundlage. Das Wahlgericht bestätigte noch am selben Abend das Resultat. Die Verlängerung der Öffnungszeiten war rechtlich zulässig; Anhaltspunkte für eine Manipulation der Wahl wurden nicht vorgelegt.
KMG-Revision und Rüstungsindustrie – so geht es nicht
Am 27. September 2026 hat die Stimmbevölkerung die Neutralitätsinitiative mit 70 % Nein-Stimmen abgelehnt. Das war ein klares Zeichen gegen eine starre, sture Neutralitätspolitik. Es war umgekehrt aber kein Zeichen für die Fortsetzung der aktuellen Neutralitätspolitik des Bundesrates, denn diese ist schon jetzt stur. Die üble Kehrtwende Bei der Teilrevision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG), die von Anfang 2023 bis zum 19. Dezember 2025 dauerte, geschah Verwunderliches.
Die Machtelite streitet über den Ausweg aus der Krise
Wie tief die Gegensätze innerhalb der Führungseliten der Islamischen Republik mittlerweile reichen, zeigt der Streit über die Vereinbarung von Islamabad, die im Juni 2026 den Krieg mit den USA beenden sollte.
Kein klarer Sieger
Der Eizenkot-Block des oppositionellen Gadi Eizenkot kommt laut den ersten Prognosen auf 53 Sitze, der Netanjahu-Block auf 50. Die Knesset, das israelische Parlament, zählt 120 Sitze. Um regieren zu können braucht ein Block 60 +1 Sitz. Stark zugelegt haben die arabischen Parteien. Ohne ihre Unterstützung wird keiner der beiden Blöcke regieren können. Israel stehen – wie schon im Vorfeld der Wahlen befürchtet – langwierige Verhandlungen über die Bildung einer neuen Regierung bevor.
Nach Orbán muss auch Vučić seinen Hut nehmen
Freudenfeier im Zentrum von Belgrad nach dem Sturz von Aleksandar Vučić (Keystone/AP/Armin Durgut) Es war ein Experiment ohne kalkulierbares Ergebnis: eine Studentenbewegung gegen Aleksandar Vučić, den seit 14 Jahren als Premierminister und Präsident Serbiens nahezu unumschränkt herrschenden Alleinherrscher, der zur Verteidigung seiner Macht keine noch so brutalen Mittel scheuen würde. Um sich als künftiger Premierminister auch weiterhin die alleinige Macht im Land zu sichern, war Vučić am 26.
Wie die Friedensbewegung versuchte, den Krieg zu ächten
Warum so viele Kriege in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts? Es war die Gier nach Land und Bodenschätzen. England, Frankreich, Portugal, Belgien und Holland bauten ihre Kolonialreiche aus; Deutschland und Italien eiferten ihnen nach. Das ging nicht ohne Gewalt vor sich. Die kriegerischen Auseinandersetzungen in den Kolonien wirkten auf die europäischen Mächte zurück; die europäische Friedensordnung wankte. Endgültig zertrümmert wurde sie durch den Krimkrieg (1853-1856).
Lula zum Vierten
Erschöpft nach geschlagener Schlacht: Luiz Inácio Lula da Silva (Keystone/AP/Andre Penner) In einem sensationellen Endspurt gelang es dem linksgerichteten brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva, das Blatt zu wenden. Völlig unerwartet und entgegen fast allen Prognosen der wichtigen Auguren gewinnt der bald 81-jährige Lula zum vierten Mal die Präsidentschaft.
Brasilien widersteht Trump
Ein seit sehr langem in Brasilien lebender Schweizer Geschäftsmann kommentiert: «Ein grossartiger Sieg für die Demokratie, für die Armen, die weniger Betuchten, für die Frauen, für die Kultur, für die Bildung und für die Menschenrechte in Brasilien.» Der rechtsradikale Flávio Bolsonaro, der sich nach dem ersten Wahlgang bereits arrogant aufführte und eine «linke Säuberungswelle» versprach, bedeutet das Ergebnis eine eiskalte Dusche.
Vučić verliert die Wahlen
Der serbische Präsident Aleksandar Vučić, der das Land seit 14 Jahren dominiert, hat die Parlamentswahlen verloren. Der 56-Jährige gestand am Abend in Belgrad seine Niederlage ein. Er sagte, er gehe davon aus, dass die oppositionelle Studentenbewegung eine Mehrheit im Parlament errungen habe.
Die Fado Sängerin Linda Leonardo
Seinen Ursprung hat der Fado in den Armenvierteln von Lissabon. Dort hausten Matrosen und Arbeitslose. Mit der Zeit wurden die Gesänge auch in bürgerlichen Kreisen beliebt. Das führte dazu, dass bald einmal eine Gesangskultur entstand, die weit über Portugal hinaus die Menschen in ihren Bann zog. Die Geschichte von grossen Fado-Sängerinnen ist lang und dauert bis heute an. Die Texte berichten davon, dass kein Mensch je im Leben sich von dieser Sehnsucht wird befreien können.
Vor einem Umbruch?
Vučić, der zunehmend autoritäre und prorussische Züge annimmt, prägt die serbische Politik seit mehr als einem Jahrzehnt. Er ist inzwischen als Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten angetreten. Sein Lager wirbt mit wirtschaftlicher Entwicklung, Infrastrukturprojekten, Stabilität und nationalen Interessen. In erster Linie geht es heute um die Frage: Vučić – ja oder nein? Die Wahllokale sind bis 20 Uhr geöffnet.
Wider die unleugbare Realität
«Nachts gedreht auf den Dächern Tel Avivs enthüllt der Film detailliert das System hinter Israels kalkulierter Massentötung von Terroristen in Gaza», ahmt die Inhaltsangabe des Imitats die offizielle Synopsis des Originals nach. Mit einem kleinen Unterschied: Aus «palästinensischen Zivilisten» sind im neuen Text «Terroristen» geworden.
«Wir wollen nicht zerstören»
Turin (Keystone/EPA/Alessandro di Marco) Wie auch in Frankreich: Die landesweiten Proteste in Italien verliefen harmloser als in der Woche zuvor. Zehntausende zogen durch die Strassen, verbrannten Flaggen, riefen regierungsfeindliche Parolen, warfen Flaschen und zündeten da und dort Feuerwerk. Doch zu gewaltsamen Ausschreitungen und Plünderungen kam es nicht. Das lag auch an der Präsenz Tausender Sicherheitskräfte. Da und dort setzte die Polizei Wasserwerfer und Tränengas ein.
Wieder Hunderttausende auf der Strasse
Paris am Samstag (Keystone/EPA/Firas Abdullah) Eine Woche nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich sind am Samstag landesweit erneut Hunderttausende auf die Strasse gegangen. Sie protestierten unter anderem gegen die Bildungsmisere und die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Am späten Nachmittag kam es in Nantes, Rennes und Marseille zu Zusammenstössen, die – laut Le Monde – «jedoch in keiner Weise mit den Ereignissen vom 17. Oktober vergleichbar waren».
«Liebesaffäre» am höchsten Gericht
Treffender hätte es Goethe für das, was sich derzeit rund um die «Liebesaffäre» am Bundesgericht abspielt, nicht zusammenfassen können. In Art. 8 des Bundesgerichtsgesetzes aus dem Jahr 2005 heisst es: «Dem Bundesgericht dürfen nicht gleichzeitig als Richter oder Richterinnen angehören: Ehegatten, eingetragene Partnerinnen oder Partner und Personen, die in dauernder Lebensgemeinschaft leben».
Ebbe und Flut in München
Vor allem Kinder haben ihre helle Freude am Wasserspiel auf dem Münchner Maria Nindl-Platz. (Bild © Studio Judith Albert) Judith Albert (*1969 in Alpnach) und Gery Hofer (*1958 in Emmenbrücke) haben in München im Stadtteil Bogenhausen einen prominenten Gestaltungswettbewerb am Maria-Nindl-Platz gewonnen. Sie realisierten mit dem «Salon der Gezeiten» ein begehbares Wasserspiel abseits üblicher Pfade: Ein Kunstwerk, das verschiedene Bedeutungsebenen miteinander verbindet.
Ist der Aufstieg der AfD vergleichbar mit dem Aufstieg der NSDAP?
In der «Spiegel»-Ausgabe vom 22. August 2025 sagte Götz Aly: «Wir stehen hier nicht kurz vor 1933. Derartigen Alarmismus halte ich für falsch.» Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur meinte er: «Ich finde es nicht in Ordnung, die AfD in die Nähe der NSDAP zu rücken.» Es sei falsch, ein Parteiverbot zu fordern. Man müsse mit den neuen Rechten «so lange reden, wie es einigermassen sinnvoll ist».
Eine schweizerische Spezialität: aussenpolitische Chancen verpassen
Bundesrat sowie Politiker und Politikerinnen verpassen es einmal mehr, gemäss zwingenden aussenpolitischen Notwendigkeiten zu handeln, obwohl eine Mehrheit in der Schweiz anderer Meinung ist und die Zeichen an der Wand deutlich sind. Seit dem Zweiten Weltkrieg war das europäische und internationale Umfeld der Schweiz nicht mehr so unsicher und gefährlich wie heute und in absehbarer Zukunft. Russland unter einem Kriegsverbrecher bedroht Europa direkt und damit auch die Schweiz.
Becketts German Diaries endlich integral
Ein literarisches Ereignis ist zu verzeichnen, das ebenso lange erwartet wurde, wie es auf sich warten liess, nämlich geschlagene dreissig Jahre: die integrale Veröffentlichung der Tagebuchaufzeichnungen von Samuel Becketts halbjähriger Reise durch Nazideutschland vom 1. Oktober 1936 bis zum 2. April 1937.
Der Staat hinter dem Staat
Um die Machtstruktur im Nordwesten des Jemens zu verstehen, sind deshalb zwei Ebenen entscheidend: die Verwaltung, die regiert, und die Bewegung, die herrscht. «Huthi» und «Ansar Allaha» (Gefolgsleute Gottes) sind im Kern dasselbe. Das eine ist die häufig verwendete Fremdbezeichnung, das andere der Eigenname. Die Bewegung ist jedoch nicht gleichzusetzen mit der Bevölkerung im Norden.
Wer entscheidet in Teheran?
Die Islamische Republik verhandelt über Krieg und Frieden. Doch je weiter die Gespräche mit Washington vorankommen, desto dringlicher wird eine andere Frage: Wer kann in Teheran eine Vereinbarung tatsächlich autorisieren und dafür sorgen, dass ihre Umsetzung auch durchgesetzt wird? Der iranische Diplomat Abbas Araqchi verhandelt derzeit über eine Vereinbarung, die weit über eine diplomatische Verständigung hinausreichen könnte.
Mozart und seine Musik zu «Thamos»
Die Musik ist eines Königs würdig, manchmal martialisch, dann wieder sehr einfühlend und lieblich. Ein König kennt Strenge und Milde. Dies wird in dieser selten gehörten Musik von Mozart sehr plausibel. Manchmal ist sie mozartisch weich, dann wieder von einer dramatischen Zuspitzung, dass man den Eindruck, gewinnt, hier sei etwas vorweg genommen, was uns aus «Don Giovanni» vertraut geworden ist.
Die magische Zahl «42»
«Melonellum» oder «Stabilicum» wird das neue Gesetz genannt. Die politische Landschaft Italiens ist seit jeher zersplittert, was das Regieren erschwert. Das neue Wahlgesetz will nun klare Mehrheiten schaffen, damit eine Regierung durchregieren kann. Meloni verknüpfte ihr ganzes Prestige mit der Annahme dieses Gesetzes. Noch am Mittwoch sagte sie, sie würde sofort Neuwahlen ausrufen, sollte das Gesetz nicht angenommen werden. Es wurde angenommen, und zwar in geheimer Abstimmung.
Übernimmt der Bolsonaro-Clan die Macht für sehr lange Zeit?
Flávio Bolsonaro (Keystone/EPA/Andre Borges) Nach dem ersten Wahlgang in Brasilien liegt Präsident Luiz Inácio Lula da Silva zurück. Im zweiten Wahlgang Ende des Monats sei es «praktisch unmöglich», dass Lula diesen Rückstand wettmacht. Das sagt der Autor dieser Zeilen, ein Schweizer, der seit 25 Jahren in Brasilien lebt. Wie sieht er die gegenwärtige Entwicklung in der grössten Demokratie Lateinamerikas?
Unredlich oder unwissend?
Strafregisterauszug ohne Aussagekraft Diese Pflicht wäre v.a. unsinnig und auch unnötig: Welche Verurteilungen in einem solche Auszug aufscheinen, bestimmt jedes Land selber. Es gibt grosse Unterschiede. Das zeigt sich zum Vergleich an der schweizerischen Variante. So ist zu unterscheiden, nach welchem Gesetz strafrechtliche Verurteilungen registriert werden.
Bilaterale III: Worum es wirklich geht
Vier Tage lang hat der Ständerat in der vergangenen Herbstsession über das dritte bilaterale Vertragspaket zwischen der Schweiz und der EU, die sogenannten Bilateralen III, diskutiert. Vor allem in der Eintretensdebatte prallten sehr gegensätzliche Meinungen aufeinander.
Wenn selbst das Nötigste zum Luxus wird – Bericht aus Teheran
Die Regale sind voll, doch das Geld reicht immer weniger. In Teheran entscheiden Familien zwischen Eiern und Milchprodukten. Fleisch bleibt in der Auslage liegen, und selbst eine Zahnbehandlung wird unbezahlbar. Ein Bericht aus einer Stadt, in der steigende Preise den Alltag bestimmen und der Verzicht längst zum Zwang geworden ist. Von: Afra, Journalistin und Aktivistin in Teheran Es ist elf Uhr morgens auf dem Basar im Stadtteil Narmak im Osten Teherans. Noch ist wenig los.
Kunst, Krieg und andere Katastrophen
«111 – Echoes from Halifax» von Mauro Müller. Wie im Vorjahr konnte das Zurich Film Festival auch für seine 22. Ausgabe 135'000 Eintritte (und nicht etwa Besucher) vermelden. Erneut war Hollywood-Prominenz recht zahlreich auf Stippvisite.
Das Handwerk der Wissenschaft
Der Brief kommt aus Zürich. Mit ihm eröffnet der Astrophysiker Christian Spiering (Bild (© Hanser) in «Das seltsamste Teilchen der Welt. Auf der Jagd nach dem Neutrino» sein anschauliches Panorama des eigenen Forschungsfeldes. Lise Meitner soll ihn verlesen. Doch sie ist wieder mal zu schüchtern, also übernimmt Hans Geiger das. Und trägt den im Dezember 1930 versammelten Physikern vor, was ihr Kollege Wolfgang Pauli sich so denkt.
Spanien im Zeichen der Wohnungsnot, Portugal im Bann von Ronaldo
Wer in diesen Tagen portugiesische Nachrichtensendungen sah, konnte glauben, dass die Wartelisten für Operationen in staatlichen Spitälern passé seien, dass alle Menschen im Land endlich in bezahlbaren Wohnungen lebten und von ihren Salären oder Pensionen gut über die Runden kamen. In den Medien drehte einige Tage lang sich alles Fussball-Superstar Cristiano Ronaldo (bekannt als «CR7»), weil er sich mit Nationaltrainer Jorge Jesus überworfen hatte.
Ungeniessbaren Zutaten in den parlamentarischen Debatten
Für unselbständig Erwerbende soll pro Kopf ein Betrag von bis zu etwa 4'000 Franken durch das Unternehmen, das sie anstellen will, aufgebracht werden. Dabei fällt insbesondere der Ausdruck «Ausgleichmassmassnahme» auf. In der Schweiz belaufen sich die Arbeitskräfte aus der EU mit tertiärer Ausbildung, also einem Universitäts- oder Fachhochschulabschluss, auf 46%. Bei den Ärztinnen und Ärzten sind es 41% aller in der Schweiz tätigen Mediziner/innen.
Diese Welt ist nicht in Ordnung
Mona Hatoum: «Fossil Folly», 2023. (Alle Bilder © Mona Hatoum) Seit Juni 2017 ist Konrad Bitterli Direktor des Kunst Museums Winterthur. Auf Ende Jahr tritt er zurück. Die letzte von ihm kuratierte Ausstellung in Winterthur ist mit der 1952 in Syrien geborenen, in London lebenden Mona Hatoum einer international prägenden Persönlichkeit gewidmet.
Das Violinkonzert von Sibelius
Die Musik ist so virtuos wie romantisch in der Grundstimmung, von grosser rhythmischer Eindringlichkeit wie von unwiderstehlichem lyrischem Zauber. In seinen Memoiren erinnert sich Sibelius: «Die Geige hatte mich ganz in ihren Bann geschlagen; zehn Jahre lang war es mein frommster Wunsch gewesen, ein grosser Geigenvirtuose zu werden.» Dies ist ihm mit der Komposition seines Violinkonzertes auch gelungen.
Gewinnt Trump die Wahlen in Brasilien?
Es wird sehr knapp für den linken brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva. Das Bild zeigt ihn am 26. September an einer Wahlveranstaltung in São Miguel Paulista bei São Paulo (Keystone/AP/Allison Sales) In Lateinamerika hat der Wind längst gedreht. Das einst «linke» Süd- und Mittelamerika gibt es nicht mehr. Mehrere wichtige Länder wie Argentinien, Peru, Kolumbien, Chile, Bolivien, Paraguay und Ecuador sind auf Trumps Linie geschwenkt. Fällt nun auch noch die linke Bastion Brasilien?
Eine saftige Klatsche zum Schluss
Letzte Meinungsumfragen hatten den Gegnern der Initiative noch einen Sieg von 63 Prozent vorausgesagt. Dass es jetzt sogar 70,2 Prozent sind, ist umso beeindruckender als dem Ja-Komitee etwa zweieinhalb Mal so viel Geld im Abstimmungskampf zur Verfügung stand. Allein Blocher hat vier Millionnen Franken aufgeworfen. Die Niederlage Blochers ist für ihn und die SVP umso schmerzvoller, weil kein einziger Kanton, nicht einmal ein SVP-freundlicher Kanton, die Vorlage nur annähernd angenommen hat.
De Falla: El Amor Brujo
De Falla: El Amor Brujo: Grace Bumbry Zu deutsch heisst der Titel dieses Balletts «Liebeszauber». Manuel de Falla (1876-1946) komponierte es 1915. Das Werk gibt es – nicht zuletzt aufgrund seiner Beliebtheit – in mehreren Fassungen. Am bekanntesten ist die Fassung für eine Mezzosopran-Stimme und grosses Orchester. Die Handlung spielt in Andalusien im Zigeunermilieu. Heute spielt in den Konzertsälen eigentlich nur diese Fassung eine Rolle.
Ständeratsmehrheit sagt zu allem Nein!
Einige Wenige finden es heikel für unsere viel gerühmte Demokratie, dass gut ein Viertel der Bevölkerung der Schweiz von der politischen Mitbestimmung ausgeschlossen ist. Mit einer Ausnahme ist der Ständerat gegen die Volksinitiative «Für ein modernes Bürgerrecht». Deren Forderungen gehen den Parlamentariern zu weit.
Das Versagen unseres staatspolitischen Systems
Schweiz: Im Jahr 2013 war sich die Bundespolitik so weit einig, dass die veralteten F-5-Kampfjets ersetzt werden müssen. Im Volk war dies jedoch noch nicht so klar. Nach einer Evaluation entschieden sich die Bundesbehörden für den schwedischen Gripen.
Richter pfeift Trump zurück
Richter Timothy Kelly entschied am frühen Donnerstag, dass der Entzug der Presseausweise ohne ein verfassungsrechtlich ausreichendes rechtsstaatliches Verfahren erfolgt sei. Die vorläufige Anordnung gilt zunächst für 14 Tage. Damit können die Journalisten der drei Medien vorerst wieder auf dem Gelände des Weissen Hauses arbeiten. Die Entscheidung kommt nur wenige Stunden vor einem geplanten Treffen Trumps mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping.
Überwachung auf Knopfdruck
Manchmal beginnt es mit einer Nachricht auf Telegram oder WhatsApp. Der Absender scheint die angeschriebene Person zu kennen. Er weiss etwas über ihre Arbeit oder gibt sich als Mitarbeiter eines technischen Dienstes aus. Nach mehreren Nachrichten folgt eine Datei. Sie sieht möglicherweise wie eine vertraute Anwendung aus oder enthält einen Inhalt, den das Opfer tatsächlich erwartet. In einem dokumentierten Fall wurde sogar ein angeblicher MRT-Befund verschickt.
Der Kriegsverbrecher und der Prahlhans
Der Kreml-Diktator verfolgt ein klares Ziel. Fast hilflos schauern wir seinem Treiben zu. Er will die Nato in die Knie zwingen. In der Ukraine will er den totalen Sieg. Mit dem Donbass wird er sich nicht begnügen. «Alles Unsinn», sagen die Putin-Versteher, die Salvinis und die Cinque Stelle mit Giuseppe Conte, die Weidels und Wagenknechts. Und auch weite Teile der Linken. Oder ein Blauäugiger wie Blocher.
Doom Boom – viel Lärm um die Machina sapiens
Der apokalyptische Ton aus den KI-Labors Aus den KI-Labors erhebt sich neuerdings ein apokalyptischer Ton.[2] Nach einer Sturm-und-Drang-Phase der Maschinenintelligenz überbieten sich nun ihre Entwickler in düsteren Szenarien. Es sind nicht Atompilze, die in den Himmel steigen. Das Ungemach ist unsichtbar. Die KI-Systeme sind zu Problemlösungen in der Wissenschaft fähig, die offenbar jenseits des Menschenmöglichen liegen.
Den Elefanten im Raum nennt niemand
Das Lesen bereitet zunehmend Mühe – fast ein Drittel erreicht das Grundniveau nicht (Foto: Keystone/Gaëtan Bally) Wir sind gut. Und wir werden schlechter. Das klingt wie ein Widerspruch. Ist es aber nicht. Die Schweiz liegt bei PISA weiterhin über dem OECD-Durchschnitt. Gleichzeitig sinken die Leistungen der 15-Jährigen in Lesen und Mathematik. Lehrbetriebe berichten von wachsenden Lücken bei Lernenden. Gut sein genügt nicht, wenn es jedes Jahr ein bisschen weniger gut wird.
Die KI, die in Gaza Zehntausende Menschen tötet
Yuval Abrahams und Rachel Szors Dokumentarfilm heisst «NAZA». Der Begriff ist auf Hebräisch im Jargon der IDF ein Akronym für Kollateralschaden und bedeutet das Verhältnis zwischen einer Zielperson und der Zahl Zivilisten, die bei einer Attacke getötet werden dürfen. So bedeutet 15 NAZA bei der für die Erfassung von Zielen in Gaza zuständigen Truppe, dass es erlaubt ist, ausser der Zielperson bis zu 15 unschuldige Menschen zu töten.
Pressefreiheit à la Trump
CNN-Reporterin Betsy Klein (Keystone/AP/Jose Luis Magana) Donald Trump hat seine Drohung wahrgemacht. Weil CNN kritisch über ihn und seine Amtsführung berichtet, wurde CNN-White-House-Korrespondentin Betsy Klein der Zugang zum Weissen Haus verwehrt. Ihre Akkreditierung wurde beschlagnahmt. Das hinderte Betsy Klein nicht, weiter über Trump zu berichten – jetzt von ausserhalb des Weissen Hauses. CNN ist nicht der einzige Sender, den Trump aus dem Weissen Haus warf.
Show More
loading
Actions
Is this you?
As a journalist, you can create a free Muck Rack account to customize your profile, list your contact preferences, and upload a portfolio of your best work.Get in touch with Heiner
Contact Heiner, search articles and posts on X, monitor coverage, and track replies from one place.
Learn more about Muck Rack