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Articles by Helen Roth
Klaus Kinski: Was bleibt vom Mythos des genialen Cholerikers?
Klaus Kinski als Francisco Manoel da Silva im Film „Cobra Verde“ (1987) von Werner Herzog. Die Dreharbeiten fanden unter anderem in Ghana statt. Die Augen wild aufgerissen, der Mund zur bloßen Fratze verzerrt, die blonden Haare gleich einer Löwenmähne vom Kopf abstehend – Klaus Kinski war ein Schauspieler von wortwörtlich ungeheurer Intensität und ein Mann, dessen gleißenden Wutausbrüche zum Mythos wurden.
Vom Alpha-Mann bis zum Soft Boy: Wie wir uns Männlichkeit heute vorstellen
Was macht Männer zu Männern? Francesco Vezzolis Idee zeigt den antiken Jüngling Antinous als Rockstar, eine Installation beim Kunstmarkt Frieze London 2023. Wann ist ein Mann ein Mann? Diese Kernfrage stellte Ruhrpott-Legende Herbert Grönemeyer 1984 in seinem Song „Männer“. Der Sänger und Schauspieler setzt sich dabei spielerisch und ironisch mit stereotypen Rollenbildern von Männlichkeit auseinander.
Warum Erwachsene LEGO lieben – und LEGO damit ein großes Geschäft macht
LEGO ist längst kein reines Spielzeug für Kinder mehr. Das Unternehmen wächst deutlich, seit es die Wünsche von erwachsenen Fans in den Fokus nimmt. Beinahe jeder Mensch hat eine Schatztruhe in sich, die voller schöner Kindheitserinnerungen ist: zum Beispiel, das geliebte Schmusetier, das einem durch so manche unruhige Nacht geholfen hat, das leuchtend lackierte Fahrrad, auf dem man zum ersten Mal ohne Stützräder gefahren ist oder eine Kiste voller bunter LEGO-Steine.
Franz Burda: Der „Mann fürs Bunte“ und seine politische Geschichte
Er war neben Axel Springer der bedeutendste Verleger der deutschen Nachkriegszeit: Franz Burda gründete die Verlagsgruppe Burda. Er wurde am 24. Februar 1903 im badischen Philippsburg geboren und verstarb am 30. September 1986 in Offenburg. Franz Burda wollte vor allem Unternehmer sein. Einer, der neue Geschäftsfelder entdeckt, Zeitschriften produziert und seinen Verlag wachsen lässt. Mit Politik, so das Image, hatte das möglichst wenig zu tun. Doch dieses Bild greift zu kurz.
40 Jahre „ALF“ – Hinter den Kulissen war längst nicht alles „Null Problemo“
Am 22. September 1986 wurde Fernsehgeschichte geschrieben: Aus dem heiteren Nichts krachte ein Raumschiff in die Garage der Familie Tanner. Heraus barg die biedere Familie ein zottiges Wesen mit lange Schnauze und losem Mundwerk. Sein Name: ALF, eine Abkürzung für englisch Alien Life Form. Schnell avancierte der ungebetene Hausgast vom Planeten Melmac mit seiner besonderen Vorliebe für Katzen zu einem der berühmtesten Aliens der Fernsehgeschichte.
Biene Maja: Die überraschende Geschichte hinter dem Kinderklassiker
„In einem unbekannten Land, vor gar nicht all' zu langer Zeit ...“ – kaum jemand, der das Lied nicht auf Anhieb weiter singen könnte. Karel Gotts Titelmelodie, die kleine freche Biene und ihr Freund Willi: Für viele gehört die „Biene Maja“ zu den Kindheitserinnerungen schlechthin. Am 9. September 1976 flimmerte die Zeichentrickserie erstmals über deutsche Fernsehbildschirme. Doch Maja ist deutlich älter.
Mine „Killer“: Die Freiheit, sich selbst neu zu erfinden
„Ich killte mich selbst – aber das war Arbeit, harte Arbeit.“ Im Titelsong ihres sechsten Studioalbums „Killer“ formuliert Mine Veränderung mit einem ungewöhnlich drastischen Bild. Gemeint ist damit allerdings kein radikaler Schnitt mit der eigenen Vergangenheit. Vielmehr geht es um die Frage, welche Teile der eigenen Persönlichkeit und der eigenen künstlerischen Identität noch tragen – und welche man verändern kann.
Wie Dolly Parton ein gespaltenes Amerika zusammenhielt
Dolly Parton war weit mehr als eine Country-Legende – sie war eine Ausnahmekünstlerin, auf die sich ein gespaltenes Land einigen konnte. Von Kirchenchören bis Queer-Partys in Manhattan, von Radioshows in kleinen Städten bis zum Hollywoodfilm: Kaum jemand verband Amerika so mühelos wie sie. Ihre Musik spendete Trost, Mut und Witz zugleich. Überdies gilt sie als erfolgreichste Country-Sängerin aller Zeiten. Partons Präsenz war so sichtbar wie ihre Songs, schillernde Auftritte ihr Markenzeichen.
Rio Reiser: Warum seine Songs nicht alt werden
Am 20. August 1996, starb Rio Reiser mit gerade einmal 46 Jahren. Er führte ein so bewegtes Leben, es hätte wohl für mehr als eines gereicht: Schauspieler, Punkrocker, Hausbesetzer, Poet – die Liste ließe sich mühelos fortsetzen. Und doch kam sein plötzlicher Tod viel zu früh, nicht nur für seine Fans von damals. Auch dreißig Jahre später fällt die musikalische Lücke auf, die er hinterlassen hat.
Wie der Wein die Kultur des Südwestens geprägt hat
Mehr als nur Genussmittel: Der Wein ist im Südwesten Deutschlands Ausdruck einer jahrtausendealten Kulturgeschichte. Dass Geschichte mitunter eine recht trockene Angelegenheit ist, kann in diesem Fall wirklich nicht behauptet werden – geht es doch um das Kulturgetränk Wein, dass im Südwesten Deutschlands nicht nur die Landschaft, sondern auch das Leben der Menschen seit Hunderten von Jahren prägt.
Cosy Crime: Fünf Tipps zum Einstieg
Ab dem 21. Juli ermittelt Sherlock Holmes in der Hörspielsatire „Sherlock Holmes in Rio“ des brasilianischen Autors Jô Soares bei ARD Sounds und trifft damit einen Nerv der Zeit. Mord in idyllischer Wohlfühlatmosphäre klingt zwar erst einmal nach einem Widerspruch. Doch genau das macht den Reiz von Cosy Crime aus. Statt blutiger Tatorte, skrupelloser Serienkiller und Schockeffekte stehen clevere Rätsel, skurrile Figuren und charmante Schauplätze im Mittelpunkt des derzeit boomenden Genres.
250 Jahre USA: Welche Rolle Amerika-Häuser heute spielen
Wenn die Vereinigten Staaten am 4. Juli ihre Unabhängigkeit feiern, erinnern auch zahlreiche deutsch-amerikanische Zentren an die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung von 1776. Das 250. Jubiläum fällt allerdings in eine Zeit, in der die USA in Europa so kontrovers diskutiert werden wie lange nicht. Die zweite Präsidentschaft Donald Trumps, politische Polarisierung und Debatten über den Zustand der amerikanischen Demokratie prägen den Blick auf das Land.
Die Macht von Meta: Wie Facebook und Instagram unsere Kultur verändern
Politik trifft Plattformmacht: US-Präsident Donald Trump und Meta-Chef Mark Zuckerberg beim Treffen mit Tech-Unternehmern im Weißen Haus am 4. September 2025 in Washington. Ein Roman wird zum Bestseller, weil ihn plötzlich tausende von Menschen auf TikTok in die Kamera halten.
Warum uns Wale faszinieren: Von Moby Dick über Free Willy bis zum Wal Timmy
Monatelang bewegte ein einzelner gestrandeter Wal die Menschen. Tausende fieberten mit seinem Schicksal mit, teilten Videos, stritten über Rettungsversuche und trauerten, als das Tier schließlich verendete. Rund um Wal Timmy oder Hope, wie das Buckelwalweibchen auch genannt wurde, zeigte sich erneut: Kaum ein Wildtier löst weltweit so starke Emotionen aus wie der Wal. Doch diese Faszination ist älter als soziale Medien.
100 Jahre Marilyn Monroe Der harte Weg zur prägendsten Hollywood-Kunstfigur
Stand: 01.06.2026 • 06:41 Uhr Ihre Stimme, ihr Gang und ihr Lächeln machten die Hollywood-Schauspielerin zur globalen Ikone. Doch vieles daran war erlernt und inszeniert. Wie entstand dieser Mythos, und warum wirkt er bis heute? Sie war der Inbegriff von Sexyness, Weiblichkeit und Hollywood. Das Lächeln, die hauchende Stimme, der schwungvolle Gang, ein weißes Kleid über dem U-Bahn-Schacht - all das prägte das Bild Marilyn Monroe. Doch Norma Jeane Baker musste erst lernen, Marilyn Monroe zu werden.
Frida Kahlo: Warum sie bis heute berührt
Ein Streit um Frida-Kahlo-Werke bringt die mexikanische Künstlerin erneut in die Schlagzeilen. Warum ihre Kunst bis heute weltweit berührt – und was oft übersehen wird. Auf Geldscheinen, in Museen, auf Taschen und T-Shirts. Frida Kahlo ist überall – und nahezu immer eine Schlagzeile wert. So auch jetzt: Mehrere Gemälde der mexikanischen Malerin aus der Sammlung Gelman Santander sollten, neben Werken anderer Künstler wie Diego Rivera, dauerhaft nach Spanien überführt werden.
Queere Kunst der ersten Stunde Warum Frida Kahlo mehr Menschen denn je berührt
Stand: 18.04.2026 • 08:04 Uhr In Mexiko ist sie inzwischen eine zentrale Identitätsfigur - weltweit wird sie als Ikone gefeiert: die Malerin Frieda Kahlo. Ihre Kunst wirkt heute aktueller denn je. Aber was genau fasziniert daran so? Sie finden sich auf Geldscheinen, in Museen, auf Taschen und T-Shirts: Frida Kahlos markante Gesichtszüge zieren in Mexiko und anderen Ländern viele Gegenstände des täglichen Gebrauchs.
Frida Kahlo – Queere Kunst der ersten Stunde
Helen Roth, SWR, tagesschau, 16.04.2026 • 18:10 Uhr
Wie inszeniert Kunst Sexarbeit? – Blickmacht, Voyeurismus und Verklärung
Sexarbeit ist in der Kunstgeschichte allgegenwärtig – und doch selten aus der Perspektive der Betroffenen erzählt. Die Ausstellung „Sex Work – Eine Kulturgeschichte der Sexarbeit“ in der Bundeskunsthalle Bonn stellt genau diese Frage in den Mittelpunkt: Wer blickt eigentlich – und wer wird betrachtet? Denn Kunst bildet nicht einfach Realität ab. Sie prägt unseren Blick.
5 Figuren, mit denen Hape Kerkeling Deutschland seziert hat
Wenn Hape Kerkeling mit dem neuen Kinofilm „Horst Schlämmer sucht das Glück“ eine seiner bekanntesten Figuren zurückbringt, ist das mehr als ein nostalgischer Reflex. Kerkeling war nie nur Komiker, sondern ein genauer Beobachter sozialer Rollen. Seit Formaten wie „Total Normal“ (ab 1989) arbeitet er mit Masken, die zwar als Witzfiguren gelesen werden können, bei genauerem Hinsehen aber mehr Versuchsanordnungen beziehungsweise Sozialstudien sind.
William Shatner wird 95 – Der unsterbliche Captain Kirk
„Scotty, beam mich hoch“ – kaum ein Satz steht so sehr für Fernsehgeschichte, auch wenn er in Star Trek so nie gefallen ist. Er gehört zu Captain Kirk, dieser Mischung aus Draufgänger, Entscheider und ja, gelegentlich auch charmantem Regelbrecher. Gespielt wurde er von William Shatner, der am 22. März 2026 95 Jahre alt wird. Dass beide bis heute so präsent sind, liegt nicht nur an dem gegenwärtig allumfassende Trend zur Nostalgie.
10 Frisuren, die Geschichte schrieben, und was sie bedeuten
Ob lang, kurz, frisch rasiert, glatt oder auffällig gelockt – Haare sind nie nur Stilfrage. Sie erzählen von Schönheit und Begehren, von Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Seit Jahrtausenden sind sie eine Art universelle Sprache: Wer wir sind beziehungsweise wie wir gesehen werden wollen – das zeigen wir allzu gern auf unserem Kopf. Genau davon erzählt die Ausstellung „Haar – Macht – Lust“ in der Kunsthalle München.
Fotografin Sibylle Bergemann: Sie interessierte der Rand der Welt
Unbeirrt und klar, beinahe trotzig schaut die gerade mal 19-jährige Katharina Thalbach in die Kamera. Mit Baskenmütze, gepunkteten Halstuch und einer lässig gehaltenen Zigarette in der Hand, erinnert die Schauspielerin an eine Französin der 1930er-Jahre. Das Porträt wirkt zufällig, wie eine Momentaufnahme und ist doch bei näherem Hinsehen präzise inszeniert. Die Bildsprache ist poetisch, das fehlende Lächeln verleiht der Aufnahme Tiefe.
Die Ästhetik der Anpassung: NS-Kunst zwischen Markt, Macht und Museum
Wenn heute von wachsendem Interesse an NS-Kunst die Rede ist, geht es meist um steigende Preise, spezialisierte Galerien und private Sammler. Schnell entsteht der Eindruck eines neuen Trends. Der Münchner Kunsthistoriker Christian Fuhrmeister widerspricht dieser Dramatisierung jedoch entschieden. Für ihn ist das Thema „eher ein Dauerphänomen“, das immer wieder sichtbarer werde – „kein besonderer Peak“.
Sieben Ernährungstrends, die unsere Gesellschaft spiegeln
Ein Power-Riegel auf dem Sprint zum nächsten Meeting, ein Protein-Shake vorm Training, eine bunte Superfood-Bowl als Beweis der Selbstliebe auf dem gemütlichen Sofa. Essen ist längst mehr als Nahrungsaufnahme: Es wird zum Ausdruck von Lifestyle, Moral und Selbstoptimierung. Der Umweltredakteur Sebastian Moritz beobachtet diese Entwicklungen auch auf der BIOFACH in Nürnberg. Auf der weltweit größten Messe für ökologische Konsumgüter zeigen sich Trends, die unseren Alltag längst prägen.
2026 ist UN-Jahr der Landwirtin - Warum Frauen in der Landwirtschaft lange übersehen wurden
Sie melken Kühe, bewirtschaften Felder, organisieren Betriebe – und bleiben doch oft unsichtbar. Obwohl Frauen laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) rund 39 Prozent der weltweiten landwirtschaftlichen Arbeit leisten, erfahren sie bis heute strukturelle Benachteiligung. Die UN haben deshalb 2026 zum Internationalen Jahr der Landwirtin erklärt. Ein symbolischer Akt, der jedoch auf tief sitzende Probleme verweist.
Grimme-Preis 2026: Nominierungen und Kritik am deutschen Fernsehen
Das Grimme-Institut hat die Nominierten für den Grimme-Fernsehpreis 2026 bekannt gegeben. Insgesamt wurden aus über 750 Einreichungen 71 Produktionen ausgewählt. Die Nominierungen verteilen sich auf die Bereiche Fiktion, Information & Kultur, Unterhaltung sowie Kinder und Jugend.
7 satirische Stimmen, die das Trump-Jahr erträglich gemacht haben
Zu ernst sind die politischen Folgen, zu ermüdend die Dauerskandale, zu vertraut der Ausnahmezustand. Humor scheint fehl am Platz, und doch hatte die Satire dieses Jahr ein Allzeithoch. Comedians, Karikaturist*innen und Internet-Kollektive haben Trump nicht verharmlost, sondern seziert: mit Zeichnungen, Stimmen, Bildern und Pointen. Satire wurde dabei weniger zum Witz als zur Gegenwehr, zur emotionalen Notbremse in einer überfordernden Gegenwart.
Wie Hildegard Knef ihr Leben zu Literatur machte
Stand: 28.12.2025 07:49 Uhr Hildegard Knef war Chansonniere, Schauspielerin und Diva. Sie machte ihr Leben radikal zu literarischem Stoff, lange bevor Autofiktion zum Begriff wurde. Darin war sie ihrer Zeit weit voraus. 100 Jahre alt wäre Hildegard Knef am 28. Dezember geworden. Vieles an ihr ist bis heute präsent: die raue Stimme, das Chanson, die Skandale. Sie war die Trümmerfrau, die sich zu Deutschlands letzter großer Diva aufschwang.
100. Geburtstag Hildegard Knef im Gespräch mit Daniela Sannwald
Audio 100. Geburtstag Hildegard Knef im Gespräch mit Daniela Sannwald Stand: 25.12.2025 10:13 Uhr
Jane Austen: Warum ihre Romane im Kino und in Serien weiterleben
Sechs Romane, ein paar Fragmente und Briefe – mehr hat Jane Austen literarisch nicht hinterlassen, als sie 1817 mit gerade mal 41 Jahren starb. Trotzdem gehört die Britin heute zu den einflussreichsten Autorinnen der Weltliteratur. Zum 250.
25. Album von Pippo Pollina vereint die Familie – Mit Faber und Madlaina im Studio
Pippo Pollina, 1963 in Palermo geboren, ist ein Mann der Gegensätze – ein Wanderer zwischen den Welten. Als politisch engagierter Journalist deckte er einst die Verstrickungen der Mafia auf, bevor er sich der Musik zuwandte und als Cantautore internationale Erfolge feierte. Heute lebt er zwischen Sizilien und der Schweiz und bleibt sich in seiner Kunst treu. Als Cantautore lässt er politische Haltung und persönlichen Erfahrungen in seine poetische Musik fließen.
Udo Kier: Der Grenzgänger, der die deutsche Kunstszene elektrisierte
Kier war kein klassischer Schauspieler. Er war Erscheinung, Projektionsfläche, performatives Ereignis – ein Grenzgänger zwischen Film, Kunst und Performance. Seine künstlerische Präsenz war in Deutschland tief verwurzelt und weit über die Leinwand hinaus spürbar.
Neil Young wird 80: Wie der „Godfather of Grunge“ seit Jahrzehnten aufklärt und inspiriert
Mit der Gitarre in der Hand durchkreuzt er seit sechs Jahrzehnten die Welt der Musik – immer wachsam, immer engagiert. Neil Young mischt sich ein, wann immer Demokratie, Umwelt oder Gerechtigkeit bedroht sind. Seine Songs sind mehr als Melodien: Sie sind klare Statements gegen Krieg, für Menschenrechte und gegen die Zerstörung der Natur. Neil Percival Young wurde am 12. November 1945 in Toronto, Kanada, geboren.
KI macht Pumuckl wieder hörbar - und Synchronsprechern Sorgen
Pumuckl lacht wieder – so, wie ihn viele aus ihrer Kindheit kennen. Im neuen Kinofilm „Pumuckl und das große Missverständnis“ klingt der Kobold fast wie früher. Möglich macht das Künstliche Intelligenz. Kabarettist Maximilian Schafroth leiht dem Kobold seine Stimme – die per KI so verändert wird, dass sie fast exakt so klingt wie die des legendären Schauspielers und Synchronsprechers Hans Clarin, der Pumuckl seit den 1960er-Jahren in Hörspielen und im Fernsehen gesprochen hatte. Der starb 2005.
Künstliche Intelligenz: Warum Pumuckls Stimme Sorgen auslöst
Stand: 30.10.2025 17:19 Uhr Im neuen Pumuckl-Film klingt der Kobold fast wie früher - dank Künstlicher Intelligenz. Während bei Fans Nostalgie aufkommt, sind Synchronsprecher berunruhigt. Steht die Branche vor einem Wandel? Ein leises Kichern, ein schelmisches "Hurra!" - und schon ist man wieder mitten in der herrlich unaufgeräumten Werkstatt von Meister Eder. Nicht nur die liebevoll nachgebaute Kulisse lässt die Herzen von Nostalgie-Fans höher schlagen.
Was fesselt an der Welt von früher?
Fans dürften stilecht bereits ihr seidenes Spitzentaschentuch griffbereit haben – und sicherlich eine gute Tasse Tee für die Nerven. Mit dem dritten Kinofilm heißt es endgültig Abschied nehmen von Familie Crawley und ihrer Dienerschaft, die dem Publikum über ein Jahrzehnt ans Herz gewachsen ist. Seit 2010 begeistert die britische Serie weltweit – mit Liebe, Intrigen, Verlusten und historischen Umbrüchen. Die Idee und die meisten Drehbücher stammen von Julian Fellowes.
Mario Adorf wird 95: Fünf Rollen, die Filmgeschichte geschrieben haben
Ob im Kino, im Fernsehen oder auf der Bühne: Mario Adorf begeistert sein Publikum seit Jahrzehnten. Über 200 Rollen hat er im Laufe seiner Karriere gespielt – von düsteren Verbrechern über schillernde Exzentriker bis zu warmherzigen Patriarchen. Geboren 1930 in Zürich als Sohn einer Deutschen und eines Italieners, wuchs Adorf in Mayen in der Eifel auf. Nach ersten Theatererfahrungen in Mainz und München begann er bald, auch im Film aufzufallen.
Konstantin Wecker über Rausch, Reue und Poesie
„Zurzeit geht es überhaupt nicht. Und ich hoffe sehr, dass es vielleicht irgendwann wieder ein bisschen geht. Aber das ist schon sehr traurig.“ Mit diesen Worten beschreibt Konstantin Wecker den Verlust des Klaviers, seines wichtigsten Instruments. Eine Polyneuropathie nimmt ihm das Spiel – ein tiefer Einschnitt. Die genaue Ursache für die geschädigten Nerven ist noch nicht geklärt. Wecker selbst führt sie auf seinen jahrelangen Alkoholkonsum zurück.
„The Klimperclown“: Helge Schneider verfilmt sein Leben zum 70. Geburtstag
Statt großer Feiern zum runden Geburtstag überrascht Helge Schneider mit einem neuen Film: „Helge Schneider – The Klimperclown“. Der Film über Schneiders Leben startete am 6. August 2025 in den deutschen Kinos. Seit dem 19. August ist er auch in der ARD Mediathek abrufbar. Helge Schneider, der sich selbst als „Bindeglied zwischen Jazz und Quatsch“ bezeichnet, kehrt mit einem Selbstporträt auf die Leinwand zurück.
„The Klimperclown“: Helge Schneider verfilmt sein Leben zum 70. Geburtstag
Statt großer Feiern zum runden Geburtstag überrascht Helge Schneider mit einem neuen Film: „The Klimperclown“. Der Film über Schneiders Leben startet am 6. August 2025 in den deutschen Kinos. Ab dem 19. August ist sie auch in der ARD Mediathek abrufbar. Bei einigen ausgewählten Vorführungen wird Schneider persönlich anwesend sein. Helge Schneider, der sich selbst als "Bindeglied zwischen Jazz und Quatsch" bezeichnet, kehrt mit einem Selbstporträt auf die Leinwand zurück.
Wie Tobias Schmitz mit „eins.“ Klang und Gefühl verschmelzen lässt
Ein Flügel, eine Loopstation und Elektronik - kaum mehr braucht Tobias Schmitz, um seine architektonischen Klangwelten zu produzieren. Er ist Pianist, Komponist und Produzent in einer Person. Alles, was er bei seinem Solo-Projekt „EINS.“ spielt, entsteht live im Moment. Aber natürlich hat er große Teile davon schon im Voraus im Kopf. Doch immer bleibt auch Raum für Improvisationen und alles wirkt fließend. Was auf der Bühne entsteht, ist keine klassische Klaviermusik, aber auch kein Pop.
30 Jahre Elektrofestival Nature One: Wie ein Mega-Rave den Hunsrück veränderte
Wenn am ersten Augustwochenende wieder Zehntausende Elketrofans nach Kastellaun pilgern, verwandelt sich das Sechstausendseelen-Dorf im Hunsrück wieder in eine ganz eigene Welt. Wo sonst höchstens mal Traktoren die ländliche Ruhe stören, wummern nun vier Tage lang Bässe über die Mittelgebirgslandschaft in Rheinland-Pfalz. Das Epizentrum der Nature One liegt auf der stillgelegten Raketenbasis Pydna. Doch längst hat auch das Dorf selbst das Techno-Fieber gepackt.
Femen: Wer sie sind, was 2025 bleibt
Paris, März 2013. Vor dem Altar von Notre-Dame entblößen acht Femen-Aktivistinnen ihre Oberkörper. Auf ihren Brüsten steht: „Pope No More!“ und „Crisis of Faith“. Mit Kuhglocken und Megafonen feiern sie lautstark den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. Der barocke Kirchenraum hallt vom Lärm des Protests. Die Anwesenden sind fassungslos, Sicherheitskräfte greifen ein. Es ist eine der spektakulärsten Aktionen von Femen – und zugleich ein Wendepunkt.
Denis Villeneuve übernimmt Bond: Aber wer spielt die Hauptrolle?
Nun steht fest: Denis Villeneuve wird 2026 beim nächsten James-Bond-Film Regie führen. Die Wahl ist nicht ganz überraschend, zählt der Macher von „Sicario“ und „Dune“ derzeit zu den gefragtesten Hollywood-Regisseuren. Offen ist allerdings noch, wer den ikonischen Geheimagenten diesmal verkörpern wird. Die Gerüchteküche brodelt: Aaron Taylor-Johnson gilt gegenwärtig als Favorit, aber auch Henry Cavill, Regé-Jean Page oder James Norton stehen weiter im Raum.
Warum Jeff Bezos in Venedig heiratet: Hochzeit als Bühne der Mächtigen
Venedig, Juni 2025: Jeff Bezos heiratet Lauren Sánchez. Geplant ist eine dreitägige Zeremonie in Kirchen und Palazzi, dazu eine 127 Meter lange Mega-Yacht. Selbstredend dürfen auch prominente Gäste wie Leonardo DiCaprio oder Kim Kardashian nicht fehlen. Die Wahl des Ortes ist auch kein Zufall, die „Stadt der Könige“ ist längst zum Sinnbild für westliche Dekadenz geworden. Zudem zeigt der Medienrummel deutlich: Diese Hochzeit ist keine private Feier.
Rheinland-Pfalz: Familiennachzug: Geflüchtete Frau in Kirchberg bangt um Angehörige
Stand: 11.06.2025 06:00 Uhr Die Bundesregierung will für bestimmte Geflüchtete den Familiennachzug aussetzen. Einer Kurdin, die jetzt im Hunsrück lebt, bereitet das große Sorgen. Shirana Ali lebt seit etwa anderthalb Jahren im Hunsrück. Ursprünglich stammt sie aus Syrien. Doch während des Kriegs floh sie mit ihrer Familie in die Türkei. Dort sind immer noch ihr Ehemann, ihr Sohn und ihre jüngere, zwölfjährige Tochter. Im Gespräch mit dem SWR wirkt Shirana Ali nervös.
Der kleine Prinz aus der Wüste – Das Vermächtnis von Antoine Saint-Exupéry
Mitten in der Sahara stürzt ein Pilot ab. Die Maschine kaum mehr als ein Schrotthaufen, die Wasserflasche beinahe leer. Er ist allein im kilometerweiten Sand – bis ein Kind mit goldenen Lockenschopf auftaucht und ihn bittet: „Bitte, zeichne mir ein Schaf.“ So beginnt eines der meistgelesenen Bücher der Welt. Und doch ist die Erzählung „Der kleine Prinz“ weit mehr als ein modernes Märchen.
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