Politik lebt von Glaubwürdigkeit und dem Gespür für den richtigen Zeitpunkt. Genau daran mangelt es den Landtagsfraktionen von CSU, Freien Wählern und SPD offenbar gerade. Während Bayern bei Familien- und Krippengeld kürzt, beim Pflegegeld spart und Beamte auf ihre Tariferhöhung länger warten müssen, gönnen sich Bayerns Abgeordnete ab Juli ein Plus von 4,1 Prozent. Formal ist das korrekt, politisch aber ein unglückliches Signal. Die Begründung, man wolle keine „Symbolpolitik“, wirkt weltfremd.