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Articles by Nina Schieben
Gefahrenquelle Kreisverkehr: Radfahrerin und Autofahrerin kollidieren in Falkensee
Bei Guiliana sitzt der Schock noch tief. Am Montag, 12. Oktober, kurz nach 18 Uhr, stößt die 17-Jährige beim Überqueren des Zebrastreifens am Kreisverkehr an der Bahnhofstraße/Dallgower Straße in Falkensee mit einer Autofahrerin zusammen. „Ich bin fast gestürzt, konnte mich zum Glück aber noch halten“, erzählt sie der MAZ. Die Autofahrerin sei davongefahren, ohne sich nach dem Zustand der Jugendlichen zu erkundigen . Guilianas Vater machte den Vorfall in einem Facebook-Post öffentlich.
„Jenseits der Spree“: ZDF-Krimi dreht in Falkensee
ZDF-Krimiserie MAZ Inhalte als bevorzugte Quelle markieren — dann erscheinen unsere Artikel häufiger in Ihren Google-Schlagzeilen.Inhalte in den Google-Schlagzeilen bevorzugen? Falkensee. Es kommt nicht alle Tage vor, dass Falkensee als Kulisse für Filme und Serien herhält. Am Donnerstag, 15. Oktober, war das jedoch der Fall.
Herzschwäche in Brandenburg: In drei Regionen sind Menschen besonders betroffen
Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Brandenburg an der Havel: In diesen drei Regionen erkranken die Menschen besonders häufig an einer Herzschwäche, die auch als Herzinsuffizienz bezeichnet wird. Ein Zufall sind die regionalen Unterschiede nicht, wie der neue „Gesundheitsatlas Herzinsuffizienz“ der AOK nun zeigt. Denn zwischen der sozialen Lage von Menschen und der Herzgesundheit besteht ein Zusammenhang – und alle drei brandenburgischen Regionen zählen landesweit zu den sozial schwächsten.
Verbraucherzentrale warnt vor betrügerischen Online-Anbietern für Heizöl und Co.
Kurz bevor die Heizungen wieder hochgedreht werden, warnt die Verbraucherzentrale Brandenburg vor betrügerischen Geschäften im Internet mit Heizöl, Pellets und Kaminholz . Denn was als vermeintliches Schnäppchen lockt, kann schnell zu einem teuren Betrugsfall werden Das zeigt eine Beschwerde eines Mannes bei der Verbraucherzentrale Brandenburg: Er bestellte 3000 Liter Heizöl und überwies dafür, wie vom Anbieter verlangt, eine 50-prozentige Anzahlung in Höhe von rund 1500 Euro.
Außergewöhnliche Immobilien in Brandenburg: Diese acht Gebäude suchen neue Eigentümer
Wie der alte Fritz auf der Sonnenterrasse des eigenen Schlosses residieren? In Brandenburg ist das kein Problem – solange das notwendige Kleingeld mitgebracht wird. Neben zahlreichen historischen Gebäuden, die heute ungenutzt sind, warten auch einige moderne Immobilien auf eine neue Zukunft. Diese acht besonderen Fundstücke befinden sich derzeit auf dem Brandenburger Immobilienmarkt.
Brandenburg: Psychisch bedingte Fehltage steigen seit Jahren stark an – eine Berufsgruppe sticht deutlich hervor
Es trifft besonders die Callcenter-Angestellten, doch nicht nur: Psychisch bedingte Krankheitsmeldungen nehmen in Brandenburg weiter zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine regionale Auswertung des „Fehlzeiten-Reports 2026“ der AOK. Im Zeitraum von 2016 bis 2025 stiegen die Fehltage wegen psychischer Erkrankungen bei AOK-versicherten Beschäftigten um 54 Prozent an. Gleichzeitig gingen die Fehltage insgesamt zurück. Die Auswertung zeigt auch, dass nicht alle Berufsgruppen gleichermaßen betroffen sind.
Mehr als 190.000 Euro: Eurojackpot-Knaller in Oberspreewald-Lausitz
Glückspilze sprießen zurzeit auch in Brandenburg. Ein Lotto-Spieler aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz darf sich über einen Gewinn in Höhe von 190.248,90 Euro im Eurojackpot freuen. Fünf Richtige brachten dem brandenburgischen Online-Tipper bei der Ziehung am vergangenen Freitag (2. Oktober) die sechsstellige Gewinnsumme ein.
Brandenburg unter den Top 3 der ängstlichsten Länder Deutschlands: Geldsorgen dominieren
Zwar sind die Brandenburger weniger ängstlich als noch im letzten Jahr, doch im Bundesvergleich liegen sie weiterhin weit vorne: Das geht aus der R+V-Studie „Die Ängste der Deutschen“ hervor, die jährlich durchgeführt wird. Der Durchschnitt aller abgefragten Ängste liegt in Brandenburg bei 42 Prozent – vier Prozent mehr als der bundesweite Durchschnitt, der bei 38 Prozent in der aktuellen Studie liegt.
Pferdewetten : Ja, wo laufen sie denn?
O bwohl das erste Rennen noch eine Stunde hin ist, hat Hubertus Gasch seine Aufgaben fast schon alle erledigt. Vor ihm, auf dem weißen Plastiktisch, an dem er in der ersten Reihe mit bester Sicht auf die Rennbahn sitzt, liegen neben einem kleinen Fernglas ein Kugelschreiber und ordentlich aufeinandergelegte Papierblätter, auf denen es vor kleingedruckten Zahlen nur so wimmelt. „Die Starterliste“, sagt Gasch.
Grundeinkommen für Künstler: Irland macht es vor
Wie geht es der Kultur? Gar nicht so schlecht, könnte man sagen, zumindest kommt man in die Versuchung, wer sich den diesjährigen Kulturetat des Bundes vor Augen führt: 2,57 Milliarden Euro – eine Steigerung von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr und Vorvorjahr. Ist die Kultur vielleicht gar nicht das untergehende Schiff, als das sie hierzulande allenthalben angesehen wird?
IWomen Without Men in Arte Mediathek: Erschreckend aktuell
In diesen Tagen ist es nahezu unmöglich, einen iranischen Film nicht vor dem Hintergrund der aktuellen Kriegsgeschehnisse anzusehen. Das gilt auch für „Women Without Men“, der 2009 erschienen ist und von April an in der Arte-Mediathek läuft.
ARD-Radiofeature „Überreichtum“: Von wegen, Vermögen tut allen gut
Die Vorstellung, dass der Wohlstand von vermögenden Personen und Unternehmen durch Investitionen, neue Arbeitsplätze und Konsum bis in die unteren Gesellschaftsschichten durchsickert und schließlich allen zugutekommt, hält sich hartnäckig – obwohl die Realität ein gegenteiliges Bild zeichnet. Doch Überreichtum ist nicht nur ein sozioökonomisches Problem, sondern vor allem ein politisches, erklären die Autorinnen Gilda Sahebi und Kristin Langen in ihrem ARD-Radiofeature „Überreichtum“.
Weiter Schreiben: Ein Programm für Literaten im Exil
Die Hilflosigkeit, die sie am ganzen Körper spürte, als sie im Dezember 2022 aus Iran nach Deutschland geflüchtet war, hat Atefe Asadi nicht vergessen. „Ich hatte das Persische, meine Schreibinspirationen und alles verloren, was meine Arbeit zuvor getragen hatte“, sagt die 31-Jährige, die als Autorin und Übersetzerin in Hannover lebt. Zu dem Zeitpunkt schien es ihr unmöglich, „eines Tages einen kleinen Schritt innerhalb der Exilliteratur zu machen“.
Podcast „Die Lieblingsschülerin“ über Missbrauch: Dann kam die SMS vom Lehrer
Schulen sollten Orte sein, an denen sich junge Menschen wohl und sicher fühlen können. Doch in der Wirklichkeit sind auch sie nicht frei von emotionalem und sexuellem Missbrauch, meist durch männliche Lehrer gegenüber Schülerinnen. In Debatten über die Probleme an deutschen Schulen werden oft technische Aspekte wie der chronische Lehrermangel, marode Sporthallen oder die stockende Digitalisierung beanstandet. Lehrer-Schüler-Beziehungen erhalten seltener Aufmerksamkeit.
Goethe-Institut: Warum wurde ein Programm für Künstler im Exil eingestellt?
Am Mittwoch vergangener Woche sollten im Berliner Kunsthaus Acud palästinensische Künstler bei einer Lesung auftreten. Der Abend war lange geplant als Teil der Reihe „Goethe-Institut im Exil“, eines der wenigen Kulturprogramme des Goethe-Instituts (GI) im Inland.
Kommt in unsere Arme: auf dem Romantasy-Ball
Noch ist nicht viel los auf der Tanzfläche des großen, schummrig beleuchteten Saals, an dessen Wänden grelle Blitze zucken und feuerspeiende Drachen vorbeifliegen. Zwei Elfen trauen sich trotzdem. Sie fassen sich an den Hüften und bewegen sich mit kleinen Schritten zur Streichmusik, die knisternd aus den Boxen kommt. Die in Gold und Grün glitzernden Flügel der Tanzenden wippen im Takt. Sie sind an dem Abend nicht in der Münchner Isarpost, sondern im Königreich Navarre.
Serien des Monats: Heated Rivalry, Banksters, Oderbruch 2 und mehr
Worum geht’s: Ein Flugzeug stürzt auf einer unbewohnten tropischen Insel ab. Zwei Dutzend Kinder und Jugendliche, alles Jungs, überleben körperlich unverletzt. Und müssen in dieser Adaption von William Goldings Coming-of-Age-Roman „Herr der Fliegen“ zusehen, wie sie auf sich gestellt zurechtkommen – vor allem auch miteinander. Heimlicher Star: der Dschungel auf der kleinen Insel, von dem es den Anschein hat, als würde er mit gelassener Neugier beobachten, was die Jungs mit und in ihm veranstalten.
"56 Days" Serie bei Amazon Prime: Toxisches Schweigen
Manchmal macht es mehr Sinn, Geschichten von hinten zu erzählen als von vorn. So auch im Fall der Thriller-Serie „56 Days“, die auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman der Autorin Catherine Ryan Howard basiert: In einer Badewanne wird eine Leiche entdeckt, wobei die an der Wasseroberfläche schwimmende Glibbermasse eher an ein zerfasertes Kunstwerk erinnert.
Räume des Übergangs: Nicht jede Grenze ist gleich
E s gibt Kindheitserinnerungen, die ihren eigentümlichen Zauber auch dann nicht verlieren, wenn sich die Wahrnehmung verändert. Meine ist diese: Nullerjahre, der Sommerurlaub an der französischen Küste steht an. Ich sitze mit meiner Familie im vollbepackten Auto, meine Schwester und ich hinten auf der Rückbank, meine Eltern vorne. Die Autobahn vor uns ist fast leer, draußen löst sich die Dunkelheit auf; es ist noch Nacht, aber nicht mehr lang.
Pflegebedürftige Geflüchtete: Endlich ein fast normaler Alltag
Einen Rollator vor sich herschiebend betritt Tatjana R. den Besprechungsraum der Gemeinschaftsunterkunft „Refugium“. Die 70-jährige Ukrainerin, die nur mit ihrem Vornamen in der Zeitung stehen will, ist in Begleitung des Hausmeisters, der kurzfristig für die Sprachmittlung eingesprungen ist. Erst seit drei Tagen lebt sie hier, erzählt sie, doch ihre Flucht nach Berlin vor dem russischen Angriffskrieg liegt bereits zwei Jahre zurück.
Jugendberatungshaus in Berlin-Neukölln: Von wegen „faule Jugend“
Es ist ein Donnerstagvormittag im Jugendberatungshaus Neukölln in der Glasower Straße. John* betritt den schlauchförmigen, langgezogenen Raum Büroraum und lässt sich auf einen Stuhl sinken und packt einen Schreibblock aus seinem Rucksack. Vor Kurzem hat der 26-Jährige ein Studium begonnen: Tourismusmanagement. Auf Vermittlung des Jobcenters kommt er seit dem Sommer regelmäßig hierher, ins Jugendberatungshaus in Neukölln. Damals suchte John Unterstützung bei der Wahl eines passenden Studiengangs.
Projekte von geflüchteten Ukrainerinnen: Tausche Tegel gegen Kunst
Wenn es in dem kahlen Raum nicht die Kunst gäbe, könnte man sich hier schnell verloren vorkommen. An der Wand hängen Bilder, auf denen Handabdrücke und Pflanzenmotive auf blauem Papier zu sehen sind – eine alte fotografische Technik, die sich Eisenblaudruck (oder in der Fachsprache „Cyanotypie“) nennt. Auch Keramikfiguren sind ausgestellt: ein Seestern und ein Seepferd, ein großer und ein kleiner Hase, eine blau-gelbe Vase in den Farben der Ukraine.
Stolperstein-Rundgang in Charlottenburg: Spazieren hilft gegen Vergessen
Eingepackt in warme Wintermäntel drängen sich am Sonntagvormittag etwa 40 Menschen am Amtsgericht Charlottenburg um eine Bronze-Skulptur. Sie stellt „übereinanderliegende, ermordete Menschen“ dar, wie Evelyn Krause-Kerruth von der Initiative Stolpersteine erzählt. Menschen, die nicht mehr aussehen wie solche, weder wie lebende noch wie tote.
Begegnungsstätte Stille Straße in Pankow: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg
taz | Die gute Nachricht zuerst: Die Stille Straße 10, eine Begegnungsstätte für Senior*innen in Berlin-Niederschönhausen, wird im kommenden Jahr voraussichtlich in ihren Räumlichkeiten bleiben können – und im besten Fall auch darüber hinaus. Das soll fortan ein Nutzungsvertrag zwischen dem zuständigen Bezirksamt Pankow und dem Förderverein Stille Straße 10 regeln, der aber noch zwischen den beiden Parteien verhandelt werden muss.
Linkes Podcast-Kollektiv: Sounds gegen die Vereinzelung
taz | Ein Vormittag in einer Dachgeschosswohnung in Berlin-Kreuzberg, Arbeitstreffen beim Kollektiv Audiokombinat. Jürg Meister – „Jürg wie Jürgens, nur ohne das -ens“ – wirft einen Blick auf die Uhr. „Okay, Leute, wir müssen weitermachen. Seid ihr so weit?“, fragt er in Richtung des geschwungenen Sofas mit den lila Polstern, auf dem es sich die anderen fünf Mitglieder des Kollektivs bequem gemacht haben.
Töchter-Demo in Berlin: Das Problem mit dem weißen Mann
Während der Berliner Feierabendverkehr die Straßen verstopft und in der CDU-Bundesgeschäftsstelle langsam die Lichter ausgehen, versammeln sich vor dem Gebäude immer mehr Menschen, vor allem: Mädchen und Frauen. Manche sind noch so klein, dass sie von ihren Müttern getragen werden, andere sind mit Rollator da. Sie alle sind zur Demonstration „Wir sind die Töchter“ gekommen, zu der das Bündnis „Zusammen gegen Rechts“ sowie die Klimaaktivistin Luisa Neubauer aufgerufen haben.
Wenn Kinder zu Nazis werden: „Viele berichten, dass sie ihr Kind nicht wiedererkennen“
taz: Frau Prausner, was geht in den Eltern vor, die sich an Sie wenden? Eva Prausner: Die Eltern sind zu Beginn sehr belastet und haben sich in Auseinandersetzungen mit ihrem jugendlichen Kind stark aufgerieben. Sie haben oft alles Mögliche versucht, um mit ihrem Kind immer wieder in Kontakt zu kommen, aber erleben, dass die Versuche, das Kind zurückzuholen, blockiert werden. Hinzukommt, dass Jugendliche ab einem Punkt oft gar nicht mehr einsehen, warum sie diese Szene verlassen sollten.
Trans- und queere Communities: Protest gegen Kongress
Berlin taz | Am Samstag haben rund 200 Menschen gegen den von ihnen als transfeindlich eingestuften Kongress mit dem Titel „Youth Gender Distress“ protestiert, den die US-amerikanische Organisation Society for Evidence-Based Gender Medicine (SEGM) veranstaltet hat.
Kundgebung gegen Kürzungspolitik: Breiter Schulterschluss
Berlin taz | Während im Abgeordnetenhaus die erste Lesung des Entwurfs für den Doppelhaushalt 2026/27 stattfindet, haben sich davor nach Angaben des Paritätischen etwa 4.000 Beschäftigte versammelt. Grund für den Protest sind die drastischen Sparmaßnahmen des Senats, die Sozial- und Bildungseinrichtungen sowie die Kultur besonders hart treffen.
Camping boomt: Ein Platz zum Bleiben
S ilke Seidel hat einen Stapel alter Schwarz-Weiß-Postkarten vor sich ausgebreitet. „Liebe Grüße vom Springsee“, steht auf einer, auf einer anderen sind weidende Schafe und Zelte zu sehen. „Die älteste ist von 1908, die hat uns mal ein Dauercamper mitgebracht“, erzählt die Frau mit den rötlichen Haaren. „Dabei dachten wir lange, dass es uns erst seit 1923 gibt.“ Also, was heißt erst, korrigiert sich Seidel, das seien ja schließlich auch schon mehr als 100 Jahre.
Silvesterparty in Berlin: Bleigießen statt Blechen
Berlin taz | Viel zu feiern haben Berliner:innen dieses Jahr bislang nicht, jedenfalls nicht vor dem Hintergrund der klammen Landeskassen. Seit Monaten schon spart und kürzt der schwarz-rote Senat zuverlässig – und das nun auch bis zum letzten Kalendertag. Denn die traditionelle Silvesterparty am Brandenburger Tor wird dieses Jahr voraussichtlich nicht stattfinden. Am Mittwoch hat der bisherige Veranstalter endgültig abgesagt.
Bürgergeldempfängerin in Berlin: Wenn das System versagt
Berlin taz | Sahra R. steht vor einem maroden Mehrfamilienhaus in Reinickendorf. In einer 38 Quadratmeter kleinen Wohnung im zweiten Stock lebt sie mit ihrem vierjährigen Sohn und ihren zweijährigen Zwillingen. Der Blick der 32-Jährigen geht hoch zum Fenster mit Katzenschutznetz, durch die Scheibe schaut ihre Tochter herunter und winkt. „In einer halben Stunde muss ich wieder hoch zu den Kindern“, sagt die Frau mit den dunklen Augen und der festen Stimme.
Berliner Landeshaushalt 2026 und 2027: Berlin bling bling
Berlin taz | Der Berliner Landeshaushalt für die Jahre 2026 und 2027 wird massiv aufgestockt. In beiden Jahren will das Land 43,8 beziehungsweise 44,6 Milliarden Euro ausgeben, aktuell sind es gerade mal 40 Milliarden. Das sieht der am Dienstag vom schwarz-roten Senat beschlossene Entwurf für den kommenden Doppelhaushalt vor. Weder noch. Finanzsenator Stefan Evers (CDU) betont, dass sich das Land in einer „extrem angespannten Haushaltslage“ befindet.
Der Berliner Senat und die Bezirke: Ein Tropfen auf dem heißen Stein
Berlin taz | Grundsätzlich ist das erst einmal eine gute Nachricht: Der Berliner Landeshaushalt für 2026/27 soll nicht noch mehr gekürzt, sondern mit 2 Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich aufgestockt werden. Ein Großteil davon soll in die soziale Infrastruktur der Bezirke fließen. Das verkündete der schwarz-rote Senat Ende vergangene Woche. Am Dienstag will dieser den Doppelhaushalt beschließen.
Gentrifizierung in Berlin: Kämpfen für eine solidarische Stadt
Berlin taz Es ist wuselig, auf der Wrangelstraße in Kreuzberg am Mittwochabend. Kinder malen mit Kreide, Erwachsene trinken Bier und essen Linsensuppe vom „Kiosk der Solidarität“. Es wird gelacht, gequatscht, gesungen. Die belebte Straße erinnert an ein offenes Wohnzimmer, in dem man sich ungezwungen aufhalten und wohlfühlen kann. Und Gemeinschaft erfährt, auch das.
Klage vor Berliner Verwaltungsgericht: „Strukturelles Problem“
Berlin taz | Dass die Klage des jüdischen Studenten Lahav Shapira gegen die Freie Universität Berlin, die am Dienstagmorgen vor dem Berliner Verwaltungsgericht verhandelt wird, keine kleine Sache ist, zeigt sich nicht zuletzt im gut gefüllten Presse- und Zuschauerbereich. Von einer „großen Bedeutung“ der Klage, der „einige rechtliche Fragen aufwirft“, spricht zum Auftakt der Verhandlung auch der Vorsitzende Edgar Richter Fischer.
Solidarisierung mit Maja T. in Berlin: Antifa goes Auswärtiges Amt
Berlin taz | Auf den ersten Blick scheint vor dem Auswärtigen Amt am Montagvormittag alles wie immer: normales Berliner Verkehrschaos, brummende Bauarbeiten. Doch ein Blick auf die gegenüberliegende Straßenseite, auf den schattigen Platz am Werdescher Markt überzeugt vom Gegenteil. Denn dort befindet sich seit Sonntag das Aktionscamp „Rettet Maja“, das von einem breiten antifaschistischen Bündnis zur Solidarisierung mit der in Ungarn inhaftierten, non-binären Antifaschist*in Maja T.
Umstrittene Bürotürme in Kreuzberg: Nichts ist im grünen Bereich
Berlin taz | Bauen, bauen, bauen, egal was, egal wo: Wenn es nach dem schwarz-roten Senat geht, gilt das auch für den beliebten Gleisdreieck-Park in Kreuzberg. Auf einem Gelände nahe des U-Bahnhofs Gleisdreiecks droht das Großbauprojekt „Urbane Mitte“. Die Rede ist von voraussichtlich sieben Bürohochhäusern, die bis zu 90 Meter in den Himmel ragen werden. Die Planungen für das Bauvorhaben gehen munter voran.
Aus für Grundschule in Berlin-Kreuzberg: Soziales Gefüge wird plattgemacht
Berlin taz | Kinder sind bekanntlich Krachmacher. Das weiß spätestens seit Dienstagmorgen auch die Senatsfinanzverwaltung, nachdem sich vor ihrem Hauptsitz an der Klosterstraße in Mitte kurz nach 10 Uhr mit Rasseln und Trommeln rund 200 Grundschüler:innen der Reinhardswald-Grundschule samt Eltern, Lehr- und Erziehungskräften versammelten. Ihr Ziel: CDU-Finanzsenator Stefan Evers eine Petition in die Hand zu drücken, in der der langfristige Erhalt des Grundschulstandorts in Kreuzberg gefordert.
Rechtsextremismus in Berliner Behörden: Führungszeugnis reicht
Berlin taz | Die Frage nach dem Umgang mit aktiven AfD-Mitgliedern im öffentlichen Dienst stellt sich nicht erst seit der Hochstufung der AfD als gesichert rechtsextremistisch durch den Verfassungsschutz Anfang Mai. Mit dem Urteil wird diese Frage jedoch unumgänglich – nur was folgt konkret daraus? Das möchte der Grünen-Abgeordnete Ario Mirzaie von der für Landesbedienstete und Tarifbeschäftigte verantwortlichen Senatsverwaltung für Finanzen in einer Anfrage wissen.
Machtmissbrauch vor Gericht: Kleiner Erfolg für #MeToo
Berlin taz | Alles sei wie im Drehbuch abgelaufen. In der geprobten Szene ereignet sich ein Konflikt zwischen Vater und Tochter, bei dem es zu physischen Gewaltanwendungen kommt. So auch die Ohrfeige, die der Vater der Tochter verpasst. „Die habe ich mit einer Handbewegung nur angedeutet“, sagte der vorgeladene Zeuge am Freitagmittag vor dem Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg.
Kürzungen an der FU Berlin: Kein Geld für Afrika
Berlin taz | Ausnahmsweise sitzen die rund 30 Studierenden der Kunstgeschichte der Freien Universität Berlin am Donnerstagmittag nicht für eine Vorlesung im Hörsaal. Vielmehr geht es um die Zukunft ihres Studiengangs, der möglicherweise bald schon ohne seinen bundesweit einzigartigen Afrika-Schwerpunkt auskommen muss. Denn feststeht: Entweder die Professur für Architekturgeschichte oder die Professur für die Kunst Afrikas wird künftig gestrichen.
Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts: Vielfalt bleibt erlaubt
Berlin taz | Eine Pride-Flagge im Hort einer Grundschule in Berlin-Köpenick darf hängenbleiben. Das hat das Berliner Verwaltungsgericht am Mittwoch entschieden. Gegen das Hissen der Fahne hatte ein Elternpaar geklagt, dessen Tochter an der Schule die zweite Klasse besucht. Die Eltern und ihre Tochter sahen im Aufhängen der Flagge einen Verstoß gegen die staatliche Neutralitätspflicht und verlangten von der Schule, die Flagge abzuhängen.
Deutsche Wohnen & Co enteignen: Rahmen ohne Inhalt
Berlin taz | Am Wochenende haben CDU-Fraktionschef Dirk Stettner und SPD-Fraktionschef Raed Saleh „Eckpunkte“ des sogenannten Vergesellschaftungsrahmengesetzes vorgestellt. Es soll die Grundlage für mögliche Vergesellschaftungen in zentralen Bereichen der Daseinsvorsorge bilden sowie „Grundsätze der erforderlichen angemessenen Entschädigung“ formulieren. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll dann bis Ende des Jahres ins Abgeordnetenhaus eingebracht werden.
Demos für queere Sichtbarkeit: Die Pride-Paraden brauchen uns - jetzt
BERLIN taz Die aufgeheizte Stimmung rund um den Marzahn Pride hat nur teilweise mit der Mittagshitze am Samstag zu tun. Sorge macht im Vorfeld auch, dass sich außerdem ein Neonazi-Aufmarsch angemeldet hatte, der sich explizit gegen den CSD richtet. Die mehr als 1.000 LGTBIQ+-Personen und ihre Verbündeten ziehen also nicht nur für queere Sichtbarkeit über die Allee der Kosmonauten – sondern auch gegen die reale Bedrohung durch Rechtsextreme.
: Die Pride-Paraden brauchen uns - jetzt
BERLIN taz Die aufgeheizte Stimmung rund um den Marzahn Pride hat nur teilweise mit der Mittagshitze am Samstag zu tun. Sorge macht im Vorfeld auch, dass sich außerdem ein Neonazi-Aufmarsch angemeldet hatte, der sich explizit gegen den CSD richtet. Die mehr als 1.000 LGTBIQ+-Personen und ihre Verbündeten ziehen also nicht nur für queere Sichtbarkeit über die Allee der Kosmonauten – sondern auch gegen die reale Bedrohung durch Rechtsextreme.
Prozess gegen Lieferdienst Wolt: Immer diese Einzelfälle
Berlin taz | Der Saal 334 des Berlin Arbeitsgerichtes war gut gefüllt am Donnerstag. Zahlreiche Gewerkschafter:innen, Vertreter:innen migrantischer Selbstorganisationen und Ex-Beschäftigte der Essenslieferdienste Wolt und Lieferando waren gekommen. Sie wollten der ehemalige Kurierfahrerin Sharma zur Seite stehen, die das App-basierte Unternehmen Wolt auf die Anklagebank gezogen hat. Die Klage lautete auf Lohnbetrug und systematische Auslagerung von Verantwortung an Subunternehmen.
Solidaritäts-Hungerstreik in Berlin: Von Berlin nach Budapest bis in die Türkei
Berlin taz | Rund 20 Personen, jüngere wie ältere, haben an diesem Mittwochvormittag auf flauschigen Sesseln und Holzstühlen im Café Karanfil in der Neuköllner Weisestraße Platz genommen. Die warmen Sonnenstrahlen, die in den Raum fallen, und der Duft von Chai können nicht über die Spannung hinwegtäuschen, die in der Luft hängt. Zum Kaffeekranz sind sie Anwesenden nämlich nicht gekommen.
Kommunaler Wohnungsbau in Berlin: Landeseigene verfehlen Ziele
Berlin taz | Der CDU- und SPD-geführte Berliner Senat hat seine Ziele beim kommunalen Wohnungsbau im vergangenen Jahr deutlich verfehlt. Das ergab eine schriftliche Anfrage der Linken. Lediglich die Hälfte der 6.500 geplanten Wohnungen wurde tatsächlich auch fertiggestellt, wie aus der Antwort des Senats für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hervorgeht.
„Offene Ateliers“ von Malerei über Plastik bis Fotografie
Donnerstag, 12.09.2019 - 00:00 1 min An zwei Septemberwochenenden finden in Mainz zum 27. Mal die „Offenen Ateliers“ statt. Fast 30 Künstlerinnen und Künstler aus Mainz nehmen teil an der landesweiten Aktion. Von Nina Schieben Vom Malen über das Aufhängen bis hin zum Verkauf: In den Künstleralltag eintauchen können Besucher der „offenen Ateliers“ in Mainz auch dieses Mal wieder (in Aktion: Sabine Steimer in der Zanggasse). Archivfoto: hbz/Michael Bahr MAINZ - Zum 27.
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