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Was als linkes, lautes Projekt am 17. April 1979 begann, ist mittlerweile eine unabhängige Qualitätszeitung und Institution der deutschen Presselandschaft. Taz ist ein richtiges Unternehmen und gleichzeitig Gegenöffentlichkeit. Das mag widersprüchlich scheinen – doch die tageszeitung lebt durch ihre Gegensätze, die Reibungen und Veränderung. Schließlich ist das Blatt selbst eine spannende Mischung aus relevanter Information, intelligenter Unterhaltung und Irritation. Täglich bringt der Verlag flache Hierarchien mit einer klaren Linie zusammen. Source
Von Frédéric Valin Das Wiederaufflammen des Nationalismus spielt bei der WM aktuell zumindest auf dem Platz eine untergeordnete Rolle: Ein Viertel aller beteiligten Spieler läuft nicht für ihr Geburtsland auf. Statt von Nationalmannschaften müsste man inzwischen wohl von Postnationalmannschaften sprechen. Insbesondere Frankreich spielt hier eine exponierte Rolle: 99 der nominierten Spieler sind auf französischem Boden geboren.
Deutsche haben ein Problem mit Lärm; das scheint international bekannt zu sein. Die britische BBC schrieb schon 2016 über das Phänomen, verknüpfte es mit Johann Wolfgang von Goethes Protesten gegen den Bau einer Kegelbahn sowie den Ohropax – einer Erfindung aus Berlin. Sogar über den Krach, den Kinder machen, so stellte man bei dem Sender erstaunt fest, würde man sich in Deutschland beschweren. Blickt man in die Internet-Community Reddit, so stoßen zahlreiche Expats in ein ähnliches Horn.
Die Grünen führen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vor: Weil die Ministerin noch immer nicht die Novelle für die dringend erforderliche Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorgelegt hat, haben sie aus einer geleakten Fassung selbst einen Gesetzentwurf zusammengestellt. Sie bringen ihn am Donnerstag in den Bundestag ein. Darin werden nur die zentralen Punkte behandelt, die für ein Beihilfeverfahren der EU erforderlich sind.
Die Rückkehr in die Heimat gehört zu den ältesten Erzählmustern überhaupt. Von „Der Zauberer von Oz“ bis zu „Der Herr der Ringe“ erzählt das Kino immer wieder von der Heimkehr als Erlösung oder langersehntem Ziel. Und die Urerzählung aller Heimkehrgeschichten, „Die Odyssee“, kommt dieser Tage immerhin in einer Interpretation von Christopher Nolan in die Kinos.
U S-Präsident Donald Trump will der Ukraine die Lizenz zum Bau von Patriot-Abwehrraketen erteilen. Das ist nicht viel mehr als ein Trosthäppchen für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zum Ende des Nato-Gipfels in Ankara. Die Nachricht kommt überraschend – nach all dem öffentlichen Theater, mit dem Trump in den vergangenen zwei Tagen von der Hauptsorge der europäischen Verbündeten, dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, ablenken wollte. Und wie so oft viel zu spät.
An den meisten Schulen im Land ist es gerade ruhig. Zwölf der 16 Bundesländer sind schon in den Sommerferien. Doch spätestens in ein paar Wochen müssen sich die Schulleiter:innen wieder fragen, wie sie zum neuen Schuljahr alle Fächer abdecken können. Im vergangenen Jahr blieben bundesweit Tausende Stellen unbesetzt. Dass sich das in diesem Jahr wiederholen dürfte, legen neue Daten zur Altersstruktur der gut 752.000 Lehrkräfte in Deutschland nahe.
Den Bundesparteitag der AfD konnten die Blockaden am Samstagfrüh nicht verhindern. An 12 Orten in und um Erfurt versperrten laut dem Bündnis Widersetzen insgesamt 17.000 Aktivist*innen physisch die Zufahrt zur Messehalle. Doch die AfD-Delegierten waren längst angereist, der Parteitag konnte pünktlich beginnen. In der rechten Bubble machte man sich lustig, dass die Linken wohl keine Wecker hätten, um früh genug aufzustehen. Auch einige Linke halten die Blockaden für gescheitert.
Männer weinen heimlich. Das sang jedenfalls mal Herbert Grönemeyer. Doch die Zeiten sind vorbei. Zumindest auf dem Stadionrasen dieser WM und drumherum. Seit Beginn des Turniers vergeht kaum ein Tag, an dem nicht die Tränen fließen. Erwachsene Männer in verschwitzten Trikots schluchzen, flennen, heulen, lassen ihre Tränen ungehindert über das Gesicht kullern. Aus Glück, Trauer, Frust, Erleichterung, Enttäuschung.
U S-Präsident Donald Trump lebt nicht in der realen Welt, sondern in seinen eigenen Fantasien. Zu diesen Hirngespinsten gehört, dass er glaubt, den eigenen Irankrieg einfach ignorieren zu können. Auf dem Nato-Gipfel in Ankara ließ er verlauten, dass er mit den Machthabern in Teheran nichts mehr zu tun haben wolle. Sie seien „kranke Leute“, und es sei „Zeitverschwendung, sich mit ihnen zu beschäftigen“.
Barbara Lodens „Wanda“ (1970) ist ein eindrucksvoller und ergreifender Film, der aus der Reihe tanzt. Vielleicht gerade auch deswegen, weil seine Protagonistin Wanda ihrerseits wenig tut, um die Handlung voranztreiben. Sie läßt den nach ihr benannten Film vielmehr über sich ergehen.