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Was als linkes, lautes Projekt am 17. April 1979 begann, ist mittlerweile eine unabhängige Qualitätszeitung und Institution der deutschen Presselandschaft. Taz ist ein richtiges Unternehmen und gleichzeitig Gegenöffentlichkeit. Das mag widersprüchlich scheinen – doch die tageszeitung lebt durch ihre Gegensätze, die Reibungen und Veränderung. Schließlich ist das Blatt selbst eine spannende Mischung aus relevanter Information, intelligenter Unterhaltung und Irritation. Täglich bringt der Verlag flache Hierarchien mit einer klaren Linie zusammen. Source
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Recent Articles
Search ArticlesDie Wahrheit: Škoda, Škoda!
J etzt, da die lauen Frühherbsttage uns knallhart verlassen, muss ich wieder an ihn denken. Was für ein Teil! Einfach clever. Und aus Tschechien. Der Großvater meines Mannes, genannt Opa Hannover, soll so einen besessen haben: einen Škoda-Trapez-Eiskratzer in der Tankklappe des Wagens.
Die Wahrheit : Zechen mit Tschechen
Ein Land mit Traditionen, man muss es nicht betonen, war Tschechien zeitlebens, hier wohnt man nicht vergebens. Das schaumgekrönte Helle steht da an erster Stelle. Es ist das Land der Brauer, Boheme und Happy Hour, weil ja die schlauen Tschechen am liebsten selber zechen. Man sieht sie sich enthemmen in brodelnden Kaschemmen, das Pilsner Urquell kippen, „Na zdravi!“ auf den Lippen, bis sie nach dem Betanken im Vollrausch heimwärts wanken.
„Heimatlos“ im Jüdischen Museum Wien : Den Österreichern, die nicht länger Österreicher sein durften
Am Anfang ist da eine grafische Darstellung in überdimensionaler Größe, sie hängt in einem kleinen Raum. Zu sehen sind beschriftete Kästen, Linien, die vorwärts weisen, aber auch Nebenwege aufzeigen. Die vielen Kästchen in runder und eckiger Form tragen Abkürzungen. Manche sind blau, andere rosa eingefärbt. Die Riesengrafik veranschaulicht den bürokratischen Prozess der Austreibung von mehr als einhunderttausend Menschen aus ihrer Heimat.
Reiches umstrittene Energiegesetze : Demo für die Energiewende
Ein Bündnis aus Kommunalpolitiker:innen, Branchen- und Umweltverbänden mobilisiert gegen die Energiegesetze von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Die Organisationen rufen unter dem Motto „Erneuerbare Energien – Ausbauen statt Ausbremsen“ für Freitagmittag zu einer Demonstration im Berliner Regierungsviertel auf. Dem Bündnis haben sich mehr als 300 Akteure der Energiewende sowie Verbände wie der BUND, der Nabu und der WWF angeschlossen.
Philosoph Ernst Bloch: Sozialismus braucht Utopie
D ie Nazis sprächen „betrügend, aber zu Menschen, die Kommunisten völlig wahr, aber von Sachen“. Dieser Satz stammt vom deutschen Philosophen Ernst Bloch, geschrieben in Zeiten der Weimarer Republik. Bloch lebte damals mit anderen Kunst- und Kulturschaffenden in der „Künstlerkolonie“ im Südwesten Berlins. Laut dem heutigen Künstlerkolonie e. V. waren während der Weltwirtschaftskrise 1929 drei Viertel von ihnen arbeitslos.
: Schlendern wie am Schnürchen
Jetzt bin ich also auch so eine. Acht Stunden oder länger im Büro, danach vielleicht noch ein Feierabendgetränk und dann ab ins Bett. Mehr ist da nicht drin. In diesem Trott, den ich so eigentlich nicht haben wollte und der mir auch nicht besonders gefällt, ist Sport ziemlich schlecht zu integrieren.
Antiimperialistische Demo in Berlin : Terror-Glorifizierung auf den Straßen
Zur „Down with colonialism!“-Demonstration am Abend des Jahrestages des Hamas-Massakers am 7. Oktober 2023 sind mehr Menschen gekommen als erwartet. Statt der angemeldeten 150 Teilnehmer:innen waren es laut Polizei 700 Menschen, die dem Aufruf von sich links positionierenden antiimerpialistischen Gruppen gefolgt sind. Um 19 Uhr setzte sich die Demonstration von Oranienplatz aus in Bewegung. Redebeiträge gibt es keine, mit der taz reden wollte auch niemand.
7. Oktober in Israel : „Wir mussten es einfach wissen“
Ein dunkler, glänzender Stein neben einer Bushaltestelle. Darauf ist ein Bild eingearbeitet: eine lächelnde Familie. Darunter stehen Namen und Daten, verschiedene Geburtstage, derselbe Todestag: 7. 10. 2023. Der Stein steht am Rande einer Schnellstraße, die zum Nova-Gelände führt. Hier, an dieser Stelle, wurde am Morgen des 7. Oktober 2023 beim Angriff der Hamas auf Israel Bar Zohar getötet, eine junge Frau, die kurz zuvor auf dem Nova-Festival getanzt hatte.
Jahrestag des 7. Oktober : Applaus am Bebelplatz, rote Hände am Checkpoint
Der 7. Oktober war ein Genozid, sagt Ron Prosor. „Ein Genozid an Juden und Israelis und nicht umgekehrt.“ Dafür erntet der Botschafter Israels tosenden Applaus. Hunderte haben sich am Mittwochnachmittag auf dem Bebelplatz in Berlin-Mitte versammelt, um drei Jahre nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 der Opfer des Massakers, der Geiseln, der Überlebenden und der Angehörigen zu gedenken. Das Motto: „Nie vergessen.
Aserbaidschan-Affäre : Der Ex-BND-Chef und seine Connections
August Hanning war bis zuletzt sehr umtriebig. Er war oft und gern gesehener Gast bei Empfängen ausländischer Botschaften und auf Konferenzen in Berlin. Vor allem bei Veranstaltungen von Ländern, denen immer wieder erhebliche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen wurden. Noch im August 2025 ließ sich der 80-Jährige in den Vorstand des Deutsch-Aserbaidschanischen Forums (DAF) wiederwählen.