Im Moment der Niederlage verfielen die Freunde, bei denen die Welt angeblich zu Gast war, in alte Gewohnheiten. Andrea Pirlo, der große Stratege mit dem Gesicht eines Melancholikers, hatte in der 119. Minute des WM-Halbfinales am 4. Juli 2006 den Pass gespielt, Fabio Grosso kühl vollendet, Deutschland lag 0:1 gegen Italien zurück – und alle auf den Rängen in Dortmund wussten: Es ist vorbei. Das 0:2 durch Alessandro Del Piero eine Minute später? Unerheblich.