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Articles by Raul Zelik
Mit Zohran zu Elif?
Divers, aber nicht »woke«: der Wahlkampf der Berliner Linken Die Sehnsucht nach New Yorker Verhältnissen scheint groß. Über kein anderes Stadtoberhaupt wurde in Berlin in den vergangenen Wochen so viel gesprochen wie über den demokratischen Sozialisten Zohran Mamdani, der seit Anfang des Jahres den »Big Apple« regiert.
Der Elefant im Raum
Für ein AfD-Verbot – und für Trumps imperialistische Kriege in Nahost: der CDU-Abgeordnete Roderich Kiesewetter (Mitte) Mit den Wahlen in Sachsen-Anhalt stellt sich wieder einmal die Frage: Wie den Faschismus stoppen? Die Ratlosigkeit ist groß. Das liegt allerdings auch daran, dass zwar über die Symptome des Rechtsrucks unablässig gesprochen, über die größeren Zusammenhänge aber erstaunlich wenig nachgedacht wird.
Die »Campists« machen mobil
Die US-amerikanische Linke streitet über einen Solidaritätsbrief mit iranischen Gefangenen. Involviert ist auch der in den USA aus politischen Gründen inhaftierte Mumia Abu-Jamal. In Teilen der internationalen Linken tobt dieser Tage eine eigenartige Schlacht.
Die Stimmung kippt
Durch die deutschen Industriebetriebe läuft eine Entlassungswelle. Mittlerweile kommen die Auseinandersetzungen auch bei den großen Autokonzernen an Nachdem die Sparpläne der deutschen Autokonzerne bisher auf vergleichsweise wenig Widerstand gestoßen sind, scheint die Stimmung in einigen Werken nun zu kippen.
US-Linke im Vorwahlkampf
Raul Zelik über die Politik der Democratic Socialists of America Lesedauer: 2 Min. Am Ende fehlten der sozialistischen Gouverneurs-Kandidatin Francesca Hong bei den Vorwahlen 3000 Stimmen. Bei den Vorwahlen für den Gouverneursposten im Bundesstaat Wisconsin haben die Democratic Socialists of America (DSA) am Dienstag ihre erste größere Niederlage einstecken müssen.
Die Linke vor Dilemma: schlimmer oder schlimmer
Von links nach rechts: Sven Schulze (CDU), Ulrich Siegmund (AfD) und Hendrik Lange (Die Linke) bei einer Wahlkampfdiskussion Nach der Landtagswahl am 6. September in Sachsen-Anhalt zeichnen sich zwei Szenarien ab, von denen man nicht recht weiß, welches schlimmer wäre: Scheitern die kleineren Parteien an der Fünf-Prozent-Hürde, könnte es der AfD für eine absolute Mehrheit reichen.
Leitartikel : Die Angst vor progressiver Politik
Die Rechte versucht, aus den Bildern aus Ceuta Profit zu schlagen – und die Mitte zieht mit, kritisiert Raul Zelik. Es wirkt wie eine konzertierte rechte Aktion: Auch fast eine Woche nach den Ereignissen von Ceuta, wo am Freitag etwa 60 000 Migrant:innen schwimmend die marokkanisch-spanischen Grenzanlagen überwanden, wird damit rassistische Panik geschürt. Das deutsche Nachrichtenportal «Nius» zeigt Bilder von am Strand betenden Migrant:innen und fantasiert von einer «islamischen Invasion».
No war, but class war
Politik Ukraine und Iran Die Ukraine greift die iranische Handelsflotte an, um den USA einen Gefallen zu tun. Normal in Zeiten sich ausbreitender Kriege. Lesedauer: 2 Min. Immerhin, das ist anders als 1914: Noch kann selbst im Kriegsgebiet gebadet werden. Hier ein Strand auf der Krim.
Gegen die Landnahme der Tech-Konzerne
Der Widerstand gegen das geplante Rechenzentrum im Bundesstaat Utah ist zum Symbol der US-Protestbewegung geworden. Von den weltweit etwa 1300 Groß-Rechenzentren (hyperscale data centers) steht fast die Hälfte in den USA. Zwar gelten die Staaten am Persischen Golf wegen billiger – fossiler und erneuerbarer – Energiequellen und geringer innenpolitischer Widerstände als Zukunftsregion der KI-Farmen.
Kontensperrung bei »The Canary«
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Dieses Jahrhundert bitte keine Lenkungseffekte
Hauptsache, »die Wirtschaft« brummt: Temperaturen in Toulouse, Südfrankreich. Während Frankreich unter der dritten Hitzewelle des Jahres und Temperaturen bis zu 44 Grad Celsius leidet, haben »führende Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik« in der »Welt« mit einem originellen Vorschlag aufgewartet. Angesichts der schwächelnden Konjunktur solle Deutschland seine Klimaziele um fünf Jahre verschieben.
»Die Sozialkürzungen sind ein Aufbauprogramm für die AfD«
Die rotgrüne Regierung ignorierte die Massenproteste – die Bewegung gegen die Hartz-IV-Reformen in den 2000er Jahren 2003 dauerte es eine ganze Weile, bis die Proteste gegen die Sozialkürzungen in Gang kamen. Frau Leidig, wie haben Sie den Anfang der Bewegung gegen die Hartz-IV-Reformen erlebt? Hartz IV erzeugte Existenzängste und erschuf damit einen riesigen Niedriglohnsektor. Leidig: Das ist gar nicht mehr so einfach zu rekonstruieren, denn im Internet ist das nur spärlich dokumentiert.
Gegen Gaskraftwerke und Rüstungsindustrie
Im November 2025 blockieren Ende Gelände und Palästina-Solidaritätsgruppen Gleise im Hamburger Hafen, um gegen Waffenlieferungen an Israel zu protestieren. »Die ökologische Krise ist der zentrale Klassenkonflikt des 21. Jahrhunderts«, schrieb der Wirtschaftshistoriker Matthias Schmelzer vor einigen Wochen in dieser Zeitung. Sprich: Im Kapitalismus sind die Kosten von Unwetterkatastrophen, Missernten und Wasserknappheit extrem ungleich verteilt.
Wachsende Kriegsgefahr im Baltikum
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Deutsche Provinzialität auf Social Media
Hätten wir ohne Social Media davon gehört? Antirassistische Klassenpolitik bei der französischen Linkspartei France insoumise und der neue Bürgermeister von Saint-Denis Bally Bagayoko Diese Woche wurde auf X mal wieder darüber debattiert, ob und warum auf X weiter debattiert werden sollte. Anlass war die Entscheidung von SPD, Grünen und Linke, die Plattform zu verlassen.
Showdown in Bogotá
Präsidentschaftskandidat*innen der kolumbianischen Linken: Aida Quilcué und Iván Cepeda Ausgerechnet in Kolumbien soll der Vormarsch der lateinamerikanischen Rechten gestoppt werden. Nachdem die progressiven Regierungen Argentiniens, Ecuadors, Boliviens, Chiles und Honduras’ durch Rechtsextreme ersetzt worden sind, macht sich die kolumbianische Linke Hoffnungen, das Präsidentenamt mit dem Kandidaten Iván Cepeda zu verteidigen.
Denunziatorischer Streberjournalismus
Im Zweifel einfach den Freund und Helfer fragen 1978, als vom Siegeszug der neoliberalen Rechten noch keine Rede war, schrieb der schwarze Soziologe Stuart Hall mit einigen Kollegen ein weitsichtiges Buch über »moralische Panik«. Große Medienhäuser und die konservative Partei hätten, so Hall, einen faschistoiden Rechtspopulismus in Großbritannien mehrheitsfähig gemacht.
Zwischen Aufbruch und Reaktion
Blick nach vorn vorbei an Trümmerlandschaften: Defa-Film »Die Mörder sind unter uns« mit Hildegard Knef Das erste Friedensjahr nach dem Zweiten Weltkrieg bricht an. Aber es ist ein brüchiger Frieden. Der Faschismus als herrschende Staatsgewalt ist besiegt; der Faschismus in den Köpfen setzt sich fort. Vorbei ist es auch mit dem kurzzeitigen Schulterschluss der alliierten Mächte im gemeinsamen Kampf gegen Nazi-Deutschland und seine Verbündeten.
Jüdisch, links, antinational
Demonstration des »Jüdischen Arbeiterbundes« im Revolutionsjahr 1917 Nach der Gaza-Debatte hat Die Linke nun einen Zionismuskonflikt. Dabei wird man allerdings den Eindruck nicht los, dass die Auseinandersetzung deutlich produktiver verlaufen könnte, wenn die Beteiligten besser auf dem Laufenden wären. Denn trotz umfangreicher Berichterstattung über jüdische und israelische Geschichte ist die Öffentlichkeit in zentralen Fragen erstaunlich schlecht informiert.
Papst Leo: Ein Fall für den Verfassungsschutz
Auch beim Besuch in Algerien wetterte der Papst in erster Linie gegen den Krieg. Lebte Papst Leo in Deutschland, wäre er ein Fall für den Verfassungsschutz. »Die imperialistische Besatzung der Welt wird von innen gebrochen«, versprach der Heilige Vater unlängst zu Ostern auf der Plattform X. »Die Gewalt, die bislang Gesetz gewesen ist, wird demaskiert.« Nicholas Potter, Experte für »die autoritäre Linke«, hat Aktivisten hierzulande angeblich schon für weniger bei den Behörden gemeldet.
Papst Leo XIV.: Ein Fall für den Verfassungsschutz
Auch beim Besuch in Algerien wetterte der Papst in erster Linie gegen den Krieg. Lebte Papst Leo in Deutschland, wäre er ein Fall für den Verfassungsschutz. »Die imperialistische Besatzung der Welt wird von innen gebrochen«, versprach der Heilige Vater unlängst in seiner Osterbotschaft. »Die Gewalt, die bislang Gesetz gewesen ist, wird demaskiert.« Nicholas Potter, Experte für »die autoritäre Linke«, hat Aktivisten hierzulande schon für weniger bei den Behörden denunziert.
"Amerikas Suez-Moment"?
Demonstration vor der US-Botschaft auf den Philippinen Während Deutschland über Spritpreise klagt und Israel trotz Waffenstillstand den Libanon bombardiert, kreist die internationale Debatte vor allem um das vom Iran-Krieg ausgelöste geopolitische Beben: Trotz erdrückender militärischer Übermacht ist es den USA und Israel nicht gelungen, den Mittleren Osten nach eigenen Vorstellungen neu zu ordnen.
Embargo gegen Kuba : Es bleiben nur noch Stille und Müll
Die USA blockieren Öllieferungen nach Kuba. Die Auswirkungen auf die Grundversorgung sind dramatisch. Der Karibikinsel droht der Kollaps. -15 +15 -15 / +15 Weil der Diesel für die Müllabfuhr fehlt, häuft sich auf den Strassen von Havanna der Abfall. Als «ausserordentliche Bedrohung» hatte US-Präsident Donald Trump Kuba Ende Januar bezeichnet – und allen Ländern Strafzölle angedroht, die die Karibikinsel mit Öl versorgen. Mexiko stoppte daraufhin seine Öllieferungen.
Ostermärsche: »Deserteure der Welt, steht zusammen«
Am »Schulstreik gegen Wehrpflicht« beteiligten sich zuletzt mehr als 50 000 Schüler in 150 Städten Die Frage, warum es bisher wenig Widerstand gegen Kriege und Militarisierung gebe, will der 17-jährige Phil Werring von der Initiative »Schulstreik gegen Wehrpflicht« so nicht stehen lassen. Gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht seien bei zwei Streiks jeweils 50 000 Schüler*innen auf die Straße gegangen, so Werring.
Ostermärsche: »Keine gute Seite«
Am »Schulstreik gegen Wehrpflicht« beteiligten sich zuletzt mehr als 50 000 Schüler in 150 Städten Die Frage, warum es bisher wenig Widerstand gegen Kriege und Militarisierung gebe, will der 17-jährige Phil Werring von der Initiative »Schulstreik gegen Wehrpflicht« so nicht stehen lassen. Gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht seien bei zwei Streiks jeweils 50 000 Schüler*innen auf die Straße gegangen, so Werring.
Nicht gleich nervös werden
Die Parteivorsitzenden der Linken Jan van Aken und Ines Schwerdtner Nach dem Antizionismus-Beschluss der niedersächsischen Linken ist die Aufregung wieder einmal groß. In einer Erklärung hatte der Landesverband vergangenes Wochenende »Ethnonationalismus und politischen Zionismus« als »Hinderungsgründe« für das friedliche Zusammenleben in Nahost bezeichnet.
Dreimal Migrantin
Beschäftigte beim Automobilzulieferer Hella in Lippstadt Ist von »wilden Streiks« die Rede, wird meistens an den Arbeitskampf im August 1973 bei Ford in Köln gedacht. Doch bereits einige Wochen zuvor hatten Tausende migrantische Arbeiter*innen im westfälischen Lippstadt gestreikt – beim Automobilzulieferer Hella. Zentrale Akteurin dieser Auseinandersetzungen war die damals 23-jährige Griechin Irina Vavitsa.
Ärger über Rüstungspläne bei VW
Bislang nicht sehr groß – Proteste gegen die Rüstungsproduktion bei VW in Osnabrück In der IG Metall wächst der Unmut über den mangelnden Widerstand der Gewerkschaften gegen die Aufrüstungspläne deutscher Konzerne. Nachdem die britische »Financial Times« (»FT«) diese Woche von einer geplanten deutsch-israelischen Rüstungskooperation im VW-Werk Osnabrück berichtete, melden sich nun zwei Dutzend IG-Metaller*innen mit dem Aufruf »Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft« zu Wort.
Linker Streit über Nahost: Nicht gleich nervös werden
Die Parteivorsitzenden der Linken Jan van Aken und Ines Schwerdtner Nach dem Antizionismus-Beschluss der niedersächsischen Linken ist die Aufregung wieder einmal groß. In einer Erklärung hatte der Landesverband vergangenes Wochenende »Ethnonationalismus und politischen Zionismus« als »Hinderungsgründe« für das friedliche Zusammenleben in Nahost bezeichnet.
Gewaltig, aber unzweckmäßig
Globale Folgen des Irankrieges: In Quetta, der Hauptstadt der pakistanischen Provinz Belutschistan, wird geschmuggeltes iranisches Benzin verkauft. Drei Wochen nach dem Überfall der USA auf den Iran wird weiter über die Motive Washingtons gerätselt. Denn immer deutlicher wird, dass der Krieg am Persischen Golf global unbeabsichtigte Folgen nach sich zieht.
Berechtigte Kritik - oder dubiose Unterstellungen?
UN-Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete Francesca Albanese »Wir, als Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und Institutionen, schreiben in Unterstützung Francesca Albaneses, der UN-Sonderberichterstatterin zur Menschenrechtslage in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten« - so beginnt ein Brief an die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Tschechiens und Österreichs, der heute exklusiv im »nd« erscheint.
Zehn Millionen in Geiselhaft
Schon länger Alltag: Stromausfälle auf Kuba Seit vier Jahren erinnert der »Deutschlandfunk« täglich daran, dass es sich beim Überfall Russlands auf die Ukraine um einen illegalen, völkerrechtswidrigen Angriffskrieghandelt. Man mag darüber streiten, ob es jedes Mal zweier Adjektive bedarf – aber nicht über die Aussage an sich. Umso irritierender, dass der Sender in Sachen Kuba einen ganz anderen Tonfall anschlägt. Vom Bruch des Völkerrechts ist hier nicht die Rede.
Südafrika: Apartheid ohne Ende
In Kapstadt hat sich an der rassistischen Segregation wenig geändert. Doch es gibt neue Kämpfe gegen die Ungleichheit. Kein «Recht auf Stadt»: Nach einer Zwangsräumung im Zentrum von Kapstadt. Auf den ersten Blick merkt man in Kapstadt wenig davon, dass die Fünfmillionenstadt zu den gewalttätigsten Metropolen der Welt zählt. Im Ausgehviertel Green Point prägen glitzernde Apartmenthäuser, ein strahlend blauer Atlantik und grüne Golfplätze das Bild.
Nationale Halluzination in Aragonien
Premierminister Pedro Sánchez (PSOE) mit Innenminister Fernando Grande-Marlaska nach den Unwettern vergangener Woche. Eigentlich hat Spaniens Sozialdemokratie in acht Regierungsjahren gar nicht so viel falsch gemacht. Gegen enorme Widerstände der Unternehmerverbände ist sie ein Bündnis mit Linken und Unabhängigkeitsparteien eingegangen. Sie hat Sozialreformen verabschiedet, sich vom rassistischen Diskurs der Konservativen abgegrenzt und Trumps Aufrüstungsforderungen widersprochen.
Abstoßende Machtelite
Der britische Labour-Vorsitzende Keir Starmer (r.) und sein Botschafter in den USA, Peter Mandelson im vergangenen Jahr Beim Epstein-Skandal geht es längst nicht mehr nur um die sexualisierte Gewalt, die mächtige Männer jungen Frauen aus prekären Verhältnissen angetan haben. Autor Anand Giridharadas umschrieb es im linken TV-Kanal Democracy Now mit den Worten, der Skandal habe den Charakter der Machteliten offenbart.
Abstoßende Machtelite
Der britische Labour-Vorsitzende Keir Starmer (r) und sein Botschafter in den USA, Peter Mandelson im vergangenen Jahr. Beim Epstein-Skandal geht es längst nicht mehr nur um die sexualisierte Gewalt, die mächtige Männer jungen Frauen aus prekären Verhältnissen angetan haben. Autor Anand Giridharadas umschrieb es im linken TV-Kanal »Democracy Now« mit den Worten, der Skandal habe den Charakter der Machteliten offenbart.
Bedingungen des Protests
Im sogenannten Sommer der Migration 2015 gab es in Deutschland auch eine Welle der Solidarität mit Geflüchteten. Ließe sich daraus auch Widerstand gegen Massenabschiebungen organisieren? In den sozialen Medien zirkulierte unter US-Linken jüngst ein Video, das eine ältere schwarze Rektorin vor dem Eingang ihrer Schule zeigte. Ihr gegenüber standen zwei voll vermummte, bewaffnete Beamte der ICE-Abschiebebehörde.
Regularisierung in Spanien: Ein politisches Lehrstück
Was in weiten Teilen Europas kaum vorstellbar wäre, ist der Linken in Spanien gelungen: eine fundamentale Besserstellung papierloser Migrant:innen. -15 +15 -15 / +15 Menschenwürde endlich anerkannt: Migrantische Arbeiter:innen im spanischen Almería. Bis zu 800 000 bislang illegalisierte Migrant:innen könnten in Spanien in den nächsten Monaten einen regulären Aufenthaltsstatus erlangen.
Es gibt kein kleineres Übel mehr
Was wird eigentlich aus dem »Westen«? Eine prophetische Platte aus dem Jahr 1982 Eines kann man dem italienischen Philosophen Sandro Mezzadra gewiss nicht unterstellen: mangelnde Produktivität. Mehr als 50 wissenschaftliche Texte und Bücher hat der 1963 in Savona geborene Mezzadra in den vergangenen fünf Jahren publiziert.
Keine Illusionen über Venezuelas Regierung
Nach der Entführung von Präsident Nicolás Maduro propagieren viele Linke weltweit den Schulterschluss mit der venezolanischen Staatsführung.
Keine Illusionen über Venezuelas Regierung
Nach der Entführung von Präsident Nicolás Maduro propagieren viele Linke weltweit den Schulterschluss mit der venezolanischen Staatsführung.
Nächstes Ziel: Kolumbien
Trump attackiert auch Venezuelas Nachbarn – das könnte die zerstrittene Linke dort einen Lesedauer: 5 Min. Kein anderes Land ist vom US-Angriff auf Venezuela so unmittelbar betroffen wie Kolumbien. Eng verwoben ist seit jeher ist das Schicksal der beiden Länder, die bis 1830 einen gemeinsamen Staat bildeten. Zunächst emigrierten jahrzehntelang bis zu fünf Millionen Kolumbianer*innen in den Erdölstaat.
Demokratische Planwirtschaft
Planungsdebatten vor der Verbreitung moderner Computertechnologie Von Marx’ Bonmot, Sozialisten sollten sich nicht den Kopf zerbrechen über »Rezepte für die Garküchen der Zukunft«, sprich über die Baupläne kommender Gesellschaften, hält Aaron Benanav wenig. Gerade wenn man eine von den Betroffenen selbst gestaltete Gesellschaft anstrebe, so der 42-jährige Wirtschaftshistoriker, brauche es doch Vorschläge, wie eine nicht-kapitalistische Wirtschaft organisiert werden könnte.
Die eigene Praxis befragen
Ein magischer Moment: Elke Kahr (KPÖ) gewinnt 2021 die Gemeinderatswahl in Graz. Klaus Dörre, als Soziologe lange Zeit zentrale Referenz der deutschen Gewerkschaftsforschung, hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt der Systemfrage zugewandt. 2019 versuchte er (gemeinsam mit Christine Schickert) den Begriff des »Neosozialismus« (Oekom-Verlag) zu etablieren, 2021 propagierte er in »Nachhaltigkeitsrevolution« (Matthes & Seitz) die Verbindung aus Klima- und Arbeitskämpfen.
Sympathie für die AfD: Mitte, aber rechts
Auch schon vor ihrer Entscheidung, AfD-Politiker zum »Fachaustausch« zu laden, war die Lobbyorganisation Die Familienunternehmer e.V. ein dubioser Verein. Verglichen mit der Stiftung Familienunternehmen, die vor allem die Superreichen organisiert, sind Die Familienunternehmer mit ihren 6500 Mitgliedern zwar nicht ganz so exklusiv.
Sympathie für die AfD: Mitte, aber rechts
Auch schon vor ihrer Entscheidung, AfD-Politiker zum »Fachaustausch« zu laden, war die Lobbyorganisation »Die Familienunternehmer e.V.« ein dubioser Verein. Verglichen mit der »Stiftung Familienunternehmen«, die vor allem die Superreichen organisiert, sind »Die Familienunternehmer« mit ihren 6500 Mitgliedern zwar nicht ganz so exklusiv.
Ukraine in der Karibik
Die Flugtracker-Bilder aus der Karibik von heute Morgen legen nah, dass ein US-amerikanischer Angriff auf Venezuela unmittelbar bevorsteht. Am Wochenende hatte die US-Luftfahrtbehörde FAA ausländische Fluglinien aufgefordert, den Luftraum über dem südamerikanischen Land zu meiden. Dem sind die meisten Unternehmen nun offenbar nachgekommen. Gleichzeitig ist seit heute ein Dekret der US-Regierung in Kraft, wonach das venezolanische »Cartel de los Soles« als Terrororganisation bewertet wird.
Das Ende von Antifaşist Gençlik
Im November 1994 endete in Berlin ein Prozess, der einige Parallelen zum aktuellen Antifa-Verfahren in Dresden aufweist: Auch damals stand eine siebenköpfige Gruppe vor Gericht, die sich mit einer gemeinsamen Prozessstrategie schwertat, auch damals hantierte die Staatsanwaltschaft mit denkbar schweren Anschuldigungen: Die Anklage lautete auf »gemeinschaftlich begangenen Mord«. Ausgangspunkt des Verfahrens war der Tod des 47-jährigen Rechtsextremen Gerhard Kaindl bei einer Antifa-Aktion.
Nepals Revolte gegen die politische Klasse
Im Himalaya-Staat Nepal begann der Aufstand mit Auseinandersetzungen ums Internet. Schon seit Jahren will die nepalesische Regierung Internet-Unternehmen stärker regulieren und besteuern. Vor diesem Hintergrund ließ Ministerpräsident K.P. Sharma Oli Anfang September 26 Plattformen sperren, weil diese sich nicht ordnungsgemäß registriert hatten. Viele Nutzer*innen waren hingegen überzeugt, es handele sich um Zensur.
Madagaskar - für Strom und Wasser
Im September begannen in Madagaskar wegen der häufigen Wasser- und Stromausfälle Massenproteste gegen die Regierung von Staatspräsident Andry Rajoelina. Dabei versammelten sich die Demonstrierenden oft direkt vor den Wohnhäusern führender Politiker. Die Polizei reagierte mit Repression: Innerhalb weniger Tage wurden 22 Personen bei Protesten getötet. Das wiederum führte zu Rissen innerhalb der Streitkräfte, die sich nicht länger an der Unterdrückung der Proteste beteiligen wollten.
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