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Articles by Reinhard Meier
Demokraten gewinnen beide Häuser im Kongress
Eine grosse Überraschdung ist auch der Sieg der Demokraten im traditionell konservativen South Carolina. Die Ärztin Anne Andrews gewinnt den Senatssitz gegen die bisherige Amtsinhaberin Darline Graham. Diese hatte das Mandat von ihrem unlängst verstorbenen Bruder Lindsey Graham übernommen. Seit 1998 hat kein Demokrat mehr einen Senatssitz in diesem Südstaat gewonnen. Die Demokraten werden künftig im Senat über mindestens 54 der 100 Sitze verfügen.
Oleschki – Indiz für eine generelle Waffenruhe im Ukraine-Krieg?
Rund 750 Menschen sind in den vergangenen Tagen aus der russisch besetzten Stadt Oleschki und weitgehend zerstörten Stadt im Süden der Ukraine evakuiert worden. Der Ort liegt nahe beim Südufer des Dnipro-Stroms, gegenüber der ukrainisch kontrollierten Grossstadt Cherson. In Oleschky lebten bis zum russischen Überfall auf die Ukraine um die 24 000 Einwohner. In den letzten Monaten verblieb neben den russischen Truppen nur noch ein kleiner Teil der Bevölkerung in der Stadt.
Israel ohne langfristige Perspektive
Das ist recht weit von dem entfernt, was zahlreiche Wahlbeobachter vorausgesagt hatten – sie hatten grossmehrheitlich ein Patt zwischen dem Block des ehemaligen Generals Eisenkot und jenem von Netanyahu prognostiziert. Es sei doch nicht denkbar, dass Netanyahu, Premier seit total bereits 19 Jahren und hoch umstritten wegen seines „Versagens“ (oder jenem der von ihm geleiteten Geheimdienste) beim Hamas-Terror vom 7.
Im engsten Familienkreis
Die Abdankungsfeier im engsten Familienkreis, die Asche im anonymen Gemeinschaftsgrab oder in alle Windrichtungen verstreut: Die Bestattungskultur wird zunehmend privatisiert. Was macht das mit dem katholischen Feiertag Allerheiligen, mit dem Erinnerungsort Friedhof? Im Friedental unterwegs mit dem Historiker Jürg Stadelmann. Freitagnachmittag im Friedental. Ein kleiner Trauerzug von sechs Angehörigen begleitet eine Urne zur letzten Ruhestätte. Ein Begräbnis der trostlosen Art.
Von der Heiligen Allianz zu den Haager Friedenskonferenzen
Um sie in die Schranken zu weisen, braucht es einerseits internationale Gerichte und andererseits eine Mehrheit von demokratischen Rechtsstaaten, die das Völkerrecht und die ihm verpflichteten Gerichtshöfe gegen diejenigen verteidigen, die sie unterlaufen oder direkt angreifen. Das Völkerrecht wird laufend weiterentwickelt und neuen Gegebenheiten angepasst.
«Der Ort ist zur Hölle geworden»
Dass militante Siedler im Westjordanland Palästinenserinnen und Palästinenser attackieren, ist Alltag. Seit dem 27. September haben Siedler gemäss der israelischen Menschenrechtsorganisation «Yesh Din» im besetzten Gebiet mehr als 170 Angriffe unternommen, in deren Verlauf sie mindestens vier Menschen töteten, mehr als 100 Personen verletzen und laut lokalen Behörden Tausende von Olivenbäumen zerstörten.
Das Trägheitsprinzip des Denkens
Zunächst eine Erkenntnistheoretische: Wir sind schlechte Falsifizierer. Wir alle haben Überzeugungen, die wir nicht oder nur unter grösstem Widerstreben aufzugeben bereit sind. Auch nicht, wenn Fakten gegen sie sprechen. Das ist zumal heute darauf zurückzuführen, dass wir mit dem Wissenswachstum, trotz guter Zugangsmöglichkeiten zum Wissen, nicht Schritt halten.
Wenn Wörter schon urteilen
Es beginnt mit einem Wort. «Schweiz sortiert Schulkinder so früh aus wie kaum ein Land» titelte der Zürcher Tages-Anzeiger Mitte Juli.[1] Auf der nächsten Seite war von «Selektieren» und «Aussortieren» die Rede. Mich hat diese Wortwahl irritiert. Nicht, weil ich eine Form der Leistungsdifferenzierung verteidigen möchte, sondern weil hier ein Begriff den Sachverhalt bereits wertet, bevor die Argumente ausgetauscht sind.
Trumps Verrat an der Ukraine
Vor einem Monat hatte Trump ein vom kurz zuvor verstorbenen Senator Lindsay Graham lanciertes Gesetz unterzeichnet, das wegen Putins Ukraine-Krieg verschärfte Zölle und andere Sanktionen gegen Staaten und Institutionen vorsieht, die russisches Erdöl und Erdgas einkaufen.
Die ethisch richtige Position zu Sterbehilfe, Leihmutterschaft und Organspende?
Und ich weiss, wenn man die Schweizer Zahlen hochrechnen würde auf deutsche Verhältnisse, dass wir ungefähr 20‘000 assistierte Suizide im Jahr dazu kriegten. (..) Das müsste man in Kauf nehmen.» Auf die Frage, ob für ihn als Theologe und Priester das fünfte Gebot: ‘Du sollst nicht töten‘ absolut gelte, antwortet Antonio Autiero: «Der Rekurs auf die Bibel (..muss) nicht als eine fundamental geregelte Sachlage genommen werden.
Start in Zürich – Landung auf den internationalen Bühnen
Er hat gut lachen... Benjamin Bernheim in Salztburg (Foto: c. sf-jan-friese) „Bonjour oder Grüezi“? Benjamin Bernheim zögert nicht lang: „Grüezi!“ natürlich... Logisch. Schliesslich befinden wir uns im Zürcher Opernhaus, und Benjamin Bernheim lebt ebenfalls seit Jahren hier in Zürich. Schwyzerdütsch redet er zwar nicht, aber Deutsch mit elegantem französischem Akzent. „Aber meine Tochter spricht Züridütsch“, fügt er bei, „sie geht ja hier in die Schule.“ „Bonjour oder Grüezi“?
Dimensionen des jemenitischen Krieges
Seither greifen die Huthi nahezu täglich Flughäfen, Militärbasen und Ölanlagen im saudischen Kernland an; Riad bestätigt einzelne Treffer, die meisten Angaben sind allerdings nicht unabhängig überprüft. Den Hintergrund bildet der Iran-Krieg: Seit dem 28. Februar stehen die USA und Israel im Krieg mit Teheran, eine im Juni vereinbarte Beendigung ist gescheitert, die Strasse von Hormus bleibt gesperrt. Der Bab al-Mandab ist damit zur Lebensader der saudischen Ölexporte geworden.
Kann die CDU/CSU die deutsche Demokratie retten?
Der eigenen politischen Position des Autors kommt wohl eine leicht ironische Definition des früheren deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck sehr nahe, der sich als «linker, liberaler Konservativer» beschrieb, was de Weck mit offenkundiger Sympathie zitiert. Edmund Burke – Ahnherr der Konservativen Am greifbarsten wird der Begriff des Konservativen dort, wo de Weck ihn mit bestimmten politischen Persönlichkeiten verbindet, die weitreichende Entwicklungen durchgesetzt oder angestossen haben.
War unser Russland-Bild falsch?
Das ist die Kunst, die Welt zu sehen, sie eben nicht mit den eigenen Augen zu sehen, sondern mit den Augen des Gegenübers». – Katrin Eigendorf: «Ich war auch überrascht. (..) Ich hatte nicht die Bereitschaft, mein eigenes Bild und Konstrukt von dem, was ich für Putins Machtpolitik gehalten hatte bis dahin, in Frage zu stellen.(..) Übrigens, Selenski hat es ja auch nicht gesehen. Er hat sich bis zum Schluss den Amerikanern und all ihren Analysen entgegengestellt.
Kennen Sie die akademische Viertelstunde?
Leute, die auf 18 Uhr zum Nachtessen eingeladen sind, lassen die Gastgeberin um 18.01 Uhr wissen: «Sind fünf Minuten zu spät.» Freunde, mit denen man sich um 12 Uhr zum Lunch vereinbart hat, informieren um 12.03 Uhr: «Sind auf dem Weg». Über derlei unnötige Benachrichtigungen, in denen das schlechte Gewissen förmlich mitklingt, können Menschen mit entspanntem Zeitgefühl nur den Kopf schütteln. Offensichtlich gilt heute, was Pünktlichkeit angeht, zero tolerance.
Inspirierendes Beispiel demokratischer Reife
Auch wenn in vielen Medien in letzter Zeit ziemlich düstere Fakten und Meinungen über die Zukunft der liberalen Demokratie, die Anfälligkeit breiter Volksmassen für ideologische Rattenfänger und über den Verlust von Mass und Mitte verbreitet werden – die Schweizer Stimmbürger haben am vergangenen Sonntag bewiesen, dass es sich bei solchen pessimistische Zustandseschreibungen nicht um eine kompakte Realität handelt.
Eine App für die Oper
Tullio Zanovello – hier in seinem Atelier, das nun zum temporären Opernhaus mutiert ist... Foto©Annette Freitag Eigentlich kann man Tullio Zanovello als Universalkünstler bezeichnen. Vielleicht sogar als Tausendsassa. Alles andere würde ihm nicht gerecht. Er schreibt, er malt, er komponiert, er inszeniert.... und all diese Talente fliessen nun in eine Oper: «Die App». Da gibt sich Zanovello ganz zeitgenössisch. Ohne App geht heutzutage schliesslich gar nichts mehr.
Ein grosses Welttheater
Doch, dieses Mal verlief alles pannenfrei. Also konnte Donald Trump bei der knapp 40-minütigen Rede vor 120 aus aller Welt herangereisten Staats- und Regierungschefs dem Text des Teleprompter folgend all seine rhetorischen Register ziehen.
Die kühle „Kunst des Deals“
Wenn, wie böse Zungen manchmal behaupten, Politik darin besteht, im ersten Schritt ein bisher nichtexistierendes Problem zu schaffen, im zweiten Schritt dieses Problem zu lösen und im dritten Schritt das erzielte Ergebnis als Erfolg zu feiern, dann ist das am Dienstag unterzeichnete Abkommen zwischen den USA, Dänemark und Grönland ein Paradebeispiel dieser Art von Politik.
Freihandelsabkommen der Schweiz, speziell mit China
Da die Schweiz keinem Handelsblock angehört, bemühen wir uns, bilateral, allenfalls im Verbund mit der EFTA, möglichst viele Verträge abzuschliessen, die den schweizerischen Exporten von Industrie- und Dienstleistungsexporten einen einfacheren Zugang zu aussereuropäischen Märkten verschaffen. Oft finden sich in diesen Verträgen auch Bestimmungen über Marktzutritt (freier Verkauf im anderen Land) und Investitionsschutz (gesetzliche Gleichbehandlung von ausländischen Investitionen).
Hitze ist ein «stiller Killer»
«Das Risiko von Hitzewellen und der damit zusammenhängenden Todesfälle wurde unterschätzt», sagte Andreas Berger, Chef des Rückversicherers Swiss Re, gegenüber der NZZ am Sonntag. «Wir müssen das Bewusstsein schärfen für die damit entstehenden Gefahren.» Allein in den ersten fünf Wochen der Hitzewelle (Juni/Juli) starben europaweit 31’800 Menschen mehr als in einem normalen Sommer. Mehr als 90 Prozent der Opfer waren über 65 Jahre alt.
Was tun die EU und die Schweiz?
Gründe seien fragmentierte nationale Systeme, industrielle Engpässe, langsame politische Koordinierung und die Abhängigkeit von den USA. Derweil tut sich die Schweiz schwer, ihre Rüstungsausgaben zu erhöhen und zu finanzieren. USA reduzieren ihr Engagement in Europa Die EU und ihre Mitgliedstaaten fühlen sich bedroht. Russland führt offen Krieg in der Ukraine. Täglich fallen Bomben auf Zivilisten in diesem europäischen Land und fordern Tote und Verletzte.
«Eine schreckenerregende Operation der Hamas»
Scheich Mohammed bin Zayids Anruf aus dem Präsidentenpalast in Abu Dhabi erreichte Ministerpräsident Netanjahu eineinhalb Wochen vor dem 7. Oktober 2023. An jenem Tag überquerten Kämpfer der Hamas und des Islamischen Dschihad um 06:29 Uhr in Gaza die Grenze zu Israel, massakrierten im Süden des Landes mehr als 1'200 Menschen, nahmen 251 Personen als Geiseln und verschleppten sie in den Küstenstreifen. Die Operation, vor welcher der Präsident der VAR Israel hatte warnen wollen, hatte stattgefunden.
9/11 – Dammbruch und Brandbeschleuniger
Knapp eine Stunde nach dem ersten Einschlag traf American-Airlines-Flug 77 das Pentagon in Washington. Eine Viertelstunde später stürzte United-Airlines-Flug 93 bei Shanksville in Pennsylvania ab. In eineinviertel Stunden vollzog sich, was Jean Baudrillard später als das „absolute Ereignis” bezeichnete. Der Terror forderte 2977 Tote, und der Anschlag tötet weiter: Etwa 5000 Menschen sind an Folgeerkrankungen verstorben, 57.000 Menschen wurden im World Trade Center Health Program betreut.
Es stimmt: Neutralität à la Blocher ist Pro-Putin
In einem Interview mit der NZZ Anfang August beantwortete Christoph Blocher, der Kopf und Financier der Neutralitätsinitiative auf die Frage, ob es denn neutral sei, wenn man einem Aggressor wie Putin in die Hände spiele, wie folgt: «Wir stellen uns doch nicht auf die Seite des Aggressors! Aber wir stehen eben auch nicht Seite an Seite mit den Gegnern.» Der Entscheid des Bundesrates, nach dem Überfall auf die Ukraine die Sanktionen vieler westlicher Länder gegen Russland zu übernehmen, sei...
Das Grauen am Ground Zero wirkt bis heute nach
Mit Entsetzen in den Gesichtern fliehen Menschen aus den brennenden Zwillingstürmen des World Trade Center (WTC). Viele sind blutverschmiert. Asche bedeckt Haare, Gesichter, Hände und Kleidung. Hinter eilig errichteten Polizeisperren schauen Tausende fassungslos hinauf auf die oberen Stockwerke der WTC-Wolkenkratzer. Die weltbekannten Symbole der wirtschaftlichen Überlegenheit Amerikas stehen in Flammen. Was sich an diesem Dienstag, dem 11.
Der berühmte Seiwal von Freiburg an neuer Bleibe
Der Wal wird gründlich überholt und für den Transport vorbereitet. (Bild: Keystone/Cyril Zingaro) Rund 130 Jahre hat ein Seiwal im Naturhistorischen Museum Freiburg Publikum und Wissenschaft fasziniert. Dieser Tage ist das weltweit wohl einzigartige Präparat mit seiner fabelhaften Geschichte an seinen neuen Bestimmungsort verbracht worden: das künftige Musée d’histoire naturelle im ehemaligen Zeughaus.
Blocher-Partei will das Volk mit Friedenstaube zu verführen
Zuerst flatterte die Friedenstaube über die Werbefläche an den Bahnhöfen, dann heisst es «Kein Krieg.», «Ja zur Schweizer Neutralität». Das ist die verführerische Werbung für die Neutralitätsinitiative von alt Bundesrat Christoph Blocher. Sie will in der Bundesverfassung eine absolute Neutralität verankern, eine Neutralität, welche die Schweiz nie gekannt, noch angewendet hat.
Ukrainische Wahlen im Krieg? – Keine gute Idee
Der erst 35-jährige Fedorow, der als IT-Spezialist bedeutenden Anteil an den erfolgreichen ukrainischen Drohnenangriffen im russischen Hinterland haben soll, hat seinen Vorstoss für Neuwahlen in der Ukraine erst lanciert, nachdem er Ende Juli von Präsident Selenskyj aus nicht völlig durchsichtigen Gründen als Verteidigungsminister entlassen worden war.
Das Remarque-Erbe: Im Westen was Neues
Als Remo Rossi am 25. September 1970 in der Clinica Sant' Agnese in Muralto am Lago Maggiore eintraf, wurde er sich allmählich der Aufgabe bewusst, der Nachwelt einen Weltdichter zu erhalten. Gewiss, der Künstler selbst war eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Tessiner Bildhauerei und kulturpolitisch aktiv. Er hatte Reliefs und Plastiken für öffentliche Gebäude entworfen wie die «Minerva» in der Kantonsbibliothek Lugano und das Denkmal für Giuseppe Motta am Bahnhofplatz von Bellinzona.
Das voraussichtliche Ende der Abrissbirne
Die Ausgangspositionen vor dem EWR (Europäischer Wirtschaftsraum)-Entscheid 1992 waren klar und gut eidgenössisch ausgewogen. Der EWR war im schweizerischen Interesse, sowohl wirtschaftlich als auch politisch.
Hegemonialkonflikt Israel-Türkei in der Levante
Damit entwickelt sich aus dem israelisch-syrischen Sicherheitskonflikt ein regionaler Hegemonialkonflikt in der Levante zwischen zwei Mittelmächten, deren sicherheitspolitische Logiken sich, wie zu zeigen sein wird, in erstaunlichem Masse gleichen und gerade deshalb kollidieren. Die Architektur israelischer Sicherheit: vom Grenzschutz zum gestaffelten Raum Israel betrachtet Syrien – und in ähnlicher Weise den Libanon – allein unter dem Aspekt der militärischen Sicherung seiner Grenzen.
Ständeräte untergraben das Paket Schweiz-EU
Mehrere Kommissionen des Ständerats haben in den vergangenen Wochen und Monaten das dritte bilaterale Vertragspaket Schweiz-EU, die sogenannten Bilateralen III, vorberaten. Zu reden gaben dabei vor allem Beschlüsse der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-S) und der Staatspolitischen Kommission (SPK-S), die geeignet sind, die Annahme des Vertragspakets durch das Schweizer Volk zu erschweren oder gar zu verunmöglichen.
Ein Mann stürzt ab
Béla Tóth ist auf dem Weg zu einer rätselhaften Verabredung, als ihn in Zürich der Erste Mai aufhält, den er ganz vergessen hat. Drohend postieren sich Einsatzfahrzeuge und Wasserwerfer, «Kapitalismus überwinden», liest er auf einem Banner, Polizisten stellen sich in den Weg. Aber Béla hat keine Zeit. Rasch noch will er die Strasse überqueren, was natürlich schief gehen muss.
Träume und Realitäten zur Tragödie des Ukraine-Krieges
«Dies ist ein Buch der Trauer über das, was nicht möglich war. Der Trauer um die Ukraine, um Russland, um meine Freundin, um uns alle.» So beginnt das Buch von Christiane Hoffmann, mit der sie sich mit der Tragödie des Ukraine-Krieges, dessen Hintergründen und der tödlichen Depression ihrer deutschen Freundin auseinandersetzt, mit der sie einst in Russland studiert und für dessen Kultur begeistert hatte.
Kleiner Selbstversuch mit KI
Denn die Antworten, so originell, ja abwegig, teilweise aber auch schmeichelhaft sie ausgefallen sein mögen, haben wenig bis gar nichts mit der Realität zu tun. Einzig das Fazit des digitalen Rechercheassistenten von Google entspricht zu 100% der Wahrheit. Es lautet: «Zusammenfassend lässt sich Sabine Windlin als eine der profiliertesten Beobachterinnen des Schweizer Alltags beschreiben.» Im Sinne der Transparenz hier die ausgespuckten Resultate im Wortlaut.
Trumps Flucht im Container
Es geht um Donald Trumps Rückreise vom Nato-Gipfel. Kurz: Der US-Präsident erhielt am 8. Juli in Ankara von seinen Geheimdiensten (er nahm dort am Nato-Gipfeltreffen teil) eine, wie es heisst, „ernst zu nehmende“ Warnung: iranische Saboteure planten einen Anschlag auf die amerikanische Präsidentenmaschine, die Airforce-1. Also sollte Trump kurzfristig ein anderes Flugzeug für die Rückreise nach Washington umsteigen.
Samostatně v sedle - Reinhard Meier
O knize Samostatně v sedle Úspěšný německý jezdec a trenér v parkurových a drezurních soutěžích radí, jak postupovat při odstranění konkrétních problémů, se kterými se jezdci setkávají při tréninku svého koně, čímž jim značně ulehčuje obtížný krok k samostatnému ježdění na koni. Úvodní část knihy je věnována obecným tématům všech jezdeckých disciplín. Kniha Samostatně v sedle v seznamech uživatelů (aktualizováno 1x za hodinu) Citáty z knihy (0) Zatím zde není žádný citát z knihy.
Israels unübersehbare moralische Instanz
«Haaretz» lancierte vergangene Woche ihre Kampagne im Vorfeld der Parlamentswahlen vom 27. Oktober auf Plakaten in Tel Aviv und Zentral-Israel sowie in Sozialen Medien. Kern der Botschaft war die Aussage, dass «freier, professioneller und glaubwürdiger Journalismus nicht selbstverständlich ist: er ist eine essenzielle Bedingung für Demokratie.» Teaser der Kampagne war die Aussage: «Es ist möglich», was auf einen möglichen Regierungswechsel anspielte.
Der Mythos vom neutralen Genf
Ein Genfer Komitee, zusammengesetzt von ganz rechts bis ganz links, das sich für die Neutralitätsinitiative der SVP ausspricht, weil sie Genf stärken würde, geistert derzeit durch die schweizerischen Medien. In einem grossen Interview sorgt sich zudem die frühere schweizerische Aussenministerin und ehemalige Staatsrätin von Genf, Calmy-Rey, um den Ruf des internationalen Genfs, ‘sollte das Verdikt der Abstimmung über die Initiative allzu negativ ausfallen’.
Das Bundesgeflecht wächst
Beschwörung des Vierwaldstätterseebundes (von 1332) auf dem Weinmarkt Luzern (Bild: Diebold-Schilling Chronik, 1513, Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern; Eigentum der Korporation Luzern) Die Schweiz ist nicht in einem einzigen Gründungsakt entstanden. Vielmehr wuchs über Jahrhunderte aus Bündnissen ein politisches Bundesgeflecht – ein Gefüge aus Recht, Vertrauen und gegenseitiger Verpflichtung, das bis heute trägt.
Das Paradox der Unabhängigkeitsutopisten
Dass die EU schon seit geraumer Zeit von rechtsnationalistischen Zeitgenossen ins Fadenkreuz genommen wird, ist bekannt. Nur stellt sich die Frage: Was ist ihre praktische Alternative? Wenn es darum geht, sich gegen die EU starkzumachen, sind vor allem die SVP-Hardliner und unter ihnen die Weltwoche mit ihrem polemischen Posaunisten und atemlosen Welterklärer Roger Köppel an vorderster Front anzutreffen.
Gegensätze zwischen Kiew und Moskau
Kiew wird in diesen Tagen von politischen Turbulenzen und hochsommerlichen Kontroversen aufgewühlt. Präsident Selenskyj hat in der vergangenen Woche völlig unerwartet den jungen Verteidigungsminister Michailo Fedorow entlassen, den er erst Anfang des Jahres in dieses Amt berufen hatte. Die Hintergründe dieser Entscheidung sind bis heute nicht restlos durchsichtig.
Joe Bidens unrühmliches Vermächtnis
Nachdem Joe Biden im November 2024 die Präsidentenwahl gegen Donald Trump verloren hatte, verteilten Juristen seiner Regierung noch eine neue Reihe von Gesprächspunkten, die amerikanische Offizielle gegenüber ihren israelischen Gesprächspartnern ansprechen konnten. Es war zu wenig zu spät. Viele der Argumente hätten bereits im Frühling des Jahres, ein halbes Jahr nach dem Massaker der Hamas vom 7. Oktober 2023, vorgebracht oder kommuniziert werden können.
Der Blick hinaus
Mitte Juli. Die Koffer stehen bereit. Die Züge sind voller geworden. Auf den Autobahnen zieht die Ferienkolonne Richtung Süden. Andere schultern den Rucksack, schnüren die Wanderschuhe und brechen zu Fuss auf. Jahr für Jahr wiederholt sich dieses Bild. Und doch bleibt eine Frage. Wonach suchen wir eigentlich, wenn wir in die Ferien fahren? Nach Sonne? Nach Bergen? Nach dem Meer? Vielleicht. Vielleicht suchen wir aber etwas ganz anderes. Vielleicht suchen wir eine andere Zeit. Hinaus Vor mir liegt ein Bild.
Entscheide auch gegen den Willen der Mehrheit
Verbot von Atomwaffen. Den Uno-Vertrag für das Verbot von Atomwaffen solle der Bundesrat unterschreiben, verlangte das Parlament mit grosser Mehrheit bereits 2018. Der Bundesrat ist zwar grundsätzlich für eine Welt ohne Atomwaffen, doch er erachtet das Verbot gegenüber den Nato-Staaten, die teils Nachbarn sind, als nicht opportun. 2023 forderte die Grüne Marionna Schlatter (ZH) erneut, den Vertrag endlich zu unterschreiben, doch der Bundesrat beharrt auf seinem Nein.
Putin-Propagandist interviewt Putin-Propagandisten
Den Ton und die Tendenz für die Video-Interviews, die Köppel auf seiner neuen Pilgerreise nach Moskau führte, setzt die Chefredaktorin des russischen Propaganda-Senders RT, Margarita Simonjan. Ihre Botschaft lautet: «Europäer, hört endlich auf mit diesem Krieg». Der Interviewer stellte diese mit allen Wassern gewaschene publizistische Manipulatorin im Dienste Putins salbungsvoll als «richtige Journalistin, keine Propagandistin» vor.
In der Sackgasse der Eskalation
Und das noch mitten in einer beidseitig vereinbarten Schonzeit während der sechstägigen Beisetzungs-Zeremonie für den am 28. Februar durch einen israelisch-amerikanischen Luftschlag getöteten obersten geistlichen und politischen Führer Irans, Ali Khamenei.
Massenhafte Seeüberquerung in Zürich
Foto: KEYSTONE/Claudio Thoma Exakt 9162 Schwimmerinnen und Schwimmer haben am Mittwoch bei hochsommerlichen Temperaturen den Zürichsee in der Limmatstadt durchschwommen. Die Strecke vom Strandbad Mythenquai am linken Seeufer zum Strandbad Tiefenbrunnen auf der gegenüberliegenden Seite ist 1500 Meter lang. Der zur Tradition gewordene und für die Teilnehmenden anmeldungspflichtige Anlass war ausverkauft. Zwischenfälle wurden keine gemeldet.
Nicht modern. Bildungswirksam.
Mitunter genügt ein einziger Satz, um den Blick auf das Wesentliche zu lenken. Nach der Niederlage der deutschen Fussballnationalmannschaft gegen Paraguay schrieb Jürgen Kaube in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» über weit mehr als ein misslungenes Fussballspiel. Fast beiläufig hielt er fest: «Ein erheblicher Leistungsabfall des Bildungssystems ist festgestellt.» (1) Zunächst irritiert diese Bemerkung. Was hat ein Fussballspiel mit Schule zu tun? Vermutlich mehr, als uns lieb ist.
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