Is this you? As a journalist, you can create a free Muck Rack account to customize your profile, list your contact preferences, and upload a portfolio of your best work.
Claim your profile
Articles by Steffen Grimberg
„Bild“-Chefredakteurin Marion Horn: Fuck AfD, ähm doch nicht
Ü ber das Verhältnis von Springer und vor allem der Bild-Zeitung zur AfD wird viel diskutiert. Wer es sich wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) einfach macht, sieht in Springer vor allem den persönlichen Gegner. Merz halte an der „Legende fest, dass er vom Axel-Springer-Verlag verfolgt wird“, sagte Bild-Chefredakteurin Marion Horn vor einer Woche im Interview mit dem Mediendienst Kress Pro. Und lieferte prompt eine kleine Sensation. Denn sie erklärte auch, ihre Einstellung sei „Fuck AfD“.
„Bild“-Chefredakteurin entschuldigt sich: Fuck AfD, ähm doch nicht
3 hours ago Deutschland steht vor den ersten schweren Herbststürmen des Jahres. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilt, setzt die stürmische Wetterlage am Freitag im Westen und Südwesten ein. Ab Freitag kann es wieder extrem windig werden in Deutschland. Neben Sturmböen im Flachland drohen in den höheren …
Digitales Recycling: Privatsender wie RTL bauen alte Gerichtsshows mit KI neu zusammen
E s gab eine Zeit, da war Privatfernsehen noch innovativ. Nee, wirklich jetzt. Sat.1 erfand als kreatives Powerhouse mit dem „FilmFilm“ hochwertige TV-Events, ohne die Erfolge von heute wie „Babylon Berlin“ undenkbar wären. Nur RTL hatte schon damals seinen Ruf weg und produzierte eher telegene Massenware. „Sparkassenfernsehen“ sei das, hieß es Ende der 90er Jahre. Stimmte ja auch. Fiktional war das zwar alles nicht besonders prall, aber die Kassen klingelten.
Medienpolitik in Sachsen-Anhalt: Ende einer komplizierten Beziehung
E igentlich wäre jetzt Zeit für ’ne schöne Party, am besten aus Beitragsmitteln. Immerhin tritt hier einer ab, der den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wie kaum ein anderer geprägt hat. Und das über fast ein Vierteljahrhundert. Es geht hier nicht um Intendant*innen, Klaus J. Behrendt oder Florian Silbereisen. Rainer Robra, Chef der Magdeburger Staatskanzlei und als solcher auch oberster Medienpolitiker von Sachsen-Anhalt, hat am Montag Schluss gemacht.
ÖRR-Umbau: ARD und ZDF setzen auf neue Dialogformate – ist echte Beteiligung des Publikums möglich?
G roße Aufregung in Köln am Rhein. Nein, Oliver Pocher hat nicht zur Privatisierung des WDR aufgerufen. Der an Aufmerksamkeitsmauser leidende TV-Papagei hatte lediglich Medienstaatsminister Wolfram Weimer nachgeplappert und das ZDF gemeint. Aber dass bei den Öffentlich-Rechtlichen zu viel Programm im Programm sei, findet der bekannte Medienpolitiker Pocher auch. Dabei hat doch eben dieser WDR gerade angekündigt, zu schrumpfen.
Funkloch: Weimer spricht, aber antwortet nicht
I n Bad Homburg vor der Höh’ steigt die Spannung. Kultur- und Medienstaatsminister Wolfram Weimer wird hier zur nächsten Festrede erwartet. Er spricht am 3. Oktober beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit. Das Thema lässt Schlimmes erwarten, es lautet „Denk ich an Deutschland“. Was wird er wohl diesmal als Denkanstoß liefern, nachdem er bei der letzten Festrede bei der Konrad-Adenauer-Stiftung die Privatisierung des ZDF und die Zerschlagung der ARD forderte?
Kultur : AfD-Interview bei „logo!” Warum die Campact-Petition klüger ist als ein Ruf nach Verboten
Zunächst einmal ist es ja eine gute Sache, wenn die gerne mal etwas verkrampft wirkenden Öffentlich-Rechtlichen nach dem Motto „Kinder an die Macht“ handeln. Für eine Kindernachrichten-Sendung wie logo! also Schülervertreter*innen die Interviews mit den Spitzenkandidaten bei anstehenden Wahlen führen zu lassen, macht vom Konzept her allemal Sinn. Blöderweise haben sich die Zeiten aber geändert und es geht nicht mehr so geruhsam wie damals mit Angela Merkel zu.
Landesmedienanstalt Sachsen-Anhalt: Ein charmanter Hang zum Rechtspopulismus
V ier Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hatte die Landesmedienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) zum „Halleschen Mediengespräch“ eingeladen. Unter dem Titel „Meinung, Macht und Medien“ wurde zum Thema „Wie plural ist der öffentliche Diskurs?“ diskutiert. Nach Teilnehmerberichten war es mit der Debatte allerdings nicht so weit her. Jedenfalls war schon eine Stunde früher Schluss als geplant. Das könnte auch am Panel gelegen haben, das sich hier auf Einladung der MSA versammelt hatte.
Kultur : „Babylon Berlin“ und die Parallelen zur Gegenwart: Adolf Hitler will sein Ladekabel zurück
Von Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) steht als einzige noch Ihre Frau Um es gleich mal vorwegzusagen: Auch die fünfte Staffel von Babylon Berlin ist großes Kino. Man sollte sie nicht nur schauen, weil es die letzte ist, sondern auch deshalb, weil es im deutschen Fernsehen auf absehbare Zeit nichts Vergleichbares mehr geben dürfte.
50 Jahre die „Muppet Show“: Queer, multikulti und verdammt woke
D ie politische Stimmung vor 50 Jahren präsentierte sich weltweit ziemlich unerfreulich. Der Vietnamkrieg war zwar vorbei, doch die Diktatur blieb. In Kambodscha errichteten die Roten Khmer unter Pol Pot ihre Schreckensherrschaft. Im Libanon brach der Bürgerkrieg aus, in Argentinien begann die Militärdiktatur, während in den USA Gerald Ford das Land glücklos durch Ölkrise und Rezession führte.
DuMont und Journalismus in Köln: Die Liebe ist sehr „geringe“
W eil derzeit alle wie das Kaninchen auf Sachsen-Anhalt starren, blicken wir mal in die Gegenrichtung, nach Kölle am Rhein. Da will zwar niemand sofort und unverzüglich den WDR abschaffen, wie es die AfD mit dem MDR vorhat. Dafür schafft sich in der Domstadt aber das große und einst durchaus ein bisschen strahlende Medienhaus M. DuMontSchauberg quasi selbst ab. Dessen Flaggschiff ist der Kölner Stadt-Anzeiger. Seit zwölf Generationen ist der Laden in Familienbesitz, wie er selbst stolz vermerkt.
Sommerinterview mit Chrupalla und Weidel: Doppel-Demagogie in der Infoschiene
W ann wird’s mal wieder richtig Sommer? Immer dann, wenn in ARD und ZDF die Sommerinterviews laufen. Am Sonntag gab’s gleich zweimal AfD, warum denn auch nicht? Kann bloß in die Hose gehen. Und das ging es dann ja auch. Schon die Tatsache, dass am selben Abend erst Tino Chrupalla in der ARD und gleich im Anschluss Alice Weidel im ZDF dran waren, spricht Bände über den Umgang der Sender mit der Partei.
Politik : Alice Weidel als Mimose, Tino Chrupalla glitscht weg: So lief das AfD-Duett in ZDF und ARD
Alice Weidel stellt sich die Fragen selbst, Tino Chrupalla redet von Joschka Fischer: ZDF und ARD bedenken die AfD-Spitze kurz vor den Landtagswahlen mit zwei „Sommerinterviews“ an einem Sonntag. Hat dieses Fernsehformat noch eine Zukunft? Von Einmal treibt der sichtlich gut vorbereitete Interviewer Wulf Schmiese im ZDF-„Sommerinterview“ AfD-Chefin Alice Weidel dann doch in die Enge TV-Sommerinterviews sind eine Farce, vor allem, wenn es sich um solche mit Spitzenleuten der AfD handelt.
Politik : Schwesig gegen Holm: Warum es gut ist, dass nur SPD und AfD im TV gegeneinander antreten
Die CDU wirft dem NDR vor, seine „journalistische Unabhängigkeit geopfert“ zu haben für ein Duell nur zwischen SPD und AfD. Dabei ist die Entscheidung richtig, weil genau das der AfD gefährlich werden kann – aus einem überraschenden Grund Von Manuela Schwesig (SPD) und Leif-Erik Holm (AfD) treten im September in Mecklenburg-Vorpommern im TV-Duell gegeneinander an Zoff im Wahlkampf wegen eines TV-Duells? Hatten wir irgendwie doch schon mal.
Sommerlochtier ist da: Von bunten Vögeln
I rgendwie war bislang ja diesen Sommer der Wurm drin, auch im ganz tierischen Sinne. Die Hitzewellen lassen Mensch und Maus schlapp vor sich hinschmelzen. Selbst das normalerweise verlässlich ab Mitte Juni gelieferte Problemtier für sommerlochgeplagte Medien ließ dieses Jahr verdammt lange auf sich warten. Immerhin, jetzt ist es da, und es ist ein Pfau. Der heißt Fridolin und marodiert durch eine hessische Kleinstadt mit dem großartigen Namen Großkrotzenburg.
Von Ruhs bis Restle: Die üblichen Verdächtigungen
E ndlich mal wieder große Aufregung über den linksgrünsversifften öffentlich-rechtlichen Rundfunk! Der jetzt aus Nairobi berichtende Kollege Georg Restle (ehemals „Monitor“) hat in seinem privaten X-Account eine These des linken US-Magazins The Nation geteilt. Diese These sieht in Sachen Ceuta einen „growing US-Israeli-Moroccan nexus“ am Werk mit dem Ziel „to weaken a progressive European government, divide Europe, and undermine international law“.
KI-Firmen vernichten Bücher: Alexandria lässt grüßen
K ommt die KI ins Antiquariat und sagt „Guten Tag, ich würde mal gerne Ihre Bücher schreddern“. Was ist passiert? Ist es der durch die Klimakatastrophe heiß gelaufene Weimertar unseres verehrten Staatsministers für Kultur und Medien, der meint, sich in einer linken Buchhandlung zu befinden? Oder hat Dennis Scheck auf Massenbetrieb umgestellt? Aber warum dann in einem Antiquariat? Das setzt ja schon vom Namen her auf ältere Bestände.
KI-Firmen vernichten Bücher: Alexandria lässt grüßen
Quedlinburg 4 hours ago Aus dem Zweiten Weltkrieg: Unerwarteter Fund in Sachsen-Anhalt gemacht futurezone.de - von Buse Koca • 4h In Deutschland verstecken sich noch zahlreiche Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg. Im sächsischen Quedlinburg konnte man jetzt zufällig einen … Wissen 13 hours ago Klima-Fernwirkung zerstörte die Welt des Odysseus spektrum.de - von Lars Fischer • 13h Vor 3200 Jahren endete die Bronzezeit, eine Phase großer Hochkulturen, in einer mehreren Zusammenbrüchen.
Die AfD in Sachsen-Anhalt will den Rundfunkstaatsvertrag kündigen. Die ÖRR-Sender stehen schutzlos da - oder doch nicht?
E rste Amtshandlung: Der Rundfunk soll fallen“, titelte Ende letzter Woche die FAZ. Noch rund sechs Wochen sind es bis zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die AfD gibt sich siegesgewiss, und ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund verkündet neben dem Wahlkampfslogan „Abschiebung ab Minute 1“ auch stets, als erste Amtshandlung werde er die Rundfunkstaatsverträge kündigen. Dazu reicht jetzt nicht mehr wie früher bloß die Unterschrift als Ministerpräsident*in.
Rundfunkstaatsverträge: Öffentlich-Rechtliche ohne Sicherheitsanker
Bundesverfassungsgericht Now Bundesverfassungsgericht billigt Verbot der Blutentnahme für Heilpraktiker bei bestimmten Eigenbluttherapien deutschlandfunk.de • 40m Das Bundesverfassungsgericht hat das Verbot von Blutentnahmen durch Heilpraktiker bei bestimmten Eigenbluttherapien bestätigt.
Chefredakteur Karsten Frerichs verlässt EPD
Der Evangelische Pressedienst sucht einen neuen Chefredakteur: Karsten Frerichs verlässt die Nachrichtenagentur zum Jahresende nach 18 Jahren und wechselt zu FAZ.net. Der Evangelische Pressedienst (epd) sucht einen neuen Chefredakteur. Wie die Nachrichtenagentur am Donnerstag in eigener Sache meldete, verlässt Chefredakteur Karsten Frerichs den epd zum Jahresende und wechselt in die Redaktion FAZ.net der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Frerichs erklärte, es sei „Zeit für einen Neuanfang“.
Peter Thiel erhält Axel Springer Award : Ein Preis für den Antichristen
„Die Apokalypse ist das friedlichste Mittel, den Krieg der alten Mächte gegen das Internet zu beenden – einen Krieg, den das Internet gewonnen hat.“ Das schrieb im November 2024 US-Tech-Milliardär Peter Thiel in der Financial Times. Mittlerweile wissen wir, dass Organisationen wie die UNO für den deutschstämmigen Big-Tech-Guru und -Investor den „Antichristen“ darstellen und er sich bzw. die USA als „Katechon“ sieht.
Klaus Siekmann geht in Rente: Er sicherte ab, wo andere Muffensausen bekamen
W eltweit 156 identifizierte Opfer und Täter, 113 Ermittlungsverfahren, 57 Festnahmen – das ist die bisherige Bilanz einer internationalen Polizeioperation gegen ein weltweit organisiertes Vergewaltiger-Netzwerk. Anfang Juli informierte die britische National Crime Agency (NCA) in London über den Stand der Operation Medusa, an der Ermittler*innen aus Deutschland, Großbritannien, Kanada, USA, Brasilien, Frankreich, Ungarn, den Niederlanden und Spanien beteiligt sind.
Springers Pläne mit dem Telegraph in den USA
Der Daily Telegraph gehört ab sofort auch ganz offiziell zu Springer. Mit dem konservativen Titel hat Konzernchef Mathias Döpfner viel vor – vor allem in den USA. Vorbild könnte dabei ausgerechnet der liberale Guardian sein. Auch wenn die Vertäfelung im Presseclub des Berliner Springer-Hochhauses aus den ehemaligen Büros der altehrwürdigen Londoner Times stammt: Die Zeitung, hinter der Deutschlands internationalstes Pressehaus immer her war, ist der Daily Telegraph.
„FAZ“-Geschäftsführer geht: Da ist was im Busch
B is Montagmorgen mochte es in den heiligen Frankfurter Hallen noch keiner bestätigen. Aber wenn der geschätzte Kollege Roland Pimpl bei Horizont schon am Sonntag was im Konjunktiv schreibt, ist das keine Verdachtsberichterstattung. Sondern eigentlich immer vorweggenommene Realität. Bei der Frankfurter Allgemeinen nimmt also Geschäftsführer Thomas Lindner seinen Abschied. Das ist insoweit bemerkenswert, als bei der FAZ solche Führungsposten eigentlich ziemlich langlebig sind.
Döpfner und die Politik: Die Mauerspechte sitzen in der CDU
M it dem Einreißen von Mauern kennen sie sich bei Axel Springer aus. Der Medienkonzern, der die „DDR“ immer in Anführungszeiten schrieb, hat mit all seinen Zeitungen gegen die Mauer in Berlin angeschrieben und sie nach eigenem Verständnis sozusagen höchstpersönlich abgetragen.
Femizid-Äußerung: Nuhr von der Kunstfreiheit gedeckt
U m es gleich vorwegzusagen, Dieter Nuhr ist von der Kunstfreiheit gedeckt. Das ist zwar schmerzlich, aber gut so. Warum sich die ARD „so einen“ leistet, darf und muss trotzdem gefragt werden. Rund 5.000 Menschen haben bereits eine Petition bei Innit unterschrieben, in der die ARD aufgefordert wird, ihm „keine weiteren Auftritte, Sendeplätze oder Produktionen mehr zu finanzieren“. Das ist so nett wie aussichtslos.
Schwäbischer Verlag: Die neue Arena für rechte Kulturkämpfer
D eutschlands Zeitungen werden immer unaktueller. Die Sonntagszeitungen erscheinen mittlerweile schon am Samstag, und auch mit der Kommentierung aktueller Ereignisse ist das so ’ne Sache. Am Montag hat der Nordkurier aus Neubrandenburg den da schon fünf Tage alten Summs kommentiert, dass der Lerchenberg seinen „ZDF heute Live“-Beitrag über Elon Musk und die Ausschreitungen in Belfast ändern musste. Weil die Anmoderation dem Tech-Bro sehr deutlich unterstellte, direkt zu Gewalt aufgerufen zu haben.
Chefredakteurin Sabrina Hoffmann verlässt Frankfurter Rundschau
Die Frankfurter Rundschau verliert nach nur einem guten halben Jahr ihre neue Chefredakteurin. Wie das linksliberale Blatt am Mittwoch mitteilte, gibt Sabrina Hoffmann zum 1. Juli ihren Posten aus persönlichen Gründen auf. Hoffmann hatte erst Anfang Dezember 2025 die Redaktionsleitung in Frankfurt übernommen. FR-Geschäftsführer Max Rempel sagte: „Sabrina Hoffmann verlässt unsere Mediengruppe auf eigenen Wunsch.
KI-Artikel von Mathias Döpfner: Nehmt den Boomern das Internet weg
I n Sachen Digitalisierung ist Deutschland mit der roten Laterne unterwegs. Dass immerhin der deutsche Digitalminister schon über die Fähigkeit verfügt, für seine Reden und Gastbeiträge KI zu nutzen, lässt sich daher auch positiv werten. Karsten Wildberger (CDU) hat also Beiträge für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und das Handelsblatt mit freundlicher Unterstützung von Large-Language-Modellen verfasst. Sein Haus findet nichts dabei.
Das 36. Filmfest Emden-Norderney (3.-10.6.2026)
Zwischen Fischbrötchen, Filmkunst und politischer Debatte zeigte das 36. Filmfest Emden-Norderney (3.-10.6.2026), wo seine große Stärke liegt: ein publikumsnahes Festival mit herausragenden Filmen zu sein. Diese boten neben Unterhaltungskost auch schonungslose Einlassungen auf fordernde Themen. Neben prominenten Gästen, originellen Ideen und unkonventionellen Preisträgern zeichnete sich das Festival auch durch klare Bekenntnisse zur Demokratie aus.
Ex-Tagesspiegel-Chefredakteur Casdorff beurlaubt
Der Berliner Tagesspiegel hat seinen früheren Chefredakteur und Herausgeber Stephan-Andreas Casdorff mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden, weil Casdorff mehrfach Meinungsartikel mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz verfasste. Casdorff, der heute als sogenannter „Editor-at-Large“ für das Blatt schreibt, „wird bis auf Weiteres nicht mehr für den Tagesspiegel publizistisch aktiv werden“, erklärte das Blatt am Freitagnachmittag. Du möchtest weiterlesen?
Grimme-Institut und Gaza: Minenfeld bleibt ungeräumt
D as Grimme-Institut meldet sich auf der medienpolitischen Bühne zurück. Das ist zunächst mal eine gute Nachricht. „Diskursraum“ nennt sich das etwas sperrig. Am Donnerstag geht es in Düsseldorf um „Journalismus zwischen Objektivität, Aktivismus und Auszeichnung“. In den sozialen Medien wird die Grimme-Veranstaltung von Moderator Torsten Zarges mit der Frage „Belohnen Medienpreise zu oft Haltungsjournalismus?“ beworben. Und hier wird es problematisch.
Martin Grasmück bleibt Intendant des Saarländischen Rundfunks
Er ist ein Hausgewächs: Der Rundfunkrat des Saarländischen Rundfunks hat Martin Grasmück als Intendanten wiedergewählt. Sein Gegenkandidat und Chef der Filmförderanstalt, Peter Dinges, war chancenlos. Martin Grasmück bleibt Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR). Der Rundfunkrat der ARD-Anstalt wählte den 56-jährigen Journalisten am Montagabend mit großer Mehrheit für eine weitere Amtszeit bis 2033.
Ende von Radiosender Cosmo: Nicht schön, nicht geil und nicht mehr laut
F ast 300 Prominente fordern Rettung von Radiosender Cosmo“, titelt der Spiegel. Unterschrieben haben unter anderem Fatih Akin, Luisa Neubauer, Herbert Grönemeyer und andere Kulturschaffende. Der kleine Schönheitsfehler liegt darin, dass das schon wieder ein Jahr her ist. Hat’s was genützt? Nee. Im Juni 2025 ging es um die Frage, wie Cosmo durch die ARD-Reform kommt, bei der zahlreiche Programme eingedampft werden sollen. Heute ist klar, gar nicht.
Zum Abschied von Alexander Stock: Wer Intendanten kommen und gehen sieht
D as ZDF hat seit langem den Ruf als medienpolitischer Musterknabe. Während es bei der ARD immer mal wieder laut und vernehmlich rappelt, hört sich auf dem Lerchenberg der Wind selbst beim Säuseln zu. Denn wenn es bei den Öffentlich-Rechtlichen brenzlig wird, steht das ZDF selten in der ersten Reihe. Auf dem Lerchenberg reagieren sie zurückhaltend, besonnen und manchmal sogar überlegt. Das läuft jetzt schon fast ein komplettes Vierteljahrhundert so und liegt an Alexander Stock.
Gericht verhandelt über Rundfunkbeitrag: Milde Panik bei ARD und ZDF
E igentlich haben sie in Karlsruhe ja keinen Sinn für Drama. Absolutistische Planstadt, alles brav rechteckig und das Schloss in der Mitte. Und dann kommt plötzlich das Bundesverfassungsgericht um die Ecke! Mediendeutschland hatte sich schon so gut wie ins lange Brückentagswochenende verabschiedet, als plötzlich die Pressemitteilung Nr. 29/2026 auf die Website des Obersten deutschen Gerichts kippte. Was viele erwarteten und manche Intendant*innen fürchteten, wird also wahr. Am 23.
Marcus Klein wird neuer Medienminister in Rheinland-Pfalz
Der CDU-Landtagsabgeordnete Marcus Klein bestimmt als neuer rheinland-pfälzischer Staatskanzleichef mit Ministerrang künftig auch die Medienpolitik. Die Rundfunkkommission übernimmt Staatssekretär Torsten Welling (CDU). Der bisherige CDU-Landtagsabgeordnete Marcus Klein wird neuer Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Das teilte der designierte rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) am Dienstagmittag in Mainz mit.
Jubiläum und Krise im Printjournalismus: Lokalzeitungen fordern Förderung
P resse- und Journalismusförderung galten vor 25 Jahren unter den Verlagen noch als absolutes No-Go. Das war etwas für Staaten wie Österreich, wo mit Presseförderung und Regierungsinseraten die parteipolitische Freunderlwirtschaft abgewickelt wird. Aber doch nicht bei uns! Vor 25 Jahren war schließlich noch Aufbruchstimmung im deutschen Zeitungsmarkt. Die Sonntagszeitung meldete sich in Gestalt der FAS zurück.
Politik : Nach Neukölln-Ärger um „Klar“: Was Julia Ruhs von einer Ex-„Bild“-Chefin noch lernen kann
An Julia Ruhs gab es schon vor ihrer Sendung über Islamismus Kritik. Seitdem bedienen zwei Versionen des Formats „Klar“ eine konservative TV-Zielgruppe: eine vom BR mit Ruhs, eine vom NDR mit Tanit Koch.
Nachruf auf CNN-Gründer Ted Turner: Einer mit Sendungsbewusstsein
Das CNN-Büro Berlin, Mitte der 1990er Jahre. Auf jedem Fax stand BERLIN in Fraktur und Großbuchstaben, darüber prangte das Brandenburger Tor. Der NS-Bezug war unmissverständlich. Ted Turner hatte Spaß an solch kleinen Sticheleien. Täglich kam aus Atlanta via Compuserve ein Spruch über das damals brandneue Medium E-Mail. Nicht im Sinne einer religiösen Tageslosung, Turner war Agnostiker. Ein Prediger vor dem Herrn war er trotzdem.
Dialogoffensive der ARD: Alle reden durcheinander
D ie Öffentlich-Rechtlichen werden in letzter Zeit immer öffentlicher. Vor allem bei der ARD haben Dialogformate Konjunktur. Ingo Zamperoni klärt in „Die 100 – Was Deutschland bewegt“ spielerisch die großen gesellschaftlichen Fragen. Beim BR heißt es „Mitmischen! Beim BR“. Die Hessen kommen etwas trutschiger mit „Weil Hessen mehr verbindet“ um die Ecke. Der NDR setzt mit „VEREINt im Norden“ auf die deutsche Tradition, zu allem und jedem einen Verein und damit eine Meinung zu haben.
Kultur : Nähe und Distanz: Dürfen Journalisten am Tisch des Bundespräsidenten sitzen?
Früher gab es einen Journalisten wie Jürgen Leinemann, der mit Gerhard Schröder befreundet und zugleich sein schärfster Kritiker war. In Zeiten von Access Journalism fällt dieser Balanceakt zunehmend schwer. Davon profitiert die Rechte Von Access Journalism: Wenn Politik und Medien zu viel Nähe haben, kann das zum Problem werden „Es gibt den Vorwurf, auf dem Bundespresseball gebe es eine zu große Nähe zwischen Politik und Medien.
Correctiv-Recherche über rechtes Treffen: Im Kulturkampf sterben die Fakten zuerst
S chon mal was vom „fliegende Gerichtsstand“ der Presse gehört? Er besagt, dass es bei Presseveröffentlichungen nicht wie sonst ein klar zuständiges Gericht z. B. am Sitz des Medienunternehmens gibt. Sondern, dass überall geklagt werden kann. Die Idee dahinter macht zunächst mal Sinn. Seit Erfindung des Internets lässt sich so ziemlich alles Veröffentlichte überall lesen/hören/ansehen. Daher ist es wurscht, wo im Fall der Fälle geklagt wird. Der Nachteil liegt genauso auf der Hand.
RBB übernimmt Aufgabe bei ARD: Die Möglichkeit, etwas wiedergutzumachen
A ls ich in den 1980er Jahren Zivildienst in der Krankenheilanstalt am Rande der Stadt machte, gab es öfter folgendes Szenario. Wenn der Strom ausfiel, musste erstmal das Notfallaggregat gesucht werden. Das war aber nur bedingt abgestaubt und funktionierte eh nicht, weil meist kein Diesel im Tank war. Damit so etwas heute besser läuft, gibt es dafür Business Continuity Management (BCM).
Erster Auftritt des neuen ProSiebenSat.1-Vorstandschefs Marco Giordani
Bei der „DLM im Dialog“-Konferenz der Landesmedienanstalten spricht der neue Vorstandschef von ProSiebenSat.1, Marco Giordani, über gutes Kochen, böse Plattformen und warum die USA kein Vorbild mehr sind. Es ist kein ungeschickter Schachzug, sich für den ersten größeren öffentlichen Auftritt in einem neuen Umfeld ein passendes Setting zu suchen. Marco Giordani, der Group-CEO der ProSiebenSat.1 Media SE, tat es am Dienstagabend in der Kantine des Publix-Haus für Journalismus in Berlin-Neukölln.
Medienrat für ARD, ZDF und Deutschlandradio: Was er macht, wer drin ist
Im Zuge der Rundfunkreform hat die Medienpolitik ein neues Aufsichtsgremium geschaffen. Der Medienrat soll im Auge behalten, ob die Öffentlich-Rechtlichen ihren Auftrag erfüllen. Nun ist klar, wer ihn anführen wird. Die Schweizer Medienmanagerin und bisherige Direktorin des öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Deutschschweiz (SRG), Nathalie Wappler, wird Vorsitzende des neuen Medienrats für ARD, ZDF und Deutschlandradio.
Viel Heißluft im Bild-Newsroom
Bild lädt zum Pressegespräch. Aber halt nur die Medienjournalisten, die in der Vergangenheit nicht allzu gemein waren. Ansonsten ging es zu viel um Heißluftfritteusen und zu wenig Journalismus. Ein Kommentar. Relevanz, Unterhaltung, Lebensnähe und keine Bange vor KI – das sind laut Bild-Gesamtchefredakteurin Marion Horn die Erfolgsgaranten für Deutschlands immer noch größte Zeitung.
Neue Verlagsgrundsätze bei Springer: Wenn Europa über den Kanal geht
B ei Axel Springer ist Freiheit nicht nur ein Wert, sondern unser Leitbild, für das wir einstehen. Wir sind überzeugt, dass Freiheit der Antrieb für Fortschritt ist – wirtschaftlich wie gesellschaftlich und insbesondere im Journalismus“, steht bei den Kolleg:innen aus der Rudi-Dutschke-Straße im Vorwort zu den Springer-Essentials.
Lokaljournalismus im Wandel: Wo ist die Zeitung zum Liebhaben?
O ma Paluschke war eine Abonnentin zum Liebhaben. Seit rund 50 Jahren war die Thüringerin aus der Nähe von Greiz ihrer Lokalzeitung treu. Auch schon zu der Zeit, als die Ostthüringer Zeitung (OTZ) noch Volkswacht hieß. Doch dann hatte die OTZ im Frühling 2023 in elf Gemeinden rund um Greiz das Papierzeitalter beendet und die Gegend zur „Modellregion für die Digitalisierung des ländlichen Raums“ ausgerufen. Oma Paluschke hatte nun ihren eigenen Account.
Show More
loading
Actions
Is this you?
As a journalist, you can create a free Muck Rack account to customize your profile, list your contact preferences, and upload a portfolio of your best work.Get in touch with Steffen
Contact Steffen, search articles and posts on X, monitor coverage, and track replies from one place.
Learn more about Muck Rack