Alard von Kittlitz
Verified
Is this you? As a journalist, you can create a free Muck Rack account to customize your profile, list your contact preferences, and upload a portfolio of your best work.
Claim your profile
Articles by Alard von Kittlitz
Z+ (abopflichtiger Inhalt); Katie Zacharia : Die Freudsche Vorsprecherin
Vom amerikanischen Comedian John Mulaney stammt das hilfreiche Bild von Trump als einem Pferd, das frei durch ein Krankenhaus rennt. »Niemand«, so Mulaney bei seinem Auftritt vor einigen Jahren, »hat eine Ahnung, was das Pferd als Nächstes tun wird. Am allerwenigsten das Pferd selbst.« Zuletzt hat Trump ein milliardenschweres Dieselabkommen mit Russland abgeschlossen, das den Krieg gegen die Ukraine und deren Soldaten und deren Zivilbevölkerung für ein Weilchen weiterfinanzieren dürfte.
Z+ (abopflichtiger Inhalt); Tiefsee vor Cape Cod : Weltschwamm und Superstar
Weltsensation: SpongeBob Schwammkopf und sein bester Freund Patrick wohnen, entgegen allen Behauptungen aus dem berühmten und geliebten SpongeBob-Titelsong, nicht im Pazifik, sondern, Achtung, Trommelwirbel: im Nordwestatlantik! Dort sind sie nämlich entdeckt worden! Rund 130 Seemeilen südöstlich von Cape Cod, in 1.885 Meter Tiefe! Gefunden wurden die beiden während einer wissenschaftlichen Expedition der amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA).
Z+ (abopflichtiger Inhalt); Stimmung in Deutschland : Lass mal richtig geil abschmieren
Unsere jüngere Tochter ist gerade eingeschult worden. In ihrem Ranzen brachte sie uns neulich einen Zettel mit nach Hause: »Antrag auf einen Schülerausweis«. Eigentlich war das nur ein QR‑Code. Er führte mich auf eine Website des Landes Berlin: Bloß ein Foto sollte ich dort noch hochladen, entscheiden, ob das kostenlose Ticket für den öffentlichen Nahverkehr der Stadt Berlin in den Ausweis integriert werden solle – es sollte –, fertig. 90 Sekunden dauerte das.
Z+ (abopflichtiger Inhalt); Massentourismus in Venedig : Wenn die Gondeln Handys tragen
Mein Unmut über den Massentourismus des 21. Jahrhunderts ist immer dann am größten, wenn ich selbst Massentourist des 21. Jahrhunderts bin. Ah! Da ist Venedig! La Serenissima! Zum dritten Mal hier, immer noch so schön.
Z+ (abopflichtiger Inhalt); Familienhotel The Grand Green : Spaß ohne Ende
Die Anfahrt aus Berlin hatte eigentlich nicht lange gedauert, keine vier Stunden mit dem Auto. Trotzdem waren wir auf den letzten Kilometern vor Oberhof in jene halbhysterische Stimmung geraten, die einen kurz vor dem Ende einer Reise ja leicht befallen kann.
Z+ (abopflichtiger Inhalt); »Metropolis« von Fritz Lang : 100 Jahre Zukunft
Hundert Jahre ist Fritz Langs Metropolis nun beinahe alt – und, Verzeihung, das merkt man. Stummfilme sind für unsere TikTok-versehrten Gegenwartsgehirne ohnehin eine Zumutung, aber Lichter der Großstadt von Chaplin oder Eisensteins Potemkin gehen heute doch ungleich leichter rein als dieser Film, den schon die ersten Kritiker zu lang fanden und weltanschaulich naiv.
Z+ (abopflichtiger Inhalt); Öffentliche Toiletten : Diese paar Quadratmeter Deutschland
Shanghai erscheint in diesem Text wie ein Sci-Fi-Render mit Waldkulisse: gläserne Skylines, elektrische Stille, LED-Fassaden und eine urbane Coolness, gegen die das deutsche Selbstbild aus Qualität, Ordnung und Weltmarktführerpose plötzlich ziemlich retro wirkt.
Mode der Fußball-WM : Hauptsache, die Handtaschen flexen
Worüber reden alle? Ein bisschen unsicher schaut Manchester Citys Rayan Cherki in die Kamera, als er auf einer Reise mit der französischen Nationalmannschaft mit seiner beigen Hermès Maxi Kelly Bag fotografiert wird. Keine Sorge, Rayan, das soll so. Auffällig viele Stars des französischen Nationalteams reisen neuerdings mit Handtasche.
Z+ (abopflichtiger Inhalt); Bedeutung des Mannseins : No means nothing
Hier sind wir also. Es ist Donnerstagabend, meine Frau und ich machen den Abwasch und ich versuche, zum Ausdruck zu bringen, was ich denke und fühle über die gerade im Spiegel und auf Instagram veröffentlichten Vorwürfe gegen Christian Ulmen. In jedem Satz, den ich aussprechen will, kommen Wörter wie "bedrückend", "furchtbar", "traurig" vor, und ich kriege diese Sätze kaum über die Lippen. Denkt sie nicht gerade, dass ein Täter genau die Dinge sagen würde, die ich, ihr Mann, hier von mir gebe?
Superbowl: Die Möglichkeit einer Nadel trifft auf die Möglichkeit einer Blase
Bad Bunny, der größte Popstar der Welt, sorgt für Kontroversen als Halbzeitact beim Superbowl. Rechte Medien wettern gegen den politisch aktiven Latino-Künstler, der bei den Grammys "ICE out!" rief. Die Entscheidung für Bad Bunny als Headliner spaltet die Gemüter in einem politisch aufgeladenen Amerika. Während einige die Vielfalt und Offenheit feiern, sehen andere darin eine Provokation und Spaltung.
Katy Perry: Immer Davos was los ist
Den Booker-Preis 2025 gewann der britische Schriftsteller David Szalay für Was nicht gesagt werden kann.
Fettnäpfchen: Manche Fettnäpfchen sind eher ein Pool
Angeblich hatten die Menschen in ihren Häusern früher stets ein Töpfchen mit Fett herumstehen, gleich neben der Tür, um sich damit noch schnell die Schuhe einzureiben vor dem Rausgehen. Wer unachtsam hereinkam oder hinausging, trat versehentlich ins "Fettnäpfchen". Daher, so diverse Online-Quellen, die Redewendung, mit der wir heute bezeichnen, was wir alle nie erleben wollen, übrigens weder als die Besitzer noch als die Betreter des Fettnäpfchens.
North West: Was Kim Kardashians Tochter und Wittgenstein gemeinsam haben
Zur jüngsten Met-Gala ist Kim Kardashian, so lernte man kürzlich in der Show The Kardashians, bloß hingegangen, weil ihr die eigene Tochter, North, 12 Jahre, gut zugeredet hatte. "Was kann denn schlimmstenfalls passieren?", hatte North die am selbst gewählten, hautengen Krokolederkleid zweifelnde Mutter getröstet. "Die Leute verreißen dein Outfit doch sowieso jedes Jahr." Damit sollte sie recht behalten. Kim kam, sah aus und wurde verrissen, und Schlimmeres geschah nicht.
Dwayne Johnson : Jetzt wird es aber ernst
Vom amerikanischen Schauspieler Dwayne Johnson heißt es, er mache keine halben Sachen. Er ist wohl einer dieser entsetzlichen high performer, die mit unbarmherzigem Griff noch das letzte Tröpfchen Erfolg aus dem Lappen des Daseins wringen. Disziplin! Kürzlich zeigte Johnson, wie Vollfokussiertheit und Ultraachtsamkeit aussehen.
Familien-Roadtrip: Zurück auf der Rückbank
Man ist jung, dann wird man älter, unterwegs lernt man sich selbst besser kennen. Ich weiß von mir inzwischen, dass ich sentimental bin. Was bei Rilke steht – "so leben wir und nehmen immer Abschied" –, das konnte ich immer schon gut verstehen. Zuletzt aber ging mir der Vers doch verstärkt durch den Kopf, ein elegischer Ohrwurm.
Zaho de Sagazan: Aus Liebe zur Liebe
In der Berliner Philharmonie herrscht Aufregung, denn die französische Sängerin Zaho de Sagazan tritt mit einem Sinfonieorchester auf. Die Kombination von Popmusik und Orchester sorgt für Skepsis, doch Zaho überzeugt mit ihrer einzigartigen Stimme und theatralischen Performance. Das Publikum ist begeistert, obwohl Handyaufnahmen verboten sind und eine ernste Stimmung herrscht.
KI-Avatar von Leo XIV.: Ein Held zum Anfassen
In der irgendwo ja auch gar nicht so wild anmutenden Hoffnung, ein neuer, amerikanischer Papst könnte sich für alles mögliche moderne Zeug offen zeigen, ist irgendwer – wir kennen die Identität dieses Träumers nicht – kürzlich an Leo XIV. herangetreten mit dem Vorschlag, sich digital klonen zu lassen. Eine KI-Simulation des Papstes, so die Idee, werde es jedem Menschen jederzeit ermöglichen, eine Audienz beim Pontifex maximus zu haben oder jedenfalls so etwas in der Art.
Seoul: Stadt der zersprungenen Zeit
Seoul : Stadt der zersprungenen Zeit 18.05.2013, 19:24Lesezeit: 8 Min. Bildbeschreibung ausklappen Was war, was kommen wird, überlagert sich in Seoul. Manchmal schwebt es auch, wie die Kessel vor den Fenstern einer Bar in Gangnam.Dagmar Schwelle/laif Glitzerstadt, Boomtown, Trendsetter Ostasiens: Zwei Tage in Seoul, wo Liebesbatterien und Garküchendampf Erinnerungen an die Zukunft wecken
Da müssen Sie nicht hin. Für uns war es schon schlimm genug
|
Der Artikel beschreibt verschiedene Reiseerfahrungen, die alles andere als positiv waren. Von der enttäuschenden Insel Serifos über die schwülen Malediven bis hin zum trostlosen Harz und den herausfordernden Erfahrungen in Marokko, am Elberadweg, in Kyoto, auf der Krim, in Las Vegas und Marseille reichen die Erlebnisse. Von unerwarteten Enttäuschungen, unfreundlichem Personal, unpassenden Erwartungen und unangenehmen Situationen ist die Rede. Dies ist ein experimentelles Tool.
By Sascha Chaimowicz Verified, Dmitrij Kapitelman Verified, Alexander Krex Verified, Anna Mayr Verified, Christine Meffert Verified, Henning Sußebach Verified, Alard von Kittlitz Verified, Nora Hollstein
|
Die Zeit
Verified
Das haben wir angerichtet
|
By Carmen Böker Verified, Sascha Chaimowicz Verified, David Denk, Juliane Frisse Verified, Clarissa Hofmann, Dmitrij Kapitelman Verified, Matthias Kirsch Verified, Alard von Kittlitz Verified, Alexander Krex Verified, Johannes Laubmeier Verified, Anja Martin, Ilka Piepgras Verified, Celina Plag Verified
|
Die Zeit
Verified
Alles, was Sie über das Reisen wissen müssen
|
Im Zeitalter des Overtourismus bietet sich Kassel als ruhige Alternative zu Amsterdam an, wo im Schloss Wilhelmshöhe zwölf Gemälde von Rembrandt und weitere Meisterwerke besichtigt werden können. Alternativ lockt das Kröller-Müller-Museum in Otterlo mit 87 van Gogh Gemälden. Weitere Geheimtipps sind das Wallace Collection in London, das Czartoryski-Museum in Krakau und die Kathedralen in Amiens und Beauvais.
By Juliane Frisse Verified, Sara Geisler Verified, Katja Gerland Verified, Alard von Kittlitz Verified, Hanno Rauterberg Verified, Frank Rothe
|
Die Zeit
Verified
"Unter 20 Quadratmetern wird es eng"
Reisen ist auch eine Sache der Erfahrung. Bettina Strobel arbeitet seit 1982 im Reisebüro und weiß, wie man ein paar Fallen umschiffen kann. ZEITmagazin: Wann sollte ich meinen Flug buchen? Bettina Strobel: Die Fluggesellschaften stellen ihre Flüge bis zu elf Monate im Voraus online. Bei Fernflügen lohnt es sich, sofort zu buchen, weil es da nur wenige Verbindungen gibt und der Preis sicher nicht mehr fällt.
"Immer wieder habe ich geträumt, in der Zelle zu sein"
Klaus Kordon wurde 1943 in Berlin geboren, als Sohn einer Kneipenbesitzerin. Der Jugendbuchautor spricht über das Pech in seiner Kindheit, seine Zeit im Gefängnis und über ein Mädchen, das er mit 18 Jahren kennenlernte und das er noch heute liebt. ZEITmagazin: Herr Kordon, bevor wir zu Ihnen gekommen sind, waren wir in den Straßen Ihrer Kindheit spazieren, in Prenzlauer Berg. Wir haben Ihnen Fotos mitgebracht. Dieses Haus erkennen Sie sicher sofort.
Musikgeschmack der Jugend: Der Song meines Lebens ZEIT ONLINE: unterhaltung - Amelie Apel, David Denk, Laura Sophia Jung, Ilka Piepgras, Mariya Martiyenko, Clara Ott, Nina Pauer, Jürgen von Rutenberg, Emilia Smechowski, Margit Stoffels, Kilian Trotier, Co
|
Der Musikgeschmack wird in den Teenagerjahren geformt. Hier sind 15 Songs aus unserer Redaktion, die sich ins Herz schlichen, bevor die Coolness dazwischenkamen. Der Musikgeschmack wird in den Teenagerjahren geformt. Hier sind 15 Songs aus unserer Redaktion, die sich ins Herz schlichen, bevor die Coolness dazwischenkamen. … Post navigation
By David Denk, Laura Jung, Ilka Piepgras Verified, Mariya Martiyenko, Clara Ott Verified, Nina Pauer Verified, Jürgen von Rutenberg Verified, Emilia Smechowski Verified, Margit Stoffels Verified, Kilian Trotier Verified, Cora Wucherer, Alard von Kittlitz Verified, Celina Plag Verified
|
romulans.net
Der Song meines Lebens
|
Eine kürzere Version dieses Artikels erschien in der ZEIT 24/2024. Ich war vierzehn und zum ersten Mal im Kino, als ich "Saturday Night Fever" auf der großen Leinwand sah. Der Film traf mich ins Mark. Bis dahin waren Ballett- und Konfirmationsunterricht meine Koordinaten gewesen, jetzt zeigte mir der hüftschwingende John Travolta, dass es Aufregenderes gab. Und dann wirkte der Soundtrack von den Bee Gees so zuversichtlich.
By David Denk, Laura Jung, Ilka Piepgras Verified, Mariya Martiyenko, Clara Ott Verified, Nina Pauer Verified, Jürgen von Rutenberg Verified, Emilia Smechowski Verified, Margit Stoffels Verified, Kilian Trotier Verified, Cora Wucherer, Alard von Kittlitz Verified, Celina Plag Verified
|
Die Zeit
Verified
"Der Kampf um das Bild macht auch den Wert des Bildes aus"
Jonas Lindstroem ist 35 und einer der gefragtesten Fotografen seiner Generation. Seine Bilder erscheinen oft wie Traumwelten, dabei fügt er kaum digital etwas hinzu. Er erzählt, wie man wahre Schönheit findet und welche Rolle ein Hundetrainer für eine Aufnahme gespielt hat. ZEITmagazin: Herr Lindstroem, die Bilder aus Ihrem Fotobuch Believe, die wir in dieser Ausgabe des ZEITmagazins zeigen, haben teilweise etwas Traumartiges. Wie kommt das?
Was wir für uns tragen
|
Die Psychologie lehrt uns, dass ein großer Unterschied zwischen einem "idealen Ich" und einem "realen Ich" einen depressiv machen kann. Insofern gehörte es zu den seelisch ungesündesten Dingen, die ich jemals unternahm, mir die Haare lang wachsen zu lassen. Ich startete mit dem Idealbild eines jungen Paolo Maldini und sah nach langen unbequemen Wachstumsmonaten aus wie Doc Brown, der verrückte Professor aus Zurück in die Zukunft.
By Claire Beermann Verified, Francesco Giammarco Verified, Hannah Knuth Verified, Olivia Kortas, Ilka Piepgras Verified, Anna Mayr Verified, Tillmann Prüfer Verified, Alard von Kittlitz Verified
|
Die Zeit
Verified
Il potere della scrittura
Al civico 2 di via Constantin Daicoviciu, una stradina della città universitaria di Cluj, in Romania, c’è un palazzo fatiscente che dal 1937 ospita la collezione del museo nazionale di storia della Transilvania. Bisogna varcare un pesante portone, attraversare un cortile interno, salire la scala che porta al primo piano dell’edificio posteriore e percorrere un atrio pieno di felci, per raggiungere finalmente l’ufficio dove, sotto a una finestra con le sbarre, si trova una cassaforte.
Gelassenheit im Leben: Alard von Kittlitz entdeckt: Gleichmut
Ein armer Mensch hierzulande ist, neben einem armen Menschen in Somalia etwa, selbstverständlich nicht arm – arm ist er dennoch, wir vergleichen fairerweise nämlich mit dem lokalen Durchschnitt. Ich will hier also nicht jammern und weiß natürlich, dass viele Menschen jederzeit gern ihre eigenen gegen meine bequemen Umstände tauschen würden. Aber die letzten zwei Wochen erschienen mir, gemessen an meinem eigenen Durchschnittserleben, ganz schön anstrengend.
Selbstbestimmung: Ich wünschte bisweilen, ich hätte keine Wahl
Neulich bekam ich von meiner verzweifelnden Frau einen Taschenkalender geschenkt, einen wirklich besonders schönen, mit nachtblauem Lederumschlag und einer silbernen Klammer zum Verschließen. Der Kalender hat eine gute Größe, er passt in meine Hosentasche. Ich nehme an, dass das von Vorteil ist, weiß es aber nicht sicher, ich habe nämlich noch nie einen Kalender geführt.
Snacks: Gottes Chips
Gewiss wäre es weiser, ich widmete meine knappe Lebenszeit den hohen Dingen, etwa der Einsicht in den Begriff des guten Lebens in Platons Philebos, leider aber bin ich von schwachem Charakter und studiere, wenn ich nicht schuften muss, weit eher Bilder von Badehosen, Stars und Männerhandtaschen auf dem Instagram-Account der amerikanischen Herrenzeitschrift GQ. Es mangelt mir schmerzlich an Selbstbeherrschung.
Fatih Akin: "Die speech, ey, die ist so romantisch"
Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1 — "Die speech, ey, die ist so romantisch" Seite 2 — "Das ist eigentlich auch so eine Art Migrationsfilm" Riesenfreude: Wir dürfen heute mit Fatih Akin den Film seines Lebens gucken gehen. Es wissen natürlich alle Bescheid: Gegen die Wand, Auf der anderen Seite, Tschick, Aus dem Nichts. Grimme-Preis. Goldener Bär. Bestes Drehbuch in Cannes. Golden Globe. Große Filme, große Preise, großes Kino.
WG-Leben : Wie konnten wir so eklig sein?
Gestern entdeckte ich im Flur eine Tupperdose, in der jemand (möglicherweise meine Frau) schon einige Tage vorher Porridge mit zum Frühdienst genommen hatte, um es erst halb zu essen und dann ganz zu vergessen. Der Deckel der Dose wölbte sich bereits vielsagend, und als ich ihn ängstlich öffnete, zischte es bedrohlich.
Hotel Chateau Royal Berlin: Voll in die Mitte
Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1 — Voll in die Mitte Seite 2 — Unheimlich durchdacht Eigenartigerweise ist Kunst ja oft ein Problem in schicken Hotels. Man eröffnet ein neues Haus, da ist dann – so stelle ich mir das jedenfalls vor – eine große Wand, an die man ein Sofa gestellt hat, und jetzt muss da aber, so diktieren es Gewohnheit und Feng-Shui, ein Bild drüber hängen. Bloß besitzt man keines.
Nasa und Asteroid: Alard von Kittlitz entdeckt: Fokussiertheit
Der Vater eines Bekannten von mir gilt als besonders guter Jäger, oder zumindest als erstklassiger Schütze, ich kenne mich mit den feineren Unterschieden im Waidmännischen nicht so aus. Einmal, das berichtete man mir jedenfalls, traf er aus mindestens fünfzig Metern Entfernung eine Bache, die gerade in vollem Lauf durch das Dickicht preschte, mitten in ihr Herz. Offenbar war das ein wirklich meisterhafter Schuss; irgendwie, finde ich, aber auch eine lächerliche Leistung, spätestens seit dem 26.
"Der Herr der Ringe": Hobbithass
Müsste ich – und um wie vieles lieber verbliebe ich in dieser schnöden Wirklichkeit! – ein Bewohner von Mittelerde werden, dann am ehesten bitte noch ein Ork.
Psychiatrie: "Ich versuchte, einen Polizisten in die Hand zu beißen"
Diesen Sommer landete ich im Isolierzimmer einer Berliner Psychiatrie. Zwei gummibezogene Matratzen, kahle Wände, ein Bad. Fast fünf Tage blieb ich in diesem Raum allein eingeschlossen. Für halbwegs ausgeglichene Menschen wäre das wahrscheinlich einfach eine verdammt langweilige Zeit gewesen. Für mich war es unerträglich. Die Autorin 29, schreibt anonym, weil sie privat nicht gleich mit ihrer Krankheit identifiziert werden möchte. Dabei habe ich diverse Klinikaufenthalte hinter mir.
Daniel Küblböck: Am Grab von Lana Kaiser
Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1 — Am Grab von Lana Kaiser Seite 2 — Es gab keine für die Öffentlichkeit angelegte Identität und Maske Seite 3 — Sex und Gender spielte in Kaisers Leben immer eine zentrale Rolle Es gibt kein Grab, das irgendwas markieren würde, was angemessen scheint – hat sie selbst zu Lebzeiten doch oft von sich behauptet, sie habe keine Grenzen.
Digitale Daten: Alard von Kittlitz entdeckt: Ichigkeiten
Manchmal trifft es doch die Richtigen, vorvergangene Woche etwa, da traf es Alex Jones, den Generalissimus der rechten Verschwörungstheoretiker und obersten Superspreader gesellschaftszersetzender Fake-News in Amerika.
Geschmack: Alard von Kittlitz entdeckt: Das schiefe Maß
Bevor mich gute Gründe daran hindern, mich in dieses Bett aus Nesseln zu legen, sag ich es einfach: Die Jeunesse hier in Berlin sieht richtig schlimm aus derzeit, die Mode fordert gerade große Opfer. Besonders unter den jungen Männern schmerzt die Grätsche zwischen offensichtlichem Aufwand und tragischem Resultat.
Kreuzworträtsel: Alard von Kittlitz entdeckt: Die perverse Vollkommenheit
Als der Krieg in der Ukraine ausbrach, schloss ich für lächerliche 24 Dollar ein digitales Jahresabo bei der New York Times ab. Mir fiel, wie vielen anderen bestimmt auch, zunächst nichts Besseres ein zur Handhabe dieser unglaublichen Sache, als möglichst viel darüber zu lesen. Das Abonnement habe ich auch nie bereut – so sehr wie über die Berichterstattung freue ich mich aber inzwischen über das Daily Mini Crossword, das man in der App ausfüllen kann.
Shen Yun : "Die Modeeeerne ist schleeeecht"
Kürzlich war ich zum ersten Mal im Varieté, bei einem Auftritt des Ensembles Shen Yun am Potsdamer Platz. Zu sehen bekam das Publikum Tänze – mehr vermag ich mit Klarheit kaum zu berichten. Peter, ein zwischen den Nummern auf der Bühne erscheinender master of ceremonies, der immerzu lächelte und dabei doch immens verzweifelt auszuschauen vermochte, erklärte uns, dass wir "den traditionellen chinesischen Tanz" dargeboten bekämen. Ich hatte schon diesbezüglich meine Zweifel.
Freizeit: 102 Minuten für mich
Gestern Nachmittag hatte ich freie Zeit. Um 15.30 Uhr würde die Babysitterin kommen, und mein Termin für einen neuen Personalausweis war erst um 17.12 Uhr. Was würde ich mit diesen 102 Minuten Genussvolles anfangen? Schreibtisch aufräumen.
Natascha Sindeewa: Sie will den Russen Hoffnung geben. Und die Wahrheit
Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1 — Sie will den Russen Hoffnung geben. Und die Wahrheit Seite 2 — War der Kampf von Doschd, von Sindeewa umsonst? Seite 3 — "Meine Anwesenheit hat alle irgendwie beruhigt" Seite 4 — "Ich möchte eine Art globales Doschd gründen" Am Morgen des 22.
Kunst: Götzes Dienst
Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1 — Götzes Dienst Seite 2 — Kunst sind die Sachen für Werner Werbung nicht Seite 3 — "Kippenberger ist der Künstler, Valien der Handwerker" Die Ausstellungen des Berliner Kunstraums "Haus am Lützowplatz" sind, das darf man ganz wertungsfrei sagen, bislang nicht Auslöser großer kunsttheoretischer Debatten gewesen. Über die Schau des österreichischen Malers Götz Valien, die dort am 28. Januar eröffnet hat, ist allerdings landauf, landab berichtet worden.
Berliner Wohnungsmarkt: Begehrt, besetzt, bedroht
Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1 — Premiumlage Seite 2 — Wie stehen nun die Chancen für einen Vergleich? Seite 3 — Immer weniger Mieter sind geblieben Unerhört: Im Berliner Stadtteil Mitte hätten Obdachlose, so wehte es zum Jahreswechsel durch die Nachrichten, ein leer stehendes Haus besetzt, seien unter den Augen der Polizei eingezogen, um mit Genehmigung des Bezirksamts zu bleiben. Das Gebäude, in dem sich immerhin 106 Wohnungen befänden, sei vom Amt quasi beschlagnahmt worden.
Bill Cosby: Gruseliges Mitgefühl
Vor ein paar Tagen habe ich mir auf YouTube Auftritte des Serienstraftäters Bill Cosby angesehen. Sie erinnern sich vielleicht noch an ihn. Bevor öffentlich wurde, dass Cosby über vier Jahrzehnte hinweg regelmäßig Frauen, insgesamt offenbar Dutzende, erst medikamentös betäubt, dann sexuell missbraucht hat, war er als Comedian weltberühmt. Er hatte seine Fernsehshow, die auch ich als kleiner Junge manchmal angeschaut habe – und er machte Stand-up, was in Deutschland, meine ich, weniger bekannt ist.
Klugscheißerei: Wissen von der Rückbank
Früher war Klugscheißerei ein privates Ärgernis. Heute ist es ein Gesellschaftskonzept. 25. Januar 2022, 10:10 Uhr Editiert am 25. Januar 2022, 10:10 Uhr DIE ZEIT Nr. 4/2022 8 Kommentare Im Englischen steht "backseat driver" sprichwörtlich für jemanden, der ungebeten Ratschläge erteilt.
Selbstakzeptanz: Müssen wir glücklich sein mit allem, was wir tun?
"Du bist gut so, wie du bist" heißt ein Mantra unserer Zeit. Unser Autor hat Zweifel. 11. Januar 2022, 16:00 Uhr ZEIT Spezial Nr. 1/2022 22 Kommentare Z+ Exklusiv für Abonnenten Sollte man nicht einfach zufriedener mit sich sein? © Illustration: Andrea Ucini Sehr gerne hätte ich in meinem Leben eine freundliche Eule mit Brille, die vom Himmel heruntergeflattert kommt, um mir weisen Rat zu erteilen, immer dann, wenn ich mich verloren fühle.
Neujahrsvorsätze: Null-Uhr-Illusionen
Als Grundschüler beneidete ich heimlich Klassenkameradinnen, die so saubere, ordentliche Fetisch-Schulhefte führten, mit farbigen Markierungen, linealgerade unterstrichenen Überschriften und chirurgisch gekillerten Fehlern.
Show More
loading
Actions
Get in touch with Alard
Contact Alard, search articles and posts on X, monitor coverage, and track replies from one place.
Learn more about Muck Rack