Wenn das mit den Gefühlen immer so einfach wäre wie mit den Worten, manchmal jedenfalls. „Meine Frau weint“ heißt der neue Film der Berliner Regisseurin Angela Schanelec, der Titel beschreibt auf grammatikalisch denkbar knappste Weise einen emotionalen Zustand. Hinter den klaren Worten aber verbergen sich komplexe innerliche Zerwürfnisse und einander widerstrebende Begehren, die, einmal ausgesprochen, zu folgenschweren Missverständnissen führen können.