Wer die Ausstellung „Widerstand“ des Osnabrücker Kunstraums Hase29 betritt, stößt, nur wenige Schritte hinter dem Eingang, auf ein rosapinkes Seidentuch. Es liegt, wie schwerelos aus der Luft herabgesunken, auf dem Boden, in fragilem Faltenwurf. Auf ihm steht, in Farsi, in Persisch: „Ein Künstler, der kein Farsi spricht, ist kein Künstler.“ Die paradoxe Absurdität dieser Installation: Die deutsch-iranische Künstlerin Anahita Razmi, von der sie stammt, spricht diese Sprache selbst nicht.